Wenn ich das richtig sehe, hatte Indonesien vor 12.000 Jahren noch nicht so viele Inseln. Man konnte zu Fuß durch den Urwald „von Insel zu Insel“ gehen. Und dann stieg das Wasser…
Vor ca. 11.000 Jahren endete die Weichseleiszeit – und das Mittelmeer stieg langsam aber sicher um 120 Meter. Spannend finde ich, dass das Mittelmeer die Barriere zum Schwarzen Meer etwa 5600 v. Christus einzureißen begann.
Seit dem 14. Jahrhundert verschwanden 30 Dörfer in der Nordsee, darunter Rungholt (14. Jahrhundert), Itzendorf (18. Jahrhundert). 200 Meter vor der gegenwärtigen englischen Küste lag Dunwich. Schon 9600 Jahre vor Christus soll eine Stadt im Meer versunken sein. Platon spricht darüber.
Ein spannendes Thema.
Städte an den Küsten leben gefährlich – schon bevor die Menschen Autos hatten. Von daher: Natur ist lebendig. Der Mensch muss sich anpassen. Er kann die Geschwindigkeit der Erderwärmung vielleicht ein wenig beeinflussen. Aber letztlich geht es um Anpassung. Der alte Stoiker bricht in mir durch.
Impfpflicht: Populismus
Jetzt merken auch manche andere wohl, dass die Forderung nach der Impfpflicht dem Populismus zu verdanken war. Einfach schnell gefordert – und wenn es dann ernst wird, merken die Leute, dass da eine ganze Menge mit zusammenhängt. Impfpflicht verändert unsere Gesellschaft in eine Richtung, die letztlich außer Extreme nicht wollen. https://www.tagesschau.de/inland/impfpflicht-debatte-119.html Statt sich nun auf dieses Thema zu konzentrieren, hat die Politik nun Zeit genug, sich massiv gegen die schlechten Verhältnisse in Krankenhäusern einzusetzen. Das kostet genug Kraft.
Der Mensch kann lieben – ohne über die Liebe nachzudenken. Der Mensch kann über die Liebe nachdenken – ohne zu lieben. Kann der Mensch Liebe, wirklich Liebe, verstehen – ohne geliebt zu haben?
Der Mensch kann glauben – ohne über den Glauben nachzudenken. Der Mensch kann über den Glauben nachdenken – ohne zu glauben. Kann der Mensch Glauben, wirklich Glauben, verstehen – ohne je geglaubt zu haben?
Der Mensch kann die Herrlichkeit Gottes wahrnehmen – ohne je über die Herrlichkeit Gottes nachgedacht zu haben? Der Mensch kann über die Herrlichkeit Gottes nachdenken – ohne sie jemals wahrgenommen zu haben.
Kann der Mensch die Herrlichkeit Gottes beschreiben – obgleich er von ihr durchglüht, umspült, durchsungen, durchlichtet wurde?
Aus der Tiefe Gott loben. In der Tiefe sich geborgen wissen. Welch eine geheimnisvolle Kraft, die uns in der Tiefe zukommt, die uns aus der Tiefe hinaufhebt ins Licht. Innehalten. Am Boden ruhen. Aufgehoben werden, in seiner Kraft, zur Freude an Gott. Sie ist unsere Stärke. Gott segne uns, die wir das erfahren. Gott segne uns, die wir darauf warten. (2013)
Ich hatte das Thema neulich und habe einen Nachtrag zu Pfingsten hinzugefügt. Statt zu beklagen, dass Pfingsten kaum mehr bekannt ist:
Pfingsten zum Gleichzeitigkeitsfest machen: Pfingsten als Tag der Diakonie/Caritas, der christlichen Redekunst [Predigten], Tag der christlichen Kunst: Musik, Gemälde, Bildhauer… – Tage der offenen Tür und des gemeinsamen künstlerischen Handelns.
