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Weltwahrnehmung – ein Lernprozess: Kritik hat das Ziel, Missstände zu verbessern
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Der Ökumenische Rat der Kirchen wird 70: https://www.oikoumene.org/de/wcc70/wcc70/activity_news
Interessant sind die persönlichen Geschichten: https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/press-centre/news/wcc70/stories-from-70-years-of-wcc
Gebete und Lieder finden wir hier: https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/wcc70/prayers-and-songs/prayers-and-songs
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Die Bibel wurde schon sehr früh auch historisch gelesen. Der so genannte vierfache Schriftsinn beinhaltet:
Literalsinn (= wörtlich, historisch), typologisch (= den Glauben fördernde Auslegung; theologische Relevanz); tropologisch (= die Liebe fördernde Auslegung; ethische Relevanz); anagogisch (= die Hoffnung fördernde Auslegung; eschatologische Relevanz: ewiges Leben…).
Dann kam unsere säkulare Moderne und es zählt nur noch die historische Auslegung – aber eben im säkularen Sinn.
Auch die Exegese des Koran kennt eine Art historischen Arbeitens, so die Unterteilung in drei Perioden mekkanischer und in eine Periode medinischer Suren. Hieraus leiten liberale Muslime auch eine gewisse Hierarchisierung der Auslegung und auch eine kulturelle wie zeitliche Anpassung des islamischen Glaubens ab, während nichtliberale Muslime das ablehnen und alle gleich interpretieren, vor allem auch aus der Perspektive der Suren aus Medina. Anders stellt sich die Lage mit Blick auf die Hadithe dar: schwache (also solche, die nicht ganz so relevant sind) und gesunde (die relevant sind). Hier ist eine Art historischer Arbeit massiver zu erkennen als mit Blick auf den Koran.
Die säkulare Exegese arbeitet anders. Wir kennen aus der Erforschung Jesu die Unterscheidung: irdischer Jesus (= der Jesus, der als Mensch lebte, seine Vorlieben, Eigenarten usw. – die allerdings kaum mehr zu erkennen sind), den Jesus des Glaubens (= der Jesus, von dem Glaubende sprechen, den Wundern, der Auferstehung, Jesus als Christus, als Sohn Gottes), den biblischen Jesus (= der Jesus, der den irdischen Jesus aus der Perspektive des Glaubens wiedergibt) und den historischen Jesus (= der Jesus, der als Mensch historisch erarbeitet werden kann – durch die verschiedenen Glaubensschichten hindurch).
Diese Art des Umgangs mit Mohammed und dem Koran wird soweit ich sehe im Islam noch nicht besonders vorangetrieben. Säkulare Auslegung würde bedeuten, dass nicht Allah dem Mohammed den Koran durch den Engel Gabriel diktiert hat, sondern weitgehend hat der Mensch Mohammed (wenn es ihn denn gab) sich die Texte, die im Koran zu finden sind, ausgedacht, spätere haben sie gesammelt und redaktionell bearbeitet – denn Allah ist säkular-historisch nicht zugänglich und der Engel auch nicht, dafür aber die aktiven Menschen.
Die christliche Geburtsgeschichte des Lukas: Der Engel Gabriel wurde zur Jungfrau Maria gesandt, demütig nahm sie Gottes Willen an und empfing und gebar den Sohn Gottes, Jesus. Entsprechend die Überlieferungen über Mohammed ca. 600 Jahre später: Der Engel Gabriel wurde zum besten aller Menschen Mohammed gesandt, demütig nahm er Allahs Willen auf und empfing und schrieb den Koran.
