Nigerias Benzin Krise + Palmöl + Panama-Papers

Ein Land, das selbst Öl hat, steckt in einer Krise. Warum? Es hat selbst zu wenig Raffinerien und muss Benzin importieren. Weitere Probleme: http://www.bbc.com/news/world-africa-35997084 Die Welt darf nicht zuschauen! Wenn sie es tut, dann wird ihr das alles bald um die Ohren knallen. In Libyen warten übrigens angeblich schon 100.000de auf die Überfahrt nach Europa. Wenn man schon nicht den Nigerianern helfen will, aus Menschlichkeit – hilft man angesichts dieser auf uns zukommenden Problematik auch nicht?

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Greenpeace kämpft gegen Urwalrodungen, um Palmöl zu gewinnen: https://www.greenpeace.de/tiger

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Ich denke, Schäuble weiß, dass man so schnell nichts dagegen machen kann und muss – was die Panama-Papers betrifft. Das sind im Augenblick wieder mediale hysterische Schnellschüsse die gefordert werden und sein 10 Punkte Papier dient eben dazu, die medialen Schnellschüssler zu beruhigen. Die Liste, die in der Tagesschau angesprochen wurde – nun ja, ich liebe es auch, Listen zu erstellen. Wege, Steuerhinterziehung zu bekämpfen, sind langandauernd – vor allem auch, weil es bei uns keine Zinsen mehr gibt, vermute ich. Es ist gut, dass Draghi so langsam in den Blick unserer Regierung kommt, Denn die Finanpolitik hat schon das Zeug, uns auf kaltem Wege zu enteignen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wolfgang-schaeuble-kuendigt-10-punkte-plan-gegen-steuerbetrueger-an-a-1086432.html was die CDU betrifft – ich will ja keine ollen Kamellen bieten – bleibt auch noch etwas offen: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble Panama? Wohl eher nicht.

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Segen am Sonntag

P1040591

Gott schenke Euch Vergessen – wenn es nötig ist,

indem wir Unangenehmes in seine Hand hineinlegen.

Gott schenke Euch Erinnerung – wenn sie wohl tut

und wir legen das Vergangene dankbar in seine Hand.

Gott segne Euch mit einem Neuanfang.

In ihm erinnern wir uns:

An die Liebe Gottes zu uns

durch alle Niederlagen und Siege,

durch jeden Alltag hindurch.

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Christen verändern die Welt (13): Vernunft und Technik

P1040614

Mangalwadi schreibt im 6. Kapitel seines Buches (Das Buch der Mitte) über die Bibel und die Bedeutung der Vernunft.

Es gibt Atheisten, die der Bibel Irrationalität und sonstiges vorwerfen, aber gerade die Bibel ließ die Scholastiker aufkommen. “Keine vorherige Epoche hatte einen solch rational denkenden Menschen hervorgebracht, der mit seinem intellektuellen `Vermögen in der Lage war, die Grundlagen bereitzustellen für Staatswesen, Parlament, Demokratie, Bankwesen, Handel, höhere Bildung und unterschiedliche Formen der Literatur wie Romane und Geschichtsschreibung´” schreibt M. mit Edward Grant.

Der Logos, die Kraft, die Vernunft Gottes wurde hinter allem aufgespürt. Nicht, wie in Indien das Schweigen, “stumpfsinnige Klänge”, Kräfte oder unpersönliches Bewusstsein.

