Islamophobie-Forschung – Denunziationskunde

Hartes Urteil: https://www.cicero.de/innenpolitik/prozess-necla-kelek-lamya-kaddor-sodomie-islam-

Islamophobieforschung ist zu einem guten Teil Denunziationskunde…. 
Aber den Autoren ist geholfen; aus Texten werden Fördergelder, und aus Fördergeldern wieder neue Texte… 
Für Necla Kelek ist die jahrelange Verfolgung durch Kaddor, deren Ehemann und andere Kritiker jetzt hoffentlich beendet…

Dieser Beitrag zeigt, dass manche Medien ein grundlegendes Problem haben, weil sie einfach nachplappern – wenn es mit ihrer Weltsicht übereinstimmt.

Rühmend ist, dass der Spiegel die Reißleine gezogen hat. Aber die Gefahr sind nicht allein die vollkommenen Erfindungen, sondern auch Halbwahrheiten oder das Berufen auf Meinungen, die als Wahrheiten ausgegeben werden – wie man sieht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/der-fall-claas-relotius-wie-das-spiegel-sicherungssystem-an-grenzen-stiess-a-1244593.html 

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Berufspolitiker + Nichts geleistet

Es ist selten, aber dieses Mal finde ich Martenstein schräg: https://www.tagesspiegel.de/politik/martenstein-ueber-nahles-akk-merz-berufspolitiker-sind-das-problem-der-politik/23765978.html

Unser Land ist zu groß und bedeutungsvoll, als dass man die Politik Laien überlassen sollte. Man muss sich einarbeiten, man muss die Strukturen weltweit kennen lernen… – aber ja: Man muss Standpunkte entwickeln in der Partei-Diskussion – eben mit den Laien. Andere meinen, Politiker hätten in ihrem Leben nie was geleistet. Das ist Stuss. Das ist überheblicher Stuss. Die Leistung besteht in ihrer politischen Arbeit. Da Politik auch Kunst und Geschick ist, ist eine abgehobene Politik nicht Kennzeichen eines Menschen, der nie irgendwo angestellt war usw., sondern eines Menschen, der auch sonst Sensibilität vermissen lässt, sich in seiner Individual-Blase oder Gruppen-Blase ohne Berücksichtigung anderer Sauwohl fühlt.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Fergus Falls und der Spiegel

Wenn man den Beitrag liest, dann hat man den Eindruck, dass der Reporter, der seine Kollegen und Leser vergackeiert hat, zu dem links-liberalen Mainstream wunderbar passte: alle sind beschränkt – außer die paar intelligenten Journalisten und ihr politisches Milieu: https://www.tagesschau.de/ausland/relotius-spiegel-101.html

Vorsichtig angedacht hatte ich diesen Gedanken, als ich den Beitrag vorher gelesen habe: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-weisse-rose-ueberlebende-traute-lafrenz-betroffen-a-1244756.html

Vermutlich las man, was man lesen wollte und war entsprechend unvorsichtig. Aber sie sind ja noch dabei, das aufzuklären. Mein Gedanke könnte aber ein Tipp sein, die Grundlage der Anfälligkeit zu erkennen: Man lebt in seiner Blase – wer ihr entspricht, wird weniger kritisch rezipiert. Dann schaut man nicht auf die Fakten – man schaut auf die Meinung und Gesinnung.

(Nachtrag 1: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/kujau-relotius-die-faelschungen-gehen-viel-weiter-als-vom-spiegel-zugegeben/

Nachtrag 2: Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht – kann man allerdings nicht vergleichen, denn er hatte nur was vergessen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/vosskuhle-portraet-der-sz-heribert-prantl-und-die-ethikwaechter-a-847807.html und: http://www.taz.de/!5087300/)

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Kongo + Vietnam

Kurz vor den Wahlen, in denen es um die Ablösung Kabilas geht, sind zahlreiche Wahlmaschinen durch ein Feuer zerstört worden: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/tausende-wahlmaschinen-bei-brand-in-kongo-zerstoert-15940835.html

Die Wahl ist äußerst wichtig – und bringt hoffentlich, hoffentlich endlich Ruhe in das geschundene Land. Aber dazu müssen erst einmal die brutalen Milizen aus dem Ostkongo vertrieben werden.

