Carsharing + Auto und Freiheit

ist dieser Beitrag überraschend, dass Carsharing nicht die Lösung der Probleme ist? es sollte sich immer stärker herauskristallisieren – und das wird im Beitrag auch angesprochen – dass nur Pakete hilfreich sein werden, zum Beispiel die Kombination von Bahn und Carsharing.

Zudem sollten alle, die ständig Autos bashen eines bedenken: Auto bedeutet nicht nur, dass man es ständig zur Verfügung hat, es bedeutet auch: Freiheit. Es bedeutet, man hat seinen Einkaufshelfer. So lange es hier keine vernünftigen Alternativen gibt, man immer auf andere angewiesen sein wird, um irgendwas zu erreichen, so lange wird man das Auto nicht los.

Man wird es nicht los, wenn man nicht politisch-diktatorisch rigide und undemokratisch eingreift. Man wird das Auto verändern müssen. Aber da ist man ja dabei. Nur ob ElektroAutos besser sind – mit Blick auf Klima – als Diesel oder Benziner das wird sich alles zeigen. (Nicht nur lokal gesehen, sondern auch, was die Produktionsmittel betrifft.)

Übrigens: Wie viel Strom wird verpulvert durch aufgeladene aber nicht benutzte Fahrzeuge?

Grundsätzlich: Es gibt keine einheitlichen Lösungen, es gibt nur Pakete. Und die müssen sachlich – nicht ideologisch – gut durchdacht werden – mit den Menschen, nicht gegen sie.

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Foto gesperrt

Von tumblr wurde folgendes Foto gesperrt:

Grundsätzlich ist es ja gut, dass ein Computer-Auge auf die Veröffentlichungen geworfen wird, wobei gerade auf tumblr manches zu finden ist, was noch immer äußerst brutal ist. Egal. Ich hoffe, Ihr habt angesichts dieses Fotos keinen seelischen Schaden bekommen. Ich hatte es am 1.7. im Blog https://blog.wolfgangfenske.de/2019/07/01/dankbarkeit-10/

Ich habe es natürlich angefochten, nun wird sich ein menschliches Auge darum kümmern und wahrscheinlich köstlich amüsieren.

Nachtrag: Schon kam die Korrektur – Ihr könnt also das Bild weiter ohne seelischen Schaden zu bekommen, ansehen:

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Glory

Das Stück kommt vor in dem Film über Martin Luther King: Selma. Er ist sehenswert.

Wie lange dauert es, bis Hass aus den Köpfen verschwindet. Hass darf nicht umgeleitet werden, es muss beharrlich dagegen gearbeitet werden. Von daher ist es eminent wichtig, in Auseinandersetzungen, die notwendig für eine Gesellschaft sind, die richtigen Worte zu wählen. Kann einer vorgeben, was diese richtigen Worte sind? Kaum. Sie sind Teil der lebendigen und hoffentlich verantwortlich ausgetragenen Auseinandersetzung in einer Gesellschaft. Freilich muss man miteinander auch darüber streiten, welche Worte angemessen, welche unangemessen sind. Eine Gesellschaft, die solche Auseinandersetzungen unter den Teppich kehrt, bekämpft nicht Hass, sondern erhöht den Druck im Kessel. Entsprechend handelt eine Bevölkerungsgruppe, die hassend der anderen vorwirft, zu hassen. In so einer Auseinandersetzung gegen den Hass, der wie eine ansteckende, unheilbare Krankheit die Seelen von Menschen verblenden kann, gibt es leider keine Medikamente. Es gibt nur den Mut Einzelner, sich dagegen zu wenden. In der Hoffnung, sie werden immer mehr – Gruppen übergreifend. Das ist es, was Martin Luther King gefördert hat. Auch auf dieser Ebene ist er bewundernswert.

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Klima-Politik + Bescheuklappte

Im Augenblick läuft es klimatisch so: Es ist zu heiß! Wir müssen was gegen Hitze tun! Es ist zu trocken! Wir müssen was gegen Trockenheit tun! Es ist zu nass! Wir müssen was gegen Starkregen tun! Es ist zu kalt! Wir müssen was gegen Kälte tun! Die medialen Menschen reagieren unmittelbar, nicht vorausschauend.