Buchdruck, bewegliche Lettern – alles gab es in Asien, bevor es in Europa neu erfunden wurde. Aber warum hatte es in Asien keine Bedeutung erlangt? Man hat sogar drehbare Bücherregale erfunden – aber was machten die Mönche damit? Sie nutzten das Geräusch der sich drehenden Bücher für die Meditation. Und das fesselt Asien bis in die Gegenwart: Denken stoppen, Verstand zum Schweigen bringen, Nichtwissen zur Tugend erheben, das durch Drogen, sexuelle Übungen und Meditation. Hinduistische Gurus waren brillant – aber sie gründeten keine Universitäten. Logik? = Illusion. Und die Griechen? Für sie war Logik wichtig – aber nur bis 529, dann waren sie dem Widerstreit der Logik überdrüssig. Logik diente der Manipulation, nicht der Wahrheitsfindung. Skeptiker, Mystiker, Nihilisten redeten den Verstand klein. Der Christ Augustinus rettete den Verstand mit Hilfe der Bibel: Der Verstand ist Gottes kostbarste Gabe an den Menschen. Für die Christen wurde der Logos Gottes Mensch. Das heißt: “Um die Wahrheit zu erkennen, müssen wir daher einerseits unser Denkvermögen kultivieren, andererseits aber auch über Gottes Wort nachsinnen.” Und dieses Interesse an Gottes Handeln in der Welt finden wir nicht nur bei Augustinus, sondern auch bei Boethius: Er übersetzte alte Werke der Griechen – und schrieb eigene Werke, die dann bis zur Renaissance die Menschen beeinflussten. Johannes von Damaskus sah es als Tugend an, den Verstand auszubilden. Wie es im Neuen Testament schon heißt: In Jesus Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

Doch dann kam eine Zeit, in der die Bibel nur einem Kreis von Fachleuten überlassen wurde. Das Mittelalter von seiner negativen Seite begann. Menschen ergaben sich willenlos dem dunklen Schicksal. Bibelübersetzer und -übersetzungen wurden brutal verfolgt. Als dann die Bibel in England wieder im Volk lebendig wurde, gab es in fast jeder Kneipe Debattierclubs, Traditionen wurden hinterfragt, politische und kirchliche Autoritäten wurden überprüft. Die Erweckungsbewegung begann die Menschen zu ergreifen. Sie lernten lesen und schreiben, die Gesellschaft wachte auf zu einer neuen sozialen Selbständigkeit.

Die Bibel verliert heute im Westen an Bedeutung, die Vernunft muss den Emotionen und der buddhistisch-mystischen Selbstaufgabe weichen. Wenn dem Westen die Seele genommen wird, was wird aus ihm?

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Im 7. Kapitel schreibt M. über die Technik: Warum wurde sie ausgerechnet im Kloster erfunden? In Uganda sah M. dass Frauen und Mädchen schwere Wasserbehälter mit Wasser weit trugen. Warum? Hatten sie nichts von Pumpen gehört? Und was alles mit dem Wassertragen verbunden ist: Weniger Wasser, schlechte Hygiene, Krankheiten, weniger Zeit für die Kinder, Exkremente müssen weggetragen werden… Die Hindus redeten einer ganzen Kaste ein, geborene Sklaven zu sein, um eben billige Arbeitskräfte zu haben. Weil ein paar Menschen in Europa ihren Verstand einsetzten, haben sie fließendes Wasser und alle damit verbundenen Wohltaten. Ägypter bauten wunderbare Gebäude – aber nur für die Knochen der Herren. Und weil es so viele Sklaven gab, haben sie nicht einmal Schubkarren erfunden. Sein Fazit: Wo es billige Sklaven gibt, sieht man sich nicht genötigt, Dinge zu erfinden, die das Leben erleichtern. Wenn man zu wenig Frauen oder Sklaven hat, dann kauft man sich eben welche dazu, damit sie die Arbeit verrichten. Die Christen durften keine Sklaven haben. In den Klöstern mussten die Menschen selbst arbeiten. Und um sich die Arbeit zu erleichtern, erfand man eben viele sinnvolle Dinge. Aber der Bibel wirft man im Westen seit Aldous Huxley vor, die Natur beherrschen zu wollen, so wie die Schöpfungsgeschichte es vorschreibt. Und durch den Wahn, die Schöpfung beherrschen zu wollen, haben wir all die Umweltzerstörung. M. gibt den Kritikern recht. Technik ist nicht per se gut, sondern ist immer auch Teil des sündigen Menschen: Sie dient dem Führen der Kriege, der Unterdrückung…. Aber das sagt eben auch schon die Bibel, dass es darum geht, Technik wie Verstand verantwortlich zu handhaben. Es geht um menschenfreundliche Technik.

