Migration und Wohlstand

Ratlos macht eine Studie aus Kiel, in der es heißt, dass Entwicklungshilfe eher Migration fördert als eindämmt. Man müsste sehr viel Gelder in die Länder Pumpen, um Migration einzudämmen, was utopisch sei. (Forschung und Lehre 26. Jg. (2/19) Seite 164)

Ich weiß aufgrund der Wiedergabe der Untersuchung jedoch nicht: Liegt da nicht eine Fehlbeurteilung vor? Muss man im eigenen Land wirklich so viel verdienen wie im Ausland, damit die Migrationsanreize wegfallen? Wir kommen ja auch nicht auf die Idee, in die Schweiz auszuwandern, nur weil man dort mehr verdienen kann. Es sind weitere Gründe notwendig. Wenn die Infrastruktur, Bildung, Gesundheitswesen, Ernährung, Berufsmöglichkeit, Sicherheit in etwa stimmen – wird das die Migration wirklich nur geringfügig reduzieren? Für Menschen ist ja auch noch anderes wichtig: Familie, Sprache – Heimat.

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