Indien-Pakistan + Venezuela + Nigeria

Indien sollte nicht so posaunen, das brächte der pakistanischen Regierung islamistische Schwierigkeiten. Und daran dürfte den Indern nicht gelegen sein: https://www.tagesschau.de/ausland/indien-pakistan-119.html

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Ich bin gespannt, wie Maduro reagiert – aber ich denke, er wird als Ideologe ausharren bzw. kämpfen, bis auf den letzten Atemzug – egal, was mit den Bürgern des Landes passiert. Wenn das Umfeld Maduros ihn nicht arbeitsunfähig macht, planen die umliegenden Regierungen umsonst. Ich hoffe ja nicht, dass diese Staaten, allen voran die USA, einen zweiten Märtyrer nach Allende schaffen werden. Psychologische Kriegsführung – was kann sie leisten? Da dürfte noch viel Luft nach oben sein. Dauert nur länger. https://www.tagesschau.de/ausland/machtkampf-venezuela-115.html

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Nigeria hat gewählt. Im Augenblick sieht es so aus, als würde der Alte der Neue: https://www.tagesschau.de/ausland/nigeria-455.html

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Wir Christen

Es ist schmerzhaft zu sehen, dass wir Christen häufig den Blick auf Gott verfinstern. Von daher ist es immer wieder wichtig, sich selbst im Geist und im Licht Gottes zu betrachten – aber auch die Gemeinden – die Theologien – und die Kirchen als Institutionen.

Der Geist Jesu Christi möge uns immer wieder die Augen öffnen und uns erneuern. Der Prozess der Erneuerung kann schmerzhaft sein. Aber da er von Gott kommt, zerstört er nicht.

Christsein bedeutet nicht: Starr sein. Christsein bedeutet: Sich vom Geist Jesu Christi verändern lassen, Schuld erkennen, in Liebe zu wachsen.

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Der Blog kann frühestens am Mittwoch weiter geführt werden.

Christliche Kunst: Gemälde – Glaube und Künstler

Als der christliche Glaube noch nicht die Kultur Europas prägte, gab es vereinzelte Versuche, bestimmte Abbildungen als Bekenntnis auf den Sarkophagen anzubringen – erkannt von „Eingeweihten“ – also von anderen Christen.

Als der christliche Glaube sich durchzusetzen begann, wurde christliche Kunst von den ausgestalteten Kirchengebäuden geprägt: Wandmalereien, Mosaiken…

Christliche Kunst begleitete in der Frühzeit vielfach Texte. Texte konnten durch die Bilder von denen verstanden werden, die nicht lesen konnten und konnten den emotionalen Zugang zu den Texten intensivieren. Zudem konnte man die Bilder samt Text auch außerhalb von Kirchen verwenden, wie die Evangeliare zeigen.

In den Kirchen waren Bilder von den Texten vielfach gelöst: Glasmalereien und Skulpturen waren durch das Kirchengebäude in einem kontextuellen Zusammenhang gestellt, dienten aber nicht mehr unmittelbar der Wiedergabe von Texten. Durch die Loslösung vom Text ermöglichten sie dann immer stärker einen Zugang zu dem Abgebildeten in seiner Verbindung zu Gott. So konnten sich dann die Kunstwerke aus dem Zusammenhang von Text und Kirchengebäude lösen. Sie blieben aber noch immer im Kontext der sie umgebenden christlichen Kultur eingebettet.

Das christliche Kunstwerk begann als Kunstwerk bedeutsam zu werden. So versuchten sich die Künstler gegenseitig zu übertrumpfen – und die Maler selbst wurden mit den Bildern verbunden. Vorher waren die Maler vielfach unbekannt. In der Neuzeit löst man dann in der Bildinterpretation den Glauben vom Kunstwerk und meint, der Künstler habe nicht geglaubt oder das Kunstwerk sei nicht Ausdruck des Glaubens, sondern man habe nur Geld verdienen wollen und weil die Finanziers Kirchen und christliche Gruppen waren, habe man eben christliche Bilder gemalt.

Das wird aus meiner Sicht dem Künstler nicht gerecht – er hat zumindest sich auch selbst in den Kunstwerken in Verbindung mit seinem Glauben ein Denkmal gesetzt. So erkennen wir bis in die Neuzeit hinein, dass christliche Bilder gemalt werden, weil der Künstler sich und seine Emotion, seine Gesellschaftskritik, seinen Zugang zur Welt mit Hilfe seines christlichen Glaubens ausdrückt. Zudem hat er die Bilder ja so gemalt, dass sie im Betrachter etwas bewirken können.

Und so entstanden äußerst innige Bilder – aber auch abschreckende Bilder – gerade auch unter Aufnahme der Kreuzigung. Ich denke an Gustave Moreau: Er hat Bilder mit unterschiedlichsten Motiven auch aus der Mythologie entnommen. Aber seine Pietá oder sein „Christus der Erlöser“ lassen ihn selbst erkennen in seinem Glauben. Rembrandt sowieso, seine vielfachen Darstellungen des Verlorenen Sohnes – eines Gleichnisses, das auch von Beckmann als Ausdruck seiner eigenen Verlorenheit aufgenommen wurde. Man denke auch an die vielfältige Aufnahme des Ecce Homo Motivs. Leiden der Menschen konnte man sehr eindrücklich auch ohne dieses darstellen, wie zum Beispiel Käthe Kollwitz zeigt. Warum hat man es dann gerade auch mit Jesus verbunden? („Ich will Gott die Ehre geben auch in meiner Arbeit“ [1914])

Bei jedem Künstler ist individuell zu fragen: Inwieweit ist sein Werk Ausdruck seines Glaubens. Denn das Bild wird nur dann richtig verstanden, wenn sein Glaube ernst genommen wird. Es sei denn, man will allein Farbe und Komposition usw. untersuchen, Inhalte sind dann egal. Eine differenzierte Sicht ist angebracht.

