Psychotherapie – schnelle Hilfe + Ruhebedürfnis des Hirns

Neue Richtlinie für Psychotherapie erregt Unmut: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Psychotherapeuten-sind-erbost-ueber-eine-neue-Richtlinie

Deutschland hat zu wenig Therapeuten – Lange Wartelisten – und es gibt keine schnelle Hilfe. Richtlinie ist unrealistisch.

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Das Gehirn benötigt Ruhephasen. http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/02/psychologie-innere-ruhe-bewusstsein-tagtraeume-hirnforschung/komplettansicht

Ein sehr interessanter Beitrag zu den unterschiedlichen Ruhebedürfnissen. Daraus ein Appetithappen:

Dieses Ruhenetzwerk übernimmt das Kommando, wenn die Gedanken nicht auf äußere Ereignisse oder Aufgaben gerichtet sind und ziellos zu wandern beginnen: beim Träumen tagsüber und in der Nacht. Beim Meditieren hingegen fährt das Ruhenetzwerk herunter. Meditation ist die Konzentration auf das bloße Hier und Jetzt – eine ganz andere Form der Ruhe. Beim entspannten Tagträumen füllt der Geist sich mit Bildern und Gefühlen, beim Meditieren leert er sich.

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Leitkultur und Leitbild und Leitstruktur + Merkels Werte Vorbild für Saudis + Kardinal Marx: Christen und Nation

De Maiziere nennt Thesen zur Leitkultur: http://www.huffingtonpost.de/2017/04/30/de-maiziere-leitkultur-deutschland_n_16335068.html Und: http://www.tagesschau.de/inland/demaiziere-leitkultur-101.html

Sonderbar finde ich diese Aussage:

Unser Staat ist welt­an­schau­lich neu­tral, aber den Kir­chen und Re­li­gi­ons­ge­mein­schaf­ten freund­lich zu­ge­wandt. Kirch­li­che Fei­er­ta­ge prä­gen den Rhyth­mus un­se­rer Jahre. Kirch­tür­me prä­gen un­se­re Land­schaft. Unser Land ist christ­lich ge­prägt.“

Wir haben hier das Bild von oben nach unten: Der Staat schaut auf die Bevölkerung paternalistisch herab. Das widerspricht vielleicht nicht der Realität – aber unserem System. Die Regierung ist nicht der Staat. Die Regierung wird – wie auch immer – vom Volk gewählt… Zudem: Religionen sind Staat übergreifend. Sie sind nicht auf Nationen beschränkt. Religionen sind per se über-national. Von daher ist es freilich freundlich, dass der jeweilige Staat Religionen freundlich zugewandt ist – aber sie sprengen jede Vorstellung von nationalem Staat. Sie sprengen auch eine neue Art der Nationalisierung, die sich auf die EU beschränkt. Und so ist es – weitergehend – auch freundlich, wenn die EU sich den Religionen freundlich zuwendet.

Religionen sind jedoch eine eigene Größe. Von daher hat Kardinal Marx Recht: Das Christentum lässt sich nicht kulturell auf einen kleinen Raum auf unserer Erde einschränken („kulturalistisches Verständnis des Christentums“. http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/marx-ruckzug-auf-das-nationale-ist-nicht-christlich Nur: Christen leben nun einmal in ihrer Nation, ihrem Staat, in ihrer Staatengemeinschaft – so heterogen diese Gebilde auch sind. Und sie haben das Wohl dieses begrenzten Fleckchens Erde im Blick zu halten. Aber: Sie haben sich nicht darauf zu beschränken, sondern müssen mit der Gesellschaft um Wege ringen, die für die Gesellschaft, von der Christen ein Teil sind, weiterführend sind. Sie können sich nicht überheblich aus diesem nationalen Kontext ausklinken, sie leben als Teil der Welt in ihrer sozialen Umwelt – müssen sie aber immer wieder sprengen, wenn sie merken: Sie wird zu einem Korsett.

Christen können übrigens auch als Europäer gut gemeint überheblich sein:

„Die Europäer haben eine moralische Verantwortung für die Welt, für die ärmeren Länder, für die Bewahrung der Schöpfung und die Begrenzung des Klimawandels.“

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Dass de Maiziere mit dem Thema in ein Wespennest sticht, wird er geahnt haben dürfen. Hier zum Beispiel eine Wespe http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/leitkultur-debatte-innenminister-demaiziere-muslime/seite-2 :

Nebenbei: Es gibt eine Leitkultur in Deutschland, sogar mit geschriebenen Regeln und nicht mit ungeschriebenen. Wir nennen sie Grundgesetz.