Chinesen haben die Uhr erfunden, bevor der Westen es tat. Aber sie konnten diese Entwicklung nicht nutzen, sie hatten kein Interesse an der Uhrzeit. Schon im 1. Jh. v. Chr. hat man in Afghanistan die Wassermühle erfunden – aber sie wurde nicht genutzt. Das heißt: Schlaue Menschen gibt es überall. Doch wenn das kulturelle Umfeld nicht stimmt, dann können die Menschen mit den besten Erfindungen nichts anfangen. Und so setzten auch erst die Mönche in den Klöstern Wasser zum Mahlen des Getreides ein. Auch Buddhisten kannten das Mönchtum: Warum haben sie das nicht erfunden und eingesetzt? Weil sie nicht arbeiteten, sondern meditierten und bettelten.

Gott war Architekt des wunderbaren Kosmos – nicht wie in Indien ein Träumer und Tänzer. Er schuf als kreatives Wesen den Menschen aus Ton – all das wirkte sich aus auf die Kreativität und den Erfindungsgeist des westlichen Menschen. Mit Benz gesagt: 1. Das Design der Welt lässt einen Fachmann an der Arbeit erkennen, 2. ein guter Handwerker hat Teil an der Handwerkskunst Gottes; 3. Wir handeln nach Gottes Auftrag, wenn wir verantwortlich handeln; 4. jeder Moment ist wertvoll – darum ist die Zeit zu nutzen. Und hinzu kommt noch, dass die Technik von Christen dazu verwendet wurde, um Menschen in der Not zu helfen. Es wurde allerdings gesagt, dass das nicht für alle Kirchen gelte, so sei die Ostkirche eher kontemplativer ausgerichtet.

Es wird das Längssegel vorgestellt – weil es erfunden wurde, benötigte man keine Galeerensklaven mehr. Es wurde der Karrenpflug erfunden, der half, viel mehr Menschen zu ernähren, um Pferde zu schonen erfand man das Hufeisen, das Kummet und das Doppelgespann, Kurbel, Schubkarre (möglicherweise auch eine ungenutzte chinesische Erfindung) und Schwungrad, Pfeifenorgel und mechanische Uhr. Warum war die Uhr so wichtig? Weil Mönche beteten und arbeiteten – und eben vor lauter Arbeit nicht zu spät zum Gebet kommen durften. Da half die Uhr. Die Brillengläser halfen Uhren reparieren und halfen Texte zu lesen und zu bearbeiten – und läutete damit die Renaissance ein. In Asien schloss man die Augen – und lernte meditativ zu fliegen. Warum sollte man dann Flugzeuge erfinden? Technik war vor den Universitäten da, und half vor allem außerhalb der universitären Wissenschaft. Hugo von Sankt Viktor versuchte schon im 11. Jahrhundert beides zusammenzuführen. 300 Jahre lang blieb sein Werk ein Grundlagenwerk.

All das konnte genutzt werden. Anders Indien. Als Großmogul Shah Jahan 1631 mit dem Bau des Taj Mahal begann, gab es eine große Hungersnot, weil der Monsunregen ausgefallen war. Überall waren Leichen, Menschen aßen Menschen, sogar schon, während diese noch am Leben waren. Warum hat man statt des Taj Mahal keine Dämme gebaut, in guten Zeiten keine Lagerhäuser eingerichtet, wie schon Josef in Ägypten es vor 3500 Jahren gemacht hat? Die Indus-Zivilisation hatte Zugang zu Lagerhaustechniken, warum hat man sie nicht genutzt, denn der Monsun blieb auch vorher schon häufiger aus. Das war den Herrschern alles egal. Das heißt: Man benötigt nicht nur Technik, Technik ist neutral, man benötigt eine Lebensphilosophie, die diese Herrscher nicht hatten, die im Westen die Bibel vorgab: Die Würde des Menschen steht im Mittelpunkt. Und wenn im Westen die biblische Lebensphilosophie weicht? (Ich führe es eigenständig fort, dann passiert das, was auch mit der herzlosen Kolonialisierung begann: Sklaverei. Und so hat auch der heutige Kapitalismus ganze Völker versklavt. Die Seele, die Bibel fehlt.)

