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Berg-Kreuz neu aufgestellt + Halbmond-Gipfel + Blonde Zöpfe = Nazi
Eine Gruppe junger Männer hat ein Bergkreuz, das vor kurzem einem Anschlag zum Opfer gefallen ist, durch ein neues ersetzt, was allerdings keine große Begeisterung bei der Kirchenführung aufkommen lässt, denn die Männer gehörten vermutlich der identitären Bewegung an: http://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/lenggries-ort28977/neonazis-errichten-gipfelkreuz-zeuge-beobachtet-6724550.html Übrigens werden sie als Neonazis bezeichnet. Das ist sehr undifferenziert. Auch der Merkur scheint nicht differenzieren zu können – weil es sich um CSU-Konkurrenz handeln könnte?
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Ein Künstler ließ einen Halbmond auf einen schweizer Gipfel anbringen: Er hatte sich schon immer über die Kreuze geärgert – ist aber Atheist: http://www.nzz.ch/schweiz/atheist-provoziert-halbmond-leuchtet-ueber-dem-appenzellerland-ld.115383
Interessant finde ich daran, dass man doch immer wieder nicht nur Freudsche Versprecher, sondern in dem Sinne auch Freudsche Taten erkennen kann: Atheisten sind gegen Christen – aber manchmal machen sie sich unbewusst für den aggressiveren Islam stark. http://www.nzz.ch/schweiz/atheist-provoziert-halbmond-leuchtet-ueber-dem-appenzellerland-ld.115383
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Blonde Zöpfe, lange Röcke = Nazi. Baby&Kind Redaktion hilft Nazi-Kindergarten Eltern zu enttarnen. Wohl keine Satire – aber wieder einmal: Rassismus der Antirassisten: http://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/und-wie-blond-ist-dein-nazi-kind/
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Neues aus der Anstalt, Fakt
In Neues aus der Anstalt wurde die Europapolitik dargestellt und das, was der Bürger eigentlich zu sagen hat:
Ebenso Fakt zum Thema Flüchtlingsintegration: Sprachkurse besuchen ist freiwillig – wer nicht will, lässt es. Aber die Gelder werden weiterhin bezahlt – aus dem Arbeitslosenfonds: http://www.mdr.de/fakt/fakt-deutschkurse-fuer-fluechtlinge-100.html
a) So soll Integration gelingen?
b) Hauptsache, es kostet im Grunde nichts – bis die Kostenlawine kommt und alles zermalmt?
c) Viel Dampfgeplauder – aber immer noch keine Integrationsverpflichtung. Die Frage stellt sich dem naiven Laien: Wenn die Leute nichts lernen, wenn sie nichts können – welche Arbeit können wir ihnen in unserem Land bieten? Keine. Wir züchten Hartz IV Empfänger heran. Hartz IV Biographien – und kein normaler Mensch lässt sich freudig aufs Nichtstun ein. Das heißt: Wir fördern gesellschaftspolitische Katastrophen.
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Gefährliche Geldpolitik
Es ist eine gefährliche Geldpolitik, die unsere Verantwortlichen in der EU treiben: http://www.cicero.de/kapital/europaeische-finanzpolitik-das-geschaeft-mit-der-illusion
Was ich mich frage: Im Augenblick sieht es so aus:
Früher haben Staaten ihre Währung auf- bzw. abgewertet, je nach wirtschaftlicher Lage. Das geht nun mit dem Euro nicht mehr. Wie reagiert die Finanzpolitik darauf? Die Deutschen klagen, dass ihnen das Geld geklaut wird, um arme Länder wieder aufzurichten: keine Zinsen mehr, die Banken geraten in Schwierigkeiten, die Versicherungen geraten in Schwierigkeiten – und die nationale Politik tut nichts dagegen. Sie schaut zu, wie die Banken, Firmen und damit auch die Bürger ausgenommen werden: Kontogebühren, Negativzinsen…
Was mich nun interessiert: Gibt es eigentlich Bestrebungen, hier einen neuen Weg zu finden. Wir haben nur Try and Error – und Error wird weitergeführt. Wirtschaft ist Menschengemacht – und so kann es auch Wege geben, die besser sind als die Wege, die jetzt gegangen werden. Gibt es Studien, Untersuchungen, Versuche, bessere Wege zu finden? Ich gestehe: Ich bin in dieser Frage Laie. Das merkt man sicher aus jedem Wort. Ich bin aber interessierter Laie und habe bislang nirgends gelesen, dass man diesen vermutlich falschen Weg, der nichts als Unmut bringt, verlassen möchte, weil man einen neuen Weg entdeckt hat.