Klima-Politik, die ich für vernünftig halte muss alle klimatischen Wechsel im Blick haben: Hitze und Trockenheit, Kälte und Nässe. Wer sagt denn, dass in ein paar Jahren nicht die Kälte und Nässe kommen? Sagten doch (hoffentlich kluge) Wissenschaftler, dass der Golfstrom abbrechen könnte – und dann wird es kalt.

Vernünftige Klima-Politik muss im Auge haben, dass die Infrastruktur bei welchem Wetter auch immer funktioniert, dass es genug Versorgungsstationen gibt, dass die Wasserstraßen schnell ersetzt werden können (ist der Rhein zu trocken – wird Öl knapp, das wird auch sein, wenn der Rhein zu langes sehr hohes Hochwasser hat wie auch dann, wenn er längere Zeit zugefroren sein dürfte. Wirtschaft und Landwirtschaft müssen optimal auf alle Möglichkeiten eingestellt werden. Energie-Engpässe (auch Stromversorgungsunregelmäßigkeiten) darf es weder geben, wenn kaum Sonne scheint, wenn kaum Wind weht. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass es zu Unruhen in der Bevölkerung kommen könnte – und auch in diesen Zusammenhängen muss dieser gesamte Komplex bedacht werden. Und: Diese Aspekte sind nicht aus der Perspektive irgendeiner Wunschvorstellung zu betrachten, sondern aus der Perspektive der Bevölkerung, die dann, wenn die jeweilige Situation eintritt, Mangel leidet. Da wird ihr dann egal sein, woher der Strom kommt, welches Essen sie bekommen: Hauptsache Strom, Hauptsache Essen, Hauptsache Wasser…

Kurzsichtige Energie-Politik schadet den Nachkommen massivst. Vernünftige Klimapolitik kann nur in einem Paket geboten werden. Gleichzeitig muss man den Menschen sagen: Arbeitet an Euch, damit ihr alle möglichen Klimakapriolen/Wetterkapriolen tapfer ertragen könnt. Ohne Hektik, ohne Panik, ohne Herumgenörgele, ohne Resignation.

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So was war abzusehen. Sie kennen keine Grenzen, sehen nur ihre eigenen Scheuklappenperspektiven. Politik muss alle im Blick haben, nicht nur ein paar Bescheuklappte: https://www.t-online.de/nachrichten/id_86226038/umwelthilfe-beantragt-beugehaft-gegen-regierungsmitglieder.html

Wie heißt es so brutal aber passend: „Die Revolution frisst ihre Kinder“. Greta ist übrigens vernünftiger. Darum wird man wohl auch bald über sie hinweggehen.

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Maya-Mythos

Schritt für Schritt wird der Maya-Mythos, den so mancher hegte, zerstört, der Mythos von den „edlen Wilden“: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/maya-stadt-witzna-brannte-bei-heftigem-feuer-zur-bluetezeit-der-kultur-nieder-a-1280638.html

Was für eine Überraschung, immer wieder zu entdecken: Auch die Maya waren Menschen, real existierende Menschen, keine süßen Traumfiguren.

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China und Russland

China zieht die Schlinge enger: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/china-geht-gegen-deutsche-forscher-vor-politiker-in-berlin-empoert-a-1279526.html Die Frage ist: Es ist wohl noch lange nicht so weit, dass China implodiert. Darum muss die Regierung alles tun, damit sie die anderen Länder ausbeutet und – wie es möglicherweise aussieht – in der Wirtschaft trickst, damit die Armut kontrollierbar bleibt. Damit müssen wir rechnen: Es geht um den Selbsterhaltungstrieb der chinesischen-kommunistischen Ideologie, damit der Regierung. Man muss China Grenzen setzen, wenn man nicht ein Anhängsel von China werden will. Das geht aber nur in einem Staatenverbund. China ist schon zu groß.

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Russland: Was ich mich immer wieder frage, das ist: Warum wird in Russland die Opposition drangsaliert? Hat Putin, hat die Regierung das nötig? Sogar vor Wahlen in Städten? Wer die Opposition bedrängt, hat verloren – weil er die Niederlage schon vorher eingesteht. Dass die Klugen in der russischen Machtzentrale das nicht wahrnehmen, wundert mich. Dass nicht angemeldete Demonstrationen aufgelöst werden, hat allerdings damit nichts zu tun. Denn auch bei uns müssen sie angemeldet werden. Aber wenn nicht angemeldete Demonstrationen notwendig sind, weil Demonstrationen nur äußerst restriktiv zugelassen werden, ist natürlich etwas anderes.

