Leben gestalten

Menschen in unserem Land der Gegenwart müssen ihr Leben selbst gestalten.

Es gibt sehr viele Optionen, es zu tun, es gibt eine Vielfalt ohne gleichen.

Viele wollen Vielfalt, bejubeln vielfältige Kulturen und Lebensentwürfe.

Warum jedoch passen sich viele Christen an, statt sich bewusst zu werden: Wir bieten eine tolle Option?

Anpassungssucht sollte kein Charakterzug von Christen sein.

Wichtiger noch:

Man schwimmt herum, weil man den Grund verloren hat. Kraftlos versinkt das Individuum im Meer der Beliebigkeiten.

Wieder festen Boden unter die Füße bekommen: Gemeinschaft der Gemeinde, lernen aus dem Geist Gottes heraus die Bibel lesen, im Gebet-Bitte-Lob-Dank-Preis die Beziehung zu Gott stärken, sich auf den Glauben einlassen – auch auf den Glauben anderer, die vor uns lebten und ihren Glauben bewährt haben.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/http://blumenwieserich.tumblr.com/

Der Blog wird voraussichtlich erst am Donnerstag wieder gestaltet werden.

6 Antworten auf „Leben gestalten“

  1. Natürlich ist auch kollektives Missverstehen möglich.
    Wie die Geschichte der Religionen zeigt, ist kollektives Missverstehen – aka willkürliches Interpretieren der Welt – nicht nur möglich, sondern geradezu unausweichlich.

    Gott geht seinen weg mit dem menschen, auch wenn dieser Gott falsch versteht
    Ziemlich schwacher Gott, wenn er die Menschen nicht so lenken kann, wie es seinem Willen entspricht. Merkwürdigerweise „weiß“ er trotzdem, wie alles enden wird. 🙂

    Das muss immer wieder neu ausgehandelt werden.
    Völlig richtig. Mit dem Fortschritt und der Entwicklung der technischen Möglichkeiten ändern sich auch die Möglichkeiten, im Sinne des Humanismus das Leben der Menschen zu verbessern.

    An diesem Aushandlungsprozess haben Christen massiv Anteil.
    Ja, leider, denn sie hemmen und verhindern, viele Dinge, die absolut notwendig sind, z. B. eine weitsichtige Bevölkerungspolitik, Umweltschutz und schonenden Umgang mit den Ressourcen, Letzteres verstärkt in den USA, wo durchgeknallte Evangelikale an der Macht sind.

    Denn auch „der“ Humanismus ist nicht einfach so aus dem Boden gewachsen.
    Natürlich nicht, denn er ist im Wesentlichen Ergebnis der Philosophie der Aufklärung und die musste gegen die Lehren der Kirchen durchgesetzt werden.

    1. Es ist immer ärgerlich, wenn Gott nicht so agiert, wie wir es uns wünschen oder vorstellen.
      *
      Was den Humanismus betrifft – gegen Lehren der Kirchen usw.: Ich bin den Kirchenkritikern dankbar dafür, dass sie Strömungen der Christen aufgenommen haben, die kirchenkritisch waren (Hierarchie, Betonung des Volkes durch die Betonung der Sprachen ihrer Völker usw.). Sie konnten es allerdings nur durchsetzen, weil die vorangegangenen christlichen Kirchenkritiker schon gute Vorarbeit geleistet haben – zum Beispiel Luther. Sie konnten es auch, weil sich viele Christen auf die Seite der Kritiker geschlagen haben. Nicht in der grundsätzlichen Ablehnung des Glaubens, aber in der Humanisierung der Gesellschaft im Sinne des NT.

      1. Ich bin den Kirchenkritikern dankbar dafür, dass sie Strömungen der Christen aufgenommen haben, die kirchenkritisch waren
        Inwieweit kirchenkritische Christen überhaupt noch Christen waren, müsste man getrennt untersuchen, denn seinerzeit war es bei Gefahr für Leib und Leben nahezu unmöglich, sich als Nichtchrist zu outen.
        Zudem wissen wir, dass es bereits seit dem Altertum scharfsinnige Denker gegeben hat, die die Religionen insgesamt durchschaut hatten und die Hypothese von der angeblichen Existenz von Göttern entschieden zurückwiesen.

