Verbundenheit im Geist + Geist der Menschen und Geist Gottes

Wir Menschen haben die Möglichkeit, über Zeit und Raum hinweg, sogar die Todesgrenze überwindend, mit anderen Menschen im Geist – so spüren manche – verbunden zu sein.

Wenn wir einen Raum betreten – und alles schweigt, können wir sofort den Geist wahrnehmen, der in diesem Raum herrscht: ein Geist der Unversöhnlichkeit, ein Geist der Harmonie.

Wir spüren auch den Geist, in dem zwei Menschen miteinander umgehen. An kleinen Gesten und Blicken vielleicht. Vielleicht auch einfach dadurch, dass sie da sind?

Wir haben die Möglichkeit, auf anderen Ebenen wahrzunehmen, zu kommunizieren, als es auf den ersten Blick möglich ist.

Manche Menschen nehmen nur wenig wahr, manche ahnen nur etwas, können es aber nicht benennen, andere nehmen gar nichts wahr. Sie kommen in einen Raum, sie sind „Ich“ – alles andere entgeht ihnen. Sie merken auch nicht den Geist, der zwischen zwei Menschen herrscht. Kommunikation, Zugewandtheit über Raum und Zeit hinweg – ist für sie absurd. Sie haben „keine Ader dafür“, Messinstrumente schon mal gar nicht.

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Diese Geist-Verbundenheit geht über den Menschen hinaus. Gott ermöglicht als Geber seines Geistes (als Geber seiner selbst) Menschen, ihn wahrzunehmen. Individuell kann Gott wahrgenommen werden: Manche nehmen den Geist Gottes mit allen Sinnen und mit der Ratio wahr, andere spüren nur etwas, ohne das genauer benennen zu können, andere nehmen Gott nur durch Eigeninteressen verzerrt wahr, andere gar nicht.

Ein Wegweiser zur Wahrnehmung des Geistes Gottes ist vor allem der Geist Jesu Christi. Manchmal ahnt man etwas, spürt etwas – weiß nicht, was das ist. Dann benötigt man Menschen, die diese Erfahrung auch gemacht haben, sie Wort werden lassen. Das finden wir eben in denen, die Jesus Christus in Freude, Liebe und Dankbarkeit nachfolgen.

Und dieser Geist erleuchtet, ist einleuchtend.

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Der Blog wird voraussichtlich erst am Freitag wieder bestückt werden.

2 Antworten auf „Verbundenheit im Geist + Geist der Menschen und Geist Gottes“

  1. Diese Geist-Verbundenheit geht über den Menschen hinaus.
    Eine Behauptung, die in keiner Weise belegt noch belegbar ist.

    Gott ermöglicht als Geber seines Geistes (als Geber seiner selbst) Menschen, ihn wahrzunehmen.
    Demnach gäbe es viele Götter, denn Menschen haben zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Religionen ihre Götter ganz unterschiedlich „wahrgenommen“, oft mit diametral entgegengesetzten Ergebnissen.

    Individuell kann Gott wahrgenommen werden: Manche nehmen den Geist Gottes mit allen Sinnen und mit der Ratio wahr, andere spüren nur etwas, ohne das genauer benennen zu können, andere nehmen Gott nur durch Eigeninteressen verzerrt wahr, andere gar nicht.
    Dann wäre ihr Gott ganz offensichtlich unfähig, sich den Menschen deutlich genug mitzuteilen.
    Hier widersprechen Sie sich mal wieder selbst: Wenn Ihr Gott, den Sie als allmächtig ansehen, den Menschen geschaffen haben sollte, dann hätte er ihn so fehlerhaft geschaffen, dass die meisten Menschen (Christen sind und bleiben eine Minderheit) nicht in der Lage sind, diesen Gott „richtig“ wahrzunehmen.

    Hinzu käme das Dilemma, dass es keine nachvollziehbaren Kriterien dafür gibt, wer denn diesen Gott korrekt wahrnimmt und wer „verzerrt“.

