Soweit ich das nach einer ersten Durchsicht sehe, ist dieser Kodex der Hamburger Uni angemessen: https://www.uni-hamburg.de/uhh/profil/leitbild/verhaltenskodex-religionsausuebung.html
Man fragt sich nur: Warum war es notwendig, einen solchen zu erstellen? Wer stellte sich quer? Warum sind wir in einer Situation, in der Selbstverständlichkeiten äußerst genau formuliert werden müssen?
Es ist eine Zeit, in der Ideologen – sowohl religiöse als auch nichtreligiöse – meinen, niemanden neben sich dulden zu können, der ihrer Weltanschauung nicht entspricht.
Und es wird Zeit, dass sich die Mitte der Gesellschaft gegen all diese Ideologen stemmt. Von daher finde ich eine solche Formulierung der Regeln gut.
Wissenschaft und Forschung wird über die Religion – hoffentlich auch über die Weltanschauungen – gestellt. Von daher ist das ein Modell für Unis und Firmen – nicht aber für die gesamte Gesellschaft. Denn in ihr sind sie (und weitere Themen) Teil und Ausdruck der Gesellschaft.
https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html
„doch wenn wir ihn spüren wollen,
spüren wir ihn manchmal in guten Ereignissen,“
Das ist eine sehr selektive Wahrnehmung der Realität. Wo ist denn Gott in den schlechten Ereignissen? Das Problem der Theodizee konnten die Theologen bis heute nicht beantworten. Und das wird auch so bleiben.
Wer seinen Gott die guten Ereignisse zutraut, muss ihn auch für die schlechten verantwortlich machen: Es ist zynisch, seinem Gott zu danken, wenn man einen Flugzeugabsturz überlebt, bei dem über 90% der anderen Passagiere sterben, es ist zynisch, ein Tischgebet zu sprechen und seinem Gott für die Speisen am überreichlich gedeckten Tisch zu danken, wenn gleichzeitig Millionen Menschen hungern und verhungern.