Säkular haben diese Aussagen keinen Anhaltspunkt, da weder Allah/Gott ein historischer Akteur ist, noch gibt es Engel, also muss man andere Interpretations-Zugänge finden. Säkulare Wahrheit beschränkt sich auf einen kleinen Rahmen, wie Wissenschaft überhaupt Rahmen schafft, in denen sie ihre jeweiligen Aspekte untersuchen kann. Das ist auch die Aufgabe säkular-historischer Wissenschaft. Die allerdings dann nicht mehr nur erklären will, sondern ins Extreme weiter geführt darlegen will, dass die gesamte Glaubensbasis irrelevant ist: Jesus wie Mohammed hätten gar nicht gelebt – oder wenn sie gelebt haben, waren sie ganz andere Typen als die Schriften sie wiedergeben. Ungeachtet der ideologischen Komponente ist das, was Historiker herausarbeiten, spannend und mit Interesse zu verfolgen, weil es den Glauben aufgrund neuer Perspektiven zu vertiefen vermag. Spannend bleibt allerdings vor allem für den Islam: Welche Folgen kann säkular-historisches Arbeiten haben? Für den Islam darum, weil säkular-historische Arbeit mit Blick auf Mohammed noch neu ist, während historisches Arbeiten an Jesus schon eine ganze Weile lang läuft und auch intensiv diskutiert wird.
Aus Glauben heraus ist das alles natürlich zu wenig, weil der säkular gesetzte Rahmen zu klein ist, der Fülle Gottes nicht einmal annähernd gerecht wird. Aber damit muss man als Glaubender leben, auch wenn man sieht, dass die säkularen Akteure genauso parteiisch sein können wie die Glaubenden – nur eben von der säkularen Seite her.
Zu sagen, man fühle sich verletzt, sei beleidigt worden, oder massiv religiöser formuliert: das sei Gotteslästerung, hat in unserer säkularen Welt überhaupt keine Relevanz. Druck ausüben wollen (emotional oder durch Drohungen, durch Einschränkung von Meinungsfreiheit, …) auf säkulare Ansätze ist kontraproduktiv. Interessanterweise scheint das aber so manche Medien und Individuen zu beeindrucken, wenn so etwas von islamischer Seite kommt. Von christlicher Seite zum Glück nicht mehr – zumindest nicht in unserem Land (ist mir zumindest nicht bekannt).
Glaubende haben andere Erfahrungen gemacht, von daher ist Druck der Säkularen auf sie genauso irrelevant wie umgekehrt: Ihr Spott, Versuche, Glaubende sozial auszugrenzen, Anzweifeln ihres Verstandes, ihre Zuordnung zu Relidioten usw. usw. Glaubende haben andere Erfahrungen gemacht – und eben erst als Glaubende, die ihr Leben aus dem Glauben leben, sind sie auch säkular-historisch greifbar. Ihr umfassender Glaube ist nicht historisch greifbar – aber ihre Lebensgestaltung. Als solche muss dann der Glaube auch historisch wirksam werden: in bekennendem Wort und in der Glaubenstat.
Das sollte allen Glaubenden wieder bewusst werden: Unser Verhalten ist relevanter, als sich manche so denken.
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Banden prellen den Staat um Millionen: https://www.tagesschau.de/inland/banden-betrug-101.html
Andere prellen den Staat um Milliarden: Steuerhinterzieher, Cum-Ex-Geschäfte… http://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/cum-ex-geschaefte-big-business-mit-steuern-a-1611661
Zweierlei ist dagegen notwendig: Ein Staat, der sich nicht betrügen lässt und alle möglichen Maßnahmen ergreift, das möglichst zu verhindern und: Wirtschaftsethik. Bei kleinkriminellen Banden kann man keine moralischen Ansätze erwarten, aber bei denen, die nicht zu den kriminellen Banden auf höherer Ebene gehören wollen, muss man entsprechende moralische Qualitäten fordern.
Es muss neben den Kontrollen des Staates einen moralischen Ruck geben, der durch die Firmen und Banken geht. Ich möchte hoffen, dass es noch ehrliche Unternehmen gibt – diese werden durch kriminelle Verhaltensweisen der Konkurrenten benachteiligt.
Viele der Großen sind natürlich nicht im klassischen Sinn kriminell – sie haben nur sehr viele Anwälte usw., die die ganzen Schlupflöcher in den nationalen Gesetzen und im internationalen Handel erkennen. Diese auszunutzen – gegen den Geist sozialen Handelns, gegen den Geist der menschlichen Gemeinschaft – sollte mit Blick auf Wirtschaftsethik auch verpönt sein.
