„Was ist deutsch?“ + Böhmermann-MerkelKlage

„Was ist deutsch?“ – ein Beitrag von Theo Sommer zur Auseinandersetzung mit Özoguz: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-09/aydan-oezoguz-alexander-gauland-deutsche-kultur-5vor8?

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Böhmermann hat Teil-Recht bekommen für sein kurioses Erdogan-„Gedicht“ – die Auseinandersetzung ist aber gerichtlich noch nicht abgeschlossen. Nun will sein Anwalt auch durchsetzen, dass Merkel nicht mehr das Recht gehabt hat, ihre Meinung dazu zu sagen? Was ist das denn! Worum geht es dem Anwalt? Merkel hatte das Gedicht als „bewusst verletzend“ bezeichnet und das sei eine Vorverurteilung gewesen.

Ich hatte Merkel vor einem Jahr auch kritisiert http://blog.wolfgangfenske.de/2016/04/19/merkels-boehmermann-angriffe-auf-frauen/ – aber nun gegen sie zu klagen bzw. eine Klage anzudrohen, das ist kurios. Seit wann soll man nicht mehr das Recht haben, ein Gedicht oder was auch immer dieses Fabrikat sein sollte, von dem ich noch immer nichts halte, als verletzend zu bezeichnen? Dieses Recht gilt auch für Politiker. Ich hoffe, Merkel knickt nicht ein und es kommt zu einer Klage – die dann zu Gunsten von Merkel ausgehen wird. Wenn nicht, dann haben wir wieder ein Beispiel dafür, dass Meinungsfreiheit eingeschränkt wird – durch einen, der seinen Text als Ausdruck der Meinungsfreiheit schützen will. Alles äußerst kurios.

Außerdem: Der Text ist voll peinlich – und den sollte man auch als Autor schleunigst verschwinden lassen, damit diese Peinlichkeit, die eben durch Erdogan einfach nur politisch hochgepuscht wurde nicht lange an einem anhängt. Natürlich hat auch der Autor eines peinlichen Textes Meinungs- und Kunstfreiheit. Aber ich mag mich nicht fremdschämen. Von daher der Tipp. Da es aber nicht um mich geht und jeder eben das Recht hat, sich zu verpeinlichen, sollte es mich eigentlich nichts angehen.

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Schwesig und Privatschule + Freie Kitas – wer bezahlt?

In Mecklenburg-Vorpommern macht zurzeit die Runde, das Schwesig ihr Kind in eine Privatschule schickt: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Fatales-Signal-Kritik-an-Schwesigs-Schulwahl,freieschulen108.html

Das ist ihr gutes Recht – viele machen sich aber nun Gedanken über die öffentlichen Schulen.

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In Hessen sollen die Kitas weitgehend gebührenfrei werden. Das ist gut. Das ist sogar sehr gut.

Was überhaupt nicht gut ist: Wie sollen Kommunen das finanzieren? Soweit ich gehört habe, ist das ungeklärt. Welche Vorhaben an Weiterbildung usw. müssen nun eingestellt werden? Gibt es genug Kindergärtnerinnen? Gibt es genug Gebäude? …

Das passt zu dem politischen Gesamtbild in so manchem Bereich: Tolle Idee – aber wer leidet darunter?

Der normale Bürger eines Dorfes – denn die werden letztlich zur Kasse gefordert.

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Priester wurde ermordet + Frauen wurden ermordet + Loverboys – Ausländer + Unsere Städte überlassen

In Nigeria wurde ein Priester entführt und ermordet: https://cruxnow.com/global-church/2017/09/03/catholic-priest-murdered-nigeria/

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In unserem Land wurden in letzten Tagen wieder zahlreiche Frauen ermordet, Frauen angegriffen, schwer verletzt. Ich bringe nicht die Beispiele, sie finden sie vermutlich in den Zeitungen.

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In der taz wird die Beteiligung von Ausländern als Loverboys heruntergespielt. Die Autoren des Films zum Thema wussten schon, warum sie das machen. haben sie sich doch intensivst mit dem Thema beschäftigt: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5437237&s=loverboys/

Verharmlosungen schaden. Allerdings sollten Mädchen vor bestimmten Maschen insgesamt gewarnt werden, von wem auch immer ausgeübt. Aber verharmlosen sollte man das nicht, nur um dem Beispiel von England zu folgen: Dort verschloss man vor massenhaften Untaten an Mädchen die Augen, nur um nicht als Rassisten zu gelten. Wahrheit hat nichts mit Rassismus zu tun. Sie hat damit zu tun, dass Rassismus nicht wachsen kann.

