Myanmar und Rohingya + Allahu akbar + IslamistenAngriffe: Afghanistan

Man vergleiche einmal diesen Amnesty-bericht https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/myanmar-amnesty-recherchen-belegen-massaker-hindus-im-bundesstaat-rakhine

mit dem von spiegel-online: http://www.spiegel.de/politik/ausland/myanmar-amnesty-international-spricht-von-massaker-durch-rohingya-a-1209067.html

Es wird in Spon zwar berichtet – aber der Schwerpunkt liegt auf dem Militär von Myanmar gegen die Rohingya. Was will uns das sagen?

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Ich finde es ärgerlich, dass immer noch Allahu akbar mit Gott ist groß kommentiert wird. a) dürfte es inzwischen jeder auch ohne Übersetzung verstehen, b) sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass es richtiger ist, das mit Allah ist größer zu übersetzen. Es scheint im Interesse mancher zu liegen, das nicht so genau zu nehmen, damit man Gott was in die Schuhe schieben kann. http://www.tagesschau.de/ausland/belgien-schiesserei-107.html

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Messerangriff in einem Intercity in Flensburg – Hintergründe sind unbekannt: http://www.tagesschau.de/inland/flensburg-109.html

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Obama – der Nobelpreisträger für Reden – und seine Gleichgesinnten haben Afghanistan geschwächt – wie kommt das arme Land nun aus dieser schlimmen Lage wieder raus? Es ist schwerer Land zurückzuerobern als Land zu halten. Leichtfertig hat man Errungenschaften aufs Spiel gesetzt. http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-innenministerium-anschlag-101.html

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8 Antworten auf „Myanmar und Rohingya + Allahu akbar + IslamistenAngriffe: Afghanistan“

  1. @wajleha,

    Was auch immer „Allahu Akbar“ bedeutet, ob nun groß, größer, am größter, so ist es doch nur eine leere Formel, die in Wirklichkeit nichts ausdrückt. Denn über ein gedachtes Wesen, für dessen Existenz es keine Anhaltspunkte gibt, lassen sich grundsätzlich keine Aussagen machen, bzw. auch beliebig viele Aussagen ohne Bezug zur Realität.

    Der Koran ist wie die Bibel eine von Menschen gemachte Schrift darüber, wie sie sich ihren Gott vorstellen. Da der Ursprung der Schriften allerdings weit über 1000 Jahre, bei der Bibel sogar 2000 – 3000 Jahre zurückliegt, sind naturgemäß viele der darin zu findenden Vorstellungen mit unserer Kenntnis der realen Welt unvereinbar.

    Als plastisches, vielleicht vielen Menschen der westlichen Welt unbekanntes Beispiel möchte ich Sure 27 erwähnen:

    Vers 18 „Bis dann, als sie zum Tale der Ameisen kamen, eine Ameise sprach: «O ihr Ameisen hinein in eure Wohnungen, damit nicht Salomo und seine Heerscharen euch zertreten, ohne dass sie es merken.»“

    Vers 20-22: „Und er musterte die Vögel und sprach: «Wie kommt es, dass ich den Wiedehopf nicht sehe? Ist er unter den Abwesenden?

    21. Ich will ihn gewisslich strafen mit strenger Strafe oder ich will ihn töten, es sei denn, er bringt mir einen triftigen Grund vor.»

    22. Und er säumte nicht lange (bis dass Wiedehopf kam) und sprach: «Ich habe erfasst, was du nicht erfasst hast; und ich bin aus Saba zu dir gekommen mit sicherer Kunde.“

    Da es sprechende Tiere in der realen Welt nicht gibt, kann es sich beim Koran nur um ein Märchenbuch handeln.

    Selbstverständlich gibt es – wie auch in der Bibel- zahlreiche weitere Stellen, die den Koran ad absurdum führen, nicht zuletzt deshalb, weil er zahlreiche Texte und Textfragmente, die mit der Wirklichkeit nicht in Einklang zu bringen sind, aus der Bibel übernommen hat, so. z. B. das Märchen von Adam und Eva und von Noah.

    1. Schön, dass Sie wieder da sind!
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      Was soll man von einem Denken halten, das immer wieder das Märchen verbreitet, ein Mythos sei ein Märchen? 😉

      1. @W. Fenske,

        Was soll man von einem Denken halten, das immer wieder das Märchen verbreitet, ein Mythos sei ein Märchen?

