Türken als Brückenköpfe + Religionspolizei „Schläger des Königs“ + Syrische Opposition

Brückenkopf – diesen Begriff kennen viele so nicht mehr. Er stammt aus dem Militär und bedeutet, man hat auf der anderen Seite des Flusses, also im feindlichen Land, ein Stück Land erobert, von dem man aus dann das ganze feindliche Land in den Griff bekommen möchte. Die türkische Regierung scheint die in Europa wohnenden Türken als eben solche Brückenköpfe anzusehen, wenn sie denn wirklich die Türken dazu auffordert, jede Beleidigung Erdogans sofort anzuzeigen. Das zeigt, dass die türkische Regierung mal wieder die Katze aus dem Sack lässt und damit zeigt, wie sie versucht, den Westen zu erobern – getreu dem Wort Erdogans (das er von einem Dichter übernommen hat): Moscheen sind unsere Kasernen, Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Gläubigen unsere Soldaten. Das ist wirklich ihr Begehren, Erdogan sagt es ja immer wieder, wenn er z.B. davor warnt, dass Türken sich assimilieren. Ich hoffe nur, dass die Türken in unserem Land sich dazu zu schade sind, als Handlanger ihres unberechenbaren Staates zu fungieren.

Ach so, war nur ein Missverständnis, eine unglückliche Wortwahl eines türkischen Mitarbeiters: http://www.welt.de/politik/ausland/article154649098/Niederlande-verbitten-sich-tuerkische-Einmischung.html

Gauland – Minarette = Symbol des Herrschaftsanspruchs: http://www.welt.de/vermischtes/article154627114/AfD-sieht-in-Minaretten-Symbole-des-Herrschaftsanspruchs.html  Was sagen unsere Lieben Medialen? Falsch!

Natürlich ist das falsch – für einen Teil der Muslime. Für einen anderen nicht – s. die Erdogans. Und: Es gibt nicht „den“ Islam. Klar. Wenn man ihn argumentativ nicht benötigt, dann gibt es ihn nicht – für manche Muslime: http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/wie-man-bei-illner-einseitig-ueber-integration-diskutiert-id11757396.html

Solche Diskussionen sind fruchtlos. Warum? Weil wir letztendlich nicht wissen, was sich als Islam durchsetzen wird. Werden es die verhältnismäßig (noch) wenigen europäisch gesinnten Muslime sein oder die Islamisten bzw. die frommen Muslime?

Oder sind solche Diskussionen doch nicht fruchtlos? Können sie einige Muslime selbst überzeugen? Und das wüsste ich gerne einmal: Wie viele Muslime schauen sich solche Sendungen an und empfinden die Europäisierung des Islam als gelungen?

AfD – ein Zahnarzt-Chef ist Mitglied. Muss er zurücktreten? Wurde die AfD inzwischen verboten? Nein. Was bezweckt einer, der das publik macht – mit Unterscheidtenaktionen? http://www.berliner-zeitung.de/berlin/afd-mitgliedschaft-chef-der-berliner-zahnaerzte-soll-zuruecktreten-23930272 Bald sind Wahlen in der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Versammlung in Berlin. Der Kläger meint, er bekomme Drohungen von AfD-Mitgliedern. Und bekommt der Angeklagte auch Drohungen von AfD-Bekämpfern? Heute liebt man es, mit Drohungen der Gegenpartei zu kokettieren. Die Drohungen der Linken usw. die verschweigt man gerne.

Ein interessantes Gerichtsurteil: http://www.migazin.de/2016/04/21/mainzer-landgericht-afd-niederlage-rechtsstreit/

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Mit den „Schlägern des Königs“ ist auch jetzt nicht zu spaßen. Sie sollen freundlich sein wie der Prophet Mohammed – was freilich eine Interpretationssache ist – aber der Staat kann sie jederzeit wieder gegen die eigene Bevölkerung einsetzen. Das ist ja das Schlimme. Im Augenblick scheinen sie ein wenig durch Gerichte und Vorgaben gegängelt zu werden – aber man kann nie wissen, wie lange. http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8405168/die-schlaeger-des-koenigs-muessen-sich-jetzt-zuegeln.html

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Wen vertritt eigentlich die syrische Opposition? Das fragte ich mich bei diesem Interview. Gibt es eigentlich neben den vielen, vielen islamistischen Gruppen und den von den Türjen usw. unterstützten Gruppen noch so etwas wie eine unabhängige Opposition, die aus mehr als einen Sorecher besteht? Und warum fordert er, mehr Druck auf Putin auszuüben? Finden doch vor allem durch den Einsatz Putins heute diese Gespräche in Genf statt. Die syrische Opposition – wen auch immer sie vertreten sollte – wollte ja nicht reden, weil sie immer dachte, sie würde Assad bzw. die syrische Bevölkerung besiegen. Erst als sie einsah, dass das nicht geht, konnten die Gespräche anberaumt werden. Aber das sind alles solche Machtspielchen, die jede Auseinandersetzung begleiten: http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-der-schluessel-fuer-die-loesung-des-konflikts-liegt-in-moskau-a-1088692.html

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