        Hinzu kommt, dass auch ein Aristoteles ein paar hundert Jahre später wohl kaum Christ geworden wäre, denn auch zwischen seinem „unbewegtem Beweger“ und einer konkret ausgeformten Gottheit liegen Welten. Aristoteles als streng logisch denkender Mensch hätte natürlich auch sofort die logisch völlig unhaltbare Eigenschaftskombination des christlichen Gottes als gleichzeitig allmächtig, allwissend und allgütig entlarvt und dessen Existenzbehauptung damit widerlegt.

        „Humanisierung der Gesellschaft im Sinne des NT.“
        Das ist eine völlige Umkehrung der Tatsachen! Der Humanismus hat das Christentum erst menschlicher gemacht. Ohne ihn gäbe es heute noch Hexenverbrennung und Hinrichtungen von Andersdenkenden auf Befehl der Kirche!
        Die Kirche hat nicht 1500 lang gewütet trotz des NT, sondern wegen ihm! Erst der aufkommende Humanismus hat ihr wirksam Einhalt geboten.
        Das ist auch heute noch zu sehen, z. B. in Afrika, wo zwar die christliche Religion, nicht aber der Humanismus einen starken Einfluss ausübt und wo immer noch „Hexen“ verbrannt, bzw. grausam ermordet werden, weil die Kirche ein Interesse daran hat, Aberglauben aufrecht zu erhalten, um nicht an Macht und Einfluss einzubüßen. Mit allen inhumanen Folgen!

        1. Was Sie alles wissen! Aristoteles wäre nie Christ geworden! Wow. Sicher ist, was Sie schrieben, dass zwischen seinem unbewegten Beweger und dem christlichen Gott ein immenser Unterschied liegt. Aber ist die Erkenntnis neu? Aristoteles war auch ein Sprachgenie. Er hätte vermutlich auch Sprache und ihre Grenzen erkannt. Vielleicht hat er das. Muss mal wieder in seine Poetik reinschnuppern. Dass es Kritiker gab – klar. Sogar Selbstversuche mit Göttern, um zu beweisen, dass es sie nicht gibt – zumindest dass sie nicht strafen. Aber was sagt das schon?
          *
          Alles Weitere sehe ich nicht so. Und was Hexenverbrennung betrifft: Die gab es überall schon vor dem Christentum und gab es neben dem Christentum. Man kann vielen Christen bis heute vorwerfen, dass sie viel Übles mitgemacht haben und mitmachen. Wir haben diese Aspekte schon wiederholt thematisiert. Dass es humane Menschen gab vor und außerhalb des christlichen Glaubens – ich weiß nicht, ob ich das mal bestritten habe. Kann ich mir kaum vorstellen. Aber wesentliche Impulse gingen von Jesus Christus und seinen Nachfolgern aus. Moderner Humanismus ist nicht zu lösen von der Geschichte.

  2. Warum jedoch passen sich viele Christen an, statt sich bewusst zu werden: Wir bieten eine tolle Option?
    Und die wäre?

    Das kann es wohl doch nicht sein:
    „lernen aus dem Geist Gottes heraus die Bibel lesen, im Gebet-Bitte-Lob-Dank-Preis die Beziehung zu Gott stärken, sich auf den Glauben einlassen – auch auf den Glauben anderer, die vor uns lebten und ihren Glauben bewährt haben.“

    Den „Geist Gottes“ haben unzählige Gläubige in den letzten 1700 allzu oft fehlinterpretiert mit üblen Folgen.
    Wie kann man also heute sicher sein, dass man nicht den gleichen Fehler macht?

    Ist es nicht vielmehr der Humanismus, der einen leiten sollte und nicht uralte, ethisch verwerfliche Texte mit Androhung von Höllenqualen, wenn man nicht im wahrsten Sinne des Wortes zu Kreuze kriecht?

    1. Optionen habe ich im Blog vielfältig genannt und werde es auch weiterhin tun. Der Geist Gottes kann missverstanden werden – darum muss es die genannten Sicherungen geben. Natürlich ist auch kollektives Missverstehen möglich. Aber das Thema hatten wir auch: Gott geht seinen weg mit dem menschen, auch wenn dieser Gott falsch versteht (Stichwort: Prozess, der schon in der Bibel deutlich wird).
      Aber: Was ist Humanismus? Was ist human? Das muss immer wieder neu ausgehandelt werden. An diesem Aushandlungsprozess haben Christen massiv Anteil. Denn auch „der“ Humanismus ist nicht einfach so aus dem Boden gewachsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.