Erst handeln – dann denken + Gaspreise / Habecksche Umlage + Kann Putin zur Besinnung kommen? + Arbeitnehmerrechte in der Ukraine / Demokratie + Christinnen in Ägypten + Myanmar + ARD mal witzig / TV – Chauffeure + 11. Vollversammlung des ÖRK + Druck gegen Maaßen

Erst handeln – dann denken

Von den Eltern habe ich gelernt: Erst denken – dann handeln. Unsere Politik – auch die der EU – ist von einem anderen Grundsatz geprägt: Erst handeln – dann denken. Das zeigt sich auch in der Frage: Huch, die Unterstützung der Ukraine wird aber teuer – wie sollen wir das bezahlen?

Als es noch die DDR gab, kam einer nach Westdeutschland – und staunte, dass in München auch die U-Bahnen Verspätung haben können. Der Westen wurde mit seinem Reichtum glorifiziert. Ich denke, das trifft auch die ukrainischen Vorstellungen vom Westen: der hat das Geld in Hülle und Fülle! Er hat Waffen in Fülle und Hülle oder so. Nun denn: jetzt beginnen sie alle zu denken und überlegen, wie diesem Putin-Übel begegnet werden kann. Teuer wird es: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-krieg-schulden-101.html

Gaspreise / Habecksche Umlage

Kann eigentlich jemand sagen, warum die Gas- und Strompreise so massiv steigen? Ist das wie vor nicht langer Zeit beim Öl: alles nur Spekulation? Die Gaslager sollen angeblich voller sein als sonst in dieser Zeit, obgleich weder teures LNG aus Katar noch Wasserstoff aus Kanada angekommen sind? Was hat sich eigentlich geändert, außer dass weniger Gas aus Russland unser Land erreicht? Und warum der Strompreis? Weil nun Kohle verwendet wird – wird sie angemessen verwendet oder ist das nur eine politische Finte, um die Menschen zu beruhigen? Angeblich sind doch die Windräder und – natürlich in diesem Sommer – die Sonnenkollektoren so fleißig. (Aber die Infragstruktur funktioniert nicht.) Nicht fleißig ist der französische Atomstrom. Das haben wir mit zu bezahlen. Wie hoch sind eigentlich die Strompreise in Frankreich? Nicht fleißig ist der Strom, der vom Wasser abhängig ist – das Wasser ist in Europa verbreitet knapp.

Habecksche Umlage

Noch so ein sonderbares Konstrukt. Erst wollte die Regierung die Steuern erlassen, auf die Gas-Umlage – also die Habecksche Umlage. Dann sagte die EU: Nö, geht nicht. Ihr könntet sie auf 5% senken. Was macht die Regierung, der es so leid tut, dass sie nicht ganz entfallen kann: sie senkt sie auf 7%. Warum geht es nicht dass sie ganz wegfällt? Es heißt: Es ist das EU Recht. Ich erfahre medial nicht, warum mir das Geld aus der Tasche gezogen wird. Und warum macht die Regierung aus den 5% dann doch 7%?

Nun möchte Habeck prüfen lassen, ob die Bürger Gelder zahlen an Firmen, die sie gar nicht nötig haben. Geht es oder geht es nicht? Natürlich geht es, dass sie die Firmen nicht mit ihrem Geld beglücken – aber die Habecks des Landes wollen das nicht. Die Bürger sollen weniger Gas verbrauchen, also sollen sie mehr zahlen. Zudem sollen die Bürger des Landes alternative Energien anschaffen – dämliche Wärmepumpen zum Beispiel. Das ist alles schon lange so geplant gewesen. Sonst könnte die Regierung dieses Konstrukt verwenden, das wir auch bei Corona hatten: Lufthansa wird gezielt unterstützt und zahlt dann das Geld zurück. Das wäre eine Vorgehensweise auch mit Blick auf die Insolvenz von Gas“firmen“. Aber die Ideologie verhindert das. Und so wird uns Bürgern munter das Geld aus der Tasche gezogen. Wir werden alle ärmer. Und so werden die warmen Worte des Politikers in die Ohren der Verprellten gehaucht: Wir wollen sehen, was sich machen lässt – ist allerdings schwierig. Wenn man es schwer machen möchte, weil man die Leute erziehen will, dann wird es auch schwer. (Wenn ich bei einer dieser Aussagen nicht auf dem neuesten Stand bin, weil ich im Urlaub war, möge man mir verzeihen und mich korrigieren.)