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Papst + Enteignung + Hass und Atheisten + Angepasste Kirche

Wiedergabe von Amoris Laetitia (Die Freude der Liebe [die in der Familie gelebt wird]): http://kath.net/news/54732

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Zu dem Papstwort eine Stellungnahme von Bedford-Strohm: http://www.ekd.de/presse/pm40_2016_ratsvorsitzender_zum_papst_schreiben.html

Der Bund der Katholischen Jugend ist gegen die katholische Theologie, wie sie der Papst vertritt, weil Amoris Laetitia Homosexualität nicht neu bewertet, weil der Papst gegen Sex vor der Ehe eintrete und Verhütungsmittel ablehne: http://kath.net/news/54742 Da stellt man sich doch die Frage:  Warum sind die Funktionäre eigentlich in der katholischen Kirche, wenn sie die katholische Theologie und Ethik nicht vertreten können?

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Der Empfang des Abendmahls/der Eucharistie setzt „die lebendige Verbundenheit mit Gott in Glaube, Hoffnung und Liebe“ voraus. Warum wird dann Protestanten noch immer die Eucharistie verwehrt? http://kath.net/news/54743 (Eine rhetorische Frage.)

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(Nachtrag zu Amoris Laetitia: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/pastoralschrift-des-papstes-suende-bleibt-suende-14168252.html

Und Anna Diouf über Kritiker, die kritisieren, ohne überhaupt die Grundlagen zu kennen. Ein guter Beitrag – denn das ist immer wieder ärgerlich: Menschen kritisieren den christlichen Glauben – das ist vergleichbar mit: Einer, der vom Fußballspielen keine Ahnung hat, nicht einmal weiß, was ein Ball ist, will so mitreden, als hätte er die Fußballweisheit mit Löffeln gefressen. Oder ein Handballer echauffiert sich, dass man im Fußball nicht die Hand benutzen darf und dass die Regeln geändert werden müssen: https://thecathwalk.net/2016/04/09/kritik-des-reinen-unverstands/

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Warum stimmt die mexikanische katholische Kirche der Enteignung dieser Kirche zu? http://kath.net/news/54745

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Es ist interessant, dass Menschen, die die Kirche ablehnen, meinen, ablehnende Worte der Kirche verurteilen zu müssen. Einem Atheisten kann es doch vollkommen egal sein, dass ein Kirchenvertreter eine andere Meinung zur Gottlosigkeit hat als er selber. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn ein Atheist oder sonstwer die Kirche ablehnt und den Glauben noch dazu und was weiß ich – dann redet kein vernünftiger Mensch davon, dass dieser die Kirche usw. hasst. Selbst wenn manche sagen, Religion sei lächerlich, man müsse nicht einmal mehr mit Religiösen reden, weil sie sowieso nur Schwachsinn reden – dann zieht man sein Hütchen und geht als Christ freundlich weiter, spricht aber nicht von Hass. Aber man möchte wohl auch als Atheist Aufmerksamkeit unter Seinesgleichen erheischen, und spricht in schrillsten Tönen vom Hass der anderen: http://kath.net/news/54731 So lüpfen wir auch hier das Hütchen und gehen freundlich weiter.

Am Rande: Atheisten müssen wissen, dass Christen ihre Beurteilung der nationalsozialistischen und kommunistischen Ideologie nicht einfach so übernehmen. Atheisten gehen davon aus, dass Ideologien nichts mit dem Atheismus zu tun hätten. Klar, ist auch eine schlechte Werbung. Aber Christen denken da anders, denn Nationalsozialismus wie Kommunismus haben massivst Christen verfolgt bzw. Christen verachtet und die Ausmerzung nur verschoben, wenn sie die Christen noch zur Erreichung ihrer Ziele benötigten. Ebenso die Handelnden: Sie selbst sahen sich nicht als Christen an. Von daher: Wenn Christen davon sprechen, dass Gottlose über Leichen gehen, zuschlagen und zerstören – dann steht dieses Bild der Sowjetunion, des Mao-China, Nordkorea, Mexiko, Kuba,… – und wie die kommunistischen Länder alle heißen, die Christen das Leben zur Hölle gemacht haben, vor Augen. Natürlich haben sie sich nicht zum Atheismus bekannt – wie immer wieder von atheistischer Seite gesagt wird, weil man sich nicht zum Atheismus bekennen könne – aber diese Ideologen haben sich als Atheisten gesehen. Die Gräueltaten der französischen Revolution darf man auch nicht vergessen. Zudem: Engagierte Menschen, die meinen, das Wohl der Welt hängt von ihnen ab, die haben einen massiven Hang zum Totalitären (- wie natürlich auch Religionen, die meinen, sie müssten unbedingt jetzt und sofort den Willen ihres Gottes von allen einfordern, sonst sei der Gott ihnen böse gesonnen). Das steht hinter den Worten des Bischofs. (Natürlich gibt es auch nette Atheisten – vor allem nette Agnostiker. Solche, die ihren Nichtglauben nicht als Ideologie vor sich hertragen, sondern als Teil ihres Lebens begreifen, der sich durch ein Wunder ändern kann.)

