Es wird noch zig geben, die das tun. Die einen verbissen, die anderen klug, die anderen heiter, die anderen wissenschaftlich, die anderen emotional – wie wir Menschen halt so sind, glaubend oder nichtglaubend. Im letzten Jahrhundert gab es einige große Ideologien und Ideologen, die einen solchen Punkt mit Menschen-Massen setzten – Reste davon existieren noch immer. Die einen versuchen Religion mit der Psyche zu begründen, andere sozial, evolutionär – je nach Modethema, aber heute versucht man die Begründungen der Vorfahren zusammenzuführen. Eine scheinbar große Leistung. Dass es einer witzig-spritzig macht, ist auch nicht neu. Versucht hat das auch Eduard von Hartmann im 19. Jahrhundert. Und in diese Zeit fühlt man sich auch bei den Zeitgenossen, die von Nietzsche viel gelernt haben. Verbunden mit diesem witzig-spritzigen ist auch immer eine gewisse Hochnäsigkeit. Aber irgendworan muss man sich ja halten.
Philosophen erklären die Welt – sie wissen alles – auch dass es Gott nicht gibt. Die intellektuellen Hohenpriester haben die Priester ersetzt. Gelobt seien die Allwissenden.
Spannend ist, dass diejenigen, die einen Punkt hinter das Leben setzen, diesen auch hinter die Religion setzen. Die Sehnsucht der Menschen nach Schlusspunkten. Wahrscheinlich wird Gott ihnen den Gefallen auch machen. Wie auch immer der Schlusspunkt aussehen wird.
Besser kann ich es nicht sagen – um der Absurdität des Henn-Vorschlags begegnen zu können. Hat der eigentlich irgendeinen Sinn – auch mit Blick auf das Grundgesetz? Vielleicht – Verfassungsschutz… Naja, wenn Suizid erlaubt wird, passt auch der Vorschlag… : https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/impfen-corona-ethik-henn-ethikrat
Ich finde spannend: Man wirft den Puritanern vor, dass sie Feiermuffel waren. Die modernen Puritaner – also Feiermuffel – sind heute sehr lautstark. In den letzten Jahren gab es sie auch, aber jetzt fühlen sie durch Corona und der entsprechenden Politik Oberwasser. Menschen müssen feiern. Feiern müsste ein Grundrecht sein.
Journalismus auf Abwegen
Manipulieren, angreifen – guter Journalismus? Darunter verstehe ich anderes. Habe mich auch über den Beitrag gewundert, der hier angesprochen wird: https://www.kath.net/news/73871 Manche scheinen allerdings festgefahren: https://www.kath.net/news/53832
Menschen, ohne die unsere Gesellschaft kaum überleben würde, stellt man kalt. Und dann die Bedingungen für die Weiterfahrt, die kaum erfüllt werden können… Es ist eine Schande.
Wie ich die Situation der Kirchen im Augenblick einschätze? Ich weiß es nicht.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die sich allen möglichen politischen, esoterischen, religiösen, philosophischen, umweltischen Modeströmungen anpassen und sie irgendwie christlich zu färben versuchen. Menschen, die rufen „christlich, christlich!“ – aber es ist nur christlich angemaltes Antichristentum.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, denen mediale Nutzung, Konsum, Kleidung, Essenzubereitung, wohnen wichtiger ist, als die Unterstützung der weltweiten Gemeinde und die Gemeinde vor Ort.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die sich krampfhaft an alten Vorstellungen anklammern, von denen man aber nur mit Mühe erkennen kann, dass sie aus dem Geist Jesu Christi kommen.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die andere denunzieren, die nicht ihrer politischen Meinung sind, die andere nicht tolerieren, weil ihre Beziehung zu Jesus Christus anders geprägt ist, als ihre eigene, die versuchen mit der Macht mancher Medien die Glaubenden gesellschaftspolitisch zu stutzen, sie dem allgemeinen politischen Mainstream anzupassen.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, denen Spaltungen, Trennungen, Abgrenzungen wichtiger sind als die Gemeinschaft, als der Versuch, Miteinander zu gehen.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die sich vor lauter Angst der Gemeinschaft verschließen und alles, was nach außen gemacht werden soll, blockieren.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die versuchen ernst und ehrlich den christlichen Glauben den Zeitgenossen anzupassen, damit ganz viele Menschen ihn annehmen können, dabei war Anpassung des Glaubens aber schon immer sehr gefährlich, weil sie auf Irrwege führte. (Sprache der Zeit verwenden heißt nicht unbedingt, den Glauben anzupassen; das ist eine andere Ebene.)
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die mutlos werden, weil doch alles nichts bringt, der Gegenwind sehr stark ist, die Anerkennung gleich null ist, die herausgerufenen Worte leer zurückkommen. So meinen sie.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die sich sehr stark sozial engagieren, aber ohne die Beziehung zu Christus deutlich werden zu lassen.
