Nobelpreis: Coronavirus + Die üblen Seiten des Menschen + Ebola

Der Coronavirus ist Nobelpreis verdächtig. Er schafft, was Greta nicht schaffte: die Senkung des CO2 Ausstoßes um eine hohe Prozentzahl.

Gleichzeitig aber, bevor Leute anfangen zu jubeln: Er schafft Isolation, der Austausch zwischen Menschen international ist äußerst eingeschränkt, er schafft es, die üblen Seiten des Menschen in unserem Land zu Tage zu bringen – dass es einem verdeutlicht wird, ist als solches nicht übel – : Die Angst, das Denken an sich selbst, damit verbunden das Stehlen von Desinfektionsmittel und Klopapier. Um nur diese Aspekte zu nennen.

Es wird zudem durch dieses Virus verdeutlicht, wo massive Schwachstellen in unserem Gesundheitssystem liegen wie auch im wirtschaftlichen Bereich. Was das Gesundheitssystem betrifft: Es wird deutlich, dass schöne Schreibtisch-Konstrukte hinfällig sind, dann, wenn das Personal im Krankenhaus selbst nicht arbeiten kann. Was ist zum Beispiel, wenn auch das Personal, das in Elektrizitätswerken oder Wasserwerken wirkt, krankheitsmäßig außer Gefecht gesetzt wird? Ich hoffe, man lernt aus diesem Fall für die Zukunft.

Für die Zukunft lernen bedeutet aber auch, daran zu arbeiten, dass Werte unsere Bevölkerung bestimmen, nicht die kleinkarierte Eigensucht.

Vielleicht macht es die rigiden Umweltschützer auch ein wenig nachdenklich: Folgen rigiden Handelns sind für eine Gesellschaft übel. Und dabei haben wir es, wie es im Augenblick aussieht, noch mit einem verhältnismäßig überschaubaren Angriff zu tun, also einen, bei dem die Menschen sogar zu Hause in „Quarantäne“ leben können.

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Das Thema Ebola im Ostkongo ist weitgehend aus den Überschriften verschwunden. Darum hier eine Info: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/109353/Ebola-im-Kongo-weiterhin-gesundheitliche-Notlage

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