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Was das Geldwäschegesetz betrifft, hörte man vor ein paar Wochen, dass diejenigen, die solche Geldwäschen untersuchen sollen, vielfach nicht den Erwartungen entsprechen. Hier hört man nun: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/transparenzregister-wird-kaum-genutzt-a-1236233.html
Ein 53 jähriger Jugendlicher wurde zu Haft verurteilt – auf Bewährung: https://www.schwaebische.de/landkreis/ostalbkreis/ellwangen_artikel,-kinder-sexuell-bel%C3%A4stigt-gericht-verh%C3%A4ngt-bew%C3%A4hrungsstrafe-_arid,10956028.html
53 Jahre alter Jugendlicher? Bewährung – bei diesen Fällen?
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Was hilft in Kapstadt gegen die Kriminalität? Wohl wie überall in den Ländern, in denen Kriminelle die Städte erobern, weil man ihnen zu lange die Möglichkeit gab, sich auszubreiten: Da hilft nicht nur ein Mittel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedafrika-wie-kapstadts-neuer-buergermeister-gegen-gangster-vorgehen-will-a-1233349.html
Anders als der Beitrag ausspricht, gibt es wohl wirklich Krieg, das zeigen doch die im Beitrag genannten Zahlen und Verhaltensweisen. Polizei und Militär allein wird das Problem kaum lösen. Darin hat der Beitragt recht. Aber ohne sie wird es wohl auch kaum gehen.
Und das zeigt für unser Land bzw. für Europa: Man darf kein Stückchen Stadt oder Dorf den Kriminellen überlassen. Sobald sie Fuß fassen, wird es schwerer, sie zurückzudrängen. Die normalen Bürger sind ihnen hilflos ausgeliefert.
Die armen Länder haben eben das Problem, dass sie arm sind, dass sie keine Sicherheitsstrukturen aufbauen können. Reiche Länder, die diese dann aber nicht berücksichtigen oder abbauen, fallen der Bevölkerung, vor allem den kommenden Generationen, in den Rücken.
Sehr interessant: Mehrere Menschen sollen ein Mädchen missbraucht haben: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/ermittlungen-in-muenchen-moegliches-verbrechen-an-maedchen-100.html#xtor=CS5-62
Wer sonst? Worauf weist diese Formulierung hin? Man will im Titel partout nicht die mutmaßlichen Täter nennen. Wenn sie nicht genannt werden, kann man es sich schon denken – Mutmaßungen kommen dann auch mutmaßlich im folgenden dazugehörenden Text.
Und nun erfährt man also den Sinn dieser Überschrift: Damit wollte man sicherlich sagen, dass auch diejenigen, die das Mädchen missbraucht haben, Menschen sind.
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Hillary Clinton auf rassistischen Abwegen? http://www1.cbn.com/cbnnews/us/2018/october/hillary-clinton-cracks-racist-joke-about-black-people-they-all-look-alike

Ein paar unvollständige Gedanken:
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Zwei Grundmodelle: Wie kommt es, dass der Mensch versteht?
Modell a): Es ist Zufall. Materie-Mensch hat sich entsprechend entwickelt. Zufall ist allerdings kein wissenschaftlich befriedigender Begriff – somit muss eine bestimmte Kausal-Kette dazu geführt haben. Wo findet sie ihren Anfang? Im Urknall oder erst irgendwo auf dem Weg der Entwicklung des Menschen? Dass diese Kausal-Kette nicht irgendwann zerrissen ist – auch Zufall? Upps – kein wissenschaftlicher Begriff. Übrigens: Glück ist auch keiner. Schicksal ebenso nicht.
Modell b): Geistiges/Vernünftiges umfängt die Entwicklung des Materie-Menschen, sodass Materie überhaupt in die Lage versetzt wird, zu verstehen. Christen nennen das: Gottes Geist, also Gott.
Anmerkung: Woher kann man eigentlich (annähernd) wissen, was vernünftig ist und was nicht, wenn nichts Geistig-Vernünftiges vorausgegangen wäre? Alles, was logisch ist, ist vernünftig. Alles, was nicht logisch ist, ist unvernünftig? Das wäre eine traurige Welt. Aber: Wann ist etwas logisch, wann nicht? Welche Zeit ist der Maßstab, welche Gruppe, welche Reduktion von Welterfahrung?
