Schulz: Flüchtlinge als Wahlkampfthema + Steinmeier zum Thema Integration + Auseinandersetzungen in Catania? + Ude – AfD

Wie im Blog immer betont wurde: Das Flüchtlingsthema gehört in den Wahlkampf. Schulz will es einbringen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-will-fluechtlinge-zum-wahlkampfthema-machen-a-1159280.html Nun bin ich gespannt, wie er es einbringen wird. Denn die Kanzlerin mit ihren Versuchen, Afrika einzubeziehen, hat soweit ich sehe, bessere Karten als die SPD, die an dieser Stelle – zumindest öffentlich – noch nicht so sichtbar wurde. Allerdings mit der Aussage, dass die Integration mehr kostet – da hat wohl die SPD bessere Karten, da der Finanzminister – so erscheint es der Öffentlichkeit, eher zurückhaltend mit den Geldausgaben ist. Dass Integration auch systematisch und intensiver betrieben werden muss, weiß wohl jeder – welche Partei hat hier die besseren Karten? Und was den kommenden und jetzigen Zustrom betrifft: Der muss thematisiert werden – wird Schulz das anpacken? Da haben zurzeit die CDU auf der einen Seite und die AfD auf der weitergehenden Seite die besseren Karten. Die SPD müsste so manches verteidigen, was in großen Teilen der Bevölkerung nicht gut ankommt. Familiennachzug zum Beispiel.

Der Plan von Schulz – wird Wahlkampfgetöse sein. Hat sich denn inzwischen nicht herausgestellt, dass sich die anderen EU-Länder weigern, dem Diktat aus Brüssel zu folgen? Nun denn: Steter Tropfen höhlt den Stein – ist im Wahlkampf zu wenig und sonst wohl auch, eben, weil es eine dringende Frage ist, wie Schulz sieht. Eine aktionistische Reise nach Italien wird auch nichts ändern – allerdings Publicity bringen.

Das alles ist nicht gegen Schulz gesagt – das zeigt nämlich, wie hilflos die Politik insgesamt ist. Und diese Hilflosigkeit zum Wahlkampfthema machen kann dazu führen, dass auch die Desinterressiertesten kapieren: Die packen es nicht – kann aber auch dazu führen, wenn der Wahlkampf gut ist, dass durch kämpferische Argumentation neue Wege gefunden werden. Ich zweifle zwar daran, dass es andere Wege gibt als die, die bislang vorgeschlagen werden und je nach politischer Weltsicht vehement verteidigt oder angegriffen werden. Von konsequenter Abschiebung aller Illegalen bis hin zur Aufnahme aller ist die Palette sehr weit. Letztlich werden die Grautöne gesellschaftspolitisch auch durch die Wahl auszutarieren sein.

Vor allem sollte Schulz auch nach Griechenland fahren – oder ist die Drohung vom Tisch, dass Erdogan die Tore öffnet?

Hier die Einschätzung auf: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-im-wahlkampf-die-krise-kehrt-zurueck-a-1159307.html

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Auch Steinmeier hat das Thema entdeckt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/frank-walter-steinmeier-integration-von-fluechtlingen-koennte-jahrzehnte-beanspruchen-a-1159309.html Man hört schon interessante Töne. Schulz und Steinmeier scheinen die Perspektive ein wenig verschoben zu haben. Gut so. Weiteres folgt möglicherweise – und hält hoffentlich nach der Wahl an. Nur eine Anmerkung: Dass die Integration Jahrzehnte benötigt – das gehört eigentlich zum Allgemeinwissen – ich würde sagen, dass auch das zum Allgemeinwissen gehören sollte: Integration kann auch misslingen. Und damit das nicht geschieht, sollte man diejenigen massiv fördern, die großes Interesse daran zeigen, sich integrieren zu wollen – und diejenigen, die das nicht tun, möglichst schnell in die Heimat zurückführen, damit sie letztlich nicht zwischen zwei Stühlen sitzen, das heißt weder hier noch da zurechtkommen.

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Man vergleiche zu dem Thema einmal: http://www.spiegel.de/panorama/anti-fluechtlings-aktion-identitaere-bewegung-will-mit-schiff-ins-mittelmeer-a-1159037.html und das hier: http://www.epochtimes.de/politik/europa/schockvideo-aus-catania-sizilien-epische-strassenschlacht-zwischen-markthaendlern-und-afrikanischen-migranten-fahrer-rast-los-a2171917.html

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An Ude lässt sich schön die linke Lebenslüge sehen: Jeder, der es wagt, sachlich und differenziert – davon gehe ich bei Ude aus – die Flüchtlingsfrage aufzugreifen, wird in die AfD Ecke gerückt. Möglichst keine Argumente, möglichst keine unterschiedlichen Meinungen. Diese Sanktionierungen müssen aufhören, sonst kommen wir gesellschaftspolitisch nicht weiter. Und so ist es gut, dass sich auch immer mehr bekannte Politiker endlich von den linken Zwängen befreien. https://www.welt.de/politik/deutschland/article166576934/Der-Buergerkoenig-der-SPD-wird-in-die-rechte-Ecke-gestellt.html

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Segen am Sonntag: Wachsen

Gott hat seine Zeit.