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Der reiche junge Mann

Ganz enthusiastisch nennt der reiche junge Mann, der vor Jesus auf die Knie fällt, Jesus: guter Meister. Jesus weist diesen Enthusiasmus von sich und weist auf Gott. Das hatte der junge Mann, der sich als besonders fromm zeigt, nicht bedacht, dass er hier einen Fauxpas begangen hat. Jesus weist ihn dann – wie es seinem Glauben entspricht – auf die Gebote, die Menschen gelten. Nicht auf den ersten Teil des Doppelgebotes: Liebe Gott. Und das ist auch an dieser Geschichte spannend: Jesus betont die zwischenmenschliche Beziehung – nicht die Beziehung zu Gott. Wie in der Bergpredigt, in der ersten Antithese: Versöhnung geht vor korrekt vollzogenem Opfer. Der junge Mann ist nicht nur reich, trotz seiner erhobenen Stellung wirft er sich demütigend in den Staub, und er ist fromm. Jesus hat ihn begeistert, Jesus weiß, was ihm zu seinem Glück neben Frömmigkeit und Reichtum und Begeisterungsfähigkeit wirklich fehlt, was seine Unzufriedenheit nehmen kann, was seinem Leben Erfüllung bringt. Menschliches Miteinander in der Nachfolge Jesu. Diese zwischenmenschliche Beziehung, die Jesus wichtig ist, wird auch deutlich an dem, wie er die Beziehung zu dem jungen Mann aufbaut: Er blickt ihn an mit Liebe. Aber diese Liebe mutet dem jungen Mann eine Menge zu: Verkauf alles – gib das Geld den Armen – folge mir nach. Dieser liebende Blick wird auch den traurig davon gehenden jungen Mann begleiten. So lange er lebt: begleiten.

Das fasziniert mich an diesen kleinen Geschichten. Was für empathische Erzähler dahinter stehen. Man hätte sie auch ganz ohne diese kleinen besonderen Perlen erzählen können.

In der Geschichte geht es um Reichtum und loslassen vom Reichtum. Reichtumskritik ist für Jesus wichtig gewesen. Heute sehen wir, dass man nicht am Reichtum auch als Thema kleben bleiben darf – genauso wenig, wie man am Reichtum kleben darf. Der  Text muss vielfältiger ausgelegt werden, weil Jesus auf jedes Individuum auf die ihn betreffende Weise eingeht. Vermutlich jeder hat etwas, an dem er klebt, das er nicht loslassen möchte, obgleich er weiß, dass es nicht gut ist, wenn er daran kleben bleibt. Das finden wir sehr schön in der Geschichte, in der Jesus von einer Frau mit sehr teurem Öl gesalbt wird. Nach den Vorwürfen, die fordern, das Geld den Armen zu geben, sagt er: Arme habt ihr allezeit bei Euch, mich nicht.

Natürlich kann die von mir dargelegte Sicht als Selbstrechtfertigung eines Reichen dienen. Aber die Konzentration auf Reichtum wäre gesetzlich reduzierend und die Geschichte würde für Arme belanglos sein.

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„Der Anbräuner“

Alles ist braun – was nicht rot oder grün ist. So ist das heute nun einmal. Viele machen sich auf den Weg, um zu denunzieren, sich vor Gleichgesinnten zu profilieren – der Mensch als Jäger – wenn er schon nicht Tiere jagen darf. Und so ist die Reaktion des Malers Neo Rauch auf solche Anwürfe eben eine angemessene Reaktion. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zur-debatte-ueber-den-maler-neo-rauch-16317918.html

Wichtig ist es, negative Tendenzen und gefährliche Tendenzen einer Gesellschaft aufzuzeigen. Nicht richtig ist es, andere, nur weil sie eine andere politische Meinung oder Weltanschauung haben, zu diffamieren. Auseinandersetzen ja, aber Diffamierung nein. Öffentlich an den Pranger stellen – auch: Nein! Das sei – unabhängig von der oben genannten Diskussion – gesagt.

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