Schottische Märtyrerinnen

Es geht um zwei Frauen, die im Meer an ein Pfahl gebunden wurden, damit die Flut sie ertränke. Warum? Sie haben den Mächtigen die Gefolgschaft verweigert und sind dem Glauben treu geblieben. Diese Menschen haben sehr viel für die Menschenrechte getan: Wer für Religionsfreiheit eintritt, ist Kämpfer für Menschenrechte. Denn diejenigen, die Religionen und Glaubende bekämpfen, treten nicht selten auch andere Menschenrechte mit Füßen. (1)

Spannend finde ich das auch, weil immer auch diejenigen kommen und behaupten: So war das alles gar nicht, das ist ein Mythos! Warum sagen sie in diesem Fall das? Weil es ein Begnadigungsschreiben gab. Aber es ist nicht der einzige Fall, in dem ein Begnadigungsschreiben von übereifrigen Lokalmächtigen missachtet wurde. Von solchen, die vor Ort ihre Macht beweisen, andere einschüchtern wollen, ihre Macht behalten wollen. Einzelne, kleine Gruppen – sie opfern andere um ihrer Macht willen, um mitmenschliche Menschen einzuschüchtern.

Als Beispiel möchte ich auch den Tiroler Kanzler Wilhelm Biener nennen, der 1651 enthauptet wurde, weil der Bote mit dem Begnadigungsschreiben im Gasthaus von Gegnern des Verurteilten betrunken gemacht wurde. Er kam also erst an, als der Mann hingerichtet worden war.

Dazu: https://en.wikipedia.org/wiki/Margaret_Wilson_(Scottish_martyr) und:

(1) Damit seien natürlich keine Gewalttäter und diejenigen, die Gewalttaten für gut heißen, Unrecht und Ungerechtigkeit fördern, rehabilitiert, legitimiert.

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