Da ist doch wieder die Vergangenheit im Blick: Spiegel online war ein Scharfmacher gegen Menschen mit Aids. Aber dann: Es wird ein noch Schuldigerer gesucht. Die Medien als verlängerter Arm mancher Politiker. Und heute? In einigen Jahren wird spiegel-online wieder ganz reumütig sein und seine Scharfmacherei der letzten Jahre bereuen. Aber wer wird dann der Hauptschuldige sein? Wahrscheinlich unser jetziger Gesundheitsminister. Das sind solche Journalisten*innen, die nicht die Gegenwart sehen – aber die Alten verurteilen. https://www.spiegel.de/geschichte/75-jahre-spiegel-wie-die-aids-berichterstattung-immer-noch-nachwirkt-a-c42d2500-64a6-4e41-a1b4-266cc8c74bb3
Der Papst sollte sich in Fragen der Kinder raushalten, weil er selbst keine hat: https://www.spiegel.de/familie/papst-franziskus-ueber-kinderlose-paare-der-seltsame-kinderwunsch-des-pontifex-kommentar-a-f84392ac-45cc-4d43-b50b-1c9fa27eeaf2 Dass es immer noch Menschen gibt, die sowas schreiben! Ein Arzt, der nicht krank ist, darf nicht heilen? Ein Lehrer ohne Kinder, kann Kinder nicht verstehen? Usw. usw. usw. Der Papst hat Menschen, die ihn beraten. Er hat ein Ohr für eine Unmenge Menschen weltweit. Und er hat da wahrscheinlich mehr Ahnung von als… – ach lassen wir das. Es sollte sich auf jeden Fall einmal herumsprechen, dass solche Kommentare weder Hand noch Fuß haben. Na, vielleicht doch nicht: Sie imponieren Gesinnungsgenosssen*innen: Wow, der hat es wieder erfasst und gibt´s dem Papst aber!
Aber eine Frage ist spannend – und die hat die Weltgemeinschaft nicht gelöst: Gibt es nun eine Überbevölkerung oder nicht? Wenn nicht: Müssen wir nicht lernen, verantwortlich weltweit zu denken, statt Kinder abzulehnen? Hat eigentlich der Autor des Beitrags Kinder? Dann hat er eigentlich auch keine Ahnung. Wenn ja, dann stellt sich die Frage: Warum, angesichts der Überbevölkerung. Der arme Autor, so hat er sich selbst in die Bredouille geritten.
Apropos Überbevölkerung: Ich hatte das Thema schon häufiger. Es sollte global wirklich angegangen werden – als Diskussionsthema. Aber davor schrecken alle zurück, weil viele Kulturen es eben nicht so sehen wie wir in Mitteleuropa und Nordamerika.
Keiner versteht mehr die Politik
Nicht nur Gastronomen verstehen die Politik nicht mehr. Überall nur Kopfschütteln – außer bei Supergehorsamen und medial Kopfgewaschenen – und bei manch anderen natürlich auch. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-corona-massnahmen-2-g-plus-regel-in-restaurants-17721252.html Es ist die Unlogik, die den Kopf schütteln lässt. Mal dürfen die, mal jene, dann die nicht, dann jene nicht. Dann werden alle Geimpften bevorzugt, dann werden die wieder zu Parias erklärt und die Geboosterten bevorzugt – glücklich die, die schon an der Reihe sind, sich zum vierten oder fünften Mal – kommt auch bald – boostern lassen können. Die dürfen. Was? Das kann keiner vorher sagen bei dieser kuriosen Politik. Warum ist die so kurios? Weil sie verschiedenste Dinge unter einen Hut bringen will. Und ein wesentlicher Aspekt ist: Die Erziehung der Menschen. Erst zum Impfen – jetzt zum Boostern. Zumindest will sie die Leute erziehen, die gerne hin und wieder in Restaurants essen gehen bzw. aufgrund ihrer Arbeit essen gehen müssen. Alles Ausdruck nicht von sinnvoller Politik sondern von hilflosem Herumhandeln. Oh, sorry, aufgrund von Experten-Forderungen.
Ist eigentlich medial irgendwo erkennbar, dass die Politik ernsthaft und mit aller Kraft versucht, die Situation in den Krankenhäusern zu verbessern? Dass mehr Personal kommt, dass es finanzielle Anreize dort gibt? Hier muss angesetzt werden, bevor die Bevölkerung gezwungen wird, was zu tun, was ein großer Teil nicht will. Statt dessen schreckt sie weiter Personal ab – um dann der Bevölkerung weis zu machen: Aufgrund der prekären Lage an den Krankenhäusern müsst ihr euch leider impfen lassen.
Impfpflicht
Eine Impfpflicht bedeutet ja nicht nur, dass ein Mensch sich einmal impfen lassen muss – sondern mindestens 3x. Und wenn diese Impfpflicht durch ist, wird es sicher nach medialen Panikläufen auch eine Impfpflicht für Grippe geben, um Grippewellen abzuwehren usw. usw. Ich denke, es sollte politisch weiter gedacht werden. Ganz abgesehen von vielen damit offenen Problemen: Sanktionen, dann finanzielle Zerstörung von Existenzen, wer zahlt, wenn die Menschen vom staatlichen Tropf abhängig ist, wie sieht es aus, wenn gesundheitliche Probleme auftauchen – natürlich müssen dann wahrscheinlich auch bei einer Pflicht alle unterschreiben, dass sie wunderbar aufgeklärt wurden und mit der Impfung einverstanden sind… – politischer Sarkasmus pur. Und wenn dann alle geimpft sind – auch zwangsgeimpft – kann der Bundeskanzler sagen: Es gibt keine Spaltung in der Gesellschaft. Bei jeder neuen Variante werden vermutlich Impfungen ins Haus stehen – wird werden kaum mehr aus all diesen Einspritzungen rauskommen. Und irgendwann wird man nur noch mit Software durchblicken wer was wann… – Heute schon.
