Gaucks falsche Worte

Gaucks Rede vom hellen und dunklen Deutschland ist eine politische Katastrophe. Es bauchpinselt diejenigen, die sich für das gute Deutschland halten, weil sie der Politik Gaucks genehm sind – und alle anderen, die ihr nicht genehm sind, vielleicht, weil sie frei und rational denken, werden als dunkles Deutschland bezeichnet. Diese Zweiteilung gibt es nicht. Es gibt Rassisten und es gibt Leute, die vor lauter Emotion die ganze Welt in ihrem Wohnzimmer aufnehmen würden. Aber die große Menge dazwischen, das sind die Nachdenklichen, das sind Leute wie de Maiziere, Leute, wie die Bayerische Regierung, und viele, viele andere, die versuchen, Emotion mit Rationalität zu verbinden. Es sind Menschen, die versuchen, den Menschen ihre Würde zu lassen, aber ebenso wissen, dass die Verantwortung dazu drängt, diese Menschen gegen ihren Willen wieder in ihr Heimatland zurückzuschicken. Dieses Schwarz-Weiß-Denken Gaucks ist für die Gesellschaft schädlich, nicht nur, weil der Bundespräsident der Präsident des gesamten Volkes ist, sondern auch darum, weil es ermöglicht, verantwortungsvolles Handeln dem dunklen Deutschland zuzuweisen und damit Problemlösungen verhindert. Das auch, wenn Gauck das sicher so nicht gemeint haben sollte. Aber Schwarz-Weiß-Denken führt immer zu falschen Schlussfolgerungen.

In dem folgenden Beitrag wird dargelegt, dass es nicht darum geht, einfach so zwischen hellem und dunklem Deutschland zu trennen: http://www.cicero.de/salon/graeben-der-fluechltingsdebatte-wir-muessen-nicht-so-tun-als-gebe-es-kein-problem/59789

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