Stärkung der Mitte + KopftuchDebatte + Antisemitismus und Preis

Man muss die Mitte gegen alle Extreme stärken. Darin hat der Beitrag recht: https://www.abendblatt.de/meinung/article213855229/Die-Lehren-aus-Weimar.html

Aber: In einer Gesellschaft müssen Auseinandersetzungen stattfinden. Die Frage ist nur: Wie geht man mit dem politischen Gegner um? Und da machen es sich viele links der Mitte zu leicht, indem sie diejenigen, die nicht ihrer Meinung sind, in die Ecke der Extremisten stellen. Wozu dient das? Der Selbstvergewisserung. Wenn man ein paar Leute auf die Beine stellt, die gegen diejenigen demonstrieren, die man als Feindbild dem Stempel „Nazi“ usw. aufgedrückt hat, dann fühlt man sich wohl wichtig.

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Interessant zu sehen, dass sich immer mehr liberale Muslima in die KopftuchDebatte einschalten. Oder irre ich mich? Ein Beispiel: http://www.badische-zeitung.de/badenwuerttemberg/kultusministerin-haelt-nichts-von-kopftuchverbot–151297327.html

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Hierin hat Maas recht: http://www.spiegel.de/kultur/musik/heiko-maas-nennt-echo-an-farid-bang-und-kollegah-beschaemend-a-1202882.html

Die Frage stellt sich allerdings: Sagt er das als Bürger oder als Politiker? Ein schmaler Grad. Wichtig ist: Er sagte es nach der Preisverleihung. Denn dann ist es kein Versuch der Politik, eine üble Entscheidung der Preisverleiher zu beeinflussen.

Wer sich antisemitisch äußert ist kein Gewinner. Auch wenn er einen solchen Preis bekommt. Er hat versagt, wie die Preisverleiher versagt haben. Massiv versagt – mit Blick auf Menschlichkeit. So viel zu Farid Bang.

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