Es gibt viele Christen, die ohne Verbindungen zu anderen Christen leben. Die Vorfahren haben den Glauben angenommen – aber sie sind nun Christen, ohne etwas über den Glauben zu wissen, werden aber von der feindlichen Umwelt geschnitten und bedrückt. Die Zahl solcher Christen geht allein in Pakistan in die die einstelligen Millionen (geschätzt).
Homosexualität: Kirche und Salamitaktik + Auseinandersetzungen in der katholischen Kirche
Erst Homopaare-Segnung – dann die Heirat. Man wusste es schon vorher, dass die Heirat im Blick stand. Warum hat man es nicht sofort gemacht? Die alte bewährte Salamitaktik hat wieder funktioniert: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/evangelische-kirche-traut-nun-auch-homosexuelle,homosexuelle-trauung-100.html
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Die katholische Kirche hat zu kämpfen – den Hintergrund hatte ich neulich im Blog – wegen der Missbrauchsfälle, in denen laut Studie der USA eine hohe Zahl Homosexueller involviert ist: http://www.spiegel.de/panorama/leute/papst-franziskus-bezeichnet-homosexualitaet-als-modeerscheinung-a-1241490.html
Das Problem ist, man muss die Waage finden: Kriminalität bekämpfen – und auf keinen Fall Unschuldige zusammen mit Kriminellen verurteilen. Dann macht sich die Kirche wieder schuldig: Erst durch Augen zudrücken – dann durch Überreaktion.
Bewundernswerte Menschen
Manche Menschen werden Christen – ohne sich zu outen – weil der christliche Glaube etwas in ihnen auslöst, was die alte Umwelt nicht ermöglicht. Sie spüren, dass etwas falsch läuft, ungerecht, lieblos ist. So habe ich einmal gelesen, dass ein Mann auch darum Christ wurde, weil er sah, dass Christen Männer und Frauen gleich behandeln. Und so fing er an, seinen Töchtern zuerst das Essen bei den Mahlzeiten zu geben, um ihnen zu zeigen, wie wertvoll sie sind. Wenn allerdings Menschen in der Nähe sind, die nicht Christen sind, gibt er, wie es die Tradition verlangt, den Männern und Jungs zuerst das Essen. Er befürchtet nämlich, dass sonst die Gerüchteküche hochkocht und sie bedrängt, eingeschüchtert werden, dass ihnen die Lebensgrundlagen genommen werden, wenn sie nicht wieder in das traditionelle Muster zurückfallen.
Wir erfahren viel zu wenig von solchen mutigen Menschen, Menschen, die eigentlich für nichts gelten, die man gar nicht wahrnimmt, die verachtet werden – die aber einen winzig kleinen Freiheitsraum erkämpfen. Denn wer anfängt nachzudenken, wer beginnt, sich als ein Ich zu wissen, wer bemerkt, dass er in Fesseln lebt, die böse sind, und sich dann durch eine Gottesbindung versucht, sich zu befreien, durch kleine Taten, kleine Gesten – wie großartig sind solche Menschen.
Muslime bleiben Muslime – auch wenn sie keine sind
Muslime bleiben Muslime – ob sie wollen oder nicht: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/deutsche-islamkonferenz-hoert-auf-mich-zu-islamisieren-kolumne-a-1241327.html
Das ist mir auch aufgefallen. Da lebt einer normal ohne Bezug zum Islam, aber dann kommen gut meinende Leute und durchlöchern ihn: Was macht man im Islam, was denkt man, was isst man, wie kleidet man sich… – aber dabei will der mit dem Islam gar nichts am Hut haben.
In dem Beitrag heißt es:
„Alle Muslime“, das sind also auch Leute, die nicht wirklich muslimisch sind. Wir verwenden die Zuschreibung als kulturelles Stigma, aus dem man nicht rauskommt. Muslim bleibt Muslim. Egal ob gläubig oder nicht.
Seid ihr verrückt?
Sie fragt: warum muss man Menschen islamisieren, die „keinen Bock darauf haben“?
Übrigens werden auch Christen aus islamischen Ländern automatisch für Muslime gehalten, nur weil sie einen ausländischen Namen haben.
Unser Land muss noch viel lernen – nicht zuletzt auch die gut Meinenden: Wer kein Muslim ist, will auch keiner sein – obgleich er – was? Kommen wir hier in rassistisches Denken derer, die es gut meinen?
Optimistischer Nihilismus
Wenn man das Video angeschaut hat, soll man es nochmal durchlaufen lassen, damit man dann irgendwann merkt: Einen optimistischen Nihilismus gibt es nicht, auch wenn man so euphorisierend redet. Er wird wohl auch nur aus manchen kleinen Augenblicken bestehen. Interessant, dass der Sinn vorgegeben wird – dann wird gesagt: aber entscheide selbst… Warum sollte der Sinn gerade darin bestehen, andere glücklich zu machen? Weil dadurch in mir Glückshormone ausgestreut werden.? Die Macht der Drogen.. Es geht nicht um den anderen – es geht um mich?
Dadurch, dass Sinn genannt wird, handelt es sich nicht mehr um Nihilismus. Der Optimismus hebt den Nihilismus auf – oder der Nihilismus den Optimismus. Von daher ist der gesamte Clip ein Gegensatz in sich selbst. Ist ja auch sarkastisch gemacht: Sinn des Lebens – wenn man will ein Weltraum-Imperium zu errichten… Aber er sagt es ja selbst: Um die Leute nicht zu zerstören, kommt – mit eigenen Worten – noch ein positives Schwänzchen hintendran. Wedelt das positive Schwänzchen mit dem Hund oder der Hund mit dem positiven Schwänzchen?
Übrigens: Sinn suchen/Sinn finden – ist nichts Handfestes, ist Konstruiertes, nichts Beweisbares…
Theologe weiß alles

Als Theologe weiß man natürlich nicht alles.
Klar. Und das ist auch gut so.
Wüsste man alles, hätten kommende Generationen nichts mehr zu überlegen und zu erforschen.
Sie wären dann gezwungen in die Naturwissenschaften zu gehen.
So haben sie die Freiheit: zu wählen.
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Muss ich ein 😉 hinzufügen?
Mache ich mal. Nicht alle verstehen, was ich mit zwinkerndem Auge sage.
Datenschutzerklärung – https://www.wolfgangfenske.de/ – http://blumenwieserich.tumblr.com/
Film am Samstag
Gedicht von Zheng Xiaoqiong
Ein Gedicht von Zheng Xiaoqiong: https://www.lyrikline.org/de/gedichte/14329
Auf Lyrikline gibt es neue Infos zum Thema Gedichte – vor allem Gedichte aus aller Welt. Es ist eine spannende Seite.
Hirne im Gleichklang
Hirne passen sich an. Schon etwas älter, aber interessant: https://www.sueddeutsche.de/wissen/hirnforschung-hirne-im-gleichklang-1.3481494
Spannende Kirche
Spannend ist es, in der Kirche zu sein, man entdeckt immer wieder neu engagierte Menschen auf allen Ebenen. In diesem Fall habe ich diese hier entdeckt: https://smmp.de/gemeinschaft/