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Wem wollen wir unsere Städte überlassen? Wem wollen wir teile unserer Städte überlassen? Den Gewalttätern? Den Dealern? Den Zusammengerotteten? http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-fahrtkartenkontrolleure-am-u-bahnhof-hermannplatz-angegriffen-a-1166281.html

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Mediens Gedöns + Weidel nennt Lindner Gott + Beck und Rohingya

Weidel sagte, als Wagenknecht etwas sagte:

„Oh Gott“, sagt sie. Dann schaut sie Richtung FDP-Chef Christian Linder und sagt: „Wollen Sie?“

Das kann der FDP nicht gefallen, dass nun Weidel und Lindner von Medien zusammengesteckt werden. Ist wahrscheinlich auch Absicht, um die FDP ein wenig zu piksen. Käme den Grünen oder den Linken zugute?

Ich frage mich nur, warum sie daraus nicht machen: Weidel nennt Lindner ihren Gott! http://www.huffingtonpost.de/2017/09/04/weidel-lindner-funfkampf_n_17909540.html

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Wie kann man nur so etwas anregen?: „Beck für Aufnahme von Rohingya-Flüchtlingen in Deutschland“ https://www.welt.de/newsticker/news1/article168329594/Beck-fuer-Aufnahme-von-Rohingya-Fluechtlingen-in-Deutschland.html

Warum gerade Rohingyas? Überall gibt es verfolgte Gruppen – hat er sich schon mal für die Verfolgten in Vietnam eingesetzt? Hat er sich…

Das Thema ist ein grundsätzliches, denn Bangladesh platzt aus den Nähten – und die Rohingyas ziehen eben aus auf der Suche nach Land nach Myanmar. Und das wird in naher Zukunft noch vermehrt und dramatischer geschehen, auch angesichts der Bevölkerungsexplosionen in Afrika zum Beispiel. Migranten aufnehmen ist keine Lösung. Die UN als Staatengemeinschaft muss grundsätzliche Lösungen für solche Weltprobleme anstreben. Alles andere ist gefährliche Augenwischerei.

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Was kann man gegen Ausländerfeindlichkeit tun? Diejenigen bekämpfen, die sie schüren – sagt Schulz (bei ca. Minute 10). Er hat Recht damit. Aber man muss auch die Ursache bekämpfen, denn diejenigen, die sie schüren, sind die Folge der Ursache. Und die Ursache ist falsche Politik der Vergangenheit – die hoffentlich nicht weiter fortgesetzt wird, um eben jeglicher Ausländerfeindlichkeit die Grundlage zu nehmen. Aber wie ich schon häufig sagte: Es ist unterste Schublade diejenigen auszugrenzen, die für eine falsche Politik (die ich schon häufig beschrieben habe) nichts können. Jedem Menschen, woher er auch kommt, ist mit Wohlwollen zu begegnen, ihm gegenüber sind die Menschenrechte zu wahren. Er ist ein Teil unserer Alltagsgesellschaft, ihm ist freundlich zu helfen, wenn er in Not ist, er ist als Mensch  wertzuschätzen. Das gehört sich einfach so für eine zivilisierte Gesellschaft. Aber es muss auch gesagt werden: Es genügt nicht, Menschen zu bekämpfen, die einen anderen Blickwinkel auf die Ausländerfrage haben, sondern es muss die falsche Politik bekämpft und korrigiert werden, die zu Aggressionen gegen Ausländer führt.

 

Nordkorea

Ich wüsste einmal gerne, wie China und Russland über den nordkoreanischen Diktator denken. Glauben sie jeweils, dass er der Ratio zugänglich ist? Meinen sie, dass er durch Sanktionen wirklich ausgehungert werden kann? Erkennen sie in seinen Taten nicht auch die Möglichkeit, dass er sie erpressen bzw, gar angreifen könnte? Ein Weltkrieg muss verhindert werden. Die Frage ist nur: Verhindert man ihn dadurch, dass man möglichst frühzeitig die Waffen ausschaltet, bevor sie zu einer ernsthaften Gefahr werden oder dadurch, dass man meint, er können wirklich an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Dazu würde ich eben aus den Medien gerne einmal erfahren: Wie begründet Putin seinen Einsatz, wie begründet China seine Politik?

Man müsste Wege finden, Kim jong-un auszuschalten und – wie neulich schon geschrieben – einen chinesischen Vasallen einzusetzen. Bis alles international geregelt wurde. Das würde übrigens auch der nordkoreanischen Bevölkerung zumindest ein bisschen zugute kommen, die unter der Barbarei dieser Clique zu leiden hat.

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Leid

Warum gibt es unsägliches Leid?

Menschen fügen es einander zu, warum auch immer, die Gründe sind vielfältig.

Natur hat ihre Gewalten und der Mensch als zerbrechliches Wesen wird zermalmt.

Und Gott? Manchmal hilft er – manchmal nicht, Willkür scheint sein zweiter Name, weil er sich nicht unserer menschlichen Systematik anpasst – er ist kein Naturgesetz, keine Ausgeburt unseres strukturierenden und einordnenden Verstandes. Daran leiden wir. Wir vertrauen einer selbst gebastelten Gesetzmäßigkeit – und sind enttäuscht, weil unser Vertrauen in die Leere läuft. Manchmal. Nicht Gott uns anpassen wollen, sondern uns Gott – wie ist das so schwer!

Und Gott? Wir wissen es nicht. Wir schauen auf seinen Sohn, den Zerbrochenen.

Wir schauen auf Ihn, den Lebenden – nach dem Zerbruch – und halten Ihn fest.

Ganz fest, an Ihm fest – an Ihm, der uns hält,

der die Auferstehung ist – aus dem Tod und vor dem Tod

und das Leben – nach dem Sterben und vor dem Sterben.

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Islamistischer Sudanese wurde Christ

Ein islamistischer Sudanese ist Christ geworden. Er kam auf der Flucht nach Deutschland und hat ein Buch geschrieben: „Hass gelernt, Liebe erfahren“ https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2017/08/31/vom-islamisten-zum-jesus-nachfolger/

Das zeigt wieder – entspricht ja auch dem Grundgesetz: Flüchtlinge sind ohne Wenn und Aber aufzunehmen. Und man sollte endlich die Gleichsetzung von Migranten und Flüchtlingen unterlassen.

Weil man Migranten und Flüchtlinge in einen Topf wirft, ist der Familiennachzug auch so schwer durchzusetzen. Wenn wir wirklich nur Flüchtlinge hier hätten, wäre das wahrscheinlich kein Thema. Aber bei der Menge an Migranten ist es das dann schon – weil einfach alles durch Migranten verstopft ist (Wohnung…): http://www.focus.de/politik/videos/insa-meinungstrend-viele-deutsche-sind-gegen-gesetzlichen-familiennachzug-von-gefluechteten_id_7533204.html

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Dawkins Europa-Diagnose: Untergang + Loverboys

Im folgenden wird eine Rezension des Buches von Douglas Murray „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ (Bloomsbury, 2017) angetippt. Die Zitate sollen Lust machen auf mehr http://de.richarddawkins.net/articles/der-seltsame-tod-europas-immigration-identitat-islam

In dieser Rezension über Murrays Buch finden wir interessante Aussagen, davon ein paar Splitter:

Die Stimmung in Europa wandelt sich, sagt Murray. Während der Islam in der Gesellschaft an Gewicht gewinnt und die öffentliche Ablehnung ihm gegenüber zunimmt, vermeidet die politische Klasse die Thematisierung des Islam und greift stattdessen gegenüber seinen Opponenten durch.

Und, so würde ich sagen: Die politische Klasse betont einen Islam, den es gar nicht gibt.

Oder:

Es ist politisch nützlich, Menschen als Faschisten zu bezeichnen, die keine sind; dasselbe trifft auf die Benennung als „Rassist“ zu. Ungerechtfertigte Zuschreibung dieses Attributs des „Bösen“ kostet den Ankläger nicht den geringsten sozialen oder politischen Preis, befleckt aber den Ruf des Beschuldigten, selbst wenn sie völlig falsch ist.

Oder

Wenn nichtreligiöse Menschen es nicht schaffen, mit den christlichen Quellen zu arbeiten, denen ihre Zivilisation entstammt, dann ist schwer zu erkennen, wie sich Europas Zuversicht jemals zurückbringen lässt, sagt er.

Oder:

Das ist vereinbar mit Murrays Beobachtung in seinem letzten Kapitel, dass die progressiven Muslime Europas, die für liberale Werte und Redefreiheit einstanden – Seyran Ates, Hamed Abdel-Samad, Maajid Nawaz, Kamel Daoud – Morddrohungen erhalten und von ultrakonservativen Muslimen (Salafi-Wahhabiten) gegeißelt werden, wie auch von „höflichen“ Europäern. Salafisten, die diese progressiven Muslime verfolgen und religiöse Extremisten, die ihnen mit Mord drohen, brauchen währenddessen keinen Polizeischutz und sonnen sich in öffentlicher Billigung für ihre „Vielfalt“.

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Zu diesem Untergang gehört auch die Duldung von Loverboys, dass man als Gesellschaft die Augen davor verschließt: http://www.no-loverboys.de/

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Was ich allerdings interessant fand in den Diskussionsrunden der letzten Zeit, dass auch den maßgeblichen Politikern die Augen ein wenig geöffnet sind. Sie blinzeln – vielleicht gehen sie auch nach der Wahl wieder zu. Aber sie spüren, was im Land so abgeht. Ob sie es nach der Wahl auch weiterhin spüren wollen oder verdrängen? Ich vermute: Verdrängen, wenn man Merkel und Schulz so hört. Hier und da einmal ein wenig Korrektur, aber dann wieder Schluss – es sei denn, die Opposition wird etwas stärker. Dann laviert man wieder ein wenig, um die Menschen auf die eigene Seite zu bekommen. Aber ehrlich gemeint? Nun denn, das wird sich zeigen.

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