GleichzeitigkeitsfestKarfreitag: Jesus starb nicht nur in der Vergangenheit für uns – sondern sein Sterben wird im Akt der Erinnerung zur Gegenwart. Es wird das Sterben Jesu in die Gegenwart gebeamt bzw. die Gegenwart in die Vergangenheit des Kreuzestodes Jesu. Gleichzeitigkeit: Was damals stattfand – findet durch alle Zeiten hindurch immer wieder so auch jetzt statt. Es sei an das Abendmahl erinnert, an die Kunstwerke, die das Sterben Jesu vor Augen malen, „realisieren“. Diese Gleichzeitigkeit an Karfreitag war es, die für Juden gefährlich wurde, vor allem auch wegen der Karfreitags-„Theaterspiele“, weil manche Christen vollkommen unchristlich – und es ist eine Schande – gegen Juden vorgegangen sind.
Gleichzeitgkeitsfest Weihnachten: Gott schenkte sich dem Menschen, das Jesuskind wird beschenkt – darum beschenken wir gleichzeitig einander; Gott schenkt Gemeinschaft, Liebe – wir feiern Gemeinschaft, gleichzeitig mit der Engelbotschaft vom Frieden auf Erden beschenken wir uns mit friedlicher Gemeinschaft.
Gleichzeitigkeitsfest Ostern: Aus christlicher Tradition ist auch das Ostergärtchen bekannt – kleine Moosgestecke mit Blumen usw. in „Nachbildung“ des Auferstehungs-Gartens Gethsemane (*) bzw. Ostergottesdienste beginnen im Dunkel – der Jubel im anbrechenden Sonnenlicht – gleichzeitig mit der Auferstehung Jesu – diese wird vergegenwärtigt: Jetzt ist das Licht Gottes da. Ostern – Eastern – East – Osten: Wärme, Licht, Frühling.
Pfingsten hat weniger durchschlagenden Erfolg in der Gegenwart – „Gleichzeitgkeit“ ist nicht mehr gegeben, von daher wissen nur wenige, was Pfingsten eigentlich bedeutet. (Es gab Pfingstfeuer, in manchen Kirchen wurde eine Kunstwerk-Taube von der Decke herabgelassen, Tauben wurden freigelassen, ein Bad im Bach [Erneuerung der Taufe]….) Vielleicht ist in charismatischen Kirchen das Pfingstfest hervorgehoben. Da bin ich überfragt, lass mich – nicht nur hier – gerne belehren. (Nachtrag: Pfingsten zum Gleichzeitigkeitsfest machen: Pfingsten als Tag der Diakonie/Caritas, der christlichen Redekunst [Predigten], Tag der christlichen Kunst: Musik, Gemälde, Bildhauer… – Tage der offenen Tür und des gemeinsamen Handelns.)
Gleichzeitigkeitsfeste in säkularer Umdeutung
Weil die Gleichzeitigkeit mit Blick auf Karfreitag heute nicht mehr vorhanden ist, sondern Karfreitag weitgehend ein Erinnerungsfest – Gedenken des Todes Jesu – geworden ist, ist es für viele nichtssagend geworden. Weihnachten und Ostern – sind „Gleichzeitigkeitsfeste“ geblieben – obgleich der religiöse Aspekt wegfällt. Diese werden weitgehend allgemein akzeptiert, weil Kinder gleichzeitig mit dem Jesuskind beschenkt werden, ob Menschen an Christus glauben oder nicht; bzw. Gott wurde Mensch, suchte die Gemeinschaft mit Menschen, Ausdruck der Liebe – und es wird säkular weitergeführt: Familienfest usw. Ostern: weil die Auferstehung gleichzeitig ein Frühlingsfest geworden ist und mich etwas angeht, mir nachvollziehbar wird, hat das Fest auch noch Bedeutung. Mit Blick auf Karfreitag: Gleichzeitigkeitsfest – als Tag, der mein eigenes Leiden und Sterben in Erinnerung ruft? Das heißt: Wenn ich Jesus am Kreuz sehe, sehe ich gleichzeitig mein eigenes Leiden und das kommende Sterben. Aber davor scheuen in unserer europäischen Gegenwart einige eher zurück. Das wäre wieder ein eigenes Thema: der Umgang mit Sterben und Tod in unserer Kultur. Lieber Party… Und der Bußtag wurde ja auch abgeschafft. Buße ist nichts für den hochgemuten modernen Menschen. (Und dabei haben sehr viele Menschen Sehnsucht nach Vergebung.)
