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Bergpredigt 1
Die Bergpredigt ist ein ganz besonderer Text im Matthäusevangelium – die Kapitel 5-7 – und sie wurde durch die Jahrhunderte hindurch auch als ein solcher empfunden. Nichtsdestotrotz ist sie schwer verdaulich – wahrscheinlich wird sie auch darum als besonderer Text empfunden – sie ist ein Text, nicht von dieser Welt. Widerspenstig…
Um sie verstehen zu können, muss man erst einmal die Grundlage der Lehre Jesu beachten. Jesus geht davon aus, dass Gott seine Herrschaft errichten wird. Und diese Herrschaft wird eine gute sein. Es wird kein Leiden mehr geben, keine Krankheiten, keine Sorgen. Im Gegenteil, es herrscht der Schalom: Glück, Frieden, Wohlergehen, Freiheit, Gerechtigkeit, Gemeinschaft… Diese Herrschaft Gottes wird in der Zukunft kommen – das erwartet er mit seinem Volk. Er hat jedoch zwei neue Ansätze: Das, was wir von der Herrschaft Gottes erwarten, sollen wir schon jetzt umsetzen und: Diese Gottesherrschaft ist mit seiner Lehre und seinem Handeln schon im Anbruch. Es geht also nicht darum, zu warten – es geht darum: Handelt!
Die Bergpredigt gibt keine Rede Jesu wieder. Wenn wir das Lukasevangelium ansehen, finden wir die Feldrede (6,20ff). Feldrede wie Bergpredigt basieren auf einer Zusammenstellung von Worten Jesu. Wir finden sie in der so genannten Logienquelle – das heißt, es gab vor den Evangelien Sammlung(en) von Worten Jesu.
Diese Vorevangelien-Sammlung haben Matthäus und Lukas aufgenommen. In einem Vergleich beider kann man schön erkennen, wie Matthäus als Redaktor diese Sammlung ergänzt, gekürzt – kurz: bearbeitet hat. Um die Form, die Matthäus bietet – also die Bergpredigt – wird es jetzt gehen.
Matthäus hat sie sehr sorgfältig aufgebaut. Sie wird eingeleitet mit Seligpreisungen und anderen Texten – sie geht über in die Antithesen – dann werden religiöse Verhaltensweisen angesprochen – mit dem Zentrum der Bergpredigt: das Vater Unser – und es folgen weitere Texte zu unterschiedlichen Themen, dann wird der Schluss vorbereitet und mit einem Bildwort abgeschlossen. Ich sehe die Bergpredigt als eine Art Kommentar zum Vater Unser an. Was ich an dieser Stelle jetzt nicht vertiefen möchte, denn es geht um Themen, die als anstößig empfunden werden bzw. es geht um die Frage: Was stammt von Jesus und was nicht. Wobei ich vorweg schicken möchte, dass ich hier nicht einen umfangreichen Kommentar abliefern kann und möchte, sondern nur ein paar Aspekte anreißen kann. Es gibt Kommentare – wer mag, kann sich einen bestellen und alles intensiv durcharbeiten. (https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelium_nach_Matth%C3%A4us#Kommentare )
Die Bergpredigt beginnt mit den Seligpreisungen. Wenn wir sie mit denen des Lukasevangeliums vergleichen, erkennen wir, dass sie spiritualisiert sind. Es geht nicht um die Armen – als Arme, sondern Matthäus sieht Arme weiter gefasst: Es geht um die geistlich arm sind. Viel interpretiert – aber ich sehe das so: Es sind Menschen, die sich vor Gott als arm ansehen. Es werden die Menschen selig gepriesen, die traurig sind, die auf Gewalt verzichten, die sich nach Gerechtigkeit sehnen, die barmherzig sind, die ein reines Herz haben, die Frieden stiften, die verfolgt werden. Und diesen Menschen wird jeweils eine Verheißung mitgegeben: sie werden getröstet werden, ihnen wird die Erde übergeben – das möge jeweils selbst gelesen werden. Das heißt: Diejenigen, die in der Welt der Macht und Politik nichts zählen, auf die herumgetrampelt wird – die rücken die Seligpreisungen in den Fokus. Es wird nicht der Caesar selig gepriesen, nicht die Herrscher in Jerusalem und Rom und sonstwo, nicht die Tempeloberhäupter, auch nicht die Widerstandskämpfer. Uns mag das alles schon normal vorkommen – aber das ist ein Paukenschlag. Nietzsche hat das gespürt.