        Verschiedene Menschen definieren beide Begriffe unterschiedlich. Wie auch immer, Mythos und Märchen haben auf alle Fälle eines gemeinsam: sie sind beide frei erfunden.

        1. Wenn das der Maßstab ist, sind Märchen, Mythen, Romane, Erzählungen, Gedichte, Theaterstücke alles Märchen und Mythen? Warum dann noch die Unterteilung in Gattungen?

  2. Nach gefühlten Monaten habe ich wieder einen Blick auf Ihren Blog geworfen und möchte zunächst äußern, dass sich wirklich interessante und inspirierende Beträge angesammelt haben!

    Dennoch, um es ganz genau zu halten, wenn wir schon in diesem Beitrag über genaue Übersetzung sprechen: Allahu Akbar bedeutet wörtlich ins Deutsche übersetzt „Gott ist der Größte“. Das Wort Kabir ist der Komparativ zu groß und bedeutet somit größer, während Akbar der Superlativ ist und der Größte bedeutet. Und Allah ist meiner Auffassung nach immer auch korrekt wenn es mit Gott übersetzt wird. Wieso auch nicht? Heute konnotieren wir hiermit meist das ‚Gottesbild‘ des Islam, während arabische Christen auch das Wort Allah benutzen. So gibt es Christen, die Abdullah (von abd+Allah = Diener Allahs) heißen. Sogar der Vater des Propheten Muhammad, der vor seiner Geburt starb hieß Abdullah, während der Islam noch nicht existierte. Ein ähnliches hebräisches Wort (eloah) wird auch im hebräischen verwendet, was im Übrigen in der Bibel auch schlicht mit „Gott“ übersetzt wird, während arabische jüdische und christliche Schriften Gott als ‚Allah‘ bezeichnen.

    1. Danke.
      Dazu jedoch noch ein paar Anmerkungen: „Gott“ ist bekanntlich eine Gattungsbezeichnung. Wie auch Brahma Gott ist usw. Die einzelnen Religionen verbinden dann mit der Bezeichnung „Gott“ etwas Spezifisches: Christen sehen Gott durch Jesus Christus (und der durch ihn rezipierten jüdischen Tradition), Muslime sehen Allah durch Mohammed/Allahs Koran, usw. Das bedeutet, dass die Gattungsbezeichnung immer stärker von der jeweiligen Religion bestimmt wird. Waren es Muslime aus Malaysia, die Christen verbieten wollten, Gott als Allah anzureden? (Ich weiß nicht, was daraus geworden ist.) Sie befürchteten, dass durch die christliche Verwendung des (hier also) Namens Allahs die muslimische Vorstellung von Allah zerstört wird. Wenn nun gesagt wird, Gott ist der Größte, dann versteht man im Christentum aufgrund der Bestimmung durch Jesus Christus, dass Gott in Jesus Christus der Größte ist. Muslime rufen/beten nicht Allahu Akhbar, um zu sagen, dass Gott, der Vater Jesu Christi, der Größte ist. Von daher wäre ich für eine klarere Trennung – trotz des Wissens, dass Allah im Grunde eine Gattungsbezeichnung ist/war – er ist mehr.

      1. Natürlich, das stellt auch niemand in Frage. Das Gottesbild der einzelnen Religionen unterscheidet sich natürlich, ansonsten würde es doch nur einen Glauben geben. Interessant finde ich Ihre Aussage:
        „Es scheint im Interesse mancher zu liegen, das nicht so genau zu nehmen, damit man Gott was in die Schuhe schieben“

        Dies klingt, nicht nur für mich (ich habe tatsächlich 3 weitere Personen diesen Beitrag lesen lassen, eine darunter gehört nicht meinem Glauben an), ungerechtfertigt. Es klingt so, als ob Sie a) zunächst den Begriff oder die Bezeichnung „Gott“ für ihren Glauben beanspruchen (wobei Sie so gesehen ja erst dann so fühlen dürften wenn es mit Jesus ist der größte oder JHWH ist der Größte übersetzt wäre … um es ganz genau zu nehmen 😉 – aber das ist nur mein kleiner gedanklicher Exkurs gewesen) und b) wünschen, dass in solchen Zusammenhängen der Name Allah fällt (Wir glauben daran, dass Gott derselbe Gott ist, der Jesus und Moses sandte, man ihn bezeichnen kann wie man möchte, Er sich selbst jedoch den Namen Allah gab), damit die breite Öffentlichkeit, welche damit vertraut ist, dass Allah der weitestgehend muslimisch konnotierter Eigenname Gottes ist, mit solche Attentaten direkt den islamischen Glauben assoziiert. Dabei vertreten mit Sicherheit 99% der Muslime weltweit die Meinung, dass Gott selbst, egal wie man ihn nennt, mit solchen abscheulichen Taten in keiner Verbindung stehen darf.

