Kein Grund abzuschieben + Freie Meinung wird abgeschoben + 11 Gebote der Demokratie

Vermutlich kein Grund, sie abzuschieben. Sie mögen zwar Krieg – aber nur im alkoholisierten Zustand, sind somit unzurechnungsfähig – also stehen sie unter dem besonderen Schutz des Alkohols: https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Chaotische-Szenen-am-Ulmer-Hauptbahnhof-Maenner-schlagen-auf-Polizisten-ein-

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Abgeschoben wird hingegen, wer seine freie Meinung äußert – natürlich nicht ins Ausland, aber in die Ecke – Begründung: Man könne für die Sicherheit nicht garantieren. Was ist denn aus unserem Land geworden, in dem man nicht mehr die Sicherheit für Menschen garantieren kann, die ihre Meinung äußern? Es sind immer ein paar Knallköppe, die Furore machen – also nicht verbal, sondern physisch-aggressiv. Und denen kriecht man zu Kreuze?: https://www.welt.de/vermischtes/article212971240/Lisa-Eckhart-von-Festival-ausgeladen-Nuhr-ist-empoert.html

Dazu gleich noch etwas zum Thema Cancel Culture: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wenn-linke-sich-um-freiheit-sorgen/

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Nuhr zum DFG-Angebot: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/dieter-nuhr-lehnt-entschuldigung-und-angebot-der-dfg-ab-16891442.html Dazu s. auch: https://blog.wolfgangfenske.de/2020/08/03/dfg-hut-nehmen-tagesschau-zu-coronademos-cancel-culture-baeume-am-fahrbahnrand/

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Manche müssen wieder lernen,

  1. dass man nicht mit jedem einverstanden sein muss, ihm aber freies Leben lässt,
  2. dass man sich nicht durch physische Gewalt – dazu gehören alle Zwangsmaßnahmen und Einschüchterungen, die verhindern sollen, dass der andere seine Meinung äußern kann – profilieren darf,
  3. dass man seiner Meinung nicht dadurch angemessen Ausdruck verleiht, dass man andere kaltstellt,
  4. dass Shitstorm, Nudging usw. keine angemessene Umgangsformen sind, wenn man für Demokratie und das Individuum eintritt,
  5. dass man für das freie Leben anderer eintritt, auch wenn man nicht deren Meinung ist,
  6. dass man andere punktuell unterstützen kann, ohne dass man alles, was sie sagen und tun, gut heißt,
  7. dass der, der eine andere Meinung hat, nicht mein Feind ist, sondern einfach ein Mensch mit anderer Meinung,
  8. dass es ein cooles Gefühl ist, wenn man in der Masse für etwas eintritt, aber dass man aufpassen muss, nicht vereinnahmt zu werden, denn aus Masse kann schnell Mob werden
  9. dass ich ein Mensch unter Menschen bin und nicht über anderen stehe und das Recht habe, über deren Leben zu entscheiden.
  10. dass ich mir klar werde: Was für eine Gesellschaft möchte ich – und entsprechend angemessene Mittel verwende, sie durchzusetzen. Wenn ich also eine freie Gesellschaft möchte, die sozial gerecht ist, dann darf ich keine Zwangsmittel einsetzen, auch keine kollektiven Zwänge.
  11. Eine Gesellschaft muss unentwegt darüber diskutieren! : Wie gehen wir mit Menschen um, die intolerant und unmenschlich sind. Unentwegt diskutieren, weil das eine große Dilemma-Geschichte ist: Freiheit leben – Freiheit gestalten – und Freiheit nehmen. Das ist nichts, was ein Individuum oder eine Gruppe Gleichgesinnter zu entscheiden hat.

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