Und dieser Paukenschlag geht weiter: Nicht die Herrscher, die Eliten, die Priester sind Salz der Erde und Licht der Welt. Es sind diejenigen, die um Jesus herum sind. Kurz gesagt: die Armseligen. Und hier wird den Armseligen deutlich gemacht: Ihr seid das Salz der Erde, das Licht der Welt! Lasst es euch nicht ausreden, verhaltet euch als solche, damit die Menschen Gott loben. Nun kann man kritisieren, dass Jesus das Salzwort mit einer Drohung begleitet: Wenn Salz salzlos geworden ist – wird man es zertreten – also: Wenn ihr euch nicht als Salz anseht, als wichtig, wird man auf euch herumtreten, wie man es jetzt tut. Man hat überlegt: Wie kann Salz salzlos werden, das geht doch gar nicht – war Jesus so dumm, es nicht gewusst zu haben? Hat man es damals, weil es so wertvoll war, gestreckt, sodass es verdorben ist? Ich sehe das so: Wie man kein Licht anzündet, um es zu verbergen, so ist man auch nicht Salz, um salzlos zu werden. Es ist unmöglich. Licht, das verborgen wird, ist kein Licht. Salz, das vergehen kann, ist kein Salz. Ihr aber seid Licht und Salz – und Gott wird durch euer Verhalten geehrt. Und eben: Wenn man sich dessen nicht bewusst ist und nicht entsprechend lebt, dann wird man wieder einer, auf dem die anderen herumtrampeln, einen zertreten.
Dann kommt ein weiterer Eingangstext, der soll darlegen, dass Jesus nicht, wie man ihm vorgeworfen hat, gesetzlos ist, das alttestamentliche Gesetz aufhebt. Im Gegenteil: Er bringt es zur Erfüllung.
Danach beginnen die Antithesen, die morgen vertieft werden.
Welche dieser Worte sind direkt auf Jesus von Nazareth zurückzuführen? Es geht um den irdischen Jesus. Die Trennung sei noch kurz erklärt: In der frühen Gemeinde gab es auch Propheten, die im Namen des auferstandenen Jesus Christus gesprochen haben. Und so können auch Worte eben solche prophetischen Worte sein. Und die Frage stellt sich dann: Welche entsprechen der Botschaft Jesu, welche tun es nicht?
Wenn in der Feldrede des Lukas Menschen glücklich gepriesen werden, die kein Geld haben – also finanziell Arme -, oder Menschen, die wirklich hungern, die weinen – und Matthäus manches spirituell erweitert, hat er es im Sinne Jesu erweitert? Oder eine andere Frage: Ist es möglich, dass Jesus häufiger Menschen selig gepriesen hat – und Matthäus eben von anderen Seligpreisungen wusste und sie aufgegriffen und erweitert hat? Warum haben sich solche wunderbaren Texte gerade an den Jesus von Nazareth angerankt? Weil er selbst solche formuliert hat – andere angeregt hat, entsprechende zu formulieren? Weil er erniedrigte Menschen verändert hat – und sie ihre Veränderung ins Gute – als Salz und Licht – selbst kundtun?
Darüber kann man viel nachdenken. Nachdenken kann man auch darüber: Was haben alle Texte gemeinsam? Und was ist auf Jesus zurückzuführen? Jesus erhebt die Menschen aus dem Staub, auf denen andere herumtrampeln. Warum? Um den Eingangsteil aufzugreifen: Um das Reich Gottes schon anbrechen zu lassen, das, was man in der Zukunft erwartet, das soll der Mensch schon jetzt mutig leben.
Da ich erst am Beginn der Darlegung der Bergpredigt bin, mag das für heute genügen.
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Gefälschte Medikamente
Das wird auch für uns ein Problem werden, wenn man nicht äußerst wachsam ist: http://www.tagesschau.de/ausland/afrika-medizin-medikamente-101.html
Es geht um Medikamente, die gefälscht sind, die Menschen aber kaufen, weil wirksame Medikamente zu teuer sind. Solche gefälschten Medikamente kann man in Afrika – so der Beitrag – in bestimmten Läden kaufen. Sie taugen nichts und sind manchmal schädlich, sogar tödlich.
Liberia
Nach der Wahl in Liberia: http://www.tagesschau.de/ausland/weah-liberia-101.html
Ich kann zu den Personen nichts sagen. Aber was ich sonderbar finde an dem Beitrag: Vizepräsidentin kann die Ex-Frau eines Kriegsverbrechers werden. Was soll uns diese Notiz sagen? Muss die ExFrau eines Kriegsverbrechers Ambitionen dazu haben, Kriegsverbrecherin zu sein/werden? So eine art Sippenhaft?
