Segen am Sonntag: Bibel 2

Wir Menschen haben Fragen an Gott und die Welt.

Manche von uns haben schon die Antworten, die sie hören wollen.

Wenn aber gerade diese Antworten nicht kommen?

*

Gott wird in der Bibel als Burg, Fels bezeichnet, als Hirte und König, als Sonne und Schild, als Vater, als Quelle…

Wir sollen uns nicht auf eine dieser Bezeichnungen festlegen.

In den jeweiligen Lebenssituationen, Stimmungen können wir es.

Jedoch nicht theologisch.

 

Gott ist anders, als wir in unserem begrenzten Sinn denken, vorstellen.

Was für die Aussage gilt:

Gott ist Person und Energie,

Gott ist allmächtig und allwissend,

das gilt auch für die Bibel als Wort Gottes.

Person, Energie, Allmacht, Allwissenheit sind von Gott her zu bestimmen,

nicht von unseren Vorstellungen von Gott, Person, Energie, Allmacht, Allwissenheit.

So ist auch die Bibel als Wort Gottes von Gott her zu interpretieren,

nicht von unseren Vorstellungen, wie Gott zu reden habe…

Gott ist anders, als wir in unserem begrenzten Sinn denken, vorstellen.

Gott segne Euch – in der Beschäftigung mit Gott.

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3 Antworten auf „Segen am Sonntag: Bibel 2“

  1. Diese Art der Diskussion – diese Formulierungen gefallen mir nicht. Denn es geht da nicht mehr um den Versuch, den anderen zu verstehen, sondern macht ihn runter. Ich kann es gut verstehen, nachvollziehen. Aber das ist aus meiner Perspektive kein angemessenes Umgehen miteinander.

    Worum geht es. Es geht um reziprokes Verstehen:
    Ich lese aus meinem Verständnis heraus einen Text.
    Der Text verändert mich – wie ich den Text verändere.
    Ich lese als Veränderter den Text – und lese ihn anders – dadurch verändert mich der Text wieder…

    Und das gilt auch für das Lesen der Bibel – aber mehr als für andere Texte, da ich Romane usw. selten häufiger lese, aber den Bibeltext häufig lese. Zudem rechne ich damit, dass der Geist Gottes mich beim Lesen verändert. Das mag man alles als Wortgeklingel ansehen, als Nullaussage, als Dreschen von leerem Stroh, weil eben Gott nicht vorausgesetzt wird. Das unterscheidet uns ja gerade, diese Voraussetzung. Und ich nenne das, was Sie sagen, weil sie meine Voraussetzung nicht machen, auch nicht: Wortgeklingel, Nullaussage, Dreschen von leerem Stroh. Ich denke nicht einmal so, weil ich denke, dass ihre Lebenserfahrungen, dass Ihr Denken, Ihr Weltbild eben nicht meinem entspricht. Und das ist ganz normal. Somit sehe ich unsere Diskussion als Austausch von Argumenten an – eben mit dem Versuch, sich so zu artikulieren, dass der jeweils andere versteht, zumindest ahnt, was das Gegenüber meint.

    Zurück zum Thema: Und das gilt auch für das Verstehen von Gott – auch mit Blick auf die Bibel, aber auch mit Blick auf Erlebnisse, auf andere Menschen, auf mein Denken usw.
    Ich habe ein Gottesbild – das Gottesbild wird durch die genannten Aspekte (und weitere) verändert. Mein verändertes Gottesbild trifft wieder auf Erfahrungen usw. – mein Gottesbild wandelt sich. Das bedeutet, dass ich als einer, der davon ausgeht, dass Gott existiert, dass er durch seinen Geist wirkt, so agieren kann, dass er mein Gottesbild so verändert, dass es sich ihm annähert. Ausgangspunkt ist dabei im Wesentlichen für Christen das, was Jesus gesagt hat. Was hat er gesagt? Siehe oben zum Thema reziprokes Lesen.
    Zu allen weiteren Texten wieder, wenn ich ein wenig mehr Zeit habe.

    1. Tut mir leid, wenn ich Ihnen zu sehr auf die Füße getreten habe, das ist nicht meine Absicht und ich rechne Ihnen hoch an, dass Sie meine Postings nicht editieren oder sogar löschen, wie das andere Blogmaster zu tun pflegen, wenn ihnen die Richtung der Aussage nicht passt.

      Somit sehe ich unsere Diskussion als Austausch von Argumenten an – eben mit dem Versuch, sich so zu artikulieren, dass der jeweils andere versteht, zumindest ahnt, was das Gegenüber meint.

