Das Thema ist spannend. Wer kann solche Menschen“verbesserungen“ bezahlen? In vielen Ländern der Erde ist das klar: reiche Menschen können sich dies und jenes leisten, damit es ihnen besser geht.
Bei uns sind es Krankenkassen, die Medikamente bezahlen.
Aber, wenn es um transhumanistische Ziele geht, also ohne krank zu sein, dies und jenes verbessern zu wollen – wer bezahlt das? Die Krankenkassen? Die Krankenkassen bedeutet: Jede und jeder, der arbeitet, also in Krankenkassen einzahlt. Und die Beiträge werden immer höher, je mehr bezahlt wird – auch nicht notwendige Eingriffe. Das darf nicht geschehen, dass manche ihr Wohlbefinden von allen bezahlen lassen und andere dafür arbeiten müssen.
Wo aber ist die Grenze? Diese Frage muss unbedingt geklärt werden – oder wurde sie das schon? – denn es ist nicht einzusehen, dass alle auch für Eingriffe bezahlen, die ein paar Menschen für ihr Wohlgefühl benötigen.
Aber was bleibt dann? Letztlich können sich das nur Reiche leisten, sich zu Übermenschen zu machen, und die anderen Trottel sollen halt arbeiten.
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Ich las als Zukunftsperspektive irgendwo, dass es wichtig sei für Wissenschaftler, ihr Hirn in Software zu übertragen – denn ihr gesamtes Wissen sollte der Welt erhalten bleiben. Aber: Wenn dann in den geheimen Windungen ihres Hirnes etwas entdeckt wird, was der Nachwelt nicht passt, an menschlichem Allzumenschlichem – dann nutzt ihre ganze Klugheit nichts: sie werden mit Schimpf und Schande aufs Abstellgleis gestellt.
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Zum Thema: Aus Liebe will ich nur ein schönes Kind – and lasse dann genetisch vorgeburtlich an der Eizelle herum arbeiten und sie dann einpflanzen – in eine meinen Idealen entsprechenden „Mutter“ (am besten eine Künstliche) – denn wer weiß, wie sehr beim Austragen des Kindes die Austragende das Ergebnis noch beeinflusst. Lieber meinen guten Willen zeigen als dem „Zufall“ die Hoheit zu überlassen. Was aber ist, wenn das Kind zwar körperlich den eigenen Schönheitsidealen entspricht und intellektuell auf Linie ist, aber charakterlich entgleist? Dann will ich, der Herr über das Kind, dieses nicht mehr sein – oder ich lasse technische Änderungen am Hirn usw. vornehmen. Außerdem hat sich nach mehreren Jahren mein Schönheitsempfinden geändert – und so ein Kind wollte ich bei aller Liebe dann doch nicht. Naja, dann gibt es eben die genannten Trottel, die es adoptieren.
Es ist zu merken, dass ich mit solchen transhumanistischen Überlegungen nicht ganz einverstanden bin.
Als Religiöser Mensch muss ich ohne Neid anerkennen, dass Säkulare besser darin sind, anderen Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden: Nicht baden, nicht lang duschen, nicht im Warmen dafür im Dunkeln leben, keine Tiere essen, nicht viel fahren – mit Verbrennern schon mal gar nicht, nicht pupsen wegen des Methan, den Vorgarten aber verwildern lassen, nichts kaufen aus den Ländern XYZ, nicht flirten – könnte falsch aufgefasst werden -, nur politisch korrekte Witze erzählen, keine unerlaubten Worte benutzen, nicht übermäßig feiern, schon gar nicht mit Knallern, nicht rauchen, nicht trinken, dafür wird aber Cannabis erlaubt, auch maskieren wird überall erlaubt. Es wird was erlaubt! Der Alltag wird mit schlechtem Gewissen zugepflastert und sie benötigen nicht mal Gott dazu, medialer Sozialdruck genügt! Besser als Religiöse es konnten.
Ukraine: Städtepartnerschaft
Steinmeier soll eine Städtepartnerschaft mit Städten aus der Ukraine angeregt haben. Das ist eine gute Idee, wenn sie vom Bund koordiniert und begleitet wird. Ich vermute, dass die finanzielle Unterstützung allerdings nicht von allen Städten gut geleistet werden kann, weil sie selbst unter finanziellem Druck stehen.
Es wäre wichtig, der Ukraine zu sagen, ganz ehrlich zu sagen: Auch die Mittel der Deutschen sind begrenzt. Hilfe ja, aber nur soweit es auch ohne Schaden für die Deutschen machbar ist. Die Hoffnung auf die klammen Städte zu verlagern ist nicht gut. Partnerschaften ja, aber nicht als Verschieben der Probleme.
Corona: Kollektivistischer Schutz
Eine interessant Formulierung finden wir in einer Zusammenstellung https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-isolationspflicht-ausland-100.html: Wie gehen andere europäische Staaten mit Corona um? Und da schreibt der Korrespondent, der die schweizerische Version wiedergibt, dass die Lösung „schweiztypisch“ sei: Eigenschutz gehe über „kollektivistischen Schutz“.
Journalisten und Twitter
Es fällt immer wieder auf, dass irgendwelche Journalisten keine eigenen Kommentare gegen etwas formulieren, sondern nur die Kommentare von einzelnen Twitter-Schreibern anführen. Das ist voll bequem: Man muss nicht sagen: Ich sage das, sondern kann sagen, dass man doch nur neutral formuliert hat, dass es negative Twitter-Stimmen gab. Zudem ist das äußerst bequem, man kann „Stunk“ machen, ohne selbst irgendwie in die Auseinandersetzung zu geraten.
Medien, die was auf sich halten, sollten nicht einzelne Twitter-Stimmen anführen. Auch nicht, um Shit-Storm zu verstärken. Da können sie auch gleich zu irgendeinem linken oder rechten oder grundsätzlich miesepetrigen Stammtisch laufen und deren Stimmen als Relevant veröffentlichen. Allerdings: Das macht wahrscheinlich zu viel Arbeit. Kurz auf Twitter ein paar negative Stimmen suchen – und die Sache ist gebongt.
Vor einem Jahr noch galt Diplomatie als wesentlicher Grund für den Frieden. Auf einmal ist der Wunsch, um des Friedens Willen zu verhandeln, von der Regierung unerwünscht, wird zurückgewiesen.
Ich weiß ja auch nicht, wie man mit einem verhandeln soll, dem man nicht vertrauen kann. Aber man muss es tun! Ich bin kein Diplomat und auch keine Chefin der Diplomaten. Aber es ist notwendig! Da aber Deutschland wahrscheinlich sowieso nicht besonders ernst genommen wird, hoffe ich wenigstens von der USA, dass sie den Gesprächsfaden immer wieder knüpft. Wie letztlich die ukrainische Regierung denkt, weiß ich nicht bzw. handelt. Denn man weiß als Otto Normalbürger ja nie, was so im Hintergrund abläuft. Aber allein schon die Ablehnung diplomatischer Versuche ist aus meiner Perspektive ein Skandal.
Diplomatie heißt ja nicht, dass man dem Gegner Zugeständnisse machen muss. Diplomatie heißt: Miteinander reden – vielleicht wird ja ein gemeinsamer Weg gefunden. Es geht um Menschenleben – nicht um Putin. Das geht ja nicht darum, die Ukraine Putin zu überlassen. Es geht darum, miteinander zu reden! Die Erfahrung mag zeigen, dass Kriege weitgehend nicht durch Verhandlungen enden, sondern dadurch, dass einer besiegt wurde, dann möchte ich dem doch entgegenhalten: Um der Menschen Willen, verhandelt und versucht es wenigstens! Denn was würde ein solcher Satz letztlich bedeuten: Ihr müsst Russland besiegen! Aber das kann doch nicht das Ziel dieses Konfliktes sein. Weil Russland besiegen bedeutet, dass der Krieg massiv ausgeweitet wird, weil Russland sich nicht kampflos besiegen lassen wird. Wieweit es innenpolitisch gärt, können wir leider nicht sagen. Aber es darf nicht darum gehen, Russland besiegen zu wollen. (Russland aus der Ukraine rauszuwerfen meinetwegen – aber nicht Russland besiegen wollen.)
Die Grünen scheinen in der Regierung auf der anderen Seite vom Pferd zu fallen. Und viele applaudieren. Wer hätte das vor einem Jahr noch gedacht?
Eine solche Regierung haben wir, die nicht weiß, was Diplomatie ist.
Nun denn, das fällt allen auf, die reflektiert zuhören. Aber gut zusammengefasst: https://www.nzz.ch/feuilleton/doppel-wumms-wie-die-deutsche-politik-infantilisiert-ld.1708269 Dazu passt der paternalistische Regierungsstil: Der Staat versorgt alle, zumindest verspricht er es – wenn sie sich an die Vorgaben des Staates halten. Aber das Spannende an der Sache: Viele Medien lieben solche prägnanten Aussagen von Politiker*innen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Überlegungen vorausgehen: Wie kann ich das so zusammenfassen, dass die infantilen Medien das übernehmen, um es den infantilen Bürgern einzuhämmern?
Mir wurde eingehämmert – neben all den Wummsen – das Gute Kita Gesetz. Sowas kann ich mir dann auch gut merken. Also, liebe Politiker*innen, verwendet all euren Denkschmalz darauf, eure Vorhaben auf einen Knallsatz zu bringen. Dann kapieren es Journalisten, Bürger – und natürlich auch ich, weil ich zu ihnen gehöre. Der Inhalt ist dann egal. So würde ich übrigens die 300 Euro, die alle bekommen, als Goldener-Geld-Regen den die Regierung sendet – Regen klingt nach Segen (aber Segen ist zu abstrakt – Regen klingt besser nach einem trocknen Sommer) – bezeichnen. Dann fragt man nicht mehr nach: nur 300 Euro, einmalig?
China hat eine wirtschaftliche Strategie. Im Westen wird die Wirtschaft zurückgefahren – das ist unsere Strategie. Zumindest die in Europa. Vielleicht besteht ja das Ziel der EU darin, die Chinesen in 100 Jahren irgendwie moralisch zu zwingen, als Strafe für den hohen CO2 Ausstoß nicht nur die jetzigen armen Länder zu bezahlen, sondern auch das vollkommen verarmte Europa mit ein paar Almosen abzuspeisen. Allerdings: Auf Verarmte hört niemand.
Cannabis-Regierung
Es kann nur der Kopf geschüttelt werden angesichts des Vorhabens der Regierung: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/regierung-bundeskabinett-befasst-sich-mit-cannabis-legalisierung/28767276.html Die Argumente sind natürlich bestechend: Gerichte werden nicht mehr verstopft und der Staat kassiert (also eine neue Form, den Süchtigen das Geld aus der Tasche zu ziehen). Der Staat resigniert, weil er den Konsum von Drogen nicht einschränken konnte. Aber wie viele Bereiche werden darunter leiden, dass Menschen nun legal Hirnmäßig eingeschränkt sind? Bereiche, in denen die Menschen 100% anwesend sein müssen: Chirurgen, Piloten, in vielen verantwortlichen Bereichen der Industrie – in der Politik natürlich nicht. Da kann man auch die Hand heben, wenn man bekifft ist.
Das Alter soll möglicherweise ab 21 Jahre gelten, weil das Gehirn Heranwachsender möglicherweise geschädigt wird. Und was macht die Regierung, wenn es unter 21 jährige bekommen haben durch Freunde, die nun leichter drangekommen sind, wie beim Alkohol, oder dann doch durch irgendwelche Drogenhändler? Usw. usw. usw. Es wird beklagt, dass Menschen unseres Landes psychisch labiler geworden sind – und will das dann auch noch fördern? Und dann werden die Krankenkassen-Beiträge erhöht? (Wobei ich freilich nicht weiß, ob sie bei einer Restriktion oder Legalisierung höher liegen.)
Hoffentlich scheitert das Vorhaben an der EU. Wenn nicht: Das Projekt muss ab dem ersten Augenblick wissenschaftlich begleitet werden.
Ansonsten: Manchmal ist wahrscheinlich eine Regierung nur bekifft zu ertragen. Ich bin eher für einen wachen Verstand.
Alles alte Kamellen
Ob alt ob nicht, spannend zu sehen, wie Faktenchecker arbeiten:
Das genannte Gedicht von Johann Peter Silbert beginnt:
Schläfst, Herr, du? Sieh´, die Flut ist eingedrungen; Der Schwachen viele hat der Sturm verschlungen! Die Eintracht weicht, o unglücksel´ge Stunde! Wir geh´n zu Grunde!
Dann spricht Jesus Christus – das Gedicht schließt mit der Strophe:
„Doch Petri Schiff, ein Fels im Strom der Zeiten, Wird unaufhaltsam zu dem Hafen gleiten; Und enden mit dem letzten Ruderschlage Werden die Tage!
Silbert wohl 1777 in Kolmar geboren, floh vor der Französischen Revolution nach Mainz. Dann zog er nach Wien, wurde Lehrer in Siebenbürgen und Wien, schrieb zahlreiche Andachtsbücher, übersetzte alte Andachtsbücher, übertrug sie in die Sprache der Zeit. Zudem veröffentlichte er zahlreiche Gedichte. Die ersten Strophen des Gedichts Himmelblau wurde von Schubert vertont. Nicht die letzten, in denen es heißt, dass Gott aus dem Himmelsblau grüßt „Und das verwaiste Herz / Vernimmt den stillen Ruf, / Und sehnt sich heimatwärts / Zum Vater, der es schuf.“ Er starb 1844 in Wien.
Gefunden in: Adolf Hüttemann: Katholische Dichter des neunzehnten Jahrhunderts. Proben aus ihrem Werk, Hamm 1898, 36f.
Das ist eben Wissenschaft: Neue Beobachtungen führen zu neuen Fragen. Alte Antworten können vertieft werden – oder ins Schwarze Loch geworfen werden. Das ist doch spannend. Und das betrifft ganz viel: Wer sind wir Menschen? Wer ist Gott? Wir Menschen als Ebenbild Gottes, die Schöpfung als Werk Gottes sind eben rätselhaft und spannend wie Gott selbst.
Es ist gut, dass wir Menschen so vielfältig sind. Das muss immer wieder gesagt werden, denn es bestehen manche Bestrebungen, alle Menschen zu eine Einheitsmasse zu machen, ihn zu verbessern, ihn zu erhöhen.
Erziehung vereinheitlicht Menschen. Aber sie bleiben immer noch frei, selbständig zu entscheiden. Dem christlichen Glauben – nicht nur ihm – geht es darum, den Menschen moralisch zu verbessern, ihm wird gelehrt, sich dem Willen Gottes zu unterstellen und im Einklang mit dem Willen Gottes zu handeln. Das ist eine Lehre, die der Mensch annehmen oder ablehnen kann, der er sich verweigern oder anvertrauen kann. Der Mensch bleibt also frei.
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Wenn nun aber durch chemische Mittel Menschen verändert werden, dann sind sie nicht mehr frei: Impulskontrollen, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Veränderungen der Persönlichkeit. Es ist natürlich schön und gut für Individuen und Gesellschaft, wenn Menschen angenehm, angepasst sind, wenn sie also mit Hilfe von Medikamenten sogar moralisch gebessert werden. Auch dann, wenn diese freiwillig genommen werden – kann er sich wieder ohne Probleme dieser Medikation entziehen, oder sind sie abhängig geworden, was heute als „Droge“ bezeichnet wird? (Ursprünglich war Droge ein Wort für Medikamente – Drogerie. Und manche Droge war Medikament: Laudanum zum Beispiel.)
Das Problem besteht darin, dass der Grad der hilfreichen Mittel und die Übertreibungen fließend ist. Manche Impulskontrollen sind wichtig, damit andere Menschen nicht zu Opfern werden, manche sind wichtig, wenn Angststörungen, Depressionen, Sozialphobien, Aggressionen Menschen zu zerstören drohen. Wenn Menschen hormonell eingestellt werden können, kann das im wahrsten Sinn des Wortes ein Segen sein.
Aber: Wo liegt die Grenze? Einen Kaffee trinken, damit man munterer wird – oder dopen? Liegt die Grenze darin, dass man das nicht nehmen sollte, was auf Dauer krank macht (es sei denn, es trägt vorübergehend zur Gesundung bei)? Der Mensch, der sich normal ernährt, hat normalerweise keine Probleme mit den Nährstoffen. Wenn allerdings bestimmte Elemente durch Medikamente gefördert werden, kann es sein, dass es mit anderen Dingen, die man zu sich nimmt, in Konflikt gerät und krank macht – ist das die Grenze? Oxytocin macht Menschen sozialverträglicher – also ein wunderbares Mittel, um die Gemeinsamkeit zu stärken und einander annehmend umzugehen – wenn es nicht auch dazu eingesetzt werden würde, Wehen auszulösen, und als Nebenwirkung den Herzrhythmus stören kann. Wann wissen wir genug über die jeweiligen Medikamente, um sie sorglos einzusetzen? Auch Serotonin soll Menschen sozialer machen – das heißt aber auch, dass sie dann nicht mehr unbedingt in der Lage sind, notwendige moralische Entscheidungen zu treffen, so, wenn sie einen Terroristen am Terror hindern sollten. Sie lassen ihn vor lauter Sozialhormon terroristisch handeln. Wenn eine Gesellschaft aggressivere Menschen benötigt – sollte sie dann einfach das Trinkwasser mit Oxytocin versetzen? Denn das kann angeblich auch aggressiver machen, nicht nur sozialer.
Die grundsätzliche Frage: Bin ich noch ich, wenn ich mich durch Medikation verändere? Mache ich mich dann erst recht zu dem Ich, das ich gerne sein möchte, wenn ich mich Medikamenten anvertraue? Diese Frage ist freilich nicht neu, sondern wird heute schon von vielen gestellt, die medikamentös behandelt werden. Diese Frage stellt sich zudem auch mit Blick auf die Genforschung: Bin ich der, der ich bin, wenn vor meiner Geburt meine Gene beeinflusst (ausgeschaltet / hinzugefügt) wurden?
Wir Menschen müssen uns weiter entwickeln. Das liegt in unseren Genen 🙂
Moralisch, intellektuell, kulturell, spirituell – aber wir wollen uns auch körperlich weiter entwickeln – was wir ja zwangsläufig tun: vom Säugling zum Greisenalter – aber wir wollen es beeinflussen, nach unserem Empfinden gestalten. Wo liegen die Grenzen zwischen Notwendigem und Übertreibungen? In neutestamentlichen Texten haben wir, was die Moden betrifft, die Hinweise, dass Frauen – und sicher auch Männer – mit Anstand und Zurückhaltung schmücken – vor allem schmücken mit guten Taten (1. Timotheus 2,9f. und 1. Petrus 3,3f.). Welche Zeit-Moden sind übertrieben, welche angemessen?
Der christliche Glaube spricht eher zurückhaltend von der Unterwerfung unter Zeitmoden. Gott hat den Menschen so schön geschaffen, dass er nicht an sich herumbasteln muss. Es geht um die Akzeptanz durch die Gemeinschaft. Die ist wichtig. Dann aber auch: Jesus hat Menschen geheilt, hat also psychisch und körperlich eingegriffen, um Menschen wieder in die Gemeinschaft zurückzuholen, um sie selbst Gemeinschaftswillig zu machen. Aber es geht um mehr, als nur um diese Fragen: Es geht um die Beziehung zu Gott. Um die gilt es sich zu bemühen, wenn Maßstäbe gesetzt werden sollen. Dämonische Abhängigkeit ist widergöttlich – auch die Abhängigkeit von negativen, Persönlichkeit beeinflussenden Medikamenten? Und ewiges Leben – dazu benötigt der Mensch keinen Transhumanismus. Dafür ist Gott zuständig: Auferstehung!
Wenn du nichts hast, bist du glücklich, aber nicht, wenn du freiwillig verzichtest, weil du aus Glauben oder sonst asketisch leben möchtest, sondern weil es dir aus ideologischen Gründen genommen wurde.
Diplomatie ist an die Stelle der Drohungen zu setzen. Aber wahrscheinlich ist unsere Regierung da fehl am Platz, weil sie nicht akzeptiert wird. Als Geldgeber ja, aber nicht diplomatisch.
Es ist schade, dass die Printmedien zurückgehen. Sie werden angesichts der angespannten Lage vermutlich noch weiter zurückgehen. Vielfach ist das aber auch Hausgemacht. Aber es hat auch andere als politische Gründe: Als eine junge Frau das erste Mal eine Zeitung in der Hand hielt und herumblätterte, sagte sie auf einmal: Da bekommt man ja ganz dreckige Hände! Der Dreck auf dem eigenen Handy ist da schon angenehmer. Zudem: E-Paper kosten, zu Recht, denn es muss ja recherchiert werden – aber Internetinfos kosten meist nichts. Und wenn sie was kosten, kann man sie vermeiden. Denn wer hat schon so viel Geld, sich zahlreiche E-Paper leisten zu können – und: wer hat so viel Zeit? https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/nutzung-medien-auswertung-wachabloesung/
Vieles, das uns wichtig war, fließt den Fluss der Geschichte hinab. Was uns wichtig war, wird zerschlagen, wird geschlagen aus den Händen. Wirr rennen wir Wege, irrend herum in der Weltgeschichte. Manche schreien: dieser Weg! Andere kreischen: Nein, dieser hier! Und wieder andere resigniert: Lasst uns bleiben!
Gott, willst Du uns lehren, was wirklich wichtig ist? Aber können wir lernen? Wir sind doch so töricht! Wir schreien – statt zu hören. Statt auf dich zu hören, schreien wir herum. Betäubt vom eigenen Schrill. Lehre uns hören, Herr, lehre uns hören.
Auch in Die Ringe der Macht kommt das Böse nicht daher und sagt: Ich bin das Böse! Ich will das Gute – sagt das Böse, verführerisch. Es will das Gute – aus seiner Sicht. Altes christliches Wissen. Tolkien hat es aufbereitet.
Einerseits sind unsere Zeitgenossen gegen Gen veränderte Pflanzen und Tiere, gegen Düngungen usw. – bloß nicht Chemie!
Aber andererseits essen sie Vegan-Chemie, chemisch veränderte Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Fleischersatz usw. usw., empfinden nichts dabei, so modern zu sein, dass sie Jugendlichen empfehlen, Pubertätsblocker zu nehmen und sich danach hormonell behandeln zu lassen, pumpen die Lippen voll und Brüste gleichmäßig und lassen sich tätowieren – die Spuren der Farben drängen sich in den Lymphen.
Chemie-Gegner und Chemie-Konsumenten müssen nicht dieselben sein. Beides gilt als modern. Oder sind die Chemie-Gegner inzwischen out?