Die Situation in Liberia sollte uns schon interessieren, da das Auswirkungen auf die Migration haben kann. Jedes noch so kleine Land in Mittel und NordAfrika hängt mit uns zusammen – bzw. wir in Europa hängen mit dem Land zusammen. Afrika zu ignorieren ist gefährlich.
Kinder als Zielscheibe
Kinder wurden in den Kriegen und den Anschlägen Zielscheibe: http://www.tagesschau.de/ausland/unicef-bericht-103.html
Man sollte auch das nicht übersehen, dass sich manche Terroristen hinter Kindern verstecken – um medial-emotional gegen die Gegner angehen zu können, wenn sie angegriffen werden.
Wird 2018 ruhiger, nachdem die IS zurückgedrängt wurde? Diese Herde bleiben: Jemen, Südsudan, Afghanistan, Nordnigeria, Myanmar, Ostkongo, Somalia. Hoffentlich kommen nicht wieder weitere dazu.
Schwere Wege

Gott geht mit manchen seiner Kinder einen sehr schweren, eiskalten Weg.
Wir können die Schwere nicht wegreden – wir wollen es auch gar nicht.
Wir können den Weg auch nicht schön sehen und fühlen – er bleibt sehr, sehr schwer,
mit seinen Schmerzen, mit seinen tiefen Fragen, mit seinen Enttäuschungen und Einsamkeiten.
Unsere Welt verspricht Wege, unbeschwert, locker, leicht, glücklich, hell.
Von solchen Werbe-Wegen träumen Menschen und wir lassen uns von ihnen anstecken.
Dabei vergessen wir ganz zu lernen, das wahre Leben in den Blick zu bekommen.
Wir lernen nicht vorzusorgen: Wie will ich dunkle, schwere Wege gehen?
Weil wir es nicht geübt haben, steinige Wege zu gehen, stolpern wir, verzagen, verbittern, lösen uns auf im seelischen Schmerz.
Auch der schwere Weg ist Teil unseres Lebensweges,
den Weg, den wir nicht allein gehen müssen, ihn mit Gott gehen können.
Nicht, weil wir so stark, tapfer, klarsichtig, großartig, euphorisch sind,
Dieser schwere Lebensweg spiegelt – verzerrt zwar – aber er spiegelt das Leiden Jesu: Sein Leid ist unser Leid, unser Leid ist sein Leid.
Gottes warme Hand berührt unser Eis.
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Es ist ein Ros entsprungen
Bibel-Maßstab

Die Kritik ist, dass sich jeder aus der Bibel herauspicken kann, was ihm gefällt. Von daher gibt es auch unterschiedlichste Christen, Gruppen, Kirchen… Vorauszuschicken ist: Auch das Christentum ist kein Gottesbeweis – das heißt: Wenn alle Christen ein Herz und eine Seele wären, würden sie ein Gottesbeweis sein? Dem wäre nicht so. Wenn alle ein Herz und eine Seele wären, würde man sagen: Schaut, was für Marionetten und Verführte, Gehirngewaschene… Nun ist dem aber eben auch nicht so, dass alle ein Herz und eine Seele sind. Aber aus meiner Sicht gibt es Kriterien, gibt es einen Maßstab, mit dessen Hilfe man die Bibel lesen sollte. Aus meiner Perspektive muss das Argumentieren von Jesus Christus ausgehen. Von ihm aus gesehen muss z.B. auch das AT interpretiert werden (freilich: Wir verstehen Jesus nicht ohne das AT – es ist also ein reziprokes Lesen).
- Jesus Christus – aus seiner Perspektive interpretiert: die Bibel steht an der einen Spitze des Dreiecks,
- an der nächsten Spitze steht der Heilige Geist (damit verbunden auch das Gebet, das Bibelinterpretation begleiten muss – wenn es eine Glaubensinterpretation ist – also die Beziehung zu Gott)
- An der anderen Spitze des Dreiecks steht die Gemeinde – und zwar die lokale, die weltweite sowie die Tradition, stehen die Glaubensvorfahren, dazu gehört auch der wissenschaftliche Diskurs.