      Aber genau da liegt mein Problem: mit einigen Ihrer Aussagen kann ich wirklich nichts anfangen.
      Sie sprechen von „Verstehen von Gott – auch mit Blick auf die Bibel …“
      Die Bibel ist jedoch eine Schrift, die eine Vielzahl von einander widersprechenden Gottesbilder zum Inhalt hat und an keiner Stelle – so sehe ich das jedenfalls – gibt es nachvollziehbare Kriterien, die einem sagen, welches Gottesbild Vorzug vor den anderen haben sollte. Das ist dann wohl eher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der eine mag eben den liebenden Gott, der andere zieht den „gerechten“ – was immer das heißen mag – vor und ein dritter geht ganz und gar in dem strafenden Gott auf.
      Auch ein Jesus bietet hier keine Hilfe, denn es bleibt unklar, welche Jesus-Worte authentisch sind und welche nicht, so dass das auch hier wieder vom persönlichen Geschmack abhängt.

      Aus dem Dilemma kommt man scheinbar nur dann heraus, wenn man – wie die Evangelikalen – die Bibel einfach (und stumpf!) wörtlich verstehen will und alles zu Gottes unfehlbarem Wort erklärt. „Scheinbar“ natürlich deshalb, weil man auch so die einander widersprechenden Aussagen nur unter extremer Verbiegung von Logik und Aufrichtigkeit in Einklang bringen kann und dann letztendlich an Paulus scheitert, der gesagt hat:
      „Prüft aber alles und das Gute behaltet. (1Thess 5,21)“
      Scheitern deshalb, weil es wiederum keine Kriterien dafür gibt, was denn „das Gute“ sein soll.
      Wenn ein amtierender Minister der USA und ehemaliger Gouverneur (von Texas!) so etwas sagen kann: “ Wenn ich als Gouverneur die Todesstrafe vollstrecken lasse, gibt mir die Bibel das Recht dazu.“ und daraufhin kein entsetzter Aufschrei bei der Bevölkerung im allerchristlichen der westlichen Länder erfolgt, dann muss ich zu der Überzeugung kommen, dass mit dem Christentum etwas ganz gewaltig schief läuft.

      Übrigens, auch ich hatte einmal ein Gottesbild, wohl das traditionelle, das man halt hat, wenn man als Kind gläubiger Eltern aufwächst. Da ich aber von Kind auf ein großes Leseinteresse habe und meinen Lesestoff nicht selektiv einseitig auswähle, sondern sehr gerne auch solche Texte lese, die meiner (damaligen) Position diametral entgegen stehen, habe ich auch philosophische und religionskritische Literatur gelesen und kam schließlich zu der Überzeugung, dass mein Gottesbild – und alle anderen, die ich bisher kennengelernt habe, einer logisch-rationalen Prüfung nicht standhalten. Also habe ich mich an Paulus Empfehlung gehalten und mich dem überzeugenderen Weltbild zugewandt und das heißt (frei nach Gerhard Vollmer): „In dieser Welt geht alles mit rechten Dingen zu.“

      Für einen Gott wäre da auch ein Platz, wenn er sich denn zu erkennen geben würde, ohne dass ich meinen Verstand abschalten muss. Kriterien dafür kann ich ja benennen.

      Aber so lange der blinde Glaube als Tugend und der gesunde Zweifel als Sünde angesehen werden, kann ich mich mit einer entsprechenden Religion nicht mehr anfreunden.

      Der Katholizismus mit seinem Marienkult und dem ganzen Heiligengedöns war mir immer fremd. Aber auch Luther, der mit Zitaten glänzt, wie „Vernunft ist des Teufels Hure“, kann bei mir nicht mehr punkten. Und die heillose(!) Zerstrittenheit der vielen, vielen christlichen Sekten untereinander tut ein übriges.

      Momentan kommt noch hinzu meine Wahrnehmung, dass radikale Christen in der Tat die Gefahr heraufbeschwören, durch ihren Wahn die gesamte Menschheit auszulöschen (siehe Parallelthread „Bostoner Erklärung“). Kann es sein, dass diese Irren nur deshalb so weit kommen konnten, weil sie von ihren gemäßigten Glaubensbrüdern nicht rechtzeitig in die Schranken gewiesen wurden oder selbige Angst hatten, dass auch ihr Glaube in Gefahr sei, wenn sie radikalere Positionen als das bezeichnen würden, was sie tatsächlich sind: in höchstem Maße lächerlich?

  2. Sorry, aber hier wird eine Menge leeres Stroh gedroschen:
    wenn Ihr Gott anders ist, als Sie es sich vorstellen können, dann sollten Sie auch aufhören, ihm Eingenschaften zuzuschreiben. Dann können Sie ehrlicherweise überhaupt nichts über einen solchen Gott aussagen, nicht einmal, ob er existiert.

    So ist auch die Bibel als Wort Gottes von Gott her zu interpretieren,

    Das ist eine absolute Nullaussage, Wortgeklingel ohne sinnvollen Inhalt. Schade, dass Sie sich auf dieses Niveau herabbegeben.

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