Der christliche Glaube, wie er von Jesus Christus und neutestamentlichen Christen verkündet wurde, geht davon aus, dass Gott die neue Welt herbeiführen wird und der Mensch soll sich nur schon jetzt entsprechend verhalten. Das heißt: Christen dürfen nicht denken, dass sie jetzt die Welt Gottes herbeiführen müssen. Das wäre furchtbare Hybris. Christen können auf Gott schauen und bitten: Dein Reich komme – und das Ihre liebend dazu tun, dass es sich wie der Sauerteig immer weiter verbreitet – aber von Menschen nicht zu erreichen ist.

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Eine Diskussions-Anregung zum Papier der Evangelischen Kirche in Rheinland zum Thema Mission von Muslimen:

Eine angepasste Kirche ist Staatsdienerin. Sie passt sich den Vorgaben des Staates an und geht im Staat auf. So geschieht es im Augenblick auch mit der Evangelischen Kirche in Rheinland: „Eine Begegnung mit Muslimen in Konversionsabsicht bedroht den innergesellschaftlichen Frieden und widerspricht dem Geist und Auftrag Jesu Christi und ist entschieden abzulehnen.“

Mission widerspricht dem Geist und dem Auftrag Jesu Christi? Interessant zu hören. Man möchte sarkastisch werden und sagen: Wahrscheinlich sind sie der Meinung, weil es zur Zeit Jesu noch keine Muslime gab und somit Jesus von dieser wunderbaren Religion des Friedens noch nichts gewusst haben kann. Hätte er das gewusst, dass es eine so wunderbare Religion geben wird, hätte er sicher Mission unter Muslimen abgelehnt.

Nein, so argumentieren sie sicher nicht. Sie argumentieren im Sinne des Staates, ganz gehorsam, wie es sich für eine Staatskirche gebührt: Man will ja schließlich in einer Gesellschaft keinen Ärger hervorrufen, man möchte den Staat befrieden. Und wenn man sagt: Liebe Muslime, Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, dann kann es eben sein, dass Muslime sauer werden und sagen: Nö, Mohammed ist der Prophet Allahs usw.

Ich überlege mir so, wenn ich das schreibe, haben eigentlich diese Kirchenvertreter, die dem Staat dienen wollen, wirklich im Blick, dass die Religion auch das soziale Leben prägt? Und eine Religion, die vom Koran geprägt ist und von den Ahadith, hat eine andere Gesellschaft zur Folge als eine Religion, die vom Neuen Testament her geprägt ist. Man mag dann natürlich Zeter und Mordio schreien, aber ein Blick in die real existierenden islamischen Staaten und zu den real existierenden Resten unserer christlichen Gesellschaft, von denen das Grundgesetz noch ein einsames Relikt ist, dürfte jeden Uneinsichtigen belehren. Aber da Christen in unserer Gegenwart lieber einen nicht real existierenden Islam als Maßstab für ihre Besinnungen nehmen, wird sie die Realität auch nicht stutzig machen.