Nun denn: Das Grundgesetz ist im Alltag zu füllen – und wie die Worte zu füllen sind, darüber streitet ja eine Gemeinschaft. Von daher kann man zu dem Beitrag nur lapidar sagen: Echt?

Denn es geht ja gerade darum: Wie wird das Grundgesetz im Alltag zur Sprache gebracht, umgesetzt, realisiert.

Hätte de Maiziere doch statt Leitkultur das von Linken aus der Wirtschaft entnommene Wort Leitbild verwendet http://blog.wolfgangfenske.de/2017/02/24/leitbild-statt-leitkultur-jung-und-konservativ/ – dann wären alle vor Ehrfurcht stumm geblieben.

Aber, was de Maiziere damit erreicht hat: Er hat die Diskussion wieder entfacht – und das zeigt: Manche wollten das Thema unbedingt unter dem Teppich halten – und jetzt kommt es wieder, trotz Spott, trotz Totschlag-Argumente, trotz Schieben derer, die das Wort verwenden in die Neonazi-Ecke. Diskussionen in einer Gesellschaft lassen sich nicht totschlagen durch irgendwelche Gruppen. Eben: Unsere Gesellschaft ist keine heterogene Einheit – und so dürfen solche Diskussionen auch nicht abgebrochen werden. Man muss sie mitbestimmen – aber nicht abbrechen. Abbrechen geht nur nach hinten los und gibt denen Raum, die das Wort nationalistisch (wie auch immer Deutsch-National, EU-National, Christlich-National…) deuten. Unabhängig davon: Der Beitrag von de Maiziere ist, soweit ich das mitbekommen habe, ist in einer sehr einfachen, wenig differenzierenden Sprache formuliert worden. Liegt wohl mit an dem Medium, in der das publiziert wurde.

Übrigens wird hier gesagt, von einem Herrn Heinrich Schmitz: „Warum es keine Leitkultur geben darf“ https://causa.tagesspiegel.de/kolumnen/heinrich-schmitz/wieso-es-keine-leitkultur-geben-darf.html Genauso ist es: Wenn ein Herr Heinrich Schmitz meint, dass es keine Leitkultur geben dürfe, dann darf man auch nicht darüber reden. Basta! Aus mit der Diskussion! Schluss! Daran hat sich nun jeder zu halten! Basta, basta, basta!

Dass Herr Polenz auch dagegen ist, das kann man sich schon vorher denken: http://www.focus.de/politik/deutschland/kritik-auch-aus-der-cdu-mit-seinem-aufruf-zur-leitkultur-steht-de-maiziere-alleine-da_id_7055481.html – Aber ob der wirklich „CDU“ ist, wie Medien kolportieren, das dürfte die CDU wissen.

Statt Leitkultur wurde einmal das Wort Leitstruktur vorgeschlagen – was kurios schlimm ist: http://blog.wolfgangfenske.de/2015/05/13/leitstruktur-contra-leitkultur/

Özdemir sprach in der Tagesschau von einer „europäischen Leitkultur“ – ob es mit Augenzwinkern war, war nicht so ganz auszumachen.

Apropos Grüne: Die grüne Jugend hat wohl etwas nicht kapiert https://www.welt.de/politik/deutschland/article164140221/Vaterlandsstolz-ist-gefaehrlich-Leitkultur-fiktiv.html :

Niemals kann etwas wie deutscher Nationalstolz auf den Gräueltaten des nationalsozialistischen Deutschlands aufgebaut werden.

a) Hat das irgend ein ernst zu nehmender Mensch behauptet? Sie reagieren mit den Sätzen auf de Maiziere …. Und b) unsere europäisch-deutsche Kultur beginnt nicht mit dem Nationalsozialismus – er hat sie pervertiert. So manches andere, das so, wie es ausgesprochen wurde, ist in dem Beitrag auch noch falsch.