Man muss also von Christen verlangen können, dass sie sich intensiv mit Jesus Christus und der Bibel beschäftigen, dass sie sich mit der Gemeinde im umfassenden Sinn beschäftigen, dass sie dem Heiligen Geist Raum lassen. Die Gemeinde ist immer auch eine Gemeinde der Kommunikation. Darauf sollten wir stolz sein. Dass das im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder unterbunden wurde, das zeigt eben, dass Macht eine Rolle spielte, nicht aber der lebendige Glaube. Oder dass Angst eine Rolle spielte, den Gott, den man im Griff zu haben meinte, zu verlieren. Heiliger Geist: Hermeneutik bedeutet nicht Stillstand, sie bedeutet, jeweils aktuell auf die Situation einzugehen – damit Gott sich im jeweiligen Individuum, der das Wort hört, ereignen kann. Darum ist auch Inkulturation möglich bzw. dass das Evangelium zu unterschiedlichsten Zeiten Menschen anspricht und aktiviert, dass es Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Kreisen anspricht. Man mag natürlich beklagen bzw. ihr vorwerfen, dass die Kirche der Urgemeinde nicht mehr die Kirche der Gegenwart ist. Aber der Heilige Geist, der Geist Gottes, ist vorantreibende Kraft, nicht stagnierende Kraft.
All diese Punkte sagen einem Atheisten oder Nichtchristen wohl nichts: Heiliger Geist (ominöses Etwas) – Jesus Christus/Bibel (historisch fragwürdig, kurios) – Gemeinde (Konglomerat unterschiedlichster Interessen). Aber Christen sagen diese Punkte immens viel. Diese Worte bedeuten positive Welten. Wir haben es also mit einer religiösen Sprache zu tun – und wer mag, kann sich auf dieses Sprachspiel (im Sinne von: http://blog-diskussionen.wolfgangfenske.de/32.-religi%C3%B6ses-sprachspiel.html ) einlassen. Und wer nicht, der lässt es. Man muss zu seinem Sprachspiel stehen – aber gleichzeitig versuchen, es zu durchbrechen; versuchen, so zu kommunizieren, dass andere vielleicht ein wenig mehr als „Dampfplauderei“ wahrnehmen können, Inhalt ahnen können. Was das Sprachspiel betrifft: Darin unterscheidet sich religiöses Sprachspiel nicht von all den anderen einer Gesellschaft.
Das ist nun die eine Seite. Die andere Seite ist, dass dennoch nicht alles beliebig ist. Und das möchte ich morgen am Beispiel der Bergpredigt verdeutlichen.
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Warum gehen Menschen in den Gottesdienst?
Warum gehen Menschen in den Gottesdienst einer Evangelischen Kirche? Warum sie in die Katholische Kirche gehen, das ist eindeutiger, denn sie gehen hin, um in der Eucharistie mit dem Sterben und dem auferstandenen Herrn Jesus Christus verbunden zu werden. Warum kommen Menschen zu uns in den evangelischen Gottesdienst? Um über das Wort mit dem Herrn Jesus Christus verbunden zu werden.
Sie kommen vermutlich überwiegend nicht, um zu erfahren, was der Pfarrer oder die Pfarrerin politisch denkt, wie sie die Welt verändern möchte, ob grün, ob rot, ob blau, ob schwarz oder welcher Partei auch immer zugehörig. Parteien und ihre Weltanschauung – das erwarten die Menschen, die zu uns in den Gottesdienst kommen, sicher nicht. Sie erwarten auch nicht, dass sie motiviert werden, allgemeinpolitisch dieses und jenes tun zu müssen. Sollen der Pfarrer und die Pfarrerin doch tun, was sie gesellschaftspolitisch tun wollen – aber wir haben es mit erwachsenen Menschen zu tun, die wissen, wie sie politisch agieren müssen – wenn sie denn wollen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, Stimmung zu machen gegen oder für dies oder jenes. Wir machen keine Stimmung – wir haben Gottes Wort im gleich zu nennenden Sinn zu verkünden.
Was wollen die Menschen? (Ausnahmen mag es immer geben, wenn sie wissen: Der Pfarrer oder die Pfarrerin hat auch meinen politischen Stallgeruch – und wollen sich in diesem bestätigt fühlen.) Sie wollen hören, dass ihnen die Schuld vergeben wurde, sie wollen hören, dass sie nicht allein in die dunkle Zukunft gehen, sondern dass Gott und Menschen auf ihrer Seite sind – ja, auch Menschen, wenn die Gemeinde funktioniert. Sie wollen hören, wie sie mit ihren Ängsten umgehen können, mit ihren dunklen Stunden, Stunden in Einsamkeit, Stunden, in denen ihr Versagen ruckartig in den Sinn kommt, wie sie mit Auseinandersetzungen umgehen können, die sie belasten, wie sie mit sich selbst umgehen können. Es gibt so viel menschliche Probleme, die unser Glaube aufgreifen kann, aus denen er einen Ausweg bieten kann, einen Beistand, Wegweisung, Hilfestellung, Gemeinschaft.
