Ich selbst finde es klasse, dass es Bibel Apps gibt – und inzwischen nicht mehr nur die Übersetzung Luthers von 1912 oder so, sondern unter Luther2017 als App herunterladbar. Warum sollte eine Lehrkraft das nicht auch im Unterricht nutzen? Die Frage ist: Wie kontrolliert man, ob nun eine LutherApp im Unterricht gelesen wird oder die Wettervorhersage oder ein Kids-Film, oder schnell mal mit Außenstehenden kommuniziert wird? Das ist die große Frage. Aber Experten haben sicher dafür auch eine Lösung. Sie werden sie hoffentlich erarbeiten – denn der Unterricht soll ja auch nicht von gestern sein.
Liebe Schülerinnen und Schüler, bitte gebt auf Youtube ein… – und der Unterricht ist gelaufen. Und wenn Fragen kommen? Dann schreiben wir alle gemeinsam einen Brief an den Sender: Hallo Herr Yogeshwar: Der Lehrer wollte uns die Frage nicht beantworten – sie können es eh besser. Also wollen wir wissen…
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Bin ich nun dafür oder dagegen? Ich bin dafür, dass man sich ernsthaft darüber Gedanken macht, wie man Smartphones sinnvoll einsetzen kann. Auch das will und muss gelernt sein. Aber es sollte nicht jeder so machen, wie er es sich denkt, sondern die jeweiligen Bildungsministerien haben sicher geeignete Personen, die ein Konzept erarbeiten können. Wir hinken sowieso zurück.
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[Nachtrag: Viele Lehrer benutzen Computer und Laptops nicht im Unterricht: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/studie-zu-digitaler-bildung-lehrer-nutzen-computer-zu-selten-a-1121397.html Warum? Antworten gibt der Artikel auch. Technik zu alt, zu langsam, nicht überall vorhanden, Wartung müssen Lehrer selbst übernehmen und mangelnde Kenntnis. ich vermute: Wenn man gezeigt bekäme, wie man diese Geräte, so sie funktionieren und schnell genug sind, auch im Unterricht verwenden könnte, nicht nur technisch, sondern in den jeweiligen Fachbereichen mit dem Material, dann wäre das sicher hilfreich.]
Ich gratuliere Herrn Steinmeier und freue mich mit ihm. Obgleich ich noch immer sagen muss: Ich hätte mir einen Nichtpolitiker gewünscht.
Das war ein kluger Schachzug von Gabriel: Er ist damit einen Konkurrenten um die Kanzlerfrage losgeworden.
Und ebenso ein kluger Schachzug von Merkel, denn mit einem Steinmeier als Kanzlerkandidaten der SPD hätte sie sicher mehr Verluste gehabt als so. Von daher zahlt es sich sicher aus, über den Schatten gesprungen zu sein.
Diese Gedanken kamen mir ganz spontan, als ich beim Autofahren diese Nachricht gehört habe.
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In der Tagesschau hörte man, wie Gabriel immer wieder sagte, dass die Bürger Steinmeier gewollt hätten. Irgendwie denkt man da an Clinton. Nicht, weil man Steinmeier mit ihr vergleichen möchte, sondern daran, dass auch alle sagten: Die Bevölkerung wolle Clinton. Und dann wurde gewählt – und siehe da… Es gab ja keine Bürgerwahl – von daher haben solche Behauptungen ein übles Geschmäckle. Es kann ja sein – aber Gabriel weiß es nicht. Und die Medienkampagnen kann man, wie man in letzter Zeit auch lernen konnte, kaum als Bürgerwillen benutzen. Es ist Elite-Willen einer Bürgererziehungsanstalt.
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Seehofer meinte, laut Tagesschau, dass die CDU keinen eigenen Kandidaten gefunden habe, keinen, der sich zur Wahl stellen wollte. Kann man verstehen. Nur: Wenn das Schule macht, dann wäre das schlecht, weil dann wirklich in Zukunft nur noch Politiker dieses Amt übernehmen würden.
Sollen sich Zugereiste integrieren oder soll sich die Gesellschaft für die Zugereisten öffnen? Es scheint sich so langsam die folgende Sprachregelung durchzusetzen: Es geht nicht um Integration der Zugereisten, sondern es geht darum, dass die Mehrheitsgesellschaft sich für die Zugereisten öffnet. Wenn Sprachkünstler und Ideologen beginnen, die Sprache zu verändern, muss man sehr wachsam sein: http://vera-lengsfeld.de/2016/11/13/integrationsgipfel-oder-staatsstreich/#more-609
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Zudem sollte man sagen: Lasst die Finger vom Grundgesetz! Es ist zu kostbar, als dass man Zeitgeistthemen darin unterbringt – vor allem auch nur darum, um die Gesellschaft zu spalten, statt die Spaltungen zu kitten.