Kann Putin zur Besinnung kommen?

Kann ein Mensch wie Putin zur Besinnung kommen – und sagen: Es war ein Fehler, ein bitterböser, unverzeihlicher Fehler? Jetzt müssen wir sehen, wie wir all das Übel, das ich, Putin, angerichtet habe, gemeinsam bewältigen können? Vor allem muss ich mich als Hauptkrimineller an dem Übel zurückziehen – und werde nur da tätig werden zum Guten, wo ich benötigt werde. Der Winter kommt.

Es ist möglich, dass Putin zur Besinnung kommt – er ist ja auch nur ein Mensch. Aber ob er das in seiner Rechthaberei und seines Minderwertigkeitskomplexes wirklich wahrhaben will?

Arbeitnehmerrechte in der Ukraine / Demokratie

Dort scheint es nicht besonders rosig mit Blick auf die Arbeitnehmerrechte zu stehen. Gewerkschaften protestieren: https://www.rnd.de/wirtschaft/ukraine-europaeische-gewerkschaften-kritisieren-ukrainische-regierung-FJJJRXX3QJGHTPVOEXP2C76CUY.html

Die Ukraine bekommt so viel Geld und Unterstützung, weil sie auf dem Weg zur Demokratie war/ist. Diesen muss sie auch während des Krieges einhalten. Sonst ist das Geld zum Fenster rausgeworfen und wir unterstützen nur Mafiastrukturen. Und das gilt auch für militärische Strukturen – es geht nicht an, dass ein Krimineller Einheiten anführt und sie zu kriminellen Taten anstiftet, wenn dem zu glauben ist: https://www.n-tv.de/politik/Auslaendische-Ukraine-Kaempfer-kritisieren-Fuehrung-article23546288.html Und die Ukraine muss es aushalten, wenn man ihr auf die Finger schaut: https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/statement-zur-ukraine-pressemitteilung-vom-4-august-2022

Mir ist natürlich klar, dass die Ukraine im Krieg ist, dass sie gezwungen war, sich schnell zu verteidigen, dass das nicht vergleichbar ist mit einem geregelten Ablauf in einem sicheren Staat. Aber Demokratie kann nicht auf später verschoben werden.

Christinnen in Ägypten

In Ägypten wurde eine Misshandlung einer Christin nicht angemessen juristisch verfolgt. Christen müssen das in vielen Ländern der Welt immer wieder erfahren: https://www.kirche-in-not.de/allgemein/aktuelles/aegypten-uebergriff-auf-christin-bleibt-unbestraft

Myanmar

Vor fünf Jahren wurden die Rohingya aus Myanmar vertrieben : https://islamische-zeitung.de/5-jahrestag-der-vertreibung-rohingya-fordern-gerechtigkeit/. Milizen vertrieben auch Christen: https://www.katholisch.de/artikel/19235-myanmar-miliz-vertreibt-christen-aus-der-oeffentlichkeit Schon ein Jahr ist es her, dass die Barbaren in Myanmar wieder mit Brutalität an die Macht gekommen sind: Inzwischen haben sich wohl Milizen gebildet: https://www.sueddeutsche.de/politik/myanmar-putsch-widerstand-1.5603384 Es handelt sich auch um ethnische Kämpfe. So gibt es schon seit Jahrzehnten Milizen des Karen-Stammes, die um Unabhängigkeit kämpfen (die überwiegend christliche Karen National Union). In diesen Kämpfen kommen Zivilisten – auch Christen – immer wieder zwischen die einander bekämpfenden Mächte. https://www.deutschlandfunkkultur.de/myanmar-ein-jahr-nach-putsch-100.html

Ich denke, das Militär wurde mutig, den Putsch auszuführen, nachdem der Westen die Freiheitsikone Aung San Suu Kyi hat fallen lassen. Man hat ihr zu viel Macht zugetraut – die hatte sie nicht. Und weil sie sich nicht genügend um eine Gruppe kümmern konnte, die im Westen eine nicht geringe Fan-Gruppe hat, wurde der Stab über sie gebrochen. Politischer und medialer Anti Aung San Suu Kyi Shitstorm begann. Das Militär wurde ermutigt, das Land an sich zu reißen. Spekulation meinerseits – ob wir noch eine Demokratie in Myanmar erleben werden, die die Zusammenhänge aufklären kann?