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Ein Beitrag gegen Rufe, alles mögliche zu verbieten: http://www.achgut.com/artikel/der_ruf_nach_verboten_wird_mir_unheimlich

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Zum Thema Leitkultur: Merkels Werte sind Vorbild für saudische Frauen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/angela-merkel-in-saudi-arabien-interview-mit-saudischem-vize-wirtschaftsminister-a-1145485.html

Al-Tuwaijri: Genau deswegen ist der Besuch so wichtig. Angela Merkel ist ein Art Star, auch ein Vorbild für alle saudischen Frauen. Sie inspiriert weibliche Führungskräfte oder die Mädchen, die es noch werden wollen, mit ihrer Karriere, aber auch mit ihren Werten.

Tut sich was in Saudi-Land mit Blick auf Frauen?

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Gemeinsame Erklärung von Papst und Patriarch + „Hilfloses islamisches Establishment“

Diese Erklärung ist sehr wichtig, die gemeinsame Erklärung zwischen Katholischer Kirche und der Koptisch-Orthodoxen Kirche – aber gleichzeitig zeigt sie manche Spannungen zur Protestantischen Kirche auf, was aber kein Grund zur Resignation sein sollte: http://de.radiovaticana.va/news/2017/04/29/im_wortlaut_gemeinsame_erkl%C3%A4rung_von_papst_und_patriarch/1308956

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Vom hilflosen islamischen Establishment spricht Martin Gehlen: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-04/aegypten-franziskus-papst-islam-christentum In diesem Kontext sschreibt er einen Satz, der es in sich hat, der aber vielen klar ist:

Und in der gesamten arabischen Welt wagt kaum ein moderater Muslim, den Hetzern und Verbohrten in den eigenen Reihen öffentlich entgegenzutreten.

Denn das Verhalten zeigt auch so mancher in unseren islamischen Breiten, so, wenn zum Beispiel gesagt wird: Islamisten haben mit dem Islam nichts zu tun – denn wenn man das sagt, muss man sich als Muslim nicht mit den Islamisten auseinandersetzen. Damit wagt man es nicht, den Islamisten islamischen Widerstand entgegenzusetzen. So kann man leicht verstehen, dass Islamisten so manches Hirn und Herz erobert.

Ich würde freilich den Satz ein wenig modifizieren: Es kommt auf die jeweils herrschende Meinung an. So möchte ich vermuten, dass es in Marokko zum Beispiel doch moderate Muslime gibt, die den Islamisten widerstehen. In Ägypten gibt es Al Sisi, der es versucht. In der Türkei gibt es auch noch so manchen, der Mut hat. In Indonesien gibt es noch mutige Menschen, noch mutigere und weniger in Pakistan.

Auf die mutigen moderaten Muslime sollten wir unser Augenmerk legen, auf ihren manchmal verzweifelten Kampf gegen die herrschenden religiösen Gruppen. Und auch in unserem Land sollten wir die moderaten Muslime unterstützen, nicht die Traditionalisten. Den Letztgenannten auch nicht argumentativ die Macht stärken, wie es zuletzt Van der Bellen getan hat – und das sogar vom Volk einfordern!

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Dieser Beitrag zeigt, dass auch muslimische Islam-Reformer von muslimischen Medien als islamophob bezeichnet werden. http://www.americanthinker.com/articles/2017/04/can_islam_ever_be_reformed.html

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Erdogan-türkische Kalifats-Macht-Spielchen + Rechtsextremer Terrorismus

Weil der französische Botschafter die Beine übereinander geschlagen hatte, wurde er gemaßregelt: unislamisches Sitzen. Das sind Machtspielchen – reine Machtspielchen. Natürlich kann man sie religiös begründen usw. Aber es sieht so aus, als würden wir es bald mit einem türkisch-islamischen Kalifat zu tun haben – darum auch der erbitterte Kampf Erdogans gegen Gülen. Es ist ein religiöser Kampf gegen einen Konkurrenten. http://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkei-frankreichs-botschafter-wegen-unislamischen-sitzens-geruegt/19734328.html

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Es sieht im Augenblick laut Medien so aus, als würde der kuriose Fall Franco A. dem Terrorismus Rechtsextremer zuzuordnen sein: https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/04/bundeswehrsoldat-franco-a-fluechtling-todesliste-.html Kurios ist das aber auch insofern, dass wohl einer einen terroristischen Akt Islamisten in die Schuhe schieben wollte – aber auch eine linke Politikerin auf seiner Liste hat?

