Lebens-Schicksale + Gewalt gegen Frauen: Folter-Sado-Maso

Lebensschicksale: Erst gefeiert aber dann abgelehnt, weil nicht politisch korrekt. Täusche ich mich?: Manche, die sich mit öffentlicher Entkleidung leichter tun, haben in der Kindheit sexuelle Misshandlungen erlebt? http://www.krone.at/

Es ist, wenn ich mich richtig erinnere, nicht das erste Mal, dass ich das lese.

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Dass manche Männer pervers sind – und wenn man ihnen keine Grenzen setzt zu Monstern werden, das kann man sich denken. Aber warum tun sich Frauen das an? Warum lassen sie sich das antun? Sind es frühkindliche Verletzungen, Selbstbestrafungen, rutschen sie in diese brutale Szene hinein, sind es Drogen, ist es das Geld, ist es wirklich sexuelle Lust, ist es Hörigkeit? Die extreme Sado-Maso-Szene, wie sie sich leicht zugänglich auf Bildern und Videoclps und Gifs präsentiert, ist einfach nur Frauen verachtend und widerlich.

Da ist man Mitglied von amnesty international, um sich mit anderen gegen Folter in den Gefängnissen der Welt zu engagieren, und in der „zivilisierten“ Welt werden Frauen brutalst gefoltert. Da engagiert man sich gegen Sklaverei in der Welt – und diese Frauen sollen das wirklich freiwillig mit sich machen lassen? (Was mit ihnen gemacht wird, das erspare ich den Leserinnen und Lesern.) Was passiert mit deren Körpern? Was ist mit deren Geist passiert? Was machen sie, wenn sie älter sind? Leben sie dann noch? Und wenn ein Teil nur Schauspielerei sein sollte: es ist kein „nur“ Schauspielerei. Übrigens: Vielfach sieht man die Gesichter der Frauen – aber die der Männer sieht man nicht. Sagt das nicht schon viel aus?

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17 Antworten auf „Lebens-Schicksale + Gewalt gegen Frauen: Folter-Sado-Maso“

  1. Ich lese in diesem Blog schon einige Jahre mit. Eine riesige Bandbreite an Informationen, Gedankenanstöße und Meinungen wurden bisher zusammengetragen: Problemfelder wie Islamismus, Abtreibung, Christenverfolgung, Sklaverei, Armut, gesellschaftl. Fehlentwicklungen, kirchliche Irrwege u.v.a.
    Daneben aber auch schöngeistige Inhalte, wie meditative Betrachtungen, Textinterpretationen, Buchvorstellungen, Gedichte, Bilder, Filme, Segensworte u. v. a.

    Aber ich kann mich an keinen Beitrag erinnern, der so oft und so energisch kommentiert wurde, wie dieser hier (derzeit 13x). Was kann man davon ableiten? Sorry, aber mir stellt es sich gerade so dar, dass es Menschen offensichtlich wichtiger ist, den Partner an einer Hundeleine durch die Wohnung zu führen und dafür gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten, als sich den drängenden Fragen unserer Zeit zu stellen. Oder anders gesagt: Der Peitschenhieb auf den nackten Arsch verusacht mehr emotionale Bewegtheit als die jährlich 100.000-fache Tötung Ungeborener…

    Armes Deutschland!

    1. Ich würde diesen MiniEinblick in die Gesellschaft nicht mit ganz Deutschland verbinden.

      Aber ich fand auch sehr interessant, dass man mir sagt, ich hätte keine Ahnung, und dann, als ich um Aufklärung bat, keine bekommen habe: http://blog.wolfgangfenske.de/2017/12/13/sado-maso-oder-was/ und auch die Darlegung zur Sexualität hat keinen Kommentar mehr bekommen: http://blog.wolfgangfenske.de/2017/12/13/sexualitaet-5/

      Aufgeklärt wurde ich über Wrestling, das kein Sport ist, auch wenn es Sport ist – vor allem aber Show/Theater, bei dem man leider zu Tode kommen könne, was – so vermute ich in diesem Zusammenhang bedeutet – leider auch bei SadoMaso-Show/Theater passieren könne. Alles freiwillig. Für diese Infos danke ich. Apropos Boxen: Ist Boxen Show und/oder Sport?

      Aber sonst zum Eigentlichen? Schweigen. Ich sollte doch zu der Systemischen Paar-Therapeutin gehen, die mir ein Gespräch beim Kaffee angeboten hat. Mir wäre aber lieber, mir würde es jemand im Blog erklären.

  2. @Gronwaldt Sie sind sehr Kirchenfixiert. Aber in dieser Frage geht es nicht um Kirche, sondern es geht darum, ob ich als WF etwas falsch verstanden habe, ob ich falsch verstanden worden bin – das muss geklärt werden.
    Ansonsten bin ich mit den anderen Aussagen einverstanden, werde morgen mehr schreiben.