Die Wahlen wurden um eine Woche verschoben.

*

Über Facebook agiert Vietnam gegen missliebige Journalisten: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/kritiker-ueber-facebook-verfolgt/

Nicht nur Vietnam hat missliebige Meinungen im Visier.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Gott als Frage

Thomas Halík schreibt in: „Ich will, dass du bist: Über den Gott der Liebe“: „Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass Gott an uns nicht als Antwort herantritt, sondern als Frage.“ Im weiteren Verlauf weist er auf den Philosophen Kearney, der meinte, Gott trete an uns nicht als Faktum heran, sondern „als Möglichkeit, als Herausforderung, als Einladung und Aufforderung“.

Das hatte ich schon einmal ähnlich in den Glaubensdiskussionen https://glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de/ formuliert, führt in der Prägnanz vermutlich weiter.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/http://blumenwieserich.tumblr.com/

Da ich in der vergangenen Woche kaum am Blog arbeiten konnte, gibt es wieder eine Art Wochenzusammenfassung.

Anstrengend

Einen Text, den ich aus der Anfangszeit meines Blogs entdeckt habe (2009):

Es gibt Menschen, die in einer Tour reden, reden, reden. Und wenn sie mal eine Pause machen, dann kann es passieren, dass man benebelt ist und gar nicht mehr weiß, was man selbst sagen wollte. Wenn einem das dann doch wieder ganz schnell eingefallen ist, weil der andere eben nur sehr kurz Atem holt, dann spricht man ein Wort – und dieses Wort führt das Gegenüber wieder zu ganz anderem pausenlosen Reden … Und zu dem Vorwurf, man habe für seine eigene Position ja keine Argumente. Neulich ritt mich mal der Schalk. Ich habe nicht zugehört, sondern immer überlegt: Was für ein Wort zu welchem Thema wirfst du schnell ein, wenn der andere Atem holt, und lässt ihn darüber referieren? Das macht auch solche Monologe interessant. Natürlich muss man da innerlich bereit sein, den anderen allen möglichen Blödsinn erzählen zu lassen, ohne ihn korrigieren zu wollen.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Informationsgesellschaft versagt – Werbung übernimmt Information

Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Man kann alles mögliche wissen – aber verweigert sich dem Wissen: https://www.christiantoday.com/article/jesus-disappearing-from-christmas-as-santa-takes-over/131218.htm

Werbung bekommt das Informationsmonopol. Jesus ist zu religiös – also verdrängt Santa den Glauben und fördert das Geschäft. Jesus war ja auch geschäftskritisch unterwegs. Fördert nicht gerade die Sympathie der Werber für ihn.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Missglückte Weihnachtskarte vom DeintegrationsMinisterium

Diese Weihnachtskarte einer CDU-Integrationsministerin ist missglückt, vor allem, weil sie mit Blick auf Feiertage von Juden und Muslimen nicht so „rücksichtsvoll“ ist: https://www.focus.de/politik/experten/kelle/gastkommentar-von-klaus-kelle-weihnachtskarte-ohne-weihnachten-cdu-ministerin-zeigt-prinzipienlose-politik_id_10089404.html

Egal woran Sie glauben … wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr.“

Man bedenke die Karte zu Chanukka und Ramadan: Egal woran sie glauben… wir wünschen ihnen eine besinnliche Zeit… https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/kein-wort-von-weihnachten-die-peinliche-karte-aus-dem-kanzleramt-59109462.bild.html Übrigens: Im Kontext dieser Feste hat man noch gesegnete Zeit gewünscht. Gilt für Weihnachten nicht. Ist ja auch ein Kauf-Fest geworden. Nichts mehr mit Segen. Übrigens. Was ist eine gesegnete Zeit? Eine, die von Gott bestimmt wird. 

Was geschah nach dem Protest gegen diese Karte?

PS: Während Frau Widmann-Mauz abends im politschen Berlin streute, die Karte sei ja gar nicht von ihr, sondern nur von ihrer Pressestelle, twitterte sie schließlich: „Fröhliche Weihnachten allen in Deutschland“.

