Pfingsten

Unser jüdisch-christliches Verständnis von Geist-Ruach wird zunächst von der Schöpfungsgeschichte geprägt: Der Geist Gottes – der Lebensatem – erschafft, und indem er alles erschafft, ist alles gut, weil das Lebendige den Atem Gottes in sich trägt. Der Geist Gottes ist schöpferisch, er ist mächtig – Ruach als Sturm -, Menschen wachsen über sich hinaus: Moses, Propheten… Und dann kam Jesus Christus: Nach seiner Ermordung wachsen seine Jünger über sich hinaus, weil er mit seinem Geist, dem Geist (Lebensatem/Sturm) Gottes, in ihnen anwesend ist; der Geist Gottes schafft Gemeinschaft: er führt zusammen, indem er Grenzen sprengt, Grenzen, die Menschen setzen, Grenzen der Kommunikation, Grenzen des Gesetzes; als Feuer reinigt er, verbrennt das Böse aus Herzen und Gedanken, ist leidenschaftliche Glut (Heilung, Gerechtigkeit, Mission); er ist Leben bringendes und reinigendes Wasser (Taufe), Quelle der Freude (Gottesdienst, Gesang …).

Das Leben ist vom Tod bedroht – der Geist Gottes, Gottes machtvoller Lebensatem – sprengt auch diese Bedrohung. Menschen werden mutig, im Geist Jesu zu leben, bis hin zum Sterben, weil der Geist (Lebensatem) Jesu in ihnen Leben ist – über dieses irdische Leben hinaus. Der Geist Gottes, der Heilige Geist, hat Willen, Wirkkraft – er wird von Menschen als gegenwärtiger Gott erfahren. Darum glauben Christen an Gott, der sich ihnen in seiner Zuwendung als „Vater“ zeigt, der in Jesus Christus als Mensch lebte, und als Heiliger Geist am Wirken ist.

Der Geist Gottes ist in Menschen aller Völker am Wirken – darum gibt es meines Erachtens überhaupt noch Menschen, weil er besonnene, lebenerhaltende Kräfte immer wieder durchsetzen hilft. Die Besonderheit des Geistwirkens im jüdisch-christlichen Glauben besteht darin, dass er sich als der Geist Gottes in Propheten als Stimme und Jesus Christus konzentriert offenbart hat. Das ist keine Arroganz, sondern damit ist ein massiver Anspruch verbunden: Darum können wir uns nicht mehr herausreden, wenn wir nicht mehr nach Gottes Willen Leben-erhaltend wirken.

Darum: Frohes Pfingstfest – das ganze Jahr hindurch!

(Den Text schrieb ich 2009: http://blog.wolfgangfenske.de/2009/05/31/pfingsten/ )

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Faschismus

Man lernt nie aus. Irgendwie hatte ich es nicht mehr auf dem Schirm, dass Hitler sich kurzzeitig erst einmal links orientiert hat. Auch vom vormaligen KPDler Freisler ist die Rede. http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/faschismus-in-europa-historiker-robert-gerwarth-im-interview-a-1150249.html

Neulich hat sich irgendein Leserbrief-Schreiber darüber echauffiert, dass ein anderer von „Linksfaschismus“ geredet habe. Faschismus sei immer rechts.

Man mag darüber streiten, aber all diese und andere Menschen verachtenden Systeme sind von Übel.

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Islamisten Terror + Tote in Asylunterkunft

Terror in London. Die Tagesschau am 4.6.2017 um 20:00 Uhr war in dieser Hinsicht interessant. May will massiv gegen Terror und Umfeld vorgehen. Die Journalistin erklärte, mit eigenen Worten wiedergegeben, dass sie sich nicht lange mit Beileidsbekundungen aufgehalten habe, sondern sofort medias res gegangen sei. Das finde ich auch richtig, denn all diese salbungsvollen Worte nimmt ein großer Teil der Bevölkerung Politikern nicht mehr ab. Von daher war es richtig – wenn denn diesen Worten auch Taten folgen.

Dann wurde Schulz interviewt, der sagte, Solidarität sei nur ein Gefühl, man müsse etwas tun. Solidarität – nur ein Gefühl? Das von einem SPDler zu hören ist schon interessant.

Und dann Göring-Eckardt – warum müssen Grüne immer relativieren, wenn es um Sicherheit geht? Die Rede von Zusammenführung der Gesellschaft und nicht spalten – alles richtig – nur in diesem Zusammenhang vollkommen falsch, denn es geht ja um Terror und seine Basis, die zerstört werden muss.

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In einer Asylunterkunft hat ein Afghane die russische Mutter eines 5 jährigen Kindes schwer verletzt und auch den Jungen, der starb. Die Polizei hat ihn erschossen, weil er nicht zur Besinnung kam. Gründe werden nicht genannt: https://br24.de/nachrichten/Bayern/zwei-tote-in-arnschwanger-asylbewerberunterkunft

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In Russland hat ein Betrunkener 9 Menschen erschossen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/russland-redkino-betrunkener-erschiesst-neun-menschen-mit-jagdgewehr-a-1150682.html

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Pfingsten

Jesu Christi

Geburt (Weihnachten),

Leiden (Karfreitag),

Auferstehung (Ostern),

In-Macht-Setzung (Himmelfahrt)

bleiben unverständlich, ohne den Geist unseres Gottes (Pfingsten).

 

Der wahre Kern der Lehre Jesu – auch sie bleibt unverständlich ohne den Geist unseres Gottes.

Der Geist Gottes ist der Schlüssel, um den christlichen Glauben erschließen zu können.

 

Ohne Pfingsten bleibt Weihnachten ein Kinderbeschenkfest, bleibt Karfreitag ein Wir-wollen-aber-tanzen-Fest, bleibt Ostern ein Osterhasenfest und Himmelfahrt ein Vatertag.

 

Von daher können wir Gott nur darum bitten: Schenke uns den Schlüssel, um den Reichtum des christlichen Glaubens verstehen zu können.

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