Man hat sich dem Iran geöffnet – doch wird das den Menschen dort wirklich etwas bringen? Vielleicht ein wenig mehr Wohlstand, aber auch Freiheit? Im Iran werden zum Beispiel immer noch freiere Geister verfolgt. Das heißt: Die Öffnung bringt nur dem Regime etwas, weil es den Druck nimmt? Oder können wir darauf hoffen, dass auf lange Sicht etwas geändert wird? http://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/
Eine UndercoverChristin arbeitet in Flüchtlingsheimen – auch als Übersetzerin und macht üble Erfahrungen: http://www.kath.net/news/57457 : Christen leben in Flüchtlingsheimen in Deutschland (!) unter druck der muslimischen Flüchtlinge. Kurz: Eine Schande!
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Unliebsame müssen gehen. Und wer ist unliebsam? Das entscheiden immer noch diejenigen, die in einer Gruppe die Macht haben. So auch im Deutschen Radfahrbund. Hier soll der eine Seiten geliked haben, die die politisch oberen nicht liken würden. Köpfe rollen – weil der Radfahrbund unpolitisch ist – was politisch ist und was nicht, das entscheidet wieder? Klaro, der Mächtige bzw. die mächtige Gruppe. So ist das in einem freien Land – in manchen Gruppen: http://www.n-tv.de/sport/Im-Radfahr-Bund-rumort-es-nach-Ruecktritten-article19078191.html
Südafrika ist auf dem Weg, zu einem Simbabwe zu werden – und schon jetzt können einem die Menschen dort alle Leid tun. In wie wenigen Jahren kann man ein Land völlig ruinieren. Hoffentlich wachen die Südafrikaner rechtzeitig auf – aber das, was dieser Mann, Julius Malema, treibt, ist feuergefährlich – gibt es nicht schon genug Mord und Totschlag in diesem geschundenen Land?: http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedafrika-julius-malema-ruft-zur-enteignung-von-weissen-auf-a-1121213.html
Spiegel-online hat noch immer Beiträge über Trump ganz oben. Nun denn, es fällt wohl schwer, vom Lieblingsfeind zu lassen (hat er eigentlich Werbeklicks gebracht?).
Allerdings finden wir unter all diesen Beiträgen auch einen guten, den von Jan Fleischhauer: http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-das-ende-des-feminismus-kolumne-a-1121140.html Auch er sagt im Grunde das, nur eloquenter und begründeter als ich es tat: Auch Frauen haben einen politischen Willen und wählen nicht einfach nur eine Frau, weil sie eine Frau ist. Was Fleischhauer auch noch sagt, das ist auch gut: Der moderne Feminismus meint, die Mehrheit der Frauen zu repräsentieren – kommt aber kaum aus dem Uni-Seminarraum hinaus. Aber damit wird wieder das angesprochen, was meine Blogleserinnen und -leser kennen: Die Elite denkt, sie sei die Mehrheit und alle würden ihr folgen – aber Pustekuchen: Menschen denken immer noch demokratischer als die modernen Elite-Aristokraten.
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Was hat Trump mit Aleppo zu tun? Dort scheint es Frieden zu geben. Vor der Wahl wurde Aleppo bis zur Weißglut thematisiert – und seit der Wahl? Nichts mehr. Haben die Russen/Assad OstAleppo zurückerobert – nein, denn dann wäre es sicher Thema. Haben die rebellen wieder freie Hand? Geht es diesem Teil der Stadt, dessen Elend ja ohne Ende vor- und dargestellt wurde, inzwischen wieder gut? Oder ist OstAleppo inzwischen ganz verschwunden, sodass man darüber gar nicht mehr reden muss? Unsere Medien…
Muss die Politik nun vor sich hertragen: Wir müssen uns ändern, nachdem Trump gewonnen hat? Nein. Sie muss das, was sie im Augenblick als richtig erkannt hat (verschärfte Migrantenpolitik und äußerste Beschleunigung der Asylverfahren, Abschreckungspolitik [damit sich Menschen in Afrika nicht voller Hoffnung entwurzeln], Sicherheitspolitik [mehr Polizisten], konsequente Außenpolitik [Stärkung afrikanischer Staaten: Bildung, Gesundheit, Sicherheit…], Drängen der EU auf Sicherheit der EU-Grenzen – aber gleichzeitig auch wirtschaftliche Gerechtigkeit) umsetzen… Und ich hoffe immer noch, dass unsere Regierung in nicht allzulanger Zeit eine taktische Zusammenarbeit mit Assad/Putin in den Blick nimmt, damit der Zerstörungsprozess nicht weiter fortgeführt wird.