    Das finden wir eben in denen, die Jesus Christus in Freude, Liebe und Dankbarkeit nachfolgen
    Dürfte etwas schwierig werden, denn es gibt Tausende von christlichen Gruppen und Grüppchen, die jede von sich behaupten, die einzig wahren Nachfolger ihres Jesus (der mitnichten der Christus war, was aus der Bibel klar hervorgeht) zu sein.

    Wenn es so etwas wie eine klare christliche Botschaft gäbe, könnte es doch nicht sein, dass es bei jeder ethischen Fragestellung, zu der es mehrere Meinungen geben kann, grundsätzlich in JEDEM Lager Christen gibt, die diese Meinung unter Berufung auf ihren Glauben vertreten.

    Ich nenne hier nur Sklaverei und Todesstrafe. Erstere haben wir zum Glück in den zivilisierten Ländern überwunden, aber nur deshalb, weil im Sezessionskrieg der USA der Norden siegreich war. Hätten die Südstaaten gewonnen, dann gäbe es wahrscheinlich heute dort noch Sklaverei und die christlichen Gruppen dort würden diese mit Verweis auf 1. Mose 9, 25-26 als „Gottes Gebot“ und weitere Bibelstellen rechtfertigen, denn an keiner Stelle der Bibel gibt es einen Vers oder größeren Zusammenhang, in dem Sklaverei expressis verbis abgelehnt wird.

    Mit der Todesstrafe verhält es sich entsprechend, weshalb auch heute noch in vielen Ländern, die sich selbst als „christlich“ sehen, diese Menschen verachtende Form der „Strafe“ praktiziert wird. Die Bibel hat jedenfalls keine Probleme damit und sowohl AT als auch NT fordern deren Vollstreckung ausdrücklich!

    Auch Ihr Jesus wird an mehreren Stellen des NT als unduldsamer, zum Teil sogar jähzorniger und unversöhnlicher Mensch dargestellt, also als jemand, der so gar nicht in das Bild von Friede, Freude, Eierkuchen, das Sie vom Christentum zeichnen wollen, passen will.

    Theologie besteht doch zum großen Teil darin, dass man eine bestimmte Agenda hat (die zwar nicht immer, aber häufig mit Machtausübung und Raffgier) zu tun hat und dann aus der sogenannten „heiligen“ Schrift die passenden Stellen heraussucht, die dazu geeignet sind, diese Agenda als erhaben scheinen zu lassen. Alles, was in der Schrift dem entgegensteht, wird geflissentlich „übersehen“.

    Ich weiß, das ist jetzt zum Teil etwas plakativ dargestellt, aber so ganz von der Wahrheit ist es nicht entfernt, wenn man z. B. den Katholizismus mit seinen Auswüchsen oder die sogenannten Mega-Kirchen in den USA betrachtet.
    Wo bleibt der Aufschrei der „richtigen“ Christen, wenn ihr Glaube so missbraucht wird oder empfinden diese solche Ungeheuerlichkeiten gar nicht als solche, weil auch ihnen eine wirklich humane Ethik abgeht?

    P.S.: Bei mir läuft gerade CNN. Der US-Präsident hetzt im Wahlkampf gerade wieder gegen Immigranten und alle, die seine Meinungen nicht teilen. Haben Sie sich einmal überlegt, ob es mit Ihrem Christsein vereinbar ist, einen Menschen wie Trump (ich nenne ihn jetzt ausnahmsweise einmal nicht „Crooked Donald Dumb“, obwohl sich an dieser Einschätzung nichts geändert hat) auch noch in Schutz zu nehmen? In den USA gibt es sogar Glaubensbrüder von Ihnen, die sich zu der Äußerung verstiegen haben, dass ihr (und Ihr) Gott dieses fragwürdige Individuum dazu erkoren hätte, die USA zu regieren.
    Muss sich ein anständiger Mensch da nicht angewidert abwenden?

