Lebensschutz ist nicht rechts

„Lebensschutz ist nicht rechts“. Eine notwendige Darlegung von Bordat http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Lebensschutz-ist-nicht-rechts;art310,180865

Der gesamte Beitrag ist zu lesen – die Argumentation, deren Fazit lautet:

Also: Die Motive für den Lebensschutz mögen vielfältig sein, die überzeugendsten basieren auf der biblischen Anthropologie und der daraus resultierenden christlichen Ethik. Dabei geht es nicht um den Tod des Volkes, sondern um das Leben des Menschen, nicht gegen die Frau, sondern für das Kind. Die Grundidee des christlichen Lebensschutzes lautet schlicht: Jedes Leben ist heilig, würdig, schützenswert. Dafür öffentlich einzutreten, ist nicht rechts, sondern ein gutes Recht.

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Christentum und Werte + Arroganz von Christen + Weihnachts-Christen

Immer wieder kann man mal lesen, dass die enge Verknüpfung von Christentum und Werten nicht gut sei, dass Menschen, die das Christentum im wesentlichen mit Werten verbinden, eines besseren belehrt werden sollten.

Vor ein paar Jahrzehnten machte man sich in den Kirchen über diejenigen lustig, die nur zu Weihnachten in die Kirche gehen. Das macht man heute nicht mehr, weil man weiß, wie wichtig das für Menschen ist. Weil man sich freut, dass manche Menschen – auch wenn ganz schwach – doch noch Bindung an den christlichen Glauben verspüren.

Und so denke ich, sollte man sich auch über die Menschen freuen, die den christlichen Glauben mit Werten verbinden. Die Arroganz der Glaubenden, die eine reine Kirche wollen, und aus dieser Arroganz heraus auch bereit sind, Menschen aus der Kirche hinauszudrängen, ist ärgerlich.

Zudem: Was kann so schlecht daran sein, wenn sich Menschen aufgrund der Werte zu den Christen hingezogen fühlen? Das war in der Zeit des frühen Christentums vielfach nicht anders. Juden und Christen konnten dem heidnischen Werte-Chaos etwas entgegensetzen. Damals wollte man es als Christen, heilige, Gott zugehörige Menschen sein und sich Gottes Willen entsprechend verhalten. Viele Christen wollen es heute nicht mehr und schieben die Werte beiseite. Warum auch immer.

Ist es also nicht nur die Arroganz der reinen Glaubenden, die gegen solche Menschen polemisiert, sondern auch der durch sie intendierte Vorwurf an die Christen: Haltet euch an die von Gott vorgegebenen Werte? Wenn dem so ist, dann zeigt es sich mal wieder: Manche Nichtchristen sind christlicher als die Christen.

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Sawsan Chebli + Werte zählen statt Herkunft

Diese Worte von Sawsan Chebli kann ich unterstreichen – nicht nur die, die ich hier zitiere:

Wer mich kennt, weiß: Ich gehöre zu denjenigen in der Sozialdemokratie, die dafür sind, dass der Staat hart durchgreift, wenn Recht und Gesetz gebrochen werden. Ich bin auch für sinnvolle Verschärfungen von Sicherheitsgesetzen und halte eine ideologische Abwehrhaltung gegen mehr Sicherheitsvorkehrungen für gefährlich. Und natürlich müssen wir wissen, wer in dieses Land kommt, und es können auch nur jene bleiben, die unseren Schutz wirklich brauchen. Diese Positionen zu vertreten, hat nichts mit rechts oder konservativ sein zu tun. Das ist gesunder Menschenverstand.

Denn es geht nicht an, Menschen, die in unserem Land sind, zu beschimpfen. So ein Land, in dem Menschen sich vor irgendwelchen Angriffen, sei es verbalen Angriffen, wappnen müssen, ist kein lebenswertes Land. Finden die Menschen, die andere (auch verbal) einfach so angreifen, das gut für unsere Gesellschaft? Es muss um Werte gehen – nicht um Aussehen oder Herkunft. Und wenn es um gute Werte geht, dann kann man nicht einfach andere beschimpfen. In so einem Land, in dem Werte des Miteinander mit Füßen getreten werden, wollen solche Verbalaggressoren vermutlich auch nicht leben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/niemand-beschimpft-meine-schwestern-gastbeitrag-von-sawsan-chebli-a-1162254.html

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Klimaziel nicht erreicht + Smartphone-Generation + Droge der Zukunft: Elektroden im Hirn + Psychisch kranke Gesellschaft + Bitte lächeln!