Anders gesagt: Eine Umwertung der Gesellschaft im Sinne des Koran und der Ahadith wird massiven Unfrieden in unserer Gesellschaft mit sich bringen. Von daher ist das, was im Papier vorgeschlagen wird, nicht gerade Frieden erhaltend. Aber wie sie einer Islamphantasie huldigen, so haben sie sicher auch ein falsches Bild von der Geduld unserer autochtonen deutschen Gesellschaft – und der nichtmuslimischen Zuwanderer. Nichtmuslimische Zuwanderer aus islamischen Staaten kämpfen massiv dagegen, dass unsere Gesellschaft islamisiert wird. Hier finden sie Frieden ohne Verfolgung – und sie befürchten, wenn in unserer Gesellschaft Koran und Ahadith die Macht bekämen, sie nach Polen oder Ungarn auswandern müssten, um den Verfolgungen zu entgehen.

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Hiobs Botschaft + Woche für das Leben

Eine neue Botschaft Hiobs, die der Inszenierung des Hiob-Buches von Roth entnommen wurde: Gott kann helfen: http://kath.net/news/54721

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Die ökumenische Woche für das Leben hat begonnen: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/kirchen-rufen-zu-mehr-wertschaetzung-alter-menschen-auf-95640/

Am Anfang ging es der Woche für das Leben darum, den Blick auf Abtreibungen zu richten. Dann hat man die Intention verändert, und es stehen jährlich neue Themen im Blick. Heuer: Alte Menschen.

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AfD und Maaßen + Kristina Schröder + Wertungswidersprüche

Da wollen manche die AfD partout zu einer rechtextremistischen Partei erklären – aber manche widerstehen tapfer den Hysterikern: http://www.welt.de/politik/deutschland/article154166752/AfD-ist-keine-rechtsextremistische-Partei.html Dass Parteien eine Konkurrenz ablehnen, das haben wir doch schon kennen gelernt, als die Grünen wuchsen, als die Linken dazu kamen – und jetzt kommt eben noch die AfD dazu. Kurios ist, dass erst CDU/SPD/FDP gegen Konkurrenz waren, jetzt sind die anderen etabliert und machen dasselbe mit der AfD. Jeder Partei sind ihre Näpfe näher als die demokratische Vielfalt. Das ist verständlich. Aber dass Medien und Fußvolk vielfach mitmachen, statt sich rational und argumentativ mit den Aussagen auseinanderzusetzen, ist nicht ganz so verständlich. Gibt es eigentlich Stimmen, die fordern, Maaßen in die Wüste zu schicken, weil er nicht ihrer Ideologie gemäß pariert?

Wer sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden? http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/afd-stand-in-nurnberg-von-30-angreifern-attackiert-1.5117395

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Noch eine mit Rückgrat: Kristina Schröder: http://www.focus.de/politik/deutschland/kristina-schroeder-ehemalige-familienministerin-rechnet-mit-kritikern-ab_id_5422086.html

Es ist schwer Rückgrat zu behalten, wenn selbst ein großer Teil – zumindest der sich öffentlich in Szene zu setzen vermag – der eigenen Partei anpasserisches Duckmäusertum vertritt.

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Da muss man manchmal grinsen über unsere Zeitgenossen: http://nicolaus-fest.de/presseschau-und-wertungswidersprueche/ Aber leider kann falsche Politik manchen Menschen das Leben und der Gesellschaft die Stabilität kosten.

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Türkische Geschichte + Islamisten/Nationalisten in der Türkei

Kampf gegen Kurden 1938 – 2016 wird es nicht ganz so brutal gewesen sein, aber wer weiß, weil ja keiner dahin darf:

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Keine Terroristen: http://www.welt.de/politik/ausland/article154159192/Mord-an-Christen-ist-fuer-Staatsanwaelte-kein-Terror.html Die türkische Regierung bekämpft Recht im Volk: Wer gegen die Kurdenpolitik ist, steht unter Terrorverdacht, wer Christen ermordet – nicht. Und dann wundert sich eine solche Regierung, die Gewalt sät und Gewalttäter verharmlost, dass es Gewalttaten gegen die Türken gibt? Sie kann natürlich sagen: Wir sind die Regierung – die Justiz ist daran Schuld. Aber die Regierung bereitet den Boden, auf dem gute Pflanzen und schlimme Pflanzen wachsen können. Und die Regierung der Türkei bereitet den Boden für schlimme Pflanzen. Seit Jahren.