Politik in Ehren – aber Kirche hat andere Aufgaben, als einfach nur Handlanger irgendwelcher aktueller Probleme und Positionen zu sein. Wir sind eigenständig, selbstständig. Kein Trump, kein Putin ist so wichtig, dass er die Predigt beherrschen müsste. Kein Kim Yong il, keine EU, keine Klimaerwärmung muss breit ausgetreten werden und das Thema beherrschen, keine Flüchtlingspolitik, keine Abtreibungsposition. Diese können natürlich Eingang in die Predigt finden – aber eben das Hauptthema ist ein anderes: Der Hörer, die Hörerin und die Gottesbeziehung. Sozialpolitische Themen sind dem Hauptthema, Gott in Jesus Christus, einzuordnen, unterzuordnen. Wir müssen uns von den parteipolitischen Weltanschauungen emanzipieren. Kirche – Kyriakon – wir sind dem Herrn Jesus Christus gehörig, keiner noch so dominanten politischen Gruppe oder Aufregung der jeweiligen Zeit. Moderner Ablass ist genauso wenig relevant wie moderne Formen der Gesetzlichlkeit (von Plastiktüten-Verwendung bis hin zu Energiesparlampen und ElektroAuto-Zwang), moderne Höllenängste (wenn ihr nicht… – kommt ein Weltkrieg, wird die Erde untergehen…) schüren sollte genauso verpönt sein wie religiöse Höllenängste zu verbreiten. Erstere haben letztere nicht selten ersetzt. Themengottesdienste, die als solche angekündigt werden, bieten sich an, bestimmte Themen aus allen möglichen Perspektiven – auch das nicht einseitig – zu beleuchten. Aber dann kommen auch die Menschen, die zu dem bestimmten Thema etwas hören bzw. beitragen wollen. Das ist etwas anderes.
Das Eigentliche sei unser Thema, Menschen zu helfen, in ihrem Leben klar zu kommen – denn Gott bietet uns seine Hilfe an.
In der Barmer Theologischen Erklärung heißt es https://www.ekd.de/Barmer-Theologische-Erklarung-Thesen-11296.htm :
Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.
Wie Jesus Christus Gottes Zuspruch der Vergebung aller unserer Sünden ist, so und mit gleichem Ernst ist er auch Gottes kräftiger Anspruch auf unser ganzes Leben; durch ihn widerfährt uns frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt zu freiem, dankbarem Dienst an seinen Geschöpfen.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heiligung durch ihn bedürften.
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Das schrieb ich, bevor ich das hier las: https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/journalist-weihnachtspredigten-gleichen-debatten-der-gruenen-103727.html
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Jugendheime in Marokko + Familiennachzug + Geduldete Migranten fördern + Hubschrauber
Deutschland baut zwei Jugendheime in Marokko – unter anderem auch für rückgeführte jugendliche Migranten. Warum ist das zynisch? http://www.tagesschau.de/ausland/marokko-jugendheime-101.html
Diese Jugendlichen fühlen sich zu hause sicher wohler als hier bei uns. Zudem. Was macht man mit Ausreißern in unserem Land? Man führt sie zu den Familien zurück oder sucht Betreuer.
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Ich hatte noch nicht das Gerichtsurteil zu dem Thema Familiennachzug angesprochen: Lockt das nun wieder Leute dazu, ihre Kids auf den Weg zu schicken, damit sie dann irgendwann in Deutschland nachgeholt werden? Ein äußerst kurzsichtiges Urteil. Unter diesem werden vermutlich nicht nur die Kinder leiden.
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Da geduldete Migranten sowieso nicht abgeschoben werden, sollte man sie wirklich fördern: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-ba-chef-detlef-scheele-fordert-mehr-integration-fuer-gefluechtete-a-1185032.html
Anderes ist unmenschlich und dient unserem Land nicht.
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Bundeswehr benötigt ADAC-Hubschrauber: http://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-hubschrauber-105.html
Ein Tipp an Frau von der Leyen: Vielleicht sollte man die Luftwaffe privatisieren – als eine Art Abteilung im ADAC, die eine wäre für Autos zuständig, die andere für Reisen, die dritte für die Luftverteidigung.