Es kommt aber noch etwas in den Blick: Menschen unserer Gesellschaft auf der untersten finanziellen und beruflichen Stufe dürfen durch Bevorzugung – auch nicht durch vermeintlicher Bevorzugung – der Flüchtlinge nicht ausgeknockt werden. Diejenigen, die am äußersten Rand der Gesellschaft stehen und deren Hoffnungen auf eine sichere Zukunft, eine Zukunft ihrer Traum/Wunscherfüllung zerbrochen ist, die nicht mithalten können mit dem technischen Fortschritt, weil sie ihn sich nicht leisten können, auf deren Meinung im Grunde auch keiner hört, weil sie gesellschaftspolitisch keine Macht haben, die Alleinerziehenden, die immer stärker verarmen und deren Kinder auch immer weniger Chancen haben, mithalten zu können, die Menschen, die ihr Leben auch selbst zerstören ließen durch Alkohol und andere Drogen … – um diejenigen müssen wir uns als Gesellschaft massiv kümmern.
Ich hoffe, dass auch die Kirchen vor lauter Konzentration auf die Migranten und Flüchtlinge hier immer wieder die Gesellschaft herausfordern, endlich etwas für diese Menschen tun, die sich abgehängt fühlen. Dass sie in den Fokus der Medien rücken, um die Politik in Zugzwang zu bringen.
Nicht die AfD ist das Thema, nicht die Rechtspopulisten sind das Thema. Was kümmert uns im Augenblick Trump wirklich? Diese Menschen sollen Thema sein. Diese Menschen, über die Jesus sagte, sie sind das Salz der Erde und das Licht der Welt. In Indien werden Dalits/Kastenlose/Unberührbare Christen, weil sie von Christen hören und es dann auch erleben: Wir werden von Gott geliebt, wir haben Würde, auch wenn Menschen uns die Würde nehmen. Und was geschieht bei uns? Der Papst hat es erkannt. Und worauf legt unsere Evangelische Kirche in Deutschland den Fokus?
Muss man da nicht zwangsläufig grinsen und sich fragen: Upps – wer hat sich denn da verrechnet? Vielleicht haben sie jedes Goldkettchen mitgerechnet. Jeder volljährige Bundesbürger besitzt 69 Gramm Gold. Und die Bundesbürger sollen es überwiegend als Wertanlage gehortet haben. Ich weiß – es ist ja nur statistisch gesehen, das heißt, geschätzte 10 Familien haben diese Milliarden gehortet.
Stellen wir uns nun einmal vor, es gibt eine große Welt-Krise. Ist da noch irgendjemand dran interessiert, das Gold abzukaufen? Weil eben alle deutschen auf die Idee kommen, ihr gehortetes Gold zu verkaufen – und dann sinkt der Preis – und man kann sich mit einem Barren ein Glas goldfarbenen Apfelsaft leisten. Lecker.
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Ich finde auch diese Info interessant: Baut höher und die Stadt bleibt bezahlbar: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/daniel-libeskind-warnt-vor-toten-innenstaedten-a-1119618.html Vom Ansatz her richtig. Aber: Ist der Unterhalt eines Hochhauses nicht teurer als kleinere Häuser – und auch hier: Was ist, wenn die Menschen kein Geld mehr haben – wer bezahlt die Renovierungskosten für diese hohen Häuser? Werden sie dann alle verfallen – und damit zu einem größeren Risiko werden als kleinere Häuser? Zudem: Was kostet es, Feuerwehr usw. auf diese großen Häuser auszurichten? Bleibt das auch auf Dauer bezahlbar? Natürlich ist es schlecht, wenn immer mehr kostbare Erde verbaut wird. Aber ist das hohe Bauen – eine Verdichtung der Städte, wirklich gut? Das sind so Fragen, die – ich gestehe es – einem Laien so kommen. Die Menschen von heute denken, es geht alles immer so weiter wie bisher. Und was ist, wenn nicht? Ein altes Sprichwort heißt: Der kluge Mann baut vor. Aber ist es klug, sehr hohe Häuser zu bauen bzw. Gold zu horten?
Lieber ein Stück Land. Da kann man in Notzeiten zumindest noch ein paar Kartoffeln anbauen oder im Frühjahr Kirschen ernten.
Taxifahrer aus Essen und Stuttgart wollten einen Hund nicht im Taxi mitnehmen:
Das ist wohl eine Nachricht, deren Fragen, die einem kommen, nie gelöst werden: Welcher Nationalität oder Religion waren die Fahrer? Denn es gab schon vielfach Meldungen aus den USA oder aus Großbritannien, dass fromme muslimische Taxifahrer Hunde nicht gerne mitnehmen – aus religiösen Gründen. Liegen diese Gründe auch hier vor? Oder handelt es sich um äußerst reinliche Deutsche, die nicht wollen, dass ihr schönes Taxi von einem Minihund zerstört wird.