  3. ich bin aktiv in dieser Szene und zu beschreiben warum würde bestimmt ihr Verständnis bzw. auch ihr Wollen es zu verstehen übersteigen. Trotzdem versuche ich es mal…..

    ich bin beruflich in der Pflege schwerkranker Menschen erfolgreich und muss ständig Entscheidungen von großer Tragweise treffen, zuhause versorge ich Haushalt und Teenager und höre mir geduldig ihre Probleme an. Nachdem vor zwei Jahren mein Mann gestorben ist muss ich auch schauen dass ich mein inneres Gleichgewicht halten kann.
    Ich habe mich nach einem Menschen gesehnt, der mir Halt gibt und an den ich mich lehnen kann, der mir einen Teil meiner Kraft zurück gibt….jemanden wo ich alle Verantwortung abgeben kann.
    Wenn ich mich von ihm körperlich und physisch fesseln lasse, mich seinem Willen übergebe fühle mich grenzenlos frei und befreit von all dem Alltag….hier darf ich fühlen (meine Physis und meine Psyche) und mich geborgen fühlen.
    Den Schmerz den er mir zufügt geht nie weiter als ich es ertragen kann und möchte und dennoch befreit er mich in meinem Fühlen.
    Ich denke nicht, dass Sie verstehen was ich meine und dennoch versuche ich es irgendwie zu erklären

  4. Lieber Wolfgang Fenske, vielleicht bilden sie sich im Bereich BDSM ersteinmal fundiert qualitativ und sachlich weiter. Das würde dazu beitragen, das diese Vermischung von Aussagen die so gar nichts miteinander zu haben, in einen wissenschaftlich belegbaren Kontext zurückzuführen sind. Anregungen dazu die Bücher von Lydia Benecke “ Sadisten“ und “ Auf dünnem Eis“. Eine Meinung zu haben ist eine tolle Sache, diese aber mit nachweislich falschen Tatsachen zu untermauern- fraglich. Natürlich gibt es unter BDSMern Missbrauchsopfer wie es diese auch und gerade in der kirchlichen Welt gibt. Über derartige Folter- und Missbrauchsvorkommen ist hier nichts zu lesen. Ist es nicht schön einfach eine unweitsichtige Fehleinschätzung zu propagieren? Ich denke, nachdem Sie sich fachkundig mit dem Thema auseinander gesetzt haben, sollten sie Ihren Blog Beitrag nocheinmal differenziert überarbeiten.

  5. Ach Herr Fenske, da schmeißen sie leider alles Mögliche durcheinander. SM ist es nur, wenn es einvernehmlich passiert.
    Und wenn Sie von SM-Filmen im Internet ausgehen, dann zeigen die nur Phantasien, die von mehr oder weniger überzeugenden Darstellern gezeigt werden. Viel davon hat nichts mit dem real gelebten Sadomasochimus oder wie es heute oft heißt BDSM zu tun.
    Wir distanzieren uns schon immer von realer Gewalt, denn die ist immer gescheitere Kommunikation. SM dagegen ist eine Verhandlungssexualität und setzt daher geglückte Kommunikation voraus.
    Falls Sie sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen wollen, empfehle ich mein Buch „Das SM-Handbuch“, dass sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt.
    Mit freundlichem Gruß,
    Matthias T.J. Grimme – Pressesprecher des Bundesverbands Sadomasochismus (BVSM)

  6. Also den Zusammenhang von freiwilliger Sexueller Züchtigung (hier auch als Gewalt propagiert) und Menschenunwürdiger so wie unfreiwilliger Folter in einen Kontext zu bringen, dazu muss man schon verdammt quer in seiner Denkweise sein.

    Nicht das es auch Männer gibt die sich gleichermaßen Frauen in diesem Bereich unterwerfen

    Es mag ja für einen Kirchenangehörigen schwer zu unterscheiden sein was „freiwillig“ bedeutet aber für jemand der angeblich Toleranz seinen Mitmenschen gegenüber ausübt …..

  7. Mein einfaches Weltbild? Es geht nicht um Sport. Es geht nicht um Schmerz allgemein. Es geht um Gewalt in widerlicher Form. Ich schildere es nicht. Wollen Sie Folter so einfach wegpusten? : Schmerz ist dein bester Freund? Schreiben Sie das Mal den Menschenrechtlern ins Poesiealbum, die sich gegen Folter und Erniedrigungen von Menschen einsetzen.

      1. Vielen Dank Herr Fenske, dass Sie mich über Wrestling aufklären. Anders als Sie, der sogar noch auf Kayfabe hereinfällt, beschäftige ich mich ja auch erst seit 1992 mit dieser Form von Entertainment. Ich bin der letzte der behauptet, man könne sich bei Wrestling nicht verletzen oder an Folgen von Wrestling nicht sterben. Fragen Sie nur einmal die Hinterbliebenen von Owen Hart, Chris Benoit oder Davey Boy Smith. Und das ist genau, weshalb ich Wrestling mit SM verglichen habe: Es ist gefährlich, man kann sich dabei (sogar tödlich) verletzen, aber: Es ist gespielt, es nicht echt, es ist so-tun-als-ob. Wer die von ihnen oben zitierte Aussage von Karsten Kretschmer ernst nimmt, der glaubt auch, dass der Undertaker (gespielt von Mark Calloway) und Kane (gespielt von Glen Jacobs) wirklich Brüder sind oder dass Larry Zbysko mit Stanislas Zbysko verwandt ist … der glaubt eben Kayfabe …
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kayfabe

        1. @Walter Endres,

          volle Zustimmung! Wer auch nur den Schimmer einer Ahnung vom Kampfsport hat, merkt sofort, dass die Aktionen abgesprochen sind. Natürlich, die Würfe und Griffe sind echt, aber wenn jemand wiederholt sich praktisch in letzer Sekunde aus einem Haltgriff befreit, dann weiß man eigentlich, dass der Ausführende den Grifft absichtlich lockert, damit der „Kampf“ nicht gleich beendet ist.