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Segen am Sonntag

Schaffe Schönes um Dich herum! Suche Schönes zu sehen!

Das lässt die Seele durchatmen.

Lass Dich von keinem Menschen, von keinem Gedanken runterziehen.

Lass Dich von Gott hinaufziehen in Gottes Licht und Gesang.

Gott durchdringe Dich mit seinem Segen.

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Wenig Christen in der Politik + Für Politiker beten

Gibt es wirklich zu wenig Christen in der Politik? Zumindest meint Laschet das: https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2017/04/29/es-gibt-zu-wenige-christen-in-der-politik/

>„Das Zusammenleben ist geregelt durch das Grundgesetz, nicht durch religiöse Regeln.“ Zudem sei die Bibel kein Handbuch, das Ratschläge für die Tagespolitik gebe. „Die Bibel sagt nichts zum Stau auf der Leverkusener Brücke oder wie genau ein Gesetz gemacht werden soll. Aber das Menschenbild hat man im Kopf, im Herzen, im Glauben – das kann man übertragen.“

Wie das dann bei konkreten Entscheidungen aussieht, darüber müsse gestritten werden. Auch aus christlichen Überzeugungen ließen sich gegensätzliche Meinungen ableiten. Etwa wenn es um den Einsatz des Militärs gehe oder auch um die Aufnahme von Flüchtlingen.

Der Beitrag sei sehr empfohlen, weil er insgesamt auch weitere interessante Aussagen wiedergibt – nicht nur von Laschet. So auch, dass Christen die Arbeit der Politiker – auch durch Gebet unterstützen sollten, dass wir trotz aller Kritik auch dankbar sein sollten für die Politiker.

Das ist ganz meine Meinung. So schrieb ich im Oktober 2011 (schon so lange her?):

Ich bin ja nicht gerade als einer bekannt, der Politiker mit Samthandschuhen anfasst. Aber ich muss gestehen: Ich als normaler Mensch habe 24 Stunden am Tag – und komme mit dieser Anzahl kaum zurecht. Wie geht es den Politikerinnen und Politikern? Die haben doch wahrscheinlich auch nur 24 Stunden? Kritikerinnen und Kabarettisten setzen sich hin und fabrizieren ihre Texte oder lassen sie fabrizieren. Politiker müssen ja nicht nur vor der Kamara ein paar Worte sagen – was auch schon bewundernswert ist – sie müssen sich ja auch in komplexe Sachverhalte einarbeiten. Sicher, sie haben ihre Beraterinnen und Berater. Aber es kostet ja auch Zeit, ihnen zuzuhören, die Sachverhalte zu erlesen, Kritiken anhören und lesen… – dann müssen ja auch sie einmal etwas essen, schlafen, schlechte Launen aushalten, Luft schnappen, zu Freunden Hallo sagen. Das kostet alles Zeit – und während dieser Zeit sich eine Menge, Menge merken. Nichts gegen Kritik. Die muss sein, weil wir in einer Demokratie leben – und das bedeutet auch, dass jeder seine Meinung argumentativ vertreten kann, vielleicht: muss. Aber zur Kritik kommt bei uns Christen immer noch etwas anderes hinzu: Für sie beten. Und das bedeutet neben aller Kritik: eine gewisse Pro-Haltung für ihr Tun, für sie als Menschen.

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Stealthing

Der Hinterlistigkeiten, der Gemeinheiten sind wirklich kaum Grenzen gesetzt: Stealthing. Stealthing bedeutet, dass Männer während des Geschlechtsverkehrs heimlich das Kondom ausziehen – und damit die Frau auf vielen Ebenen verletzen: Vertrauensbruch, Erniedrigung, Angst aussetzen, schwanger zu werden, Betrug, und die Opfer können nur schwer juristischen Beistand erlangen… https://www.welt.de/kmpkt/article164042058/Dieser-sogenannte-Sex-Trend-ist-in-Wahrheit-Missbrauch.html

Wer sagt den Menschen, dass es auch Sexual-Ethik gibt? http://evangelische-religion.de/sexualethik-2.html

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Papst in Ägypten + Christentreffen + Kirchen in Russland

Ich freue mich ja, dass der Papst und der Scheich sich gut verstehen. Man freue sich über den neu begonnenen Dialog. Aber: Unter einem Dialog verstehe ich nicht, den anderen Honig um den Bart zu schmieren, sondern auch die Wahrheit zu sagen, kritische Dinge anzusprechen, Ärgernisse aus dem Weg zu räumen. Und da bedenke man, warum die Al Azhar Islam-Missionierungsstätte den Dialog abgebrochen hat. Papst Benedikt hatte 2006 einen Kaiser zitiert https://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg :

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

Und das war der Grund, den Dialog abzubrechen.