Warum suchen manche etwas Logisches? Weil die Welt Logisches bietet? In welche Richtung wird sich die Materie logisch weiterbilden? Muss Materie sich so weiterbilden, dass wir es logisch nachvollziehen können? Naturgesetze waren von Anfang an – Chaos war als Teil der Naturgesetze auch von Anfang an. Momente der Ruhe im Chaos – lassen träumen von Konstanz. Naturgesetze bedeuten nicht, dass es aus menschlicher Perspektive kein Chaos geben kann, denn das Chaos ist auch Teil der Naturgesetze. Wie kommt aus dem Chaos der Naturgesetze ein Moment der Ruhe, der Ordnung – so wie der Mensch eben Ordnung versteht? Denn Chaos ist auch naturgesetzliche Ordnung.
Diese Frage beschäftigt den Menschen schon sehr lange. Schöpfungsmythen versuchen eine Antwort zu geben. Jüdisch-christlicher Glaube bekennt: Am Anfang steht der, der dem Chaos enthoben ist, der ganz Andere: Gott. Er ordnet die Naturgesetze so, dass Leben ermöglicht wird, dass der Mensch Verstand hat. Er ist nicht nur Schöpfer – er ist auch Erhalter.
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Endlich: Asia Bibi wurde freigesprochen – bewundernswert, wie mutig die Richter waren. Auch der neu gewählte Präsident stellte sich hinter das Gericht. Nun beginnt das Ringen zwischen islamistischem Mob und Rechtsstaat. Welche Ausmaße wird das erlangen?
Doch wohin soll Asia Bibi nun gehen – wo ist sie wirklich sicher? https://www.tagesschau.de/ausland/asia-bibi-103.html
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In Saudi Arabien wurde wieder ein Hausmädchen hingerichtet: http://www.spiegel.de/politik/ausland/indonesien-protestiert-gegen-hinrichtung-von-hausmaedchen-in-saudi-arabien-a-1236085.html

Wir Menschen haben die Möglichkeit, über Zeit und Raum hinweg, sogar die Todesgrenze überwindend, mit anderen Menschen im Geist – so spüren manche – verbunden zu sein.
Wenn wir einen Raum betreten – und alles schweigt, können wir sofort den Geist wahrnehmen, der in diesem Raum herrscht: ein Geist der Unversöhnlichkeit, ein Geist der Harmonie.
Wir spüren auch den Geist, in dem zwei Menschen miteinander umgehen. An kleinen Gesten und Blicken vielleicht. Vielleicht auch einfach dadurch, dass sie da sind?
Wir haben die Möglichkeit, auf anderen Ebenen wahrzunehmen, zu kommunizieren, als es auf den ersten Blick möglich ist.
Manche Menschen nehmen nur wenig wahr, manche ahnen nur etwas, können es aber nicht benennen, andere nehmen gar nichts wahr. Sie kommen in einen Raum, sie sind „Ich“ – alles andere entgeht ihnen. Sie merken auch nicht den Geist, der zwischen zwei Menschen herrscht. Kommunikation, Zugewandtheit über Raum und Zeit hinweg – ist für sie absurd. Sie haben „keine Ader dafür“, Messinstrumente schon mal gar nicht.
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Diese Geist-Verbundenheit geht über den Menschen hinaus. Gott ermöglicht als Geber seines Geistes (als Geber seiner selbst) Menschen, ihn wahrzunehmen. Individuell kann Gott wahrgenommen werden: Manche nehmen den Geist Gottes mit allen Sinnen und mit der Ratio wahr, andere spüren nur etwas, ohne das genauer benennen zu können, andere nehmen Gott nur durch Eigeninteressen verzerrt wahr, andere gar nicht.
Ein Wegweiser zur Wahrnehmung des Geistes Gottes ist vor allem der Geist Jesu Christi. Manchmal ahnt man etwas, spürt etwas – weiß nicht, was das ist. Dann benötigt man Menschen, die diese Erfahrung auch gemacht haben, sie Wort werden lassen. Das finden wir eben in denen, die Jesus Christus in Freude, Liebe und Dankbarkeit nachfolgen.
Und dieser Geist erleuchtet, ist einleuchtend.
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Der Blog wird voraussichtlich erst am Freitag wieder bestückt werden.