6 Antworten auf „Frankfurter Eintracht und AfD“

  1. Lieber caelo,

    Sie mögen ja AfD-Fan sein und außerdem der Meinung, dass diese Partei auf dem Boden des Grundgesetzes steht, was sogar offiziell der Fall ist. Trotzdem sollten Sie nicht übersehen, was für Typen dort vertreten sind. Für mich ist eine Partei, die mit den tumben Toren der Pegida sympathisiert und einen Volksverhetzer wie Bernd Höcke (ja, ich weiß, dass das nicht sein richtiger Vorname ist 🙂 ) in ihren Reihen duldet, ist für mich inakzeptabel.

    Sie belegen selbst auch sehr deutlich, dass Sie Ihre Probleme mit dem Grundgesetz haben, wenn Sie mir unterstellen, ich würde mich nicht auf dessen Boden bewegen.

    Ich habe mit keiner Silbe je gefordert, dass man diese Typen mundtot machen sollte und ich sehe auch nicht, wo ich solches Gesocks benachteiligt oder behindert hätte. Sollen die doch ruhig weiter ihre braune Soße über unser schönes freies Land auskippen. Allerdings dürfen die nicht erwarten, dass sie es unwidersprochen tun können.

    Auch wenn es Ihnen schwerfällt, müssen Sie mir zugestehen, dass ich meine Abscheu und mein Entsetzen über solche politischen Strömungen und deren Anhänger in Worte kleide.

    weltoffen = Diskriminierung von politisch Andersdenkenden

    Niemand sollte so „offen“ sein, dass ihm das Gehirn herausfällt, was allerdings bei vielen der Dumpfbacken der Fall zu sein scheint. Wo sehen Sie denn Diskriminierung, wenn niemand daran denkt, diesen Armleuchtern öffentliche Auftritte zu verbieten?

    Spaltung der Gesellschaft in politisch Korrekte und „Dumpfbacken“

    Es sind doch genau die Dumpfbacken, die sich aus niederen Beweggründen von unserem freiheitlichen Rechtsstaat, zu dem nun einmal auch das Asylrecht gehört, verabschieden wollen.

    Fußball = Plattform für politische korrekte Massenpädagogik

    Ich bin zwar kein Fußballfan, aber nach deutschem Vereinsrecht hat jeder Verein das Recht, die Aufnahme von Mitgliedern zu verweigern, wenn er die Gefahr sieht, dass ein neues Mitglied die Ziele des Vereins unterläuft. Das dürfte auf AfD-Mitglieder zutreffen, wenn sie z. B. (wie Gauleiter das getan hat) gegen Spieler hetzen, die sie nicht zu den „Bio-Deutschen“ rechnen.

    1. Ihre Wortwolke:
      Typen, tumbe Tore, Volksverhetzer, Gesocks, braune Soße, herausfallendes Gehirn, Dumpfbacken, Armleuchter, niedrige Beweggründe, Abscheu, Entsetzen

      Wie wäre es stattdessen mit:
      Argument, Beispiel, konkrete Bezüge, Respekt vor der Meinung anderer, Ernstnehmen des Gegenübers, Sachlichkeit, Höflichkeit, Interesse, Fairness, Auseinandersetzung, Verständnis, Richtigstellung, Meinungsfreiheit

      Auch ohne ein „AfD-Fan“ zu sein, darf man doch das Einhalten solcher (zugegeben noch zur alten Schule zählenden) grundsätzlichen Kommunikationsregeln erwarten?! Zumal es um eine Partei geht, die über 6 Mio. Menschen gewählt haben, deren Parteiprogramm nahezu identisch mit dem der CDU von 2002 ist (vgl. hier: http://www.documentarchiv.de/brd/2002/wahlprogramm_cdu_2002.html ) und die

      […] auf dem Boden des Grundgesetzes steht, was sogar offiziell der Fall ist.

      1. @caelo,
        ich glaube, Sie verwechseln da etwas. Habe ich Sie etwa persönlich angegriffen?

        Ich habe mich lediglich zu einer Partei und deren Fußvolk (Pegida) geäußert, deren Vertreter sich einer Sprache bedienen, die dazu geeignet ist, den Straftatbestand der Volksverhetzung zu erfüllen. Dass dabei die eigene Wortwahl nicht immer ausgesucht höflich ausfällt, liegt in der Natur der Sache.
        Auf einen groben Klotz gehört bisweilen ein grober Keil.

        Und solange die AfD sich nicht von Typen wie dem Volksverhetzer Höcke trennt, muss sie sich nicht wundern, wenn dessen Auffassungen mit denen der AfD gleichgesetzt werden. Solange bleiben sie in meinen Augen auch die Armleuchter, die nur von Dumpfbacken gewählt werden.

        1. Auf einen groben Klotz gehört bisweilen ein grober Keil.

          Das kann ich nachvollziehen. Wichtig finde ich hier den Begriff „bisweilen“. Ich nehme aber wahr (nicht nur auf Sie bezogen, sondern auf weite Kreise der Gesellschaft), dass ständig nur noch mit „groben Keilen“ kommuniziert wird. Und das finde ich nicht nur schade, sondern auch im höchsten Maße gefährlich.