Interessant finde ich im Vorwort zu „Der katholische Rubens“ schreibt Willibald Sauerländer, der sich als „aufgeklärten Agnostiker“ einordnet: „Aus guten Gründen vermeiden kunsthistorische Bücher in aller regel konfessionelle Zuordnungen. Nachdem mit der Aufklärung die werke der älteren Kunst ihrem feudalen oder kirchlichen Wurzelgrund entrissen waren, wurden sie alle in das Pantheon der autonomen Kunst entrückt und im Reich der Ästhetik zu ewiger und allgemeiner Gültigkeit erhoben.“

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7 Wochen ohne

Ich finde es schön, wenn sich Menschen an dieser Fasten-Aktion beteiligen. Ich tue es nicht, aber wenn andere es für ihr Leben als sinnvoll ansehen, ist es sehr gut. Kirchen sollten das auch unterstützen mit Hilfestellungen, damit die sieben Wochen ohne nicht nur ein Weglassen bedeutet, sondern das Leben auch im Glauben weiterführen kann.

Ärgerlich finde ich es, wenn bestimmte Lobby-Gruppen auf den Zug aufspringen – und das auch noch von Kirchen unterstützt wird. Zum Beispiel: 7 Wochen Autofasten.

Das banalisiert das religiöse Streben nach Selbsterkenntnis.

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Reporter ohne Grenzen + Druck auf Wissenschaftler

Wenn man auch nicht viel davon hört – es hat sich in manchen Ländern nicht viel geändert, in manchen ist es sogar schlimmer geworden: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/

Türkei macht Druck: Verfolgung von politisch nicht angepassten Wissenschaftlern: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/die-tuerkische-justiz-macht-weltweit-druck-auf-tuerkische-wissenschaftler-16048236.html

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Glaubwürdigkeit der Umfragen + Kliniken + Kirchen

Über die Glaubwürdigkeit von Umfragen – und dass nur sehr langsam ermittelt wird, wenn es um Manipulationen in der Marktforschung geht: http://www.spiegel.de/wirtschaft/marktforschung-sind-manipulationen-jetzt-schwieriger-a-1254057.html

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Man kann Glaubwürdigkeit und Vertrauen sehr schnell verspielen. Ein weiteres Beispiel: http://www.spiegel.de/plus/betrug-im-krankenhaus-alle-bescheissen-sich-gegenseitig-dass-sich-die-balken-biegen-

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Auch die Kirche hat Vertrauen verspielt und versucht, es wieder zurückzugewinnen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/missbrauch-in-der-kirche-kardinal-reinhard-marx-fordert-ende-der-vertuschung-a-1254791.html

und: https://www.tagesschau.de/inland/ackermann-interview-101.html

Das vorrangige Ziel darf jedoch nicht sein, wieder in gutem Licht dazustehen. Vorrangiges Ziel muss es sein, den Opfern zu helfen und alles menschenmögliche zu tun, um künftige Opfer zu vermeiden. Sonst wird nichts draus.

Dazu auch: http://www.spiegel.de/panorama/missbrauchskonferenz-im-vatikan-der-papst-und-der-feminismus-a-1254824.html

(In diesem Beitrag wird sicher nicht aus Versehen die Aussage angebracht „Wir Journalisten…“ – hat der Journalismus denn schon die „Reinigung“ hinter sich? Sie bilden keine Einheit und haben vermutlich auch nicht den moralischen Anspruch der Kirchen. Oder doch? Ich sage nur: Jimmy Savile – Gesellschaft versagt auf vielen Ebenen und muss immer wieder „Reinigungsprozesse“ durchlaufen.)

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Esel tanzt

Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen.

Das Sprichwort hat so seine Besonderheit, denn sie zeigt etwas, was wir vielleicht kennen:

Wenn es dem Menschen so gut, geht, dass er zufrieden sein könnte, hat er sein Ziel der Zufriedenheit jedoch nicht erreicht. Es liegt immer vor ihm. Erreichtes Ziel bedeutet: Unzufrieden sein, denn das nächste Ziel liegt vor einem.

Und diese Erkenntnis hat massive Auswirkungen:

Wenn es einem am Arbeitsplatz so gut geht, dass man zufrieden sein könnte – dann schafft  man sich Ärger.

Wenn es von der Wohnsituation alles sehr gut ist im Dorf, in der Stadt und man zufrieden sein könnte – dann schafft man sich Chaos.

Wenn man es von der Familiensituation sich in Ruhe und Frieden einrichten könnte – dann bricht man aus…

Der Mensch ist der wahre Esel.

Ob er durch Eseleien zufriedener wird, das mag dahin gestellt sein – eher nein.

Was er auf jeden Fall merkt: Ob er auf dem Eis tanzen kann oder nicht.

(Vom Februar 2014)

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