Auch wenn solche Karten von der Pressestelle kommen: Was lässt das für Rückschlüsse auf das „Integrationsministerium“ zu?: Nichts mit Integration, sondern Verwässerung.

atenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

Kluft zwischen Männern und Frauen + Integration miss/gelungen + Grüne und Abschiebung

Ein netter Satz https://www.tagesschau.de/inland/gleichberechtigung-107.html :

So sei in Deutschland die Lücke zwischen Frauen und Männern bei der Künstlichen Intelligenz sehr groß


Gemeint ist:

So sei in Deutschland die Lücke zwischen Frauen und Männern bei der Künstlichen Intelligenz sehr groß: Nur 16 Prozent des Talent-Pools seien Frauen. 

Aber dieser Satz ist kurioser:

„Mehr denn je können es Gesellschaften sich nicht leisten, auf die Fähigkeiten, Ideen und Perspektiven der Hälfte der Menschheit zu verzichten“,

Verzichtet man auf Fähigkeiten, Ideen, Perspektiven, wenn man nicht in den MINT-Fächern arbeitet oder wenn man mit Menschen arbeitet? Diese Aussage zeigt, wie verkorkst unsere Menschen-Sicht ist: Es trägt nur jemand positiv zur Gesellschaft bei, wenn er wirtschaftlich und in MINT-Fächern tätig ist. Dann wird sogar das Wort „menschlich“ von den sozialen Berufen abgekoppelt:

Nur mit Teilhabe der Frauen lasse sich das Versprechen einer wohlhabenderen und menschlich orientierten Zukunft umsetzen.

Ich hoffe, der Herr – keine Frau – der die Studie des Weltwirtschaftsforums vorgestellt hat, hat sich nicht so geäußert, wie der Artikel, der sie vorstellt tut.

Übrigens: Herr Schwab müsste seinen Posten Räumen und einer Frau überlassen, dann sähe die Frauen-Quote in höheren Positionen schon besser aus.

*

Was das Verhältnis Männer-Frauen betrifft: So etwas dürfte nicht mehr nur durchgehen. Das ist äußerst schlimm. Da gibt es die MeToo Debatte – und dann noch solche üblen Auftritte. Das geht nicht. Solche Jung-Machos müssen zur Raison gebracht werden: https://www.focus.de/regional/koeln/koeln-metoo-fall-wdr-

Die Info dürfte stimmen, sonst hätte das Management nicht so reagiert.

*

Ein Ehrenmord? Gefährdungen von jungen Frauen in Deutschland: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/aschaffenburg-leiche-einer-jugendlichen-gefunden-polizei-fahndet-nach-vater-a-1244637.html

*

Integration gelungen? Oder der Traum von Integration? Was stimmt nicht: https://www.welt.de/politik/deutschland/article185665992/Bundesarbeitsagentur-Zwei-von-drei-Fluechtlingen-beziehen-Hartz-IV.html

Und: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-12/fluechtlinge-bda-integration-arbeitsmarkt-erfolg 

Es kommt wohl auf die Perspektive an. Ich frage mich: Tut die Industrie genug, um die Menschen, die zu uns gekommen sind, für die Wirtschaft fit zu machen, oder träumen sie nur von Fachleuten, die sie anderen Ländern sträflich entziehen können. Die Länder Afrikas brauchen Fachleute und es ist irre, sie nach Deutschland locken zu wollen.

*

Realitätssinn erreicht manche manchmal später – allerdings müssen andere, die früher realistisch waren, unter solchen leiden. Die Erkenntnis kam – aber gleichzeitig werden wieder diejenigen, die vorher darauf hingewiesen haben, erniedrigt, um selbst besser dazustehen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article185755888/Baerbock-fordert-schnellere-Abschiebung-krimineller-Migranten.html

Denn: warum konnten solche Themen von Rechtsnationalisten aufgegriffen werden? Weil die Politik einen großen Teil der Stimmen der normalen Bevölkerung überhört hat und kriminelle Taten nach den anderen geschahen – ohne abgemessene Reaktionen. Eine solche Retourkutsche ist billige Polemik.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/