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Christen verändern die Welt (12): Mitmenschlichkeit

P1040601

Mangalwadi (Das Buch der Mitte) schreibt im 3. Teil über Mitmenschlichkeit, Vernunft und Technik als Frucht der Bibel.

Im 5. Kapitel geht es um Mitmenschlichkeit. Zunächst beschreibt er, dass der Islam vor 1000 Jahren Europa überflügelt habe, doch inzwischen übersetzen die Spanier mehr Bücher im Jahr, als die gesamten Araber in den letzten Tausend Jahren, die 5 Millionen Finnen exportieren (außer Öl) mehr Güter als 165 Millionen Menschen der arabischen Welt. Woher kommt das? Nicht von den Humanisten der Renaissance, das ist ein Mythos. Das Wesentliche, dass jeder Mensch von Natur aus gleiche Würde hat, hat seinen Ursprung in der Bibel. Und das hat Europa geprägt.

Was Indien betrifft stellt er am Tod eines kleinen Mädchens dar, was das bedeutet: Jeder Mensch hat Würde. Seine Frau entdeckte in einem Haus ein sterbendes Mädchen. Sie überredete mit viel Eifer die Eltern, das Mädchen ins Krankenhaus zu bringen. Es wurde gerettet und dann von M.´s Familie übernommen. Dann kamen die Eltern und wollten es wiederhaben. Und wieder vernachlässigten sie es, es kam wieder ins Krankenhaus, wieder zu den Eltern – und dort starb das Mädchen Sheela. Die fatalistische Religion des Hinduismus, die weder Mädchen achtet noch versucht, das Schicksal zu überwinden, die nicht versucht, die Armut zu überwinden und die Krankheiten, ist dafür verantwortlich. Individualität ist Illusion, die Seele als Teil des Göttlichen (Brahman) bleibt am Leben und reinkarniert. Das heißt: Der Mensch selbst ist nichts Wert. Will man die westliche Welt verstehen, ist die Verknüpfung der Erkenntnis Gottes mit der Erkenntnis des Menschen entscheidend. Moderne Hindus sind dafür, dass man gegen das Schicksal ankämpfen muss – aber dazu benötigt man ihrer Meinung nach nicht die Bibel, sondern den gesunden Menschenverstand. Doch “gesunder Menschenverstand” wird in in Indien wie im alten Rom anders interpretiert. Dort gehört zum gesunden Menschenverstand, Kinder zu töten, Frauen zu erniedrigen. Das änderte sich alles erst durch das Erstarken der Bibel, die den Mesnchenverstand geformt hat.

Im Mittelalter war Europa christianisiert. Doch die Menschen standen unter dem Eindruck des Schicksals, wie die Inder. Platonismus hatte die Theologie im Griff. Die Bibel hatte kaum mehr ein Wort mitzureden. Die Franziskaner lehnten den Platonismus ab und darum konnte man in der Renaissance die Würde des Menschen in der alten Bibel wiederentdecken. Darin gingen sie über die klassische griechische und römische Literatur hinaus, indem sie Augustinus und Lactantius, die großen christlichen Denker des 5. Jahrhunderts aufgegriffen haben.

Im Mittelalter selbst haben Platon und Aristoteles die Christen vom wahren Christsein abgehalten. Christen haben die Bedeutung der Bibel nicht erkannt, weil sie diese aus platonischer Sicht und aristotelischer Sicht gelesen haben. Und weil die Kirchenoberen Platoniker bzw. Aristoteliker waren, haben sie alle Andersdenkenden kleingehalten.

