Gaulands Vogelschiss + SPD und Hartz IV

Hat sich eigentlich die AfD bei den Medien dafür bedankt, dass diese so ein Rabatz um den Vogelschiss gemacht haben, obgleich abzusehen war, dass das Gericht sich so entscheiden würde: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/verfahren-wegen-volksverhetzung-gegen-gauland-eingestellt-15888508.html

Manches war, unabhängig von dieser Aussage (in der es um die Zeitspanne – ging, nicht um die Menschen verachtende Dimension des Nationalsozialismus – wobei manche Gauland auch auf die Psycho-Couch legten und meinten, er meinte anderes) in der Diskussion auch relevant, weil es zeigte, dass eben diese Menschen verachtende Dimension immer im Blick sein muss. https://blog.wolfgangfenske.de/2018/06/06/massenmorde-menschenschlaechter/

Die mediale Vorgehensweise ist immer gleich: Medialer Aufruhr angesichts einer Aussage eines AfDlers – irgendeiner zeigt aus welchen Gründen auch immer an – mediale Mitteilung: Anzeige liegt vor, Staatsanwaltschaft ermittelt  (womit suggeriert wird: Seht, wir haben recht!) – dann Ruhe an der Front – und irgendwann melden dann manche: Gericht sagt, das war von Meinungsfreiheit gedeckt, war anders zu verstehen, war alles anders, als man medial so getönt hatte usw. usw.

Kurz: Die AfD kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen, muss sich also bei den Medien bedanken. Sie kann sich übrigens auch über die Berichterstattung bedanken, die zeigt, dass manche Politiker außer sich geraten, wenn es um Diskussionen mit der AfD geht. Das sind willkommene Bilder, die die AfD nur unterstützen. Menschlich sind sie natürlich, diese entgleisenden Selbst-Darstellungen. Genauso wie es die Selbstdarstellungen sich prügelnder Parlamentarier aus manchen Parlamenten sind. Alles menschlich. Aber kontraproduktiv.

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Ich frage mich das auch, ob diese Fixierung auf Hartz IV wirklich irgendeine politische Relevanz hat. Statt zu sagen: Das war wichtig – ist auch noch wichtig, aber wir müssen Korrekturen anbringen, die sozialverträglicher sind oder ähnlich – diese Infos, dass man das abschaffen will, sind irgendwie irrational, weil man das rückwirkend doch nicht mehr hinbekommt, zeigen eine gewisse Hilflosigkeit: https://www.cicero.de/innenpolitik/hartzIV-abschaffung-spd-andrea-nahles-debattencamp-agenda2010-sozialstaat-arbeitslosigkeit

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3 Replies to “Gaulands Vogelschiss + SPD und Hartz IV”

  1. Das führt bei den meisten Menschen zu einer Ablehnung dieser Partei, auch wenn sie rein rational keine Argumente dafür finden.
    Das kann man auch umgekehrt sehen: gibt es irgendeinen rationalen Grund, diesen Chaotenhaufen nicht abzulehnen?
    Die Armleuchter sind in der Partei, die Dumpfbacken wählen sie:
    AfD = Armleuchter für Dumpfbacken.

    Tut mir leid, aber solange Hetzer wie Bernd Höcke, noch dazu in prominenter Position, geduldet werden, ist diese Partei für anständige Menschen nicht wählbar.

    1. Warum „tut mir Leid“? Das ist doch ein normaler demokratischer Prozess: Ein Mensch kann diese und jene Partei nicht wählen, weil sie Positionen vertritt, die einem nicht genehm sind, die man sogar für schlimm hält, weil sie aus der privaten Sicht der Gesellschaft schaden. Entsprechend ordnet man dann diejenigen, die doch diese jeweilige Partei wählen, als Gesellschaft schädigend ein – natürlich mit einem gewissen Toleranz-Spektrum. So ringen dann die unterschiedlichsten politischen und sonstigen Weltbilder miteinander, versuchen andere zu übertrumpfen, ins Gespräch zu kommen, Vorstellungen zu besetzen usw. usw.

  2. Kurz: Die AfD kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen, muss sich also bei den Medien bedanken.

    Ich sehe das nicht ganz so. Ich meine vielmehr, dass hinter diesen Kampagnen eiskaltes Kalkül steckt. Der politisch unbedarfte Bürger soll mit solchen Meldungen und künstlichen Debatten konditioniert werden. Die AFD bekommt zwar Aufmerksamkeit, aber immer mit negativen Konnotationen. Das führt bei den meisten Menschen zu einer Ablehnung dieser Partei, auch wenn sie rein rational keine Argumente dafür finden. Viele sind gegen die AFD, weil sie ein ungutes Gefühl bei dieser Partei empfinden – und damit ist das politische Ziel (Diffamierung jenseits der Sachebene) erreicht.

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