          Wann kehren wir denn endlich zu sachlichen politischen Argumentationen zurück? Haben nicht linke und rechte Positionen gleichermaßen Bedeutung für das Zusammenleben? Ist es nicht endlich an der Zeit, die Risse in der Gesellschaft wieder zu „kitten“?

          Rabulistik ist dazu nicht geeignet, auch wenn man sich auf der Seite der Guten wähnt.

          Konkret an Ihrem Beispiel hieße das: Herrn Höcke eben nicht pauschal als „Volksverhetzer“ zu bezeichnen (denn das ist er in einem Rechtsstaat nicht, solange kein entsprechendes Urteil ergangen ist), sondern konkret aufzuzeigen, mit welchen Inhalten er Unrecht hat und warum. Das setzt allerdings voraus, dass man sich mit seinen Äußerungen intensiver auseinandersetzt als es gemeinhin in den Mainstream-Medien geschieht. So ist es durchaus lohnenswert, mal seine gesamte Dresdner Rede nachzulesen, die für soviel Empörung gesorgt hat (z. B. hier: https://pastebin.com/embed_iframe/jQujwe89 ). Wenn man das tut, wird man vielleicht feststellen, dass hier nicht Satan persönlich spricht, sondern ein Mensch, der seine Ansichten hat, seine Ängste, seinen persönlichen Lebensweg, seine Erfahrungen usw. Man wird sicherlich auch einiges finden, zu dem man anderer Meinung ist und kann das zur Sprache bringen, aber wir alle sind Menschen. Unterstellungen helfen hier nicht, sondern nur das Gespräch, die Argumentation, die sachliche Auseinandersetzung.

          Ähnlich sehe ich es mit Anhängern von Pegida. Schon auf den Namen reagieren die meisten nach pawlowscher Art mit Schaum vor dem Mund. Schon die Bezeichnung gilt als Synonym für das Böse schlechthin. Warum? Wer hat uns dazu gebracht, eine Bürgerbewegung, die seit 3 Jahren wöchentlich zu tausenden friedlich auf die Straße geht, pauschal als „dumm“, „rechtsradikal“ und „demokratiefeindlich“ anzusehen?
          Neben wissenschaftlichen Studien (vgl. Prof. Werner Patzelt), die das Gegenteil nahelegen, kann sich auch jeder selber überzeugen, dass es sich hierbei um bewusste Verzerrungen der Realitiät handelt. Man muss ja nicht mit allen Statements und Personen dieser Bewegung übereinstimmen, aber man sollte sie differenziert wahrnehmen. Vielleicht stellt man dann fest, dass tatsächlich viele Fakten nicht in das klassische Klischee passen. So findet man z.B. Israelfahnen in der Menge, Transparente, die zum Frieden mit Russland aufrufen, da gibt es den permanenten Aufruf zur Gewaltlosigkeit, da finden sich Menschen der Altersgruppe >50, die auch schon 1989 auf der Straße waren, da findet sich ein Positionspapier ( https://www.menschen-in-dresden.de/wp-content/uploads/2014/12/pegida-positionspapier.pdf ), in dem schwerlich rechtsradikales Gedankengut nachzuweisen ist usw.

          Wann reden wir endlich wieder zusammen? Wann nehmen wir wieder einander ernst? Wann halten wir nicht nur uns selber für die Klügsten? Wann leben wir echte Meinungsfreiheit? Wie können wir ernsthaft eine bunte Gesellschaft anstreben, ohne mit den eigenen Leuten klarzukommen?

          Das ist es, was ich mir für 2018 wünsche:
          – eine Rückkehr zur sachlichen Auseinandersetzung
          – eine Rückkehr zur echten Meinungsfreiheit (die im Übrigen erst dort ihre Grenze findet, wo eine strafrechtliche Relevanz gegeben ist)
          – eine Rückkehr zum Wahrnehmen des Anderen als Menschen (ungeachtet seiner politischen Einstellung)

          Das ist doch der klassische, aufgeklärte Humanismus. Ist dies nicht auch in Ihrem Sinn?

          In diesem Sinne:
          Ich wünsche Ihnen ein gesundes und behütetes neues Jahr.

  2. Nein, so egal ist das nicht. Fußball soll weltoffen und völkerverbindend sein. Da verträgt es sich nicht, Mitgliedern und Unterstützern der Armleuchter für Dumpfbacken eine Plattform zu bieten, von der aus sie ihre rassistische Hetze weiter verbreiten können.

    1. weltoffen

      = Diskriminierung von politisch Andersdenkenden

      völkerverbindend

      = Spaltung der Gesellschaft in politisch Korrekte und „Dumpfbacken“

      Fußball

      = Plattform für politische korrekte Massenpädagogik

      Armleuchter für Dumpfbacken

      = korrekte Bezeichnung für alle, die nicht meiner Meinung sind

      Es fehlt noch:
      „Kauft nicht bei Juden!“

      Lieber Herr Gronwaldt, bei Lichte betrachtet, ist es ziemlich erschreckend, was Ihr aufgeklärt-humanistischer Atheismus für Gedanken entfaltet. Auf dem Boden des Grundgesetzes stehen sie jedenfalls nicht:

      Grundgesetz Art. 3 Abs. 3:
      „Niemand darf wegen […] seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

      Vielleicht mal wieder nachlesen…?!

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