          Und wenn man sich dann ansieht, wie viel Show das ganze Getue begleitet, sollte auch der unbedarfteste Zuschauer merken, dass ihm da etwas vorgespielt wird.

          Mit Sport hat das überhaupt nichts zu tun, das ist reines Entertainment, wie Sie so treffend bemerkt haben.

    1. hr fenske, ich werf ihnen gar nicht vor, dass sie den zusammenhang nicht verstehen. aber bdsm hat mit folter oder gewalt so gar nichts zu tun. sie sind herzlich eingeladen mich anzuschreiben um darüber zu sprechen. bdsm ist in erster linie eine form der sexuellen befreiung, in zweiter linie ein therapie. jemand der schon echte gewalt erfahren hat, würde den unterschied von freiwilligkeit und zwang sofort verstehen. und auch wenn es da teilweise fliessende übergänge zu geben scheint, sollten sie sich die zeit nehmen mit bdsm-lern den kleinen aber feinen unterschied zu erörtern.
      gewalt ist – vor allem in der variante folter – generell abzulehnen. bdsm gehört aber weder zu folter noch zu gewalt. vielleicht sollten sie sich die unterschiede erarbeiten.

    2. Guten Abend Herr Fenske,
      wovor haben Sie Angst? Was verunsichert Sie so dermaßen, dass Sie etwas verurteilen und beurteilen, worüber Ihnen jegliche Erfahrung fehlt?
      SM wurde schon im ausgehenden 19. Jahrhundert in London exzessiv praktiziert.
      Und ich gehe stark davon aus, dass es noch weiter zurück reicht.
      Hier geht es nicht um brutale Gewalt an Frauen, im übrigen gibt es auch Männer die dieser Lust frönen, sondern um einvernehmliche Handlungen.Schläge aus Sinnlichkeit, Lust und Liebe.

      Gewaltaktionen, sexuelle Übergriffe, Vergewaltigungen finden in vielen Beziehungen statt oder werden öffentlich per Überfall praktiziert. Das sollten Sie nicht miteinander verwechseln oder gleichstellen!
      Wenn Sie etwas nicht verstehen, was Ihr gutes Recht ist, fragen Sie nach, aber haben Sie zumindest so viel Anstand, wie Toleranz, nicht etwas an den Pranger zu stellen (welch Ironie bei diesem Wort) wovon Sie keine Ahnung haben.

      With regards
      Victoria Black

    1. Also ich bin seit vielen Jahren in der BDSM-Szene, besuche einige Stammtische und bin öfters auch auf Partys unterwegs.
      Alles was ich bis jetzt erlebt habe ist immer vollkommen einvernehmlich gelaufen. Einer der obersten Grundsätze in der Szene lautet Safe, Sane & Consensual.
      BDSM/SM ist grundsätzlich einvernehmlich und stellt keine häusliche Gewalt im eigentlichen Sinn da.
      Dazu kommt, dass nicht immer Frauen in der passiven Rolle sind. Es gibt mehr männliche Subs als weibliche und etliche Switcher (Switcher = Rollen werden öfters mal getauscht).
      Auch wenn es vermutlich jetzt Ihr cristliches Weltbild zerstört, meine Frau hat z.B. mehr Fessel- und Schlagwerkzeug im Schrank als Schuhe und ihr liebstes Einkaufsziel ist McHurt ( https://www.mchurt.eu/ ) in Berlin.
      Zu Ihrer Frage ob Drogen und Co. zu sowas führen: Keine bewustseinverändernen Substanzen beim „spielen“. Wir persönlich (und unser perverser Folter-Sado-Maso-Spielkreis *kicher*) haben auch eine absolute 0-Promilleregelung…
      Genauso wird grundsätzlich nie „gespielt“, wenn man gefrustet oder sauer auf den Partner ist.

      Bitte lesen Sie sich zu dieser Thematik doch mal durch die Seite http://datenschlag.org/ . Dann werden Sie feststellen, dass Gewalt gegen Frauen und BDSM / SM ein riesen Unterschied ist.

      MfG Wolf
      (Der übrings Workshops “ Erste Hilfe bei SM-Unfällen“ gibt)

      1. Ich denke, was zwei (oder mehr) Erwachsene in vollem Einvernehmen miteinander treiben, geht außer den unittelbar Betroffenen niemanden etwas an, die Kirchen schon gar nicht.

        Unethisch wird es erst dann, wenn irgendeine Form von Zwang oder Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen dabei eine Rolle spielt.

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