Fake News Fans + Diskrepanz: Selbstbild und Fremdbild

Da saßen sie alle Fake News einer Zeitung auf – und dennoch bleiben sie an ihnen kleben: https://www.nzz.ch/international/von-stammbaumforschung-war-in-stuttgart-nie-die-rede-ld.1566116

Wer Fake News geglaubt hat, sollte das nicht verteidigen, sondern zugeben, dass man reingelegt wurde – auch wenn es sich um Meldungen der Qualitäts-Medien handelte.

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Nicht nur bei Individuen scheint es der Fall zu sein, dass die Selbsteinschätzung von der Außenwahrnehmung massiv abweicht. So glaubt die New York Times tolerant zu sein, was diejenige, die unter der Intoleranz zu leiden hatte, natürlich nicht so sieht: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/kolumnistin-verlaesst-times-mit-schweren-vorwuerfen-gegen-kollegen-16861821.html

Spannend ist, dass die Spannung innerhalb des Blattes so beschrieben wird wie in der taz. Allerdings lässt der Beitrag nicht erkennen, was die jüngeren Aufgeweckten denken und die alten Liberalen. Wenn es wie in der taz sein sollte, dann erkennen wir, wohin die Reise gehen wird: Wir sind tolerant – aber nur insofern man unsere Meinung wiedergibt. Diese muss nicht an Fakten orientiert sein – sondern es geht um emotionale Fakten.

Letztendlich wird es darauf hinauslaufen: Da bekämpft man einen, wegen seiner emotionalen Fakten (Trump), weil sie den eigenen emotionalen Fakten widersprechen. Es gibt ein Hauen und Stechen zwischen den emotionalisierten Fakten-Gruppen. Wehe dem der zwischen die Hauer und Stecher kommt. Mit Ideologen ist nicht zu spaßen.

Insofern: Es sei angemerkt, dass ich Bari Weiss für mutig halte. Mit so einer Zeitung darf man es sich nicht anlegen.

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