Hat man sich darin eingerichtet: Nehmt den Bürgern das Geld – sie haben eh zu viel?
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Deutsche integriert euch! + Deutsche sind Angsthasen + Flüchtlinge überqualifiziert
Wieder einmal dieser witzige Vorschlag, dass auch die Deutschen Integrationsveranstaltungen besuchen sollten: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/soziologin-fordert-integrationskurse-fuer-deutsche-a-1111224.html Diesen klasse Vorschlag gab es doch schon einmal. Und die Begründung jetzt? Deutsche würden nicht angemessen mit Ausländern umgehen, so würden sie noch nach Jahren fragen, wo die zugereisten Gesprächspartner herkommen.
Liebe Soziologin A.T.: Ich komme aus Brasilien – und ich freue mich darüber, dass Menschen mich fragen: Aus Brasilien? Wie war´s da…? Nach Jahren! Und dann erzähle ich gerne – füge aber hinzu, dass das Brasilien, das ich kenne, sicher nicht mehr das Brasilien ist, das ich einmal verlassen habe.
Soll ich jedes Mal schreien, wenn eine interessierte Frage kommt: Rassisten! Integriert euch!
Setzt sich diese Soziologin übrigens auch dafür ein, dass die Zugereisten endlich dazu gezwungen werden, Sprachunterricht zu nehmen – oder sieht sie nur die Deutschen in der Pflicht?
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Dass ich in meinem Blog häufig das gleiche sage, das hängt damit zusammen, dass man immer mal wieder ein Nachrichten Deja vu hat. Und so heißt es wieder: Deutsche sind Angsthasen und Flüchtlinge sind in Deutschland überqualifiziert, bekommen schlechtere Jobs und sind weniger integriert: Irgendwie wiederholt sich alles immer wieder. Auch die Propaganda. Und das ist das Wesen der Propaganda, dass man auch etwas, das falsch ist, immer wieder wiederholt, bis der letzte es glaubt. Steter Tropfen höhlt den Stein… – das Motto jeglicher Propaganda. Auch dieser: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/allensbach-studie-deutschland-hat-angst-a-1111132.html und: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-in-deutschland-sind-oft-ueberqualifiziert-a-1111237.html
Dass Deutsche Angst haben, ist eine Interpretation. Man kann das auch so interpretieren: Deutsche sind besonders vorsichtig und vorausschauend.
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Jeder hat eine Merkel zu Hause + Nicht kluge Worte – richtige Taten! + Schäfer-Gümbel: Zu wenig Diskussion + Maas beschmutzte Finger + GB baut Mauer
Jeder hat eine Merkel zu Hause – Politik als Satire, Politiker als Satiriker: https://philosophia-perennis.com/2016/09/07/merkel-altmaier/ Und ebenso ist dieser Versuch zu werten: http://www.achgut.com/artikel/das_neue_deutschland Ich muss freilich sagen: Ich hätte die Beiträge so nicht geschrieben. Manchmal schreibe ich dazu: Als wärs ein Stück von mir. Hier nicht. Warum nenne ich sie? Weil ich sehe, wie inzwischen auch Spott und Ironie die Politik begleiten. Soziopsychologisch ist das interessant.
Ich sehe den Politikwechsel eher positiv. Aber ok. Hier ein Zitat:
Das Fazit: Das Volk, der große Lümmel, ist schwer erziehbar. Es hält nichts davon, dass ihm plötzlich „Menschen geschenkt werden“, die es durchfüttern muss, es hält auch nichts von der Selbstaufgabe des Schutzraumes „Nation“, und am allerwenigsten hält es von einer politischen Klasse, die beim Versuch, sich durch panische Richtungswechsel zu retten, so schnell gegenrudert, dass sich die Paddel schwer in die Quere kommen.
