Sexualität

Leute, könnt Ihr nicht normal werden? http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/die-angst-der-maenner-vor-weiblicher-sexualitaet-kolumne-a-1258544.html

Sexualität ist sehr schön, die Geschlechtsorgane ebenso, je nach Perspektive des jeweiligen Menschen. Aber muss man sie ins Rampenlicht der Öffentlichkeit stellen? Dass manche Männer das Bedürfnis haben, irgendwelchen Frauen mit ihrem Geschlechtsteil zu imponieren und ungefragt damit herumzuprahlen, ist kein Argument dafür, dass Frauen nun ihnen gleichtun sollen – es ist genauso peinlich wie das, was in den letzten Jahren manche Frauen machen. Bislang war dieses ein Geschäft der Pornoindustrie – nun ist es abgewandert und soll die Identität stärken? Ich denke, es ist nur eine Art Provokation von manchen, die ihrer Sexualität und ihrer schönen Organe unsicher sind – und derer, die davon profitieren wollen.

Fotobücher mit Gesichtern von Menschen, von Händen – gibt es auch welche von Füßen? – alles ok. Gibt es welche über Rücken, Bäuche, Hälse, Beine? In diese Kategorie, Staunen über den Menschen, seine Schönheit, sein Leben, würde ich dann auch die über Geschlechtsorgane einordnen – muss man sie aber zu einem Politikum des Geschlechterkampfes machen? Mich hat als Jugendlicher das „Lexikon der Sexualität“ (Goldstein/McBride) fasziniert. Soweit ich das noch in (jugendlicher) Erinnerung habe, wurde der Mensch mit Achtung abgebildet. Nicht mit einer Art Kampfgeschrei, der die Abbildungen heute begleitet. Mir kommt es vor wie Übersprungshandlungen.

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