Deutschland wird vermutlich das Klimaziel nicht erreichen. Woran liegt das? Kann es nicht auch daran liegen, dass man sich Ziele erträumt hat, die von vorneherein mit der Realität nichts zu tun hatten? Ich kann ja auch das Ziel stecken: Nächsten Monat laufe 100m in 5 Sekunden. Und? Werde ich es erreichen? Dafür, dass die Relevanz der Ziele sowieso nur Pi mal Daumen errechnet wurden, ist man mit Druck auf die Bevölkerung schon weit gekommen (z.B. Zwang zur Dämmung – und mit allen damit zusammenhängenden Problemen) http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/umweltpolitik-warum-deutschland-seine-klimaziele-verfehlt-a-1155366.html

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Auch die Smartphone-Generation muss lernen, Verantwortung zu tragen – und dazu gehört es auch: „nein“ sagen zu können. Der folgende Beitrag gibt im Grunde eine Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Strömungen unter Psychologen wieder: Smartphone schadet – schadet nicht – lernen, mit ihm umzugehen: http://www.sueddeutsche.de/digital/jugend-und-technik-die-generation-smartphone-ist-stabiler-als-die-apokalyptiker-behaupten-1.3621797

Sonderbar fand ich den Satz:

Und dass Privatsphäre nicht primär heißt, dass Mama und Papa nicht mitlesen dürfen, sondern dass man seine Daten nicht ominösen Datenhändlern im Internet überlassen darf und sich gegen staatliche Überwachung wehren muss, weil man sonst irgendwann die Möglichkeit zur informationellen Selbstbestimmung aufgibt, die grundlegend ist für eine psychisch gesunde Gesellschaft.

Kann staatliche Überwachung die Psyche der Gesellschaft krank machen? Hat die Gesellschaft eine Psyche?

Sonderbar finde ich auch diese Aussage:

Der Berliner Psychiater Mazda Adli, der kürzlich ein bemerkenswertes Buch über die Auswirkungen des Stadtlebens auf die Gesundheit veröffentlichte, brachte das in einem Gespräch auf den Punkt: Wissenschaftler untersuchen die Auswirkungen der Moderne. Im Zentrum der Untersuchung stehen aber letztendlich nicht die Metropolen oder einzelne neue Technologien wie das Fernsehen oder das Internet, sondern die Frage, was der Verlust von haltgebenden Traditionen und göttlich gegebenen Moralvorstellungen mit den Menschen macht.

Wo ist da der Unterschied? Wenn ich Auswirkungen auf den Menschen untersuche, geht es ja auch um Tradition, Werte – wie soll ich das sonst messen? Welchen Maßstab soll ich als Ausgangspunkt nehmen?

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Es lässt sich jetzt schon absehen, dass das die Droge der Zukunft sein wird: Man lässt sich Elektroden ins Hirn pflanzen, mit dem man bestimmte Bereiche stimulieren kann: http://www.deutschlandfunkkultur.de/designe-deine-gefuehle-bessere-laune-durch-elektroden-im.1008.de.html?dram:article_id=393150

Dann doch lieber dieser „Dünger fürs Gehirn“: Menschen am Arbeitsplatz mehr Verantwortung tragen lassen, selbst gestalten zu können, sie wichtiger nehmen…: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/hirnforschung-begeisterung-ist-wie-duenger-fuer-das-gehirn-15142152.html

Wobei ich allerdings befürchte, dass das sicher wichtig ist – aber mal wieder nur sehr begrenzt realisierbar. Ich stelle mir gerade eine Bibliothekarin oder einen -karen vor, der beginnt, die Büchertitel sehr kreativ aufzunehmen.

