Es ist nicht richtig, einen zu verurteilen, weil er Aussagen mit der Bibel trifft.
Aber: Christen, die die Bibel verwenden, sollten sich an das Vorzeichen halten, das Jesus gegeben hat. Er sollte das Wohl des Nächsten im Blick haben und nicht über andere reden.
Zudem sollte man berücksichtigen, dass manche Aussagen historisch bedingt sind.
Angemessen reden, einladend reden, anderen Raum geben, sich im Wort Gottes wiederzufinden, sich geborgen zu wissen im Lebenschaos. Das ist wohl der Auftrag, den viele von uns haben.
Es sei denn, man hat einen prophetischen Auftrag. Der darf dann hart sein. Zur Rettung. Wie ein Chirurg schneiden muss, um zu heilen, so in die Seele schneiden, um zu heilen.
Aber es muss ein Auftrag sein. Ansonsten wird man lieblos, unbarmherzig und muss sich dem Verdacht aussetzen, dass man seine eigenen Probleme auf andere projiziert. Dass man den Glauben missbraucht, um von sich selbst abzulenken.
Ein Chirurg, der sein Handwerk nicht gelernt hat und schneidet, ohne zu heilen… – so kommen mir diejenigen vor, die in die Seele schneiden und sie zerstören, statt im Auftrag Gottes als heilender Bote unterwegs zu sein.
Eine im Iran gefangene Wissenschaftlerin aus Australien wird freigelassen – dafür lässt Australien 3 Iraner frei. https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nach-mehr-als-800-tagen-iran-entlaesst-australierin-aus-der-haft-17071729.html Das ist für Machostaaten ganz schön fies. Drei Männer gelten so viel wie eine Frau. Drei Bombenleger gelten so viel wie eine Wissenschaftlerin. Leider exportiert der Iran Bombenleger, während Australien wissenschaftlich unterwegs ist. Kann man natürlich nicht verallgemeinern. Aber mir tut das iranische Volk sehr Leid: Es ist so fit -und wenn die Mullahs nicht wären, was könnte das Land alles für die Weltgemeinschaft leisten. So sind sie geknechtet unter der Fuchtel dieser dunkel gekleideten religiösen Machthaber.
In diesem erschütternden Bericht geht es um nicht weniger, als die vorwiegend nach Deutschland verbrachten Frauen und Mädchen zum Zwecke der Prostitiution. „Dargestellt wird der Ablauf des Menschenhandels von der Anwerbung der Opfer in Nigeria über ihre Reise und Einschleusung nach Europa sowie ihre Lage als Zwangsprostituierte.“, schreibt das Bamf.
Aber ich habe den Eindruck: Es ist ein mediales Tagesthema – und schnell wieder weg. Auch Frauen interessieren sich stärker für das Thema Gender als für Frauen, die auf allen Ebenen leiden – und das vor allem in den dunklen Zonen der Gesellschaft. Die Frauen, die nicht oder nur kaum wahrgenommen werden. Gefolterte und gequälte Frauen. Und dann beschäftigt man sich höchst emotional und streitbar bis an die Grenzen mit irgendwelchen Larifari-Themen. Sorry – manchmal wird man eben zornig.
Wie geht es den Frauenhäusern in unserem Land? Diese kleine Zuflucht? Werden sie genügend unterstützt? Wird Missbrauch der Hilfeleistungen bekämpft?
Mit Hilfe der Sprache interpretieren wir unsere Erfahrungen. Mit Hilfe der Sprache interpretieren wir uns in unserer Welt.
Die Frage ist:
Machen wir Christen uns abhängig von der säkularen Interpretation, die eng am Innerweltlichen, Materialistischen klebt, gefesselt an einer engen Interpretation von rational und Tod?
Oder haben wir den Mut, unsere Welt mit der Glaubenssprache zu interpretieren, die hinausblickt, die in die Weite Gottes blicken lässt, den Duft der Freiheit ahnen lässt?
Was ist das den für ein übles Video? Nicht nur, dass das Weihnachtsvideo nichts mit Weihnachten zu tun hat und Werbung nicht unbedingt mit Moral. Es zeigt auch werbend ein Frauenbild, das unter aller Kritik ist – „Typisch Edeka“?:
„Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, musst du das Verhalten anderer Menschen kontrollieren. Deshalb dürfen die Empfindlichsten, Übersensibelsten und leicht Erregbarsten nicht den Standard für den Rest von uns setzen.“
Wer fällt über J. aus Kassel am meisten her? Die sich jeweils für die Sophie Scholl redivivus von links, öko usw. ansehen?
Vielleicht sollten sich übrigens all diejenigen, die der jungen Frau Verharmlosung des Nationalsozialismus vorwerfen (was sie ohne Zweifel getan hat), fragen, wieweit sie es selbst tun, indem sie Menschen als Nazis bezeichnen, nur weil sie eine andere politische Meinung vertreten.
Mir kommt die ganze Diskussion so vor, als habe da jemand am gesellschaftspolitischen Stammtisch es gewagt, die Hoheit der Lautesten anzugreifen. Und diese schreien und handeln auf verschiedenste Art massivaggressiv nun zurück.
Ganz am Schluss dieser Darlegung habe ich einen Abschnitt zur Rezeption von Sophie Scholl bzw. der Weißen Rose stehen. Da wäre das, was wir jetzt lesen und hören, nur ein interessanter Aspekt mehr. Vielleicht kann ich den genannten Abschnitt bald aufgrund der jetzigen Rezeption erweitern.
Das ist interessant: Was für die EU gilt – gilt nicht für die EU-Institutionen. Whistleblower genießen Schutz auf allen Ebenen – aber nicht auf der Ebene der EU-Institution. Alle sind gleich – wir sind gleicher… (Animal Farm): https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ezb-whistleblower-meldesystem-101.html
Ein wichtiges Vorhaben. Warum haben Staaten das nicht schon längst von sich aus gemacht? Weil das Vorhaben äußerst ambitioniert ist. Aber: Ob es durchsetzbar ist?