Nichtreligiöse Feiertage – Erinnerungsfeste
Grundsätzlich: Religiöse Feste spiegeln Grundbedürfnisse der Menschen wider: Feier, gemeinschaftliche Trauer, Buße, Ausgelassenheit, Geschenke, sie dienen dem Zusammenhalt einer Gesellschaft. Sie fördern Gemeinschaften unterschiedlicher Art. Können Feiertage alte Feiertage einfach so abgeschafft werden und neue einfach so eingerichtet werden, auch dann, wenn es eine zeitgemäße Mehrheitsmeinung dafür gäbe?
An nicht-religiösen Feiertagen haben wir nur den 1. Mai (Tag der Arbeit) und den 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit). Rosemontag hat religiöse Züge gehabt, ist vom jüdischen Purimfest herzuleiten (die in etwa vergleichbaren römischen Saturnalien – Gottheit: Saturn – fanden im Dezember statt). Der Aschermittwoch zeigt eben auch die religiösen Bezüge an. Der 1.1. (Neujahr) ist auch kein christlicher Feiertag, wenn er auch von einem Papst festgelegt wurde und die Silvester-Nacht den Namen von einem Papst trägt.
Umprägungen christlicher Feste fanden zu allen ideologischen Zeiten statt (Nationalsozialismus, Kommunismus).
Heute wird angedacht, den 8. Mai (Befreiung Deutschlands vom Faschismus) und den 23. Mai (Tag der Verkündigung des Grundgesetzes) einzuführen. 27.1.: Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus; 9.11.: Reichspogromnacht, Mauerfall. Manche wollen auch den Darwintag (12.2.) einführen. Diese Überlegungen werden wohl kaum andauernde Relevanz haben, weil sie eher auf Ereignisse des 20. Jahrhunderts zurückgehen, damit geschichtlich immer stärker in den Hintergrund treten. Es sind keine Gleichzeitigkeitsfeste, nur Erinnerungsfeste. Es sind reine Erinnerungstage. Ausnahme wäre der Tag des Weltfriedens (1.9.), Tag der Menschenrechte (10.12.). Aber diese müssten dann zu besonderen Feiertagen mit Symbolen oder Handlungen (keine Reden) aufgewertet werden. Statt Darwintag – ein Umwelt/Naturtag/Schöpfungstag im Mai/Juni – das wäre sicher gut machbar – in der Tradition der Wandervögel: Aus grauer Städte Mauern ziehn wir durch Wald und Feld – in Aufnahme der Fronleichnamsprozession… 😉
Natürlich: zusätzlich zu den christlichen Feiertagen, versteht sich von selbst, dass ich Arbeitnehmerfreundlich bin.
Störende Feiertage – animal rationale und emotionale
Was ich gegenwärtig auch beobachten kann, dass manche Menschen keine Lust auf besondere Feiertage haben. Sie schmücken die Wohnung nicht mehr, ärgern sich darüber, dass sie nicht einkaufen gehen können. Sie ärgern sich, wenn andere an den Feiertagen dies und das machen (Silvesterknaller, mit dem Auto rausfahren ins Grüne, Tannenbäume kaufen, Geschenke kaufen – die nicht unbedingt von moralisch sittlichem Ernst und von Nachhaltigkeit und Energie-Ersparnis zeugen, stören sich an Adventsbeleuchtungen und Kerzenruß, ärgern sich über die, die Alkohol trinken, kräftig essen – und dieses und jenes stört manchen Menschen der Gegenwart. Manche Menschen fühlen sich auch erhabener, wenn sie die Ausgelassenheiten anderer nicht mitmachen: Ich bin nicht so wie die da. Kreischen vor Lachen, weinselig mit hochrotem Kopf, Witze herumlabern… – und betonen nur das an den Festen, was sie als negativ ansehen). Aber ich denke, das dürften (noch) die Ausnahmen sein.
Der Mensch ist nicht nur ein animal rationale – das würde ihn verkümmern, versteifen, verengen lassen. Er ist auch ein animal emotionale – Emotion bringt die Ratio erst in Schwung! Auch als Zoon politikon ist er nicht nur ein politisch denkendes Wesen in äußerst engem Sinn, sondern ein soziales Wesen in seiner vielfältigen sozialen Ausdruckskraft. Dazu gehört auch das äußerst komplexe Miteinander im Kontext von Feierlichkeiten.