Aber für einen guten Arbeitsplatz spricht auch, dass die Menschen dann gerne lächeln. Zum Lächeln gezwungen werden, soll angeblich krank machen. Ob diese Untersuchung wirklich Überprüfungen standhält? Das, was da beschrieben wir, kann man alles logisch nachvollziehen, hätte man also auch ohne Untersuchungen schreiben können – nur: Stimmt das auch? Auch gequältes Lächeln ist sicher nicht echt, wenn menschen lächelnd über schlimme Erfahrungen berichten. Aber das ist ein anderes Lächeln – es hat eine andere Ursache als das Lächeln müssen. So sehe ich das: http://www.deutschlandfunkkultur.de/auf-der-schattenseite-der-servicegesellschaft-wenn-der.976.de.html?dram:article_id=392982

Kampf gegen Missbrauch von Schmerzmitteln und Drogen

In den USA will die Regierung den Kampf gegen Schmerzmittelmissbrauch und Drogen aufnehmen: http://www.tagesschau.de/ausland/schmerzmittel-usa-101.html

Es ist gut, dass nach all diesen Verharmlosungen der letzten Jahre endlich auch einmal andere Kräfte zu Wort kommen. Und zwar diejenigen, die diese Verharmlosungen entlarven.

Ich verstehe nicht so recht, dass manche Drogen verharmlosen: Einmal unterstützen Konsumenten den Dealer, zum anderen ist eine Gesellschaft auf nüchterne Menschen angewiesen – wer möchte schon abhängig sein von Menschen, die sich selbst zerstören und in Kauf nehmen, dass auch andere zerstört werden – nicht zuletzt durch die Dealer?

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Alice Schwarzer zum Gender-Angriff

Ich hatte gestern darauf hingewiesen. Aber der Schwarzer-Text sollte gelesen werden, denn er zeigt genau, wo die Linien zwischen den Gruppen liegen: http://www.zeit.de/2017/33/gender-studies-judith-butler-emma-rassismus

Und sie greift die Gender-Interpretation auf, die das Wort Gender berühmt gemacht haben. Diese Interpretation scheinen manche Laien-Verteidiger der Genderei nicht zu kennen, nicht zu verstehen – einfach, um auf der modernen Gender-Welle mitzuschwimmen? Klingt so toll: „Gender“. Ist aber gar nicht toll. Es geht gegen die Natur des Menschen.

Wie sagte der Mann, der in den Marmor-Bergwerken arbeitet: Wenn man gegen die Natur arbeitet, schlägt sie irgendwann zurück. Genau. Das wird auch Gender erleben müssen. Einfach wieder verschwinden – und die Frauenrechte wieder stärken – wäre allerdings einfacher und billiger.

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Schulz und seine Elektro-Quoten + Wer wählt noch Grün?

Man stelle sich das mit den Quoten so vor: Bis zum September können die Menschen noch Benziner kaufen. Wenn dann die Quote der Elektro-Autos nicht erreicht wurde, müssen alle anderen Elektro-Autos kaufen. Oder wie ist das gemeint? Was für ein kurioser Vorschlag. Das hat Schulz sicher auch gemerkt, dass das nur „Naja“ ist, denn sonst hätte er nicht auf eine Quotenregelung mit Blick auf die EU gefordert. Da kann man dann natürlich sagen: 1% ElektroAutos – das kriegen wir hin, wenn man den Export nach China einberechnet… Das ist übrigens überhaupt interessant: Schulz will manche schweren Probleme nur mit der EU lösen. Das heißt: Nichts wird gelöst. Dafür bekommen wir Staubsauger, die nur ein kleinwenig Luft einsaugen und dickeres Toilettenpapier – um einmal die Gurken und die Glühbirnen außen vor zu lassen. (Ich weiß, das ist bissig. Aber manchmal macht es Spaß, bissig zu sein.)

Und die Grünen wollen zu recht die EU aus dem Spiel lassen, aber: sie wollen eine solche Quote nur für Deutschland – als Reaktion auf Schulz. Und damit haben sie zwar Schulz in ihrem Goodwill übertrumpft, aber sind noch unrealistischer. Ich beziehe mich mit diesen Aussagen auf die Tagesschau vom 11.08.

Und dass er den DieselBesitzern Honig um den Mund streicht – das wird sicher den einen oder anderen Dieselmensch die SPD ankreuzen lassen.

Nachtrag: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/e-auto-109.html )

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Angeblich sind diejenigen, denen die Grünen ihre politische 6% verdankt, junge gebildete Frauen, die meinen, es ist alles so klasse hier auf der Welt. Nur die Umwelt – die macht irgendwie Probleme http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/gruene-waehler-vergleich-spd

Schön, dass wir sie haben. Wenn eine Gesellschaft von Trauerklößen bestimmt wird, kann das auch nichts werden.

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