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Ich finde, wir benötigen keine klugen Worte, sondern richtige Taten! Vertrauen kann man nur zurückgewinnen, wenn das, was inzwischen beschlossen wurde, auch tatkräftig durchgesetzt wird – und nicht nur hohle Phrasen bleibt. Zudem muss man weiter daran arbeiten, die falsche Politik wieder zu korrigieren: http://www.focus.de/politik/deutschland/generaldebatte-im-bundestag-angela-merkel-verteidigt-fluechtlingspolitik_id_5904937.html
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Ich habe es schon häufiger geschrieben – aber es gibt meines Erachtens zu Merkel keine Alternativen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article157945325/Angela-Merkel-ist-alternativlos-Von-wegen.html
Und ob Merkel eine Mehrheit bekommen könnte, wenn sie die EU in der Flüchtlingsfrage eint, halte ich für sehr weit hergeholt. Das ist wirklich nicht mehr das Problem. Das war vielleicht mal eine Lösung. Aber inzwischen hat sich die Erde weitergedreht.
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Da macht es sich Schäfer-Gümbel wirklich zu leicht, wenn er nun nach dem Duktus der SPD alle Fehler auf Merkel schiebt. Ich hoffe, die meisten lassen sich nicht für blöd verkaufen:
Es gab zu wenig Raum für Debatten, viele hatten den Eindruck, dass Zweifel nicht erlaubt sind. Da will ich die SPD gar nicht ausnehmen. Aber wenn es um Integration, sozialen Zusammenhalt und Fluchtursachen geht, dann haben wir im Gegensatz zur Union konkrete Vorschläge gemacht und viel durchgesetzt.
Es ist nicht nur so leichthin von der SPD zu reden: Sie ist in der Regierung, sie stellt den Innenminister, sie stellt den Justizminister, der die AAS stärkt, sie stellt die Familienministerin, die das ebenso tut. Und nun soll Merkel die Diskussion nicht zugelassen haben? Ich halte solche Aussagen für unredlich. Die eigene Verantwortung abschieben. Und man lese weitere Aussagen Schäfer-Gümbels im Interview. Diese kann man als solche einordnen: Als wärs ein Stück von mir. Seit Monaten, Jahren schreibe ich sowas. Und jetzt erst rücken Politiker mit ihrer Weisheit heraus? Warum? Opportunismus, weil die AfD auf der Pelle brennt oder haben sie endlich erkannt, was richtige Politik ist? Ich freue mich natürlich riesig über das Umschwenken. Aber der Weg der Distanzierung von dem Koalitionspartner ist falsch. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-spd-torsten-schaefer-guembel
Wie sie sich gleichen: Merkel macht inzwischen eine andere Politik, sagt aber, dass sie sich treu bleibt, die SPD macht inzwischen eine andere Politik, sagt aber, sie hätte sie immer gemacht, Merkel sei Schuld gewesen…
Eine sehr gute Politik machen auch immer mehr die Linken, die wie Wagenknecht aufzeigen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Nicht alle. Die Obergenossen der Linken müssen auch noch erst begreifen. Wie der eine oder andere Grüne inzwischen auch schon vernunftgemäß umschwenkt. Aber auch da: Es kann noch keine neue Politik folgen, weil zu wenig mitmachen, manche verharren noch in ihrer Position der letzten Monate.
Ist das Verhalten dieser Politiker Opportunismus – oder hat man endlich erkannt: Sorry, war falsch?
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Maas hat sich die Finger verbrannt: http://www.tagesspiegel.de/politik/netzpolitik-affaere-heiko-maas-hat-sich-die-finger-schmutzig-gemacht/14494384.html
In diesem Zusammenhang möchte ich nur an meinen Beitrag vom August 2015 erinnern: http://blog.wolfgangfenske.de/2015/08/13/range-und-maas-justizskandal/
Dass die Politik als Hörige der linken Medien auftritt, ist schon kurios – und gefährlich. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/generalbundesanwalt-range-wehrt-sich-gegen-einflussnahme-13733596.html Aber Range stand schon lange im Fokus. Man wollte ihn schon lange weg haben, weil er die NSA nicht so behandelte, wie es die Journalisten und die Linken wollten. Nun bot sich die klasse Gelegenheit, wieder einmal Journalisten-Politik zu machen – und sie fanden einen Hörigen: Den Justizminister, der eigentlich hinter der Justiz stehen sollte. Aber nein.
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Großbritannien baut eine Mauer, um Flüchtlinge in Calais ein illegales Eindringen in Großbritannien zu erschweren: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-grossbritannien-und-frankreich-bauen-mauer-von-calais-a-1111274.html
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Terrorverdächtiger verschwunden + Mordanschlag + Iran-Saudis + Türkei in Syrien + Konflikt in Südosteuropa + Nigeria-Spannungen
Nun ist der Terrorverdächtige, der sich regelmäßig bei der Polizei melden sollte, verschwