Wenn du eine andere Meinung hast als ich, dann bist du auf der falschen Seite der Geschichte (wrong side of history). Was das bedeutet? Das scheint eine beliebte Obama-Phrase zu sein. Ich bin mit der Interpretation nicht ganz einverstanden, aber es ist doch interessant, darauf aufmerksam gemacht zu werden:
Merkel kann nicht konkreter werden, sie kann nur sagen: Wir schaffen das. Weil sie ja selbst – so vermute ich – nicht weiß, wie man das schaffen kann. Man muss, wie sie sieht, alle möglichen Eisen ins Feuer legen – und dann klappt es vielleicht. Das wichtigste Eisen ist: Abschieben so schnell es geht – bei so vielen es irgend geht – die sich nicht integrieren wollen. Und dazu gehören für mich auch diejenigen, die sich kriminell gegen unsere Gesellschaft benehmen – und das auch noch nach ein paar Jahren des Hierseins. Das gilt nicht für die normalen integrierten Menschen, sondern für diejenigen, die der Gesellschaft schaden. Und das muss sein. http://www.cicero.de/berliner-republik/cdu-bundesparteitag-rede-angela-merkel-wichtigste-frage-hat-sie-wieder-nicht-beantwortet/60246
Kreuzzüge – Muslime haben, mit eigenen Worten gesagt, es geschafft, die Opfer zu wahren Schuldigen zu machen, mit Hilfe alter Wissenschaftler. Inzwischen weiß man mehr – aber es dauert lange, bis sich neue Wissenschaftliche Erkenntnis in der Bevölkerung durchsetzt. Muslime müssen ihr Verhältnis zur Gewalt klären – so der Philosoph Spaemann: http://www.kath.net/news/53270 Ahmadiyyas sind auf dem besten Weg – aber die zählen ja aus der Perspektive der Sunniten und Schiiten (zusammen ca. 95% und mehr) nicht zu den Muslimen.
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Gewalttaten gegen Christen im Irak verhindern: http://kath.net/news/53261 Über den Film von Aida Schläpfer-Al Hassani „Noun – Christenverfolgung im Irak“. Es ist schon interessant, dass er in Locarno abgelehnt worden ist „wegen technischer Mängel“ usw. Aber wo anders wird er gezeigt.
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Obama weiß nicht, was Christentum ist. Irgendwelche Splittergruppen (vielleicht sogar Phantasiegruppen) dienen ihn in diesem Ausschnitt dazu, das Christentum abzulehnen, um darzulegen, dass man heute anders regieren muss. Er mag es tun, argumentativ, rhetorisch ist es allerdings billig. Denn es wird auch in Amerika keine nennenswerte christliche Gruppe geben, die irgendwie Steinigungen verlangt, denn diese Gruppe würde außerhalb des christlichen Bekenntnisses, das sich an Jesus Christus orientiert, stehen.
Er zeigt seine Ahnungslosigkeit und Unwissenheit, um die Lacher auf seine Seite zu bringen, das ehrt ihn, dass ihn eine solche Selbsterniedrigung nichts ausmacht. Aber: Wenn er so wenig über das Christentum und die Christen weiß – was weiß er dann über den Islam, über den er nicht müde wird Dinge zu verkünden?
Auch irgendwelche kleine Gruppen, die sagen würden, man müsste ein Land nach dem alttestamentlichen Gesetz regieren – ich vermute, diese könnte es geben – aber sie haben Jesus Christus nicht begriffen, von daher ist es absurd, von einem verrückten Menschen auf das gesamte Christentum zu schließen – eben: billige Rhetorik.
Man kann ja nicht von einem Amerikaner auf alle schließen. Das täte der großen Mehrheit der Amerikaner Unrecht.
Leider kenne ich nicht die gesamte Rede.
Warum erwähne ich das? Weil einem diese Art der Rhetorik häufiger begegnet. Obama spiegelt sie ja nur wider.
Der Mensch hat die bewundernswerte Fähigkeit, das, was ihm Angst macht, in Witz umzuändern. Und diese Fähigkeit ist äußerst interessant. Hilft sie ihm. Angst zu transformieren, indem er das, was ihm Angst macht, der Lächerlichkeit preisgibt? Hilft es ihm gegen das, was ängstigt, zu kämpfen oder ist das Teil einer großen Resignation? Zudem werden überwiegend kindliche Figuren verwendet, bis hin zu den Teletubbies. Was hat das zu bedeuten? Islamisten als Telebubbies…? Gibt es darüber Untersuchungen?
Dieser Clip wird in youtube so eingeleitet: Das kann für manche verstörend sein, will man ihn dennoch schauen?
Ja, warum ist Geistiges wichtig? Warum Intellektuelles? Weil auch das für die Lebendigkeit einer Gesellschaft langfristig nicht irrelevant ist.
Denken wir an die Vergangenheit: Welche Impulse hat die Philosophie zum Beispiel eines Kant gegeben: Wären wir heute da, wo wir sind, ohne sie? Welche frischen Impulse haben Künstler zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegeben – auch ohne sie wären wir heute nicht da, wo wir sind. Eine Gesellschaft stagniert, stirbt ab, wenn der “Geist” müde wird. Natürlich gibt es auch hier blinden Aktionismus: um jeden Preis auffallen, auf Teufel komm raus provozieren, gut auf Kosten anderer leben ohne wirklich geistvolle Innovationen – aber das hat mit “Geist” nicht zwangsläufig etwas zu tun.
Unser Problem ist heute jedoch nicht, dass es diesen “Geist” nicht gibt. Er wird nur angesichts der Fülle geistlosen Zeugs unscheinbar. Das Goldstückchen im Misthaufen, das Veilchen in der Monokultur, die Minikerze in der riesigen dunklen Halle, das richtige Wort unter tausenden in den Zeitungen und dem Geplapper in Radio und TV – mögen sie gefunden werden!