        Was im Übrigen einzelne Muslime in Malaysia tun ist für mich vollkommen bedeutungslos, es ist unzureichende Bildung. Wären diese mit dem Islam ausreichend vertraut sollten diese a) wissen, dass im Heiligen Koran zwischen dem Gott der Juden und Christen und Muslime nicht unterschieden wird. Allah/Gott/Rabb=Herr sind alles Namen, die im Hl. Koran für alle fallen; daher ist eine solche Forderung aus koranischer Sicht absurd. So könnte man mit jedem beliebigen Begriff vorgehen. Freiheit. Ich empfinde diese mit meinem Kopftuch, einige Nichtmuslime werfen mir vor nicht frei zu sein und untersagen mir sogar das Wort Freiheit in Bezug auf mein Kopftuch zu erwähnen. Zielführend? Ich glaube nicht – b) nannten Christen, Juden in Arabien Gott Allah, wir haben eine Urdu Bibel daheim liegen – Gott wird darin an vielen Stellen Allah genannt.

        Solche Forderungen bauen Mauern, keine Brücken.

        1. Auch ich glaube, dass es nur einen Gott gibt. Darin sind wir uns einig. Die Frage ist doch: Wie verstehen wir Gott. In dieser Hinsicht haben wir unterschiedliche Brillen auf. Christen sehen Gott in Jesus Christus, Muslime sehen ihn im Koran, vermittelt durch Mohammed, usw. Als Christ stehe ich auf dem Standpunkt, dass sich Gott in Jesus Christus offenbart. Muslime sehen das naturgemäß anders. Die Differenz ist vorhanden und lässt sich nicht kleinreden. Ich finde auch immer wieder interessant, dass von Außenstehenden verlangt wird, dass man sich anpasst. Die Suche nach Einheit ist wichtig um der Menschen Willen. Und wir haben auch vieles gemeinsam. Aber wenn die Einheit eine Ideologie wird, dann führt das nicht weiter. Die Suche nach Einheit ist wichtig, aber wenn man andere dazu zwingen möchte, diese allein in den Mittelpunkt zu rücken, fördert man auf lange Sicht die Auseinandersetzungen und verstärkt sie. Schlimm wird es, wenn die Forderung, die Einheit zu suchen, dazu dienen soll, unangenehme Anfragen an die eigene Religion zu verhindern.
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          Was Muslime in Malaysia tun interessiert nicht, mangelnde Bildung? Sagen Sie das einmal Muslimen in Malaysia. Ich als Christ versuche wahrzunehmen, dass es Christen gibt, die andere Ansätze haben als ich. Ich bin nicht der Maßstab. Ich argumentiere als Ich – aber eben argumentiere, das heißt, ich kann auch die Argumente anderer hören und vielleicht umdenken. Menschen anderer christlicher Konfessionen sind da, sind gut, sind Teil der Vielfalt. Christen mit anderen Ansichten verleugne ich nicht. Sie sind Christen, auch wenn ich ihre Einstellung nicht akzeptiere.
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          Vorwurf im Kommentar: Ich beanspruche Gott für meinen Glauben… Der Kommentar endet: Der Koran sagt, wer Gott ist. Beansprucht man dann nicht die Definition Gottes, die man aus dem Koran hat? Ist diese Sicht richtiger als die, die Jesus Christus zum Maßstab nimmt?
          Mir ist klar dass Mohammed – er sieht es als Sicht Allahs – Judentum und Christentum richtig interpretieren will. Darf man als Christ sagen, dass man diesen Anspruch nicht akzeptiert? (Manche Juden und Christen zur Zeit Mohammeds haben es ja auch schon abgelehnt.) Darf man als Hindu sagen, dass man das nicht so sieht? Ja, natürlich, genauso wie Muslime ihre Sicht wiedergeben. Das ist ja das Schöne, dass wir uns miteinander über Gott unterhalten können. Dass wir uns unserer eigenen Grenzen bewusst sind, ist die Voraussetzung.

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