    1. Wie gut, dass Gott nicht so ist wie wir Menschen: Hier bin ich in meiner Allmacht – nun mache ich, ob ihr wollt oder nicht, alle zu Gott gläubigen Marionetten!
      Jesus war kein Friede-Freude-Eierkuchen-Mensch. Gott ist auch nicht der rosarote Zuckerguss liebe Gott. Ich wäre missverstanden, wenn ich eine solche Einseitigkeit vertreten würde. Feindesliebe hat nichts mit Friede-Freude-Eierkuchen zu tun, sie riskiert, dass man ermordet wird. Nächstenliebe (Goldene Regel) hat nichts mit Eierkuchen zu tun, man geht in Vorleistung, auch wenn der andere nicht so reagiert, wie man es erwartet. Jesus hat seine Gegner scharf angegriffen, so scharf, dass er sich eine Weile ins heidnische Ausland zurückgezogen hat. Die Austreibung der Händler aus dem Tempel, ein Lieblingsstelle von Hitler, auf die Sie sich wohl beziehen, hat auch nichts mit falschem Frieden zu tun – ist allerdings wohl als prophetische Zeichenhandlung anzusehen. Jesus erwartet von seinen Nachfolgern, dass sie den harten Weg hinter ihm hergehen. Auch in der Konfrontation. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das den liebenden Gott zeigt – ist eben auch ein Affront gegen die Gegner Jesu… Was Jesus allerdings macht: Er bringt einen Ton in die Katzenmusik der Welt, der anders ist. Einen, in dem sich Menschen wiederfinden, die ausgeschlossen waren, diejenigen, wie die matthäischen Seligpreisungen formulieren, nach Frieden, Gerechtigkeit sehnen, diejenigen, die traurig sind, weil ihnen Leid zugefügt wird, die Erniedrigten, die sehen, dass auch anderen Leid zugefügt wird. Jesu Ton trifft eben diese Menschen. Und sie versuchen nun einen neuen Lebensstil einzuschlagen. Dass die Kirchen vielfach diesen Ton nicht aufgegriffen haben, sondern wieder in die scheußliche Katzenmusik einstimmen, das hat damit zu tun, dass wir Menschen eben nicht Gott Raum geben, sondern uns lieber an die mächtigen anpassen, lieber selbst mächtig werden. Dass wir lieber unterdrücken, dass wir ausgrenzen, statt Jesus Christus zu folgen. Macht korrumpiert auch den christlichen Glauben.
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      Was Trump betrifft: Ich nehme ihn nicht in Schutz. Trump ist mir herzlich egal. Was mir nicht egal ist: Wie arbeiten unsere Medien. Gerade an ihrer Trump-Rezeption kann man sehen, wie sie arbeiten. Diese Art zu arbeiten ist auch auf anderen Ebenen erkennbar. Mir geht es um Medienethik.
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      Was die Mega-Kirchen betrifft: Diese Mega-Kirchen, zumindest so ich das eine oder andere wahr genommen habe, haben ja nicht nur Mega-Gottesdienste. Sie haben unzählige Untergruppen, die sich vielfältigst sozial engagieren. Dieses vielfältige Engagement ist möglich, weil sie eben durch die Sendungen usw. Geld bekommen. Dass es dann wieder schwarze Schafe gibt, die diese Geldeinnahmequelle für sich ausnutzen können, das kann man wohl nicht leugnen – aber das bedeutet nicht, dass man die gesamte Arbeit ablehnen muss. Womit ich theologisch Schwierigkeiten habe ist, dass manche dieser Kirchen (vor allem in Nigeria – so habe ich gehört) eine Theologie des Reichtums vertreten: Wer viel Geld hat, der ist von Gott gesegnet. Und wenn du viel Geld haben möchtest, musst du toller Christ sein. Dass du dann toller reicher Christ bist, erkennt man dann auch daran, dass du vielen was abgeben kannst. Ansätze davon haben wir ja in der Reformierten Kirche – und darum sind Menschen der reformierten Kirche auch vielfach wirtschaftlich dominant (hat schon Max Weber erkannt). Viele dieser Christen haben also Erfolg. Warum ich nicht massiv dagegen agiere? Ich denke, dass auch hier der Ökumenische Rat, die Evangelische Allianz, Zusammenschlüsse der Pfingstkirchen versuchen, Missbrauch anzuprangern. Manchmal denke ich so wie Paulus im Philipperbrief schreibt (mit eigenen Worten): Manche verkündigen Christus nicht richtig, um zu Schaden. Aber Hauptsache, Christus wird verkündigt.
      Auch das muss man also differenziert sehen.

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