Kein Frieden

Kaum ein Israeli glaubt an Frieden mit den Palästinensern. Gibt es eigentlich jemanden, der daran glaubt? http://www.spiegel.de/politik/ausland/israelis-beurteilen-friedensloesung-mit-palaestina-pessimistisch-a-916949.html Wer in seine Ideologie tief darin verwurzelt hat, Israel aus der Landkarte auszulöschen -der kann keinen Frieden wollen. Alle Kids werden schon von klein auf gelehrt, den Feind Israel zu vernichten – wie kann da Friede in die Köpfe kommen? Es ist keine Friedensgesinnung sichtbar – darum werden Verhandlungen es auch nicht schaffen. Aber vielleicht schaffen sie kleine Besserungen – aber nur dann, wenn nicht auf Maximallösungen beharrt wird, sondern sagen wir: Gemeinsame Projekte zwischen einzelnen Palästinensern und Israelis. Aber wenn man als Palästinenser befürchten muss, dann gleich von der Hamas als Kollaborateur ermordet zu werden, wird man es sich doch recht gut überlegen.

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Chaos in Libyen: Drohung, Ölschiffe zu bombardieren: http://www.spiegel.de/politik/ausland/konflikt-um-streik-an-libyens-oelterminals-verschaerft-sich-a-917008.html

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Zumindest sprechen unsere Medien inzwischen wieder vermehrt von den Islamisten, die in Ägypten kämpfen: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2013-08/chefsache-inklusion-behinderung-mitarbeiter Es wird ein harter Kampf. Denn irgendwo las ich, dass Al-Qaida die Islamisten – also die Muslimbrüder und Salafisten in Ägypten unterstützen. Jetzt müssen sie also in Syrien und Ägypten kämpfen – in beiden Ländern fühlten die Islamisten schon den Sieg in der Tasche. Das ist bitter. Interessant ist die Haltung von Saudi Arabien: In Syrien unterstützen sie die Islamisten und in Ägypten das Militär. Oder haben die Saudis inzwischen die Strategie gewechselt?

Das Versagen des Westens angesichts der Muslimbrüder wird hier deutlich: http://www.kath.net/news/42457 – wobei der Einfluss des Westens auf Ägypten eher gering zu sein scheint. Ich habe den Eindruck, dass die Islamisten endlich das machen, was sie schon immer wollten und sich nun legitimiert fühlen: Christen aus dem Land zu vertreiben. Andere Muslime in Ägypten sind gegen die Gewalttätigkeiten ihrer terroristischen Glaubensbrüder und solidarisieren sich mit den Christen. Sie solidarisieren sich auch gegen die Muslimbrüder, weil sie diese nicht in ihrem jeweiligen Stadtteil haben wollen.

Auch ein Bibelladen wurde niedergebrannt: http://rameza.wordpress.com/2013/08/15/bible-society-bookshops-burned-and-destroyed/

Wir müssen die Ägypter in ihrem Kampf gegen die Terroristen bestärken, statt sie zu schwächen. Das Militär darf nicht – wie Assad – in die Hände von anderen Extremisten (Saudi Arabien, Katar) getrieben werden. Später kann man immer noch Demokratie einfordern und wenn nötig Druck ausüben. Aber jetzt sind erst einmal die Furien zu zähmen. Freilich: An einer politischen Lösung werden auch die Militärs nicht vorbeikommen. Ihr Ziel wird es wahrscheinlich sein, die terroristischen Kräfte der Muslimbrüder zu schwächen und die moderaten Kräfte zu stärken – und dann wird Mursi wieder ins Spiel kommen?

Wir haben in unserem Land eine ganze Menge Mursi-Erdogan Anhänger: http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/erdogan-anhaenger100.html – und nicht allein die. Ob die Verblendeten in unserem Land nun endlich sehen, was das für ein übles Treiben gegen die Bevölkerung Ägyptens und Syriens ist? Nein, sicher nicht. Sie fühlen sich bestärkt, von den Brückenköpfen Europa und Amerika aus die Gesinnungsgenossen in Ägypten, Syrien usw. anzufeuern. Wird das in unseren Ländern unterbunden?

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