Und weil der Westen nicht genügend gegen die brutalen Machthaber tun konnte, fühlte sich ein anderer Machthaber – in Europa sicher: Lukaschenko in Belarus. Der knüppelte ermutigt durch die Tatenlosigkeit mit Blick auf Myanmar dann auch die Opposition nieder. Der Westen kann natürlich nicht so massiv in andere Länder eingreifen, wie er es aus anderen Gründen in der Ukraine tut – was Leidtragende der Länder verständlicherweise fordern. Aber er muss alles dazu tun, dass die Gruppen, die in dem jeweiligen Land für einen Rechtsstaat und für Freiheit eintreten, auch wenn es unvollkommen ist, unterstützt werden.

ARD mal witzig / TV-Chauffeure

Jetzt wollen sie keine Winnetou-Filme mehr zeigen. Ich würde vorschlagen: Dreht neue Winnetou-Filme mit indigenen Schauspielerinnen – wozu natürlich auch Old Schatterhand zählt. Europäisch indigen. https://www.focus.de/kultur/kino_tv/ard-will-weiterhin-keine-winnetou-filme-mehr-zeigen_id_137224887.html Witzig darum: Nach all den Finanzdebakeln will man nun doch mal wieder mit einem anderen Thema an die Öffentlichkeit kommen. Winnetou als Ablenkungsthema. Einen Finanzierungsvorschlag hätte ich auch schon: Nichts gegen Chauffeure – aber das gesamte eingesparte Geld würde doch schon ein wenig zum Gelingen eines solchen Filmes beitragen. Und dann sei noch an freiwillige Spenden der Intendantinnen und Intendanten und anderer, die verhältnismäßig viel verdienen, gedacht. Und flugs haben wir einen indigenen Winnetou-Film. Drehbuch und Regie usw. natürlich von Indigenen.

Was mich wundert ist, dass die Politik das nicht mitbekommen haben soll, dass Intendanten und zahlreiche andere höhergestellte Posten Chauffeure hatten, die sie durchs Land fuhren. Das alles auf Kosten der Fernsehgebühren, für deren Erhöhung sich die Politik so massiv eingesetzt hat: https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/alles-von-zwangsgebuehren-bezahlt-viele-ard-angestellte-haben-chauffeure-81108268.bild.html Wer sind eigentlich die politisch Verantwortlichen für dieses Geldausdemfensterwerfen-System? Davon hat der überraschte Bürger noch gar nichts wahrgenommen.

Die 11. Vollversammlung des ÖRK

Bald beginnt in unserem Land die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Das größte internationale Treffen derer, die sich den protestantischen Kirchen zuordnen. Hier gibt es Infos zur Vorbereitung: https://www.oikoumene.org/de/about-the-wcc/organizational-structure/assembly#vorbereitende-tagungen-zur-ork-vollversammlung Vorbereitende Tagungen finden schon statt: so die der indigenen Völker, der jungen Erwachsenen, der Menschen mit Behinderungen… Es ist immer spannend, die Gemeinsamkeiten einer so vielfältigen Gruppe hervorzuheben, so bleibt zu hoffen, dass das Motto realisiert wird:

Das Motto: „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“.

Beck-Verlag und Maaßen

Wieder ein Verlag, der angesichts medialen Hypes – dieses Mal – ein wenig einknickt: der renommierte Beck-Verlag: https://www.sueddeutsche.de/politik/hans-georg-maassen-beck-verlag-unter-druck-1.5644737 Aber nur teilweise: https://www.sueddeutsche.de/politik/hans-georg-maassen-beck-verlag-unter-druck-1.5644737 Was er selbst wohl schade findet.

Ich frage mich, was das wohl für Anwälte und Richter sind bzw. sein werden, die plurale Meinungen verhindern. Sie können sich ja als Experten mit dem auseinandersetzen, was einer geschrieben hat. Aber bevor einer etwas geschrieben hat, schon gegen den Verlag Remmidemmi machen, ist einer Demokratie unwürdig – und aus meiner Perspektive auch eines Rechtsstaates unwürdig. Angemessen scheinen mir die Herausgeber – soweit ich sehe – mit dem Thema umzugehen.

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