Das verstehe ich unter Dialog:

Weil kein Mensch die ganze Weisheit gepachtet hat, gibt es Dialogregeln zwischen Religionen und – eingeschlossen – Ideologien:

  1. Die eigene Tradition kennen: Was ist mir / uns wichtig, weniger wichtig?
  2. Wachsen in der Weltwahrnehmung des anderen;
  3. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Toleranz;
  4. den anderen achten, ihm vertrauen (auf Augenhöhe kommunizieren);
  5. Kritik vertragen können + eigene Kritik angemessen zur Sprache bringen;
  6. bereit sein, vom anderen zu lernen (kann aber nicht vom Gegenüber gefordert werden!);
  7. Reflexion und Selbstreflexion;
  8. die Frage nach den Menschenrechten kann nicht ausgeklammert werden,
  9. Kommunikationsregeln – wie sie von Philosophen erarbeitet wurden – sind zu beachten;
  10. Vorgaben an den Gesprächspartner sind zu vermeiden wie auch Erpressungsversuche (Gesprächsabbruch, wenn…), Imponier- und Dominanzgehabe…

Ein Interview mit Scheich Khaled Omran http://www.tagesschau.de/ausland/papst-aegypten-interview-101.html

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Wichtig ist vor allem auch das Treffen der Oberhäupter der Kirchen: Papst Franziskus, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel und Papst Tawadros II. der koptischen Kirche: http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/historisches-treffen-der-kirchenoberhaupter

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Ich hatte im April darauf hingewiesen, dass es die Kirchen in Russland nicht leicht haben – im Zusammenhang der Zeugen Jehovas, die das auch betrifft. In dem neuen Persecution Magazin http://www.persecution.org/persecutionnl/2017-04/2017-04%20Persecution%20Magazine.pdf wird von einem Pfarrer berichtet:

As previously reported, American missionary Don Ossewaarde was convicted last year under Russia’s newly implemented “Yarovaya” laws. These laws impose harsh restrictions on missionaries and their ability to evangelize in Russia. According to Christianity Today, 32 have already been convicted under this law since its implementation. Ossewaarde was issued a fine of approximately $600 USD and has appealed his conviction all the way up to the Russian Supreme Court. The Supreme Court’s ruling will set an important precedent for Christian missionaries and ministries operating in Russia. This ruling is anticipated to make clear the Russian government’s attitude toward religious freedom.

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Spiritueller Kampf um Kuh + Extremisten festgenommen + Franco A. der deutsche Syrer

In Indien ist ein Kampf um die Kuh entbrannt: Hinduextremisten wollen das Töten einer Kuh unter Todesstrafe stellen – andere Inder kümmert die Kuh nicht besonders: http://www.focus.de/politik/experten/indien-wer-eine-kuh-toetet-riskiert-sein-leben_id_7032014.html

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Erst Rechtsradikaler, dann Salfist – eine Karriere, die wieder zu bestätigen scheint: Extremisten welcher Couleur auch immer passen zusammen: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Anschlag-geplant-21-Jaehriger-in-U-Haft,northeim356.html

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Franco A., der deutsche Syrer, der mit dem jüdischen Namen, der Christ – unter französischer Minderheit aufgewachsen, der kein Arabisch konnte, weitgehend unbemerkt rechtsradikal war, der an zwei Orten gleichzeitig sein konnte (in der Asylunterkunft und am Arbeitsplatz in Frankreich)… konnte der Bamf einen riesengroßen Bären aufbinden. So große Bären gibt es eigentlich gar nicht. Oder doch? Wenn sich die Bamf diesen Bären aufbinden ließ – wie viele riesengroße Bären noch? Aber es war ja wohl auch egal – abgeschoben werden sie ja eh nicht, was soll man da noch tiefer graben?

So langsam beginnt das Erwachen. Bei manchen. Oder?

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