Ich sehe in den Kirchen Menschen, die aus dieser Beziehung zu Jesus Christus versuchen, immer wieder neues auf die Beine zu stellen, zu Christus einzuladen, von ihm bewegt, sich Menschen auf sehr vielfältige Weise – vom Geist Gottes getrieben – zuwenden.
Wer wird sich in nächster Zeit durchsetzen? Ich weiß es nicht. Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich sehe im Grunde den vierfachen Acker, von dem Jesus im Gleichnis (Markus 4,1-9.13-20: https://www.bibleserver.com/HFA/Markus4 ) erzählt – und weiß letztlich nicht, was in nächsten Jahren überwiegen wird: den Glaubenssamen verdörrende Hitze, die Dornen, die den wachsenden Glaubenssamen ersticken, unfruchtbarer Boden, Weg, Fels, auf dem die Glaubenssamen aufprallen, die Raben, die den Samen des Glaubens fressen? Aus der Perspektive des Marketings ist Kirche eine Firma, die alles mögliche anzubieten hat, aber mit keinem Produkt richtig zu verbinden ist. Das ist schlecht, weil auf dieser Basis keine Bindung entstehen kann.
Da Jesus Christus Herr seiner Kirche ist, wird er sie immer wieder auch zurechtruckeln. Manchmal sehr schmerzhaft. Aber auf dem vierfachen Acker wird es immer Menschen geben, die 100fältig Frucht bringen – gute Frucht. Menschen auf allen Ebenen der Punkte 1-10?
Wesentlich dafür ist: Bindung an Jesus Christus. Nichts anderes. Und aus dieser Bindung und Beziehung heraus gilt es, sein Leben mit anderen zu gestalten. Das zeigt sich nach außen immer vielfältig – aber nur dann, wenn die Bindung, die Beziehung erkennbar wird, Christus das Zentrum des Glaubens bleibt, kann Glaubensfrucht wachsen.
Kirche kann keine von Menschen zurechtgestutzte Einheit sein – auch nicht aus Marketing-Gründen. Sie ist immer Vielfalt in der Einheit des Geistes Gottes, weil jeder einzelne glaubende Mensch seine ihm eigene Beziehung zu Christus hat.
Wir sollten alle gemeinsam mehr und vertiefter die Evangelien lesen – wobei wir wissen: ohne das Licht des Geistes Gottes vermag sie nicht zu Christus und zur Einheit führen.
3 Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Mitmenschen, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? 4 Wie kannst du zu ihm sagen: ›Komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‹, und dabei hast du selbst einen Balken im Auge! 5 Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Mitmenschen zu ziehen.
Ein Schiff das sich Gemeinde nennt… – ein Lied, das kurioserweise nicht im evangelischen Gesangbuch steht.
Die Gemeinde – kein Kreuzfahrtschiff, eher ein Schiffchen – fährt durch das Meer der Zeit. Es bleibt nur so lange oben, so lange es nicht voller Zeitwasser gelaufen ist.
Anders gesagt: Wenn sich die christliche Gemeinde zu sehr auf die jeweiligen Zeitströmungen einlässt, geht es unter, statt zu schwimmen.
Lässt man als Umweltengagierte das den Grünen durchgehen? Statt zu sagen: gegen Windräder und gegen solche Projekte – wird einfach die Alternative gestellt. Nun denn – den meisten dürfte das gar nicht auffallen; hypnotisiert von den Windrädern, die die Landschaft verschandeln und die Umwelt gleich mit.
Auch ich empfand es schon als äußerst krass, dass Kretschmer seine Bevölkerung für schuldig erklärte, um die hohen Zahlen in Sachsen zu begründen.
Was ich an dem Beitrag interessant finde, ist die Erinnerung daran, dass die Kanzlerin wohl mal sagte, man solle weniger über Glühweinstände als über die Pflegekräfte reden. Hätte sie es nun auch nur gemacht – wären dann immer noch so viele krank geworden? (Siehe den vorangegangenen Beitrag) Warum gibt es keinen besseren Schutz für diese? Sind sie vielleicht selbst Schuld – im Sinne Kretschmers? Vieles ist nur noch absurd und kurios.
Die Bravheit halte ich für eine Folge des medialen Angstmachens aufgrund der ständigen Zahlen, die uninterpretiert kaum etwas bedeuten. Menschen, die nicht mehr gelernt haben, mit dem Thema Krankheit und Tod umzugehen, sind wie erstarrt angesichts der medial beschworenen Bedrohung.
Und dass sich immer weniger impfen lassen wollen – haben die lieben Medien (Tagesschau) einmal daran gedacht, was ich seit längerem immer wieder schreibe: Die ständigen Bilder, die zeigen, wie Menschen gestochen werden, tragen nicht gerade dazu bei, sich selbst gerne stechen zu lassen.
Als Schikane empfinde ich die Schließung der Baumärkte. Sie waren im Frühjahr wenigstens noch auf. Wie viele Männer, vielleicht auch Frauen, die die Zeit der Eintütung gerne verwendet hätten, um in der Wohnung usw. herum zu puzzeln – nichts da. Dürfen sie nicht.