Du wächst in der Zeit,

in der Gott Dich scheinbar allein lässt,

in der Zeit, in der Du ihm vorhältst, nichts für Dich zu tun.

Du wächst in das hinein, was Gott mit Dir vorhat:

Selbständig zu werden in ihm.

Gott segne Dich,

dass Du das ohne Zweifel und Anfechtung erkennst.

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Ein paar Nadelstiche gegen Zeitgenossen: Ängste machen + Tattoos + Esoterik

Ich habe den Eindruck, dass sich Menschen, wenn sie keine Ängste haben, dann doch Ängste machen: Chemtrails, Ufos, Plastikmüll in den Weltmeeren, das uns über die Aufnahme von Fisch killt, Impfungen, die Menschen zerstören, auch der von Menschen gemachte Klimawandel zeigt manchmal seltsame Blüten  und was über normale Nahrungsmittel alles an Ängsten geschürt wird, dreht einem den Magen um – usw. usw. usw. Wie ist das soziopsychologisch zu verstehen?

Interessant finde ich bei all denen, bei denen es mir begegnet, die felsenfeste Berufung auf irgendwelche Experten. Die Experten, die anderes sagen, werden gar nicht mehr wahrgenommen oder als falsche Fuffziger angesehen, die irgendwelchen bedrohlichen Weltmächten gehorchen und von ihnen finanziert werden. Zudem ist nicht selten eine Art Fanatismus damit verbunden: Was ich aufgrund der Experten so sehe – das muss doch jeder so sehen!

Das, was nicht geleugnet werden kann ist, dass es wirklich Fälle gibt, an denen die Impfung versagte, dass es wirklich üblen Plastikmüll gibt, dass das Klima uns alle überraschen wird, dass normale Nahrungsmittel wirklich nicht immer das gelbe vom Ei sind – usw. Aber was wird daraus geschlossen? Geht man damit sachlich wissenschaftlich moderat um – oder schiebt man Panik und bekommt apokalyptische Anwandlungen? So mancher bekommt apokalyptische Anwandlungen und kann die gute Schöpfung Gottes nicht mehr in ihrer Schönheit wahrnehmen ohne das negative Brimborium. Mir schmeckts übrigens – auch wenn andere nichts Besseres zu tun haben, als mir Nahrungsmittel auszureden. Man muss ja mit allem nicht übertreiben. Das ist meine Devise. Auch nicht mit den Ängsten. Gibt es eigentlich Untersuchungen zu den Angst-Industrien und deren Umsätze?

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Ich konnte in den letzten Wochen zahlreiche Tattoos bewundern – und frage mich: Stimmt etwas mit meinem ästhetischen Geschmack nicht? Da lassen sich schöne Frauen – seltener Männer – etwas auftatoon, das aus der Ferne Aussieht wie schwarze Dreckschwaden – und erst bei ganz nahem Hinsehen entpuppen die sich als irgendwas Bildhaftes. Oder man denkt von weitem: Oh, die arme Frau, was hat die für eine riesen Wunde am Bein oder am Arm – und dann, beim näheren Hinsehen, soll es sowas wie eine Blumengirlande oder etwas Ähnliches darstellen. Ich hatte schon häufig das Thema. Wenn man schon so etwas möchte und nicht die von Gott geschaffene wunderschön schimmernde Haut so lassen möchte wie sie ist, warum dann solche Irgendwasse? Es gibt ästhetisch schöne Tattoos. Kunstvolle – auch dafür hatte ich schon Beispiele im Blog. Hin und wieder kann man auch Körper sehen, die wie eine Art wandelnde Galerie aussehen, mit Stichen unterschiedlichster Kunstwerke. Eine Art Lebensabschnitts Tagebuch. Nun ja, wenn es den Leuten gefällt, können sie natürlich mit ihrem Körper machen, was sie wollen. Es wäre ein wenig arrogant zu verlangen sie sollten mich vorher fragen, außerdem wäre ich überfordert. Auch wenn sie nicht an die Zukunft denken wollen, sondern nur in der Gegenwart leben – auch recht. Aber ich vermute fast, dass etwas mit meinem ästhetischen Geschmack nicht stimmt.