Was hat es mit Platon auf sich? Platon sagte, dass der Mensch die Wirklichkeit gar nicht erkennen könne. Das, was der Mensch sieht, wahrnimmt, ist im Grunde nur der Schatten des Wahren, der Schatten der Idee. Es gibt viele Bäume, alle sind unterschiedlich. Doch warum nennt man Bäume Baum, obwohl sie so unterschiedlich sind? Weil die Idee Baum dahintersteht. Und die Idee von allem, kann nur der Philosoph erkennen. Und wer sich um die Idee hinter allem kümmert, kann die Wirklichkeit nicht so wahrnehmen wie sie ist und entsprechend würdigen. Aristoteles hat einen etwas anderen Ansatz. Er ist Logiker. Man kann alles logisch erfassen. Man nimmt vieles wahr, versucht es logisch zu erschließen – aber diese logische Erschließung ist wichtiger als das Untersuchen der Dinge selbst. Die induktive Methode, dass man das logisch Erschlossene mit Hilfe der Wirklichkeit überprüft, das kam dann erst im Mittelalter, durch Mönche auf. Aber diese Mönche wurden wie andere auch, die der induktiven Methode folgten, verfolgt, klein gehalten – eben von der Kirche und den Wissenschaftlern der damaligen Zeit, weil sie unter dem Einfluss Platons bzw. des Aristoteles standen. Immer wieder musste sich die Bibel im Laufe der Kirchengeschichte durchsetzen. Erst als sie auf breiter Linie mit dem Protestantismus Bedeutung erlangte, konnten sich Wissenschaft und Technik wirklich entfalten.

Die großen Denker, die zuerst das Thema der Würde aufgegriffen haben, waren Petrarca (14. Jh), Salutati (14. Jh.), Lorenzo Valla (15. Jh.), Pico della Mirandola (15. Jh.). Sie alle standen auf der Schulter von Augustinus: Der Mensch ist nicht nur Teil des Universums, sondern von Gott dazu geschaffen worden, seine Liebe, seine Vernunft, seine Gerechtigkeit nachzuahmen (111). Muslime hatten auch große Denker – aber sie haben die Würde des Menschen nicht gedacht, sondern erst Christen wurden dazu von der Bibel herausgefordert, weil der deutlichste Beleg für die Menschenwürde die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus gewesen ist. Jesus wurde Mensch, damit Menschen Kinder Gottes werden. Muslimische Gelehrte fragten stattdessen: Hätte Gott auch Hund werden können? Womit sie den Menschen auf die Stufe von Tieren stellten. Mit der Ablehnung der Menschwerdung Gottes haben sie dem Handeln Gottes Grenzen gesetzt, wie auch die Griechen Gott in ihr eigenes Denken eingegrenzt haben. Gott lässt sich von unserer Logik nicht begrenzen, darum müssen Christen auch immer wieder die Grenzen der Logik sprengen. Und weil der Islam die Würde nicht schätzte, konnten er das Potential, das in den Menschen liegt, nicht entfalten lassen, Muslime waren gefangen, man versagte ihnen Rechte und Freiheiten. Darum konnte der Westen den Islam überrunden.

In dieser christlichen Tradition stand auch die Frau von M., als sie der kleinen Sheela helfen wollte. Die Eltern konnten das nicht akzeptieren, weil 3000 Jahre Hinduismus, 2600 Jahre Buddhismus, 1000 Jahre Islam sie im Griff hatten. (115)

Der moderne Säkularismus von Shelley, Nietzsche, Marx, Freud haben die geisteswissenschaftliche Wurzel der Würde nicht beachtet, sondern haben nur auf die korrupte Kirche geschaut. Die faschistischen Mythen von Nietzsche und Marx waren für den Mord an 100 Millionen Menschen verantwortlich. Und auch andere Strömungen der Moderne verachten den Menschen: “Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge” (Ingrid Newkirk, Tierschützerin), auch Marxisten bekämpften den Individualismus, die Würde des Einzelnen. Post Marxisten wie Roland Barthes, Michel Foucault, Jacques Derrida wissen zwar, dass jeder einmalig ist, aber Individualität ist für sie ein künstliches Konstrukt. Und so hat der Kopenhagener Zoo im Sinne dieser Weltanschauung Menschen wie Tiere ausgestellt. Allerdings haben diese ihre Klimaanlage selbst eingestellt, e-Mails geschrieben und dann ihr Recht auf Freiheit eingeklagt. Darum durften sie manchmal ihren Käfig verlassen. Zudem haben sie ihr Intimverhalten den Augen der Öffentlichkeit entzogen. Das Experiment wurde letztendlich als Verletzung der Menschenwürde angesehen.

(Im nächsten Kapitel geht es um die Vernunft.)

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