Die Kritik an Herrn Diez entspricht auch meiner Sicht. Ich würde da noch so manchen anderen bzw. manche andere von Spiegel-Online mit einbeziehen (nicht Jan Fleischhauer). An Naivität und elitärem Dünkel nicht zu überbieten, einfach so drauflosschwadronieren, aber immer aus einer sicheren Medien-Mainstreamperspektive heraus. Vielfach einfach unverantwortlich. Und darum muss natürlich auch nicht begründet werden – es ist ja immer richtig, was die Medien-Mainstreamperspektive sagt: http://denken-erwuenscht.com/herr-diez-und-die-opportunistischen-arschloecher/
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter.“ Oder: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“. Oder: „Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.“ Und was ist also, wenn Europa nun Soldaten aufstellt um solche Werte zu verteidigen, die soeben genannt wurden: Hinterlist und Lüge? http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1335097/Junckers-beste-Zitate_Wenn-es-ernst-wird-muss-man-lugen
In der Tagesschau klang es so, als solle diese Armee auch in den EU-Ländern eingesetzt werden. Juncker macht also die Befürchtungen wahr: Die EU wird diktatorischer? Und von der Leyen stimmt dem auch noch zu. Es wird immer heftiger. Also, wie Juncker es wollte: machen wir einen Aufstand gegen diese Pläne und erheben ein großes Geschrei, damit sie merken: Sie können das doch nicht realisieren.
Was der Nachrichtenlage aus Riga entnehme, scheint es ein Umdenken zu geben – und das finde ich gut: Einbezug von Russland, Überdenken, wie man mit den ehemaligen Sowjetrepubliken umgehen soll… – klingt gut. Nun wollen wir Taten sehen.
Man kann im Internet viele solcher Berichte finden – aber ich habe sie nicht im Blog gebracht, weil man nie sicher sein kann, was erfunden ist bzw. was nicht erfunden ist. Da es nun in den Stuttgarter Nachrichten zu lesen ist, führe ich das hier an: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.islamischer-staat-anweisung-wie-frauen-zu-vergewaltigen-sind.797d3bc1-9d13-4d60-aa2e-a3fd11af06dc.html Zudem ist nicht unwahrscheinlich, dass die ISIS so argumentiert, weil auch Mohammed aus unserer gegenwärtigen Perspektive nicht richtig gehandelt hat, wie auch der Koran entsprechende Aussagen enthält, die aus christlicher und menschenrechtlicher Sicht schlicht und ergreifend unmenschlich sind. Von daher hat der Artikel auch den Hinweis eingeflochten, dass das nicht die Meinung aller Muslime sei und die Diskussion, die den Koran wörtlich nimmt, nicht die theologischen Diskussionen der letzten Jahrhunderte berücksichtigen würde.
So lange keine grundsätzlich neue und allgemein anerkannte Koran /Ahadith-Exegese vorgelegt wird, so lange wird sich an der Diskussion nichts ändern – vor allem wird es dann immer Leute geben, die den Koran wörtlich nehmen und seine Aussagen in der Gegenwart realisieren. Auch die brutalen. Und wenn der große Prophet Mohammed Sklavinnen nicht abgelehnt hat, werden es viele auch nicht tun, die ihm nacheifern.
Metin Fakioglu hat neulich im hr-info einen ausgezeichneten Beitrag zu Saudi Arabien geliefert. Er hat kein Blatt vor den Mund genommen. Ich fand nur einen Beitrag aus dem letzten Jahr – war er derselbe?: http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp
Natürlich arbeitet die saudische Justiz unabhängig, da hat der König von Saudi Arabien Recht. Der Wurm liegt an anderer Stelle – eben an der saudischen Form der Scharia: http://www.focus.de/politik/deutschland/menschenrechte-statt-waffen-gabriel-holt-sich-abfuhr-beim-saudischen-koenig_id_4529227.html Auch in China dürfte die Justiz unabhängig sein. Sie hängt eben am Tropf der chinesischen kommunistischen Weltanschauung. Wie unabhängig die saudische Justiz ist, kann man auch daran erkennen, dass eine Frau, die von vielen vergewaltigt wurde, zu 200 Peitschenhieben verurteilt wurde. Warum? Sie war ohne Mann unterwegs. http://www.patheos.com/blogs/progressivesecularhumanist/2015/03/saudi-gang-rape-victim-punished-with-200-lashes-and-six-months-jail/ Alles eine Frage der Justiz – nicht des Königs bzw. der Legislative. Saudi Arabien ist so ein furchtbar verlogenes Land, dass es einem schaudert. Oder sage ich zu viel, wenn sie den Angriff auf Charlie Hebdo verurteilen und gleichzeitig einen freien Blogger zu Tode prügeln? Oder: Sie haben Akademien für den Dialog im Westen errichtet – und im eigenen Land prügeln sie Menschen, die es wagen, nur an einen Dialog zu denken.
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Zum Gabriel-Besuch: Der arme Minister ist krank – und hat hoffentlich nicht die Grippe nach Saudi Arabien gebracht – und sie lassen hoffentlich auch Mers dort, wo es herkommt. Aber dann in der Tagesschau: Das war doch Mazyek neben Gabriel? Da muss ein Körpersprachenpsychologe mal unseren Mazyek beurteilen!
Muss man für das Reich Gottes geschickt sein? Muss man eine gewisse Fingerfertigkeit entwickeln, um sich für Gottes gute Welt einzusetzen? Jesus würde antworten: Ja, natürlich! Du gibst dir im Leben um alles Mögliche Mühe, um Herausforderungen des Alltags gut begegnen zu können. Du gibst dir Mühe, um in der Schule und im Beruf gut zu werden, dass du gut kochen und backen kannst, dass du gut aussiehst, PC-Spiele spielen kannst, im Sport klasse bist… Aber gibst du dir auch Mühe, um Gottes gute Welt durchzusetzen? Auch dazu muss man geschickt sein, dafür muss man üben, dafür muss man sich Mühe geben. Gottes gute Welt fällt uns Menschen nicht in den Schoß.
Ein Artikel in Spektrum der Wissenschaft hat mich sehr irritiert:
a) unser Universum ist flach. Ich als Laie hatte mir immer vorgestellt, wenn etwas auseinanderknallt, dann sprüht es nach allen Seiten weg. Aber dem scheint wohl nicht so gewesen zu sein, sondern es handelte sich wohl eher um einen Ur-Spritz.
b) Das Geknallte soll unheimlich heiß gewesen sein und dann abgekühlt sein, damit Leben entstehen konnte usw. Doch das irritiert mich als ahnungslosen Laien genauso: Hat das Nichts Temperatur? Dann ist Nichts doch nicht mehr Nichts – oder? Denn das Gespritzte konnte nur abkühlen, wenn das Nichts kühler war als das, was da Spritzte. Denn sonst hätte es ja keine Temperatur abgeben können.
c) die neue Theorie, in der Zeitschrift vorgestellt wurde, die hat mich nicht irritiert. Ist halt, wie jede Theorie eine Theorie. Aber diese oben genannten Aussagen schon. Man verzeihe mir, wenn ich als Laie so naive Fragen stelle – aber: Wie ist das alles zu verstehen?
Ich wüsste ja gerne einmal, was sich die Vereinten Nationen unter dem Motto des internationalen Frauentages vorgestellt haben: Make It Happen (Lassen Sie es geschehen): http://www.lpb-bw.de/08_maerz_frauentag.html Vor allem: Warum verknüpften sie 1977 den Tag für die Rechte der Frau mit dem Weltfrieden?
Auf jeden Fall: Den Internationalen Frauentag gibt es seit 1911 und geht auf sozialistische Frauen zurück, die 1908 ein sozialistisches Frauenkomitee gegründet hatten.
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In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass der jährliche Weltgebetstag der Frauen am 6. März 2015 die Lage der Frauen auf den Bahamas thematisiert hatte. Motto: Begreift ihr meine Liebe?: http://www.weltgebetstag.de/ Das erste Mal wurde der Frauenweltgebetstag 1927 gefeiert, geht in seinen Wurzeln allerdings auf 1887 zurück.
Liberale fordern die Abtreibung zum Schutz der Frau,
Muslime fordern die Verhüllung zum Schutz der Frau,
Christen fordern eine Sexualmoral, die beiden gilt: Männern wie Frauen.
Das Problem wird auch da deutlich, dass amnesty Abtreibungen in El Salvador fordert – und Christen auf den Bahamas zeigen die Not der Mädchen auf, die schon sehr früh schwanger werden, weil sie selbst nicht geschützt sind bzw. im jugendlichen Leichtsinn die Notwendigkeit nicht sehen, sich zu schützen. Abtreibung schützt die Mädchen nicht. Man muss das Problem an der Wurzel anpacken, um Mädchen zu schützen. Selbstbestimmung der Frau beginnt nicht damit, dass sie abtreiben darf. Selbstbestimmung der Frau beginnt da, wo sie sagt Nein und das Nein auch geachtet wird. Und hier haben Christen anzusetzen – leider sind auch viele Christen dabei, das aufzuweichen.