Die Reklame einer Automarke, laut der ein Mann „Julia“ auf den Arm tätowieren ließ – und dann kam die Trennung – und er sucht dann wieder eine Frau, die diesen Namen trägt – und bei der Frau, die er dann findet, ist es genauso – auch sie hat einen Mann mit diesem Namen gesucht, damit er zu ihrem Tattoo passt, ist klasse. Sie zeigt die ganze Absurdität und die Gedankenlosigkeit vieler unserer Zeitgenossen. Nun, so bleibt einem nichts anderes übrig als allen Paaren, die sich gefunden haben, weil sie die Namen der Ex-Partner schon eintätowiert hatten, ein glückliches Miteinander.

Das sind doch tolle Tattoo-Ideen – zumindest originell: https://www.designboom.com/art/john-yuyi-social-media-tattoos-08-23-2016/ – oder das hier: https://www.designboom.com/art/paper-tattoo-by-jacob-dahlstrup/

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Kann im Kontext von Esoterik wirklich von „Seelenheil“ gesprochen werden? http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/2.220/esoterik-wer-am-geschaeft-mit-dem-seelenheil-verdient-1.3596195

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Israel und Palästinenser

Die Palästinenser stechen wieder zu. Der Staat reagiert. Und der palästinensische Abbas solidarisiert sich mit den Messerstechern? Und was macht die EU finanziell? Weiter und weiter und weiter. Was macht die UN? Israel beschuldigen, weiter und weiter und weiter.

Man kann den politisch Verantwortlichen allesamt nur Augenmaß wünschen, damit die terroristischen Hitzköpfe nicht noch angestachelt werden. http://www.tagesschau.de/ausland/tote-israel-101.html Was im Laufe der Jahre immer wieder deutlich wurde: Sobald Annäherungen in den Blick kommen, schlagen wieder irgendwelche Extremisten zu – und es beginnt alles wieder von vorne. Irgendwie scheinen Verantwortliche Sklaven der Extremisten zu sein.

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Türkei und Gabriel + Erdogan hat keine Angst vor Berlins Drohungen + Eine deutsche IS-Biographie

Es ist gut, dass Gabriel den Türken im Lande ein Brief geschrieben hat: https://www.tagesschau.de/inland/gabriel-brief-deutschtuerken-101.html – aber auch den Türken, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben? „Sie gehören zu uns“ – und zwar, seit sie die Staatsbürgerschaft haben. Muss das betont werden? Das muss nur betont werden, wenn sie sich noch nicht Deutschland zugewandt haben, sondern immer noch Erdogan als ihren Staatschef ansehen.

Aber: Der Brief sollte vor allem der türkischen Bevölkerung in der Türkei gelten – wie im Blog schon häufig geschrieben: Man muss der türkischen Bevölkerung verdeutlichen, dass es ein Streit mit der Regierung ist und nicht mit dem türkischen Volk. Wenn es an die türkische Bevölkerung im Land geht, dann klingt es ein wenig so, als hätte die Regierung Angst, dass die Türken im Land von Erdogan aufgestachelt Ärger machen könnten. Das muss vermieden werden.

Richtig, was Safuoglu von der türkischen Gemeinde in Deutschland sagte:

„Wir dürfen uns hier in Deutschland nicht auseinandertreiben lassen. Der Fokus der türkeistämmigen Menschen muss sich auf Deutschland richten. Unsere Forderungen für bessere Bildungschancen, gerechtere Löhne und die Abschaffung von institutionellem Rassismus können nur hier erstritten werden.“

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Dass Erdogan vor der Politik in Berlin keine Angst hat, kann ich mir gut vorstellen. Bislang hat er auch keinen Grund dafür. Manchmal liegt zwischen Worten und Taten auch von Regierungen ein unendlicher Weg. http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-deutschland-129.html

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Eine deutsche IS-Biographie: Linda: http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-die-dschihad-braut-aus-pulsnitz-a-1159114.html Wenn keiner von deren Gedanken und Vorhaben so richtig wusste – wie will man dann vorher eingreifen? Und alleine dann schon eingreifen, wenn ein Mädchen zum Islam konvertiert – würde das nicht als Diskriminierung des Islam angesehen werden? Dass Menschen auf einmal ideologisch ticken, muss man wohl einfach zur Kenntnis nehmen. Was man aus meiner Sicht daraus lernen kann: Menschen mehr loben, sie einbeziehen, ein offenes Ohr für sie haben. Man muss freilich auch wissen: Manche hassen das – und wollen nicht gelobt werden, wollen allein sein, wollen nicht reden…

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Gott lieben

„Ich kann Gott nicht lieben!“

„Verkrampf Dich nicht.

Denke nicht, ihn lieben zu müssen.

Denke daran, dass Gott Dich liebt,

tue Gott und den Menschen Gutes,

dann kommt die Liebe zu Gott einfach so.

Irgendwann. Nur Geduld. Nur Gelassenheit.

Gott handelt zu seiner Zeit.“

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