Panama Papers + Raubtierkapitalismus

Interessant, wer der Öffentlichkeit als Übeltäter vorgestellt wird. Ein Regierungschef aus dem Osten (Ukraine), einer aus dem Westen (Island) – wahrscheinlich ein kleiner Fisch, auch wenn es nicht ok ist, wenn es sich denn um Geldwäsche oder ähnliche Delikte handeln sollte, dann vor allem geht es um Russland. Zumindest in den Medien. Zudem hat man, wie mit Blick auf Russland, einen Vertrauten von Marine LePen ausgemacht. Dann taucht auch noch ein Sportler auf und der Fifa-Chef – und vor allem Banken stehen im Visier.

Aber noch etwas fällt auf, und das wird in diesem Artikel erwähnt: Wer steht eigentlich hinter den Auswertern? http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/andreas-von-r-tyi/panama-papiere-us-thinktanks-und-george-soros-hinter-dem-recherche-netzwerk-icij.html

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Was soll man zu diesem Artikel sagen: Härte zeigen gegen Länder, die Briefkastenfirmen dulden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/panama-papers-bundesregierung-sollte-hart-reagieren-a-1085617.html Was soll man also dazu sagen? Tja.

Und was soll man zu unserem Justizminister sagen, der mit rechtlichen Schritten droht und ein längst fälliges Transparentregister ankündigt? http://www.spiegel.de/politik/ausland/panama-und-mossack-fonseca-die-wichtigsten-news-am-dienstag-a-1085605.html Was soll man sagen? Tja.

Wenn man mit diesem Papier wirklich Kriminellen auf die Spur kommt, Waffenschieber, Drogenhändler, Menschenhändler, dann wäre es was. Im Augenblick sehe ich nur, dass es diesen wirklich schlimmen Zeitgenossen noch nicht an den Kragen geht.

Warum macht man eigentlich um diese Papiere so ein Gedöns – aber angesichts des Raubtierkapitalismusses, dem sehr, sehr viele Menschen zum Opfer fallen, da macht man verhältnismäßig wenig gegen. Firmen an den Pranger stellen, die Menschen ausbeuten, die ganze Länder in der Hand haben. Natürlich ist das alles differenzierter zu sehen. Aber ich vermute mal, dass das weltweit gesehen schlimmer ist als wenn der Isländische Chef ein paar isländische Kröten versteckt. Das soll die Isländer interessieren. Uns sollten die Menschenversklavungen interessieren, von denen wir auch leben.

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Zu doof fürs Gefängnis + Abwechslung in die Bude + Land in den Sumpf + 3 Frauen ermordet

So könnte man es auch ausdrücken: Der Mann ist zu doof, um für seine Taten haftbar gemacht zu werden: „Auf Grund der sprachlichen und insbesondere intellektuellen Defizite müsse davon ausgegangen werden, dass er die Tragweite der ausgesprochenen Wegweisung und der Strafbefehle gar nicht verstanden habe.“ http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/15132339 Ich verstehe auch Amtsdeutsch nicht oder muss lachen, weil ich zu blöd bin, so was zu verstehen. Dass es aber dazu führen kann, dass man dann gar nicht inhaftiert wird, ist eine neue Erkenntnis. Sie öffnet so manche Tür bzw. verhindert, dass man hinter Türen eingesperrt wird.

Diesen Schmaus bekam ich neulich zu lesen: „Zur Eröffnung der Verfügung… erschien niemand, da von der Ladung der Beteiligten als untunlich abgesehen wurde.“

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Hier brachte ein Syrer mit seinen vier Frauen und acht Kindern Abwechslung in die Bude: http://www.come-on.de/luedenscheid/wirbel-fluechtlinge-polizeieinsatz-albert-schweitzer-schule-6267872.html

Auf sehr viel Abwechslung kann man auch verzichten. Täglich gibt es zahlreiche Infos über kriminelle Handlungen. Man würde sie am liebsten alle ins Kanzleramt schicken, damit dort wahrgenommen wird, was so im Land abgeht.

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Forscher fordern 500.000 Zuwanderer pro Jahr. Haben diese Forscher auch berücksichtigt, was eine solche Zuwanderung mit der Gesellschaft macht? http://www.welt.de/wirtschaft/article153976908/Forscher-fordern-halbe-Million-Zuwanderer-pro-Jahr.html Das sind wahrscheinlich Mathematiker, die wie ihr Vorgänger im 19. Jahrhundert errechnet hat, dass Deutschland im Pferdemist versinken wird. Wenn Realitäten ausgeblendet werden, machen solche Rechnungen keinen Sinn. Wir können Zuwanderer gebrauchen, wenn sie ausgebildet sind, wenn sie integriert sind – das heißt: Europäer. Wenn wir diese gebildeten Menschen aus anderen Ländern nehmen, dann ziehen wir sie ab und lassen das Land zerfallen. Das geht nicht! In Deutschland gibt es noch genug Arbeitslose, es gibt Menschen ab 50, die keine Arbeit mehr finden. Wir haben eine falsche Familienpolitik, die zwingt, dass beide Ehepartner arbeiten, damit sie finanziell über die Runden kommen und darum auch keine Kinder oder nur weniger Kinder bekommen wollen/können. Wir haben eine falsche Politik, die Frauen dazu zwingen will, die Kinder abzugeben in staatliche Fürsorge. Wir haben Abtreibungslobby – wir haben so viel Fehlentwicklungen in unserem Land – und man lässt es immer weiter in den Sumpf fahren. Hat man das auch errechnet?

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Drei Frauen wurden am helllichten Tag auf der Straße ermordet: zwei in Österreich von ihrem Mann – sie waren Serben. Sinem A. wurde von ihrem Ex-Mann in einer Metzgerei ermordet: http://www.krone.at/Oesterreich/Zwei_Schwestern_mitten_auf_der_Strasse_erstochen-Serbe_-33-_in_Haft-Story-503839

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Eine irakisch-kurdische Familie wollte unbedingt ein eigenes Haus und legte sich mitten auf die Straße: http://m.fnp.de/lokales/wetterau/Sitzstreik-Fluechtlinge-fordern-eigenes-Haus;art677,1940890

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Christen verändern die Welt (10): Musik

P1040451

(Wenn man diese Hyzinthen auf Notenlinien malen würde – besser gesagt: Notenlinien durch das Bild ziehen würde, welche Melodie ergäbe sich?)

Mangalwadi ist Inder und versucht darzulegen, wie sehr das Christentum die indische Kultur beeinflusst hat bzw. erst gefördert hat. Ausgangspunkt ist seine Auseinandersetzung mit einem Allround-Menschen: Arun Shourie. Arun Shourie wurde in einem christlichen College in Indien ausgebildet, hat von einer amerikanischen Uni den Doktortitel bekommen, war Beamter der Weltbank, leitete Indiens größte Zeitungskette. Dieser Mann warf den Missionaren vor, Handlanger des britischen Kolonialismus und des CIA gewesen zu sein, die indische Seele und Kultur zerstört zu haben, die Bibel sei ein irrationales und unsittliches Buch. Dieses Shourie-Buch wurde dann von der extremen Hindupartei im Wahlkampf für ihre Zwecke eingesetzt. Mangalwadi fragt sich nun, wie dieser Mann, der christliche Traditionen genossen hat und erst durch das Christentum zu dem wurde, was er ist, das sagen kann, warum er ein so geringes Wissen darüber hat, was die Missionare tatsächlich für Indien getan haben.

Und so stellt er die Bedeutung der Bibel für Indien dar – aber stellt sie in den Kontext der europäischen Kultur. Was bedeutet sie für Wissenschaft, Wirtschaft, Grundrechte?

Das erste Kapitel “Der Westen ohne seine Seele” beginnt mit einem Satz von Orwell, dass der Westen 200 Jahre am Ast gesägt habe, auf dem er saß, das hat viel Mühe bereitet. Und endlich fiel man herunter, doch statt in Rosen gebettet zu werden, fiel man in eine Jauchegrube voller Stacheldraht. Man hat sich von der christlichen Tradition gelöst – und verfiel dem Nihilismus. Das wird an dem Sänger Kurt Cobain dargestellt. Ohne Gott verliert sich der Mensch. Und das wusste schon Buddha: “heute vertreten immer mehr Leute die Ansicht, dass es ohne Theologie theoretisch nicht möglich ist, Psychologie zu betreiben. Sechs Jahrhunderte vor Christus wusste Buddha bereits: Wenn Gott nicht existierte, dann existierte das menschliche Selbst auch nicht… Unsere Annahme von einem Selbst sei daher Illusion. In Wirklichkeit gebe es nur das Nicht-Selbst (anatman). Du existierst nicht.” (26f.)

Nachdem man im Westen Gott verneint hat, greifen viele die buddhistische Lehre der Auslöschung des Selbst auf. Der Dekonstruktivismus machte die Sprache dafür verantwortlich, dass der Mensch denke, es gäbe ein Selbst. Schon die alten griechischen Skeptiker, die mit Alexander den Großen buddhistische Ideen in den Westen brachten, lehrten, dass man nichts wissen könne. Und wenn man eh nichts weiß und das Erkennen von Wahrheit ablehnt, dann ist alles Illusion, gleichwertig. Und damit nahmen Wissenschaft, Philosophie usw. ab. Musik und Ethik spielten keine Rolle mehr. 

Dann macht Mangalwadi einen zeitlichen Sprung: Augustinus habe diesen Skeptizismus überwunden: Der Mensch ist wirklich, weil die Bibel es sagt. Er existiert nicht nur, sondern Gott hat ihn nach seinem Ebenbild geschaffen. Diese Überwindung der Selbstverneinung habe es in Asien nicht gegeben, darum konnte der Buddhismus weder eine nennenswerte Musiktradition entwickeln, noch Instrumente. “Eine Philosophie des Schweigens kann keine Musik der Freude und Hoffnung hervorbringen.” Leben wird nicht bejubelt, weil es Leiden ist. In der alten indischen Tradition spielte Musik eine große Rolle. Doch dann wurde sie verdrängt durch Meditation und Schweigen.

Die Musik spielte für Augustinus und die wissenschaftliche Entwicklung im Westen eine große Rolle: “Augustinus erkannte, dass die wissenschaftliche Basis oder das Wesen der Musik in mathematischen `Ziffern´ oder einer Partitur der Schöpfung angelegt ist. Da der Ursprung der Musik in mathematischen Zahlenverhältnissen liege…, müsse sie rational, ewig, unveränderlich, sinnvoll und objektiv sein – es bestehe eine mathematische Harmonie. Wir können nicht mit jeder beliebigen Saite Töne erzeugen. Um die Note präzise spielen zu können, muss die Saite vielmehr eine bestimmte Länge, Stärke und Spannung haben. Das lässt erkennen, dass der Schöpfer in der Struktur des Universums einen Code dafür angelegt hat.” Das hatte schon Pythagoras erkannt, Augustinus hat diese heidnische Sicht dann aufgegriffen und aus christlicher Perspektive vertieft. Auch wenn dem so ist, Musik kann letztlich keinen Lebenssinn verleihen.

Die Musiktheorie des Augustinus bestimmte den Westen und hat sie vielfältig inspiriert. Die Musiktheorie inspirierte im 10. Jahrhundert Mönche auch zu einem technischen Meisterwerk: die größte Pfeifenorgel der Welt mit 400 Pfeifen. Kunst, Wissenschaft, Technik dienten der Ehre Gottes und helfen dem Menschen, das Leiden zu erleichtern.

Es wird weiter über Luther gesprochen, der biblische Wahrheiten über die Musik in die Herzen der Menschen verpflanzte, was weitergeführt wurde durch “Amazing Grace” in dem ein ehemaliger Sklavenhändler (John Newton) den Kern des christlichen Glaubens Wort und Musik werden ließ. Johann Sebastian Bach und Kepler werden in einem Atemzug genannt, denn Kepler lehrte, “Musik sei ein Spiegelbild der göttlich verordneten mathematischen Harmonie des Universums.” Und Bach habe eben Musik und Mathematik zusammengeführt. Diese Menschen, die Musik liebten, haben auch Leiden erfahren wie Buddha und Cobain. Aber der biblische Glaube der Liebe Gottes, ließ diese Menschen des Westens auch im Leiden singen: “Herbei, o ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret.”

Aber nicht alle Nihilisten verloren sich im Sinnlosen, sondern Sartre und Camus betonten, man müsse selbstbestimmt leben, sich seine Wirklichkeit schaffen. Aber Cobain war sehr einflussreich, weil er authentisch schien.

Die Bibel wurde von vielen abgelehnt, weil sie für Rassendiskriminierung, Unterdrückung der Frau, Hexenverfolgung, Wissenschaftsfeindlichkeit, Umweltzerstörung usw. verantwortlich sei. Damit erkennt man die Kraft der Bibel an – auch wenn man sie ablehnt. Je mehr die Bibel jedoch im Westen abgelehnt wird, desto stärker wird die Dekadenz, der Stillstand, das Irren. Mit dem ehemaligen Atheisten Muggeridge gesagt: “Die Geschichte des Menschen reduziert sich nun auf den Aufstieg und Niedergang materieller Zivilisationen, ein Turmbau zu Babel folgt dem anderen… abwärts in Abgründe, die zu schrecklich sind, um über sie nachzudenken.” (49)

Er schließt dieses Kapitel mit einem Ausblick auf seine persönliche Hinwendung zur Bibel, die er im nächsten Kapitel beschreibt.

(Auch dieses Buch werde ich erst beurteilen, wenn ich es fertig vorgestellt habe.)

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GEZ

GEZ ist eine einzige Katastrophe. Eine Frau kommt ins Gefängnis, weil sie sich weigert, die Zwangsgebühren zu bezahlen (1), und nun macht sie auch noch Werbung für die AfD, denn sie kreiert eine Märtyrerin: Das Konto von Frau Storch wurde gepfändet. Somit haben wir wunderbare Wahlwerbung für die AfD. Dass alle treu und brav das bezahlen, so auch ich, heißt noch lange nicht, dass wir das nicht als Unrecht ansehen und diejenigen bewundern, die sich gegen das Unrecht wehren http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nachrichten-am-morgen-die-news-in-echtzeit-a-1085300.html Als Unrecht sehe ich an, dass Menschen zahlen müssen, die nichts mit dem Laden zu tun haben wollen. Dass es schwer zu kontrollieren ist, das mag sein – bedeutet aber noch immer nicht, dass es richtig ist, Zwangsabgaben einzutreiben. Dann muss man eben sehen, ob man alternative Modelle entwickelt. Ich bin auch dafür, dass wir die öffentlich-rechtlichen haben – auch wenn ich das manchmal dann wieder doch nicht so einsehe – aber das ist egal. Politik, Rechtsprechung – alle sind für das jetzige Modell. Das heißt aber noch lange nicht, dass es richtig ist. Wir mussten ja lernen, dass Recht und Gerechtigkeit zwei verschiedene Dinge sein können.

(1) Nachtrag: Sie ist wieder frei: https://mopo24.de/nachrichten/haftbefehl-mdr-gefaegnis-rebellin-freigelassen-haft-GEZ-Gericht-65544

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Eine Menge feiger Leute + Scheinehe + Synagoge geschlossen + Anwälte im Dienst von Kriminellen

Da werden vier junge Erwachsene von einer Horde Eritreer angegriffen – und keiner von den Zuschauern greift ein, ruft die Polizei oder sonstwas: Zu was für eine feige Gesellschaft ein Teil von uns geworden ist, ist unglaublich. Feigheit fördert Kriminalität: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Mit-Steinen-spitalreif-gepruegelt—keiner-hilft-25378824

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Ein Kosovare hat eine Schweizerin geheiratet. Damit bekam er Niederlassungsrecht. Nach 6 1/2 Jahren ließ er sich scheiden, denn dann besteht weiterhin das Niederlassungsrecht. Dann machte er einen eklatanten Fehler: Er holte seine Frau aus dem Kosovo und wollte sie einbürgern lassen, samt seiner drei Kinder. Das fand dann die Behörde nicht besonders witzig und nahm ihm das Niederlassungsrecht. Leider erfahren wir nichts über die Schweizerin, die ihn geheiratet hat: Hat sie das alles gewusst oder ist sie so naiv gewesen und hat sich reinlegen lassen? http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/parallelfamilie-im-kosovo-verschwiegen-als-er-sie-herholen-will-fliegt-alles-auf-130175586

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Belgien schließt Synagoge, weil sie die Juden nicht mehr schützen können. Nicht die Moscheen werden geschlossen wegen aggressiver Muslime, Islamisten, frommer Muslime, extremistischer Muslime oder wie auch immer man das bezeichnen möchte, sondern die Synagoge: http://www.israelvideonetwork.com/brussels-shuts-down-jewish-synagogues-but-not-the-mosques/

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Stehen Anwälte im Dienst von Einbrecherbanden? In diesem Fall wird berichtet, dass Einbrecher festgenommen worden sind und kaum war die Polizei im Revier, habe schon ein Anwalt angerufen: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/einbrecherbanden-gut-vernetzt-mit-rechtsanwaelten-id11703463.html : „Zuverlässige Anwälte-Systeme sind in der international organisierten Kriminalität etabliert.“ Wird diesen Anwälten genauer auf die Finger geschaut?

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Flüchtlinge: Signal aus Griechenland + Türkei und Menschenrechte + Nicht Flüchtlinge sind das Problem

Das kann, wie ich auch schon geschrieben habe, nur eine kurzfristige Aktion sein, damit Migranten abgeschreckt werden. Aber es birgt Risiken: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eu-tuerkei-deal-kommentar-zur-rueckfuehrung-von-fluechtlingen-a-1085246.html Insgesamt kann man zu dem Beitrag sagen: Als wärs ein Stück von mir. Aber dass europäische Länder Flüchtlinge aufnehmen müssen – das halte ich für nicht realisierbar und auch nicht für wünschenswert. Jedes Land muss selbst sehen wie es klar kommt. Zudem: Nicht auf die Aufnahme von Flüchtlingen in Europa darf der Fokus liegen, sondern darauf, dass sie nicht fliehen müssen. Dazu s. meinen Fahrplan vom 22.1.: http://blog.wolfgangfenske.de/2016/01/22/merkels-obergrenze-ngos/

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Erdogan kritisiert, dass Obama ihn wegen der Menschenrechtslage hinter seinem Rücken kritisiert: http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-erdogan-verbittet-sich-lektionen-ueber-menschenrechte-a-1085412.html Erdogan sagte, es habe türkische Medien gegeben, die ihn als Dieb und Mörder bezeichnet hätten – und die seien nicht geschlossen worden, was der Fall wäre, handele es sich mit der Türkei um eine Diktatur. Ich denke, kein vernünftiger Mensch sagt, dass in der Türkei Diktatur herrsche. Aber: Sie scheint auf dem weg dahin zu sein – vor allem auch, wenn Erdogan dieses Beispiel bringt. Diese Aussagen rumoren in ihm.

Martin Schulz zum Thema Erdogan und zu EU-Beitrittsverhandlungen: „Eine Vermischung des Flüchtlingsdeals mit EU-Beitrittsverhandlungen und möglichen Visa-Erleichterungen lehnt Schulz ab – sie seien zu trennen. „Die EU ist nicht abhängig von der Türkei“ – sein Wort in der Verhandler Ohr! http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-04/martin-schulz-recep-tayyip-erdogan-tuerkei

Das, was Böhmermann von sich gelassen hat, ist kein Humor. Das ist üble diffamierende Absonderung http://www.zeit.de/politik/2016-04/jan-boehmermann-gedicht-angela-merkel-recep-tayyip-erdogan

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Nicht Flüchtlinge seien das Problem, sondern die Steuerflüchtlinge: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/panama-papers-nimm-was-du-kriegen-kannst-kolumne-a-1085279.html Natürlich sind auch Flüchtlinge das Problem – wenn die Massenwanderung nicht in den griff zu bekommen sein sollte. Gleichzeitig sind auch diese Flüchtlinge ein Problem, die die Bevölkerung umgehen, aus Gier. Der Kapitalismus muss gebändigt werden – weltweit – denn er ist ein riesen Problem. Aber der Kapitalismus ist nur Ausdruck einer falschen Gesinnung und Einstellung: Ich habe Selbstwertgefühl nur dadurch, dass ich viel Geld habe und meine, mir entsprechend ein gutes Leben damit verschaffen zu können. Hier muss man ansetzen: Nicht Geld – vor allem nicht unrecht erworbenes Geld – macht den Menschen menschlich. Sondern? http://blog.wolfgangfenske.de/2016/04/03/segen-am-sonntag-selbstverstndnis/

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Integrationsprobleme und Islam und Radikalisierung + AfD + Mittelalter + Konvertitin + Nachfahre Mohammeds

Integrationsprobleme dürfe man nicht nur auf den Islam schieben (Bekim Agai) – Islam kann aber ein Problem sein (Thomas Schirrmacher) – und Radikalisierung junger Muslime (Susanne Schröter): http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/islamforscher-integrationsprobleme-nicht-nur-auf-religion-schieben-95578/

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Ich verstehe solche Artikel nicht: Er geht gegen Seehofer, weil er gegen Merkel ist. Und wer, so der Artikel, Befürchtungen äußert wie Seehofer, der hat immer Recht, weil mit der Integration der vielen Flüchtlinge sicher noch viel schief laufen wird. http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-treibt-der-erfolg-der-afd-merkel-und-seehofer-wieder-zusammen_id_5384995.html Warum verstehe ich solche Artikel nicht? Weil sie eine Logik haben, die verquerer nicht sein kann. Sie schließen nämlich aus, dass die warnenden Aussagen Seehofers dazu dienen, die Politik Merkels zu verändern. Um Fehler möglichst gering zu halten. Seehofers Politik hat Erfolg, auch wenn im Nachhinein sogar die SPD sagt: Der Seehofer hat keinen Erfolg gehabt, denn das hatten wir schon lange so vor. Jeder Beobachter der politischen Lage vermag solche selbstbeweihräuchernden Argumente einzuordnen. Merkel hat bis zuletzt immer daran festgehalten, dass die Grenzen offen bleiben sollen. Sie und alle ihre Fans können von Glück reden, dass die Österreicher und die Balkanstaaten diesen Wunsch nicht erfüllt haben, denn allein dadurch bekommt unser Land wieder Luft. Griechenland leider nicht. Aber das allein wird die AfD schwächen und nicht stärken. Im Augenblick sieht es so aus, dass – sogar dieser Artikel sagt – Integration nicht unbedingt schnell gelingen wird. Und je weniger sie gelingt, aufgrund des Massenzustroms an Flüchtlingen und Migranten, desto mehr wird die AfD davon profitieren – und nicht wegen denjenigen, die Integration fordern.

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Müssen AfD Wähler für Demokratie zurückgewinnen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article153940536/Muessen-AfD-Waehler-fuer-Demokratie-zurueckgewinnen.html Liebe Frau Göring-Eckardt: Sie sind Teil der Demokratie! Und Wähler haben das Recht, falsche Politik abzustrafen. Und das ist vollkommen demokratisch. Da benötigt wohl jemand Nachhilfe in Demokratie? Und solche gottlosen revolutionen von oben (Steeb) die wir in Baden Württemberg erleben tragen massiv dazu bei, dass die AfD Zulauf hat. Hoffentlich kann es die CDU noch irgendwie richten, und rückgängig machen, was der jetzige Minister, bevor er gehen muss, noch schnell anrichtet.

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Im Augenblick sieht es so aus, als habe eine Schulleitung in der Schweiz erlaubt, dass muslimische Schüler der Lehrerin nicht die Hand geben müssen: http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/17516809 Eine Frau meinte dazu, wir wollen nicht ins Mittelalter zurück. Haben bei uns im Mittelalter Männer den Frauen nicht die Hand geben dürfen? Das wäre mir neu.

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Sie trat zum Islam über – lernte ihn richtig kennen – und verließ ihn wieder: http://www.emma.de/artikel/die-konvertitin-warum-ich-zum-islam-uebertrat-264023 Die Innenansichten des Islam – Vorurteile von Nichtmuslimen? Wenn man das gelesen hat, scheinen sich die Vorurteile als wahr zu erweisen.

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Flugbegleiterinnen von Air France wollen auf dem Flug in den Iran keine Kopftücher tragen. Sie dürfen nicht gezwungen werden und werden dann auf anderen Routen eingesetzt: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/air-france-proteste-gegen-kopftuch-bei-iran-fluegen-a-1085377.html

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Ein Nachfahre Mohammeds soll Christ geworden sein: http://kath.net/news/54654

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Al Sisi und Ägypten

Al Sisi hat Ägypten davor bewahrt, den Muslimbrüdern – den Islamisten in die Hände zu fallen und damit haben sie kein einheitliches Reich von Libyen bis zum Irak (mit Ausnahme Israel und Jordanien) errichten können. Aber er muss seine Sicherheitskräfte in den griff bekommen, denn sonst wird Ägypten mit wehenden Fahnen den Islamisten in die Arme rennen. Bekommt er eigentlich inzwischen jede erdenkliche Hilfe von Außen, die er benötigt, um eine Sicherheitsstruktur aufzubauen, die den Menschenrechten entsprechen, oder wird er noch immer von den USA und anderen ausgebremst? http://www.spiegel.de/politik/ausland/italien-kritisiert-aegypten-wegen-totem-studenten-a-1085374.html

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Christen verändern die Welt (9): Literatur, Kunst, Musik

P1040361

Ich hatte meine Beurteilung des Buches von Schmidt gestern formuliert. Heute noch der angekündigte Nachtrag.

Christen waren verfolgt, mussten zumindest in Unsicherheit leben. Hier und da gibt es Ausdrücke ihrer Kunst vor dem 4. Jahrhundert – aber so richtig ging es erst los, als Christen durch Konstantin im 4. Jh. befreit waren.

Insgesamt beschränkte sich die Kunst vielfach auf Kirchen. Die berühmte Hagia Sophia – die auch Vorbild für Moscheebauten wurden – wurde mit goldbeschichteten (von Christen erfundenen) Glasmosaiken verziert. Und weil viele Menschen nicht lesen konnten, ihnen aber biblische Texte nahegebracht werden sollten, wurden sie vielfach als Kunstwerk in Kirchen angebracht. Die Fülle der Kunstwerke ist nicht aufzuzählen. Die Architektur: Kirchengebäude selbst waren Kunstwerke. Basilika – romanischer Stil – und dann das Wunder der Gotik. So etwas hatte die Welt bis dahin nicht gesehen. “Kathedralen waren in der Tat `Bibeln aus Stein und Glas´” (355) sie waren ein “herrliches Kleid christlicher Frömmigkeit und Anbetung” (Forsyth, 358). Und die Buntglasfenster – ob es sie schon vor dem 11. Jahrhundert gegeben hat, wird diskutiert – die ältesten sind im Augsburger Dom noch erhalten. Das Mittelalter war äußerst agil in der Entwicklung von Kunstwerken. Nicht erst die Renaissance. Aber auch diese hat “gewaltige christliche Kunstwerke” geschaffen bzw. beeinflusst. Genannt werden Michelangelo, Da Vinci, Raffael, Tintoretto, Dürer, Rembrandt. Dieser Kunst wird dann das entgegengestellt, was heute landläufig als Kunst gilt. Die gegenwärtige Kunst ist Aufstand gegen die wahre Kunst, der Mensch wird entmenschlicht, die Kunst lächerlich gemacht. Und die modernen Kirchen? Sie sind Symbol der Anpassung. Aber im Grunde lebt die Tradition weiter, sie wird rezipiert. Die funktionale Kunst der Moderne hat ihre Zeit – aber nicht ergreifende Größe. (Ich kommentiere das nicht. Ein Hinweis: Die gesamte christliche “Kleinkunst” kommt nicht in den Blick. Dazu s. Credo. Christianisierung Europas im Mittelalter.)

“Die christliche Kirche wurde singend geboren.” (Ralph Martin, 375) Musik spielt seit Anfang an eine große Rolle, das hat sie aus dem Judentum übernommen. Im Neuen Testament gibt es viele Lieder (Magnifikat, Benediktus, weitere bei Paulus…). Gesungen wurde vor dem Schlafengehen, dem Essen, wenn Abends die Öllampen hereingetragen wurden und natürlich in den Gottesdiensten, in denen zum ersten Mal Männer und Frauen gemeinsam sangen. Genannt werden der ambrosianische und der gregorianische Gesang. In den Kirchen wurden liturgische Dramen entwickelt (woraus unter anderem die Oper weiter entwickelt wurde). Im 10. Jahrhundert hat der Benediktinermönch Ubaldus Hucbald die Polyphonie eingeführt, im 11. Jahrhundert hat Guido von Arezzo die Notenschrift mit den Notenlinien erfunden, womit er ermöglichte, die Melodien aufzuschreiben und damit zu bewahren. (ut) do, re, mi, fa so la si = Anfangssilben/Worte eines Johannes-Hymnus (“Auf dass die Schüler mit lockeren Stimmbändern mögen zum Klingen bringen können die Wunder deiner Taten, löse die Schuld der befleckten Lippe, heiliger Johannes”). Diese beiden Mönche haben die Grundlage für alle weitere Musik im Westen gelegt (bis hin zur Johannespassion von Bach). Weiter werden die Motette, das Madrigal, das Anthem, das Oratorium, die Sonate, Sinfonie und Kantate, Passion und das Konzert angesprochen. Im Mittelalter sangen im Grunde nur noch die Chöre auf Latein – Luther hat das verändert – es sang die Gemeinde – auf Deutsch. Es werden Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy, Haydn, Schubert, Brahms, Bruckner und andere genannt. Mozart sagte, er habe sein Requiem für sich selber geschrieben. Auch Beethoven sagte: “Ich weiß, dass Gott mir näher ist als den anderen, und ich gehe ohne Angst zu Ihm.” Es werden ein paar berühmte Kirchenlieder vorgestellt. Dieser großen Tradition wird die Moderne gegenübergestellt. Dazu wird Plato zitiert: “Gebe mir die Lieder des Volks, und es ist egal, wer seine Gesetze schreibt.” Ich verstehe diese Aussage an der Stelle so: Wenn das Volk mit den Schlagern… befriedigt ist, kümmert es sich nicht um das Wesentliche. (Auch das kommentiere ich nicht intensiver. Es ist zu pauschal. Auch in unserer Zeit gibt es großartige Werke.)

Lehre und Schriften spielen im Christentum von Anfang an eine Rolle. Man denke an das Neue Testament. Schmidt zählt die unterschiedlichsten Gattungen der frühen Christenheit auf. Danach werden Eusebius genannt, der Geschichtsschreiber, Augustinus, der mit seinem Gottesstaat bis in die Moderne wirkt, Beda Venerabilis, mit dessen Geschichtswerk die Geschichtsschreibung als Wissenschaft beginnt – und die Formulierung Anno Domini (AD; n.Chr.) kam auf. Genannt wird Alkuin, Roger Bacon, der alles modern wissenschaftlich durchleuchtet, Dante, Erasmus, Luther, Thomas More, Calvin. Damit habe ich die Namen wiedergegeben – aber die ungeheure Bedeutung, die diese Verfasser für die europäische und zum Teil auch Kultur der Welt hatten, ist damit natürlich nicht ersichtlich. Man bedenke allein Calvins Einfluss auf Europa, die USA, Süd Korea… Ich nenne aus der Fülle weiterer Autoren nur noch Alexander Solschenizyn, das seine Wirkung auf den Westkommunismus hatte und “letztlich maßgeblich zum Untergang des Sowjetischen Reiches” beitrug (449). Von Anti-Intellektualismus des Christentums kann keine Rede sein. Schon Wulfila hat im 4. Jahrhundert nicht allein die Bibel übersetzt, sondern auch Aristoteles, Cassiodor schrieb im 5./6. Jahrhundert klassische griechische Werke ab. Wenn die Mönche nicht gewesen wären, wüssten wir heute kaum etwas über die klassische griechische und römische Literatur, so Schmidt.

In einem letzten Abschnitt werden Feiertage, Wörter, Begriffe, Symbole vorgestellt, die den Einfluss des Christentums auf die Menschheit darlegen.

Meine Beurteilung des Werkes von Schmidt: Wie das Christentum die Welt veränderte, habe ich Gestern dargelegt. Es lohnt sich zu lesen, wenn man einen Ersteindruck davon bekommen möchte, was in der Gegenwart aus atheistisch-ideologischen Gründen überwiegend verschwiegen wird.

Wenn es klappt, beginne ich morgen mit der Wiedergabe des Buches von Vidal Mangalwadi: Das Buch der Mitte. Wie wir wurden, was wir sind: Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur, fontis-Verrlag 2015 3. Auflage

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