Miley Cyrus auf Josuabaum + Liebe*r Kolleg*in + Gegen Biestigkeit

Die Arme: Da setzt sie sich auf einen Baum, lässt sich fotografieren – sieht dabei ganz nett und buntisch aus – schon hagelt es Kritik und das wird sogar auf spiegel-online aufgegriffen. Wahrscheinlich, weil es zu den wichtigsten Nachrichten unserer Zeit gehört:
http://www.spiegel.de/panorama/leute/miley-cyrus-wird-kritisiert-weil-sie-auf-wuestenpflanze-posiert-a-1261138.html

Upps! Wer hat diese Kleidung hergestellt? Sind es Bio-Farben, Bio-Fasern? Dass die Haarfärberei nicht gesund ist – und aus welchen Stoffen sind die Färbemittel gemacht? Schlechtes Vorbild für alle ihre Fan-Mädels. Das sollte sie uns schon sagen und auch berücksichtigen. Übrigens hat sie sicher Sprit dafür verbraucht, um an den Ort zu kommen, an dem der Baum steht. Abgase, Klimaerwärmung!

Ich frage mich: Was sollen die Armen noch tun, ohne kritisiert zu werden? Auf die Bühne stellen und dumm rumgucken. Auch das würde wohl Kritiker finden: a) entweder ist die Bühne aus Holz; b) oder sie ist aus Kunststoff; c) … – wer weiß, wer sie gebaut hat und dabei ausgebeutet wurde… – auf jeden Fall: was guckt sie dumm rum, statt Vernünftiges zu tun?

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Ich frage mich auch noch etwas anderes. Muss man in Briefen an bestimmte Personen nicht schreiben: Liebe*r Kolleg*in? Denn man steckt ja im anderen Menschen nie drin – und diskriminiert man ihn/sie/div. nicht, wenn man sie auf eine Möglichkeit festlegt?

Im Mittelalter hat man übrigens angeblich darüber nachgedacht, wie viele Engel auf eine Tannenspitze passen. Heute überlegt man sich sowas. Jede Zeit hat ihre großen Probleme.

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Das ist ein schöner Beitrag gegen die Biestigkeit verschiedener Leute, die krampfhaft was suchen, womit sie der Gesellschaft oder Einzelnen in die Suppe spucken können:
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wie-herr-i-von-der-zeitung-uns-auslaender-instrumentalisiert/

Lasst uns mehr schmunzeln, und die Streitsüchtigen auf Abstand halten. Deren Geschäft ist der Unfrieden, deren Tonart die humorlose Lieblosigkeit.

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Kein Interview mit…

Das ist doch eine kuriose Diskussion: Man sollte XY kein Interview geben. Warum nicht? Wie das Grundgesetz zusichert, dass man alles lesen darf, so sollte auch unter den Demokraten gelten: Man darf allen Interviews geben. Man will ja schließlich Leute gewinnen. Interviews sollte man den Medien nicht geben, die Interviews verfälschen. Man muss sich ja selbst absichern. Alles andere ist eine Diskussion, die man vergessen kann und die Wahlkampfhysterie von Parteien geschuldet sind.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/katarina-barley-irritiert-mit-interview-fuer-russia-today-a-1262646.html

Für diejenigen, die es vergessen haben:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

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Grüne und Taktik + Greta-Kids

Nun geben zwei Grün*innen an, dass man auch als Grün*in sehen muss, dass das Frauenbild mancher Migranten nicht unbedingt unserem entspricht. Das sagen andere schon seit Jahren. Warum nun endlich auch die Grün*innen? Es wird vermutet: „Sie wollen als pragmatisch wahrgenommen werden.“ Man lässt also Leute in die Irre laufen – man weiß ganz genau, dass man es tut – irgendwann gibt man zu und sagt dann. Ätschibätschi, wir müssen aufpassen, dass ihr nicht in die Irre lauft. Das ist doch irre. Vor allem, wenn solche dann auch noch gewählt werden, weil sie nach Jahren des Sand in die Augen Streuens nun so tun, als hätten sie es nicht wissend getan. Denn man kann ja auch nicht die Grün*innen als gesellschaftspolitische Blindfüchse bezeichnen. Sie wussten ganz genau, was sie taten. Man reibt sich echt die Augen, wenn man den Beitrag liest. Aber sie scheinen doch manche ihrer Grün*innen als Blindfüchse anzusehen, weil sie sagen, das man etwas nicht dürfte – das heißt, sie gehen davon aus, dass das nicht schon alle längst wissen. Wer also macht das noch, außer ein paar ideologische Grün*innen? Zu bemerken ist aber auch das typische relativierende Gehabe – platt, weil es eine Platitude ist, gesagt: Männer sind als Männer so. Das muss man natürlich sagen, damit nicht irgendwelchen Grün*innen angesichts der Erkenntnis über manche Zugereiste nun der Bissen im Hals stecken bleibt.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/frauenfeindlichkeit-unter-fluechtlingen-gruene-fordern-ehrliche-debatte-a-1262103.html

Kulturelle Einstellungen dürften nicht als Entschuldigung für die Begünstigung oder Legitimation von Gewalt dienen, mahnen Deligöz und Rottmann.

Man soll ja in allem das Positive sehen: Manche merken es spät – aber schön, dass sie es merken. Schön, dass sie den Mut haben, es zu sagen, weil sie vermutlich von manchen Grün*innen nun nicht nur Freundlichkeiten hören werden. Siehe die Ausgrenzung von Boris Palmer durch seine toleranten GrünGenoss*innen.

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Greta-Kids sind eine Art außerparteiliche populistische grüne Jugendbewegung. Populismus muss nichts Schlechtes sein. Das merken wohl nun auch die, die Populismus immer verteufeln. Oder ist Populismus immer nur das, was die bösen Gegner machen?

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DownSyndromTests / Trisomie 21 + Genspielereien an Menschen

Im Radio (HR-Info: 11.4.) ein sonderbares Interview mit dem EthikRatChef gehört.
https://www.hr-inforadio.de/podcast/das-thema/bluttest-als-kassenleistung-bundestag-debattiert-ueber-trisomie-21,podcast-episode44434.html (ab 4:57)

Er platzte nur so von Verständnis und Menschlichkeit – hielt aber diese Untersuchungen für richtig:
https://www.tagesschau.de/inland/bluttests-101.html

Für mich war es eine Lehrstunde dafür, wie man mit verständnisvollen Worten Falsches vertreten kann. Widersprüche nahm er in Kauf und Ausflüchte. Selbst der Interviewer, so hatte ich den Eindruck, war nicht ganz überzeugt von diesen menschelnden Worten, die für das gegenteil eintraten. Wenn der Ethikrat so argumentieren sollte, dann hat er für mich verspielt. Ich hoffe, dass die anderen im Rat wirklich Menschliches für Menschliches halten.

Die Frage ist vor allem auch: Was der Befragte nicht will – wird das dann nicht getan? Wenn er auch nicht will, dass DownSyndromKinder missachtet werden – so werden sie faktisch missachtet. Man kann nicht das gesellschaftliche System bedauern, das DownSyndromKinder missachtet werden und diesen Weg gehen, die Missachtung forcieren. Man müsste doch gerade dafür sorgen, dass diese Kinder geachtet werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht irgendwann die paar Eltern, die noch ein DownSyndromKind geboren haben, sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen werden: Selbst dran Schuld – nun seht selbst wie Ihr damit klar kommt. Und dass der Mensch nun Krankheiten gestalten muss, statt ihnen ausgeliefert zu sein – wieso bedeutet das, dass man diese Kinder nun abtreiben soll? Dann wird von individuellen Konflikten gesprochen, die man würdigen solle – und dann ist er in einem anderen Kontext gegen Privatisierung der Probleme usw. usw. usw. Das ist ein äußerst ärgerliches Interview, weil es mit schein-menschlichen Worten Sand in die Augen streut.

Das Argument, dass nur Reiche den Test bezahlen können – Arme aber nicht und die Armen durch die Bezahlung durch die Krankenkasse gleichberechtigt werden müssen – ist gelinde gesagt Humbug. Wie wäre es, solche Tests allgemein zu verbieten? Manche würden dann dennoch diesen Test durchführen lassen. Aber sie wären dann nicht gesellschaftlich legitimiert.

„Wissen hat mit Diskriminierung nichts zu tun“?
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/trisomie-bluttest-die-frage-ist-rein-medizinisch-a-1262392.html In welcher Welt leben die eigentlich? Man will ja nur wissen, weil die Stimmung in der Gesellschaft eine Diskriminierende ist.

An diesem Beispiel sieht man auch sehr gut, wie man versucht Übel schön zu reden.

Mal eine menschliche Stimme:
https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/bluttest-auf-downsyndrom-liebe-hat-nichts-mit-der-chromosomenzahl-zu-tun-a-1262260.html

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Da wurde einem Chinesen die Hölle heiß gemacht, weil er mit Menschen herumspielte. Und was machen diese hier?
https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/griechenland-baby-mit-erbgut-von-drei-eltern-zur-welt-gekommen-a-1262427.html

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Palmöl-Streit

Nun wollten sie die Energie retten mit Palmöl, dann merkten sie, dass das Palmöl doch nicht so gut ist fürs Klima, dann haben sie den Staaten, die Palmöl produzieren, die rote Karte gezeigt. Erst haben sie die Rodung des Urwaldes forciert, um die heile Energiewelt durchzusetzen (Tankt E10!, tankt E10! – so lief die Propaganda) – dann rudern sie zurück. Und nun passiert das, was sich die EU wohl nie gedacht hat: Diese Staaten schlagen zurück – und das ist soweit ich sehe ein Novum, dass sich andere Staaten nicht dem Diktat der EU beugen:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/suedostasien-will-palmoel-bann-der-eu-verhindern-16136037.html

Ich weiß nicht, was sich die EU denkt – ob sie nun wieder mehr Benzin ohne E10 verkaufen will oder davon träumt, dass mehr ElektroAutos gekauft werden. Oder träumen nicht nur die Grünen vom BenzinerVerbot? Leider habe ich die vorangegangene Diskussion nicht mitbekommen – wird auch im Beitrag nicht erwähnt.

Ich selbst war immer gegen E10 – vor allem merkt man inzwischen auch, dass das mit dem Getreide nicht so toll ist: Im letzten Jahr wurde wegen der Trockenheit mehr Getreide verbraucht als geerntet wurde. Auch für mich geht der Schutz des Urwaldes vor E10. Das Problem bestand jedoch darin, dass man die Erwartungen der Länder weckte, die natürlich auf das Geld angewiesen sind – sie können sich keine Hungeraufstände leisten. Das heißt: Die EU muss nun schauen, wie sie das kompensiert. Aber das Palmöl wird nun wohl dennoch – trotz Kompensationen – an China geliefert. Die Regierenden in diesen Ländern sind wirtschaftlich ja nicht auf den Kopf gefallen.

Das Geld, dass das Palmöl gebunden hat, nun in die Renaturierung des Urwaldes zu stecken – wäre vielleicht eine Möglichkeit. Aber die EU wird als EU davon nichts haben.

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