Einfuhrzölle + Emotionalisierende Medien + „Danke, Donald“

Ich bin gespannt, was am Ende als hysterisches Etwas entpuppt wird. Trump fährt seine Strategie, die er bislang immer gefahren ist: Er pokert hoch – am Ende bekommt er etwas. So wird es auch hier sein. Das mit den Rache-Straf-Zöllen der EU ist schon witzig. Aber ich denke, das sollte nur sagen: Wir können auch böse gucken. http://www.tagesschau.de/ausland/kommentar-trump-zoelle-101.html

Was ich an dieser Angelegenheit wieder einmal ärgerlich finde: Medien spielen auf emotional. Das dürfen sie nicht. Denn das hat immer den Keim zu zwischenstaatlichen Konflikten. Sachlich an die Sache herangehen – und dann weiter sehen. Kein Land kann Krieg brauchen. Und wenn der Präsident eines anderen Landes ärgerlich agiert und agitiert – Politiker müssen Wege aus dem Übel finden – aber Medien dürfen nicht die Rolle der Emotionalisierer der Bevölkerung spielen. Das ist zu gefährlich. In diesen letztlich kleinen Fragen sollten sie schon mal üben: zurückhaltend zu sein, damit es nicht irgendwann explodiert.

… Und sich dann auch noch mit Fragwürdigen zusammentun? http://www.tagesschau.de/ausland/usa-strafzoelle-china-101.html

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Spiegel-online bedankt sich bei Trump: http://www.spiegel.de/spiegel/deutschlands-aussenpolitik-wird-wegen-donald-trump-erwachsen-a-1197352.html Weil er Deutschland dazu zwingt, selbständiger zu werden. Mit dieser Regierungsmannschaft? Wie dem auch sei: Was heißt selbständig werden? Niemand kann selbständig werden. Es geht immer nur mit anderen auf Augenhöhe. Erst klagen wir über Trumps America First um dann zu sagen: Wunderbar, er lässt Deutschland erkennen: Germany First oder EU First… – das ist aber nicht das Ziel. Deutschland muss erkennen, dass es im Schlepptau anderer ganz gut gefahren ist. Aber das heißt nun nicht, dass es der Schlepper werden soll.

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