Faszinierend an den Bildern von Tora Vega Holmström (1880-1967) finde ich die vielen Stilmittel, mit denen sie das wiedergibt, was sie malen möchte.
Grob malt sie, die Haut in ungewohnten Farben – aber dann doch irgendwie passend. Sie malt mit den Farben Bedeutung auf die Menschen. Grün = Kälte, Klarheit, usw; rot = Hitze, Lebenskraft, Aggression usw. – und das eben in den unterschiedlichsten Farbnuancen. Damals gab es Wärmebildkameras noch nicht. Aber man hat das Gefühl, dass hier das Bild einer Wärmebildkamera vorweggenommen ist. Zum Beispiel der Junge, mit einem elfenbeinfarbenem Gesicht, schlafend – aber der Nacken ist glutrot.
Wenn die Bilder mit Blick auf die Bedeutung der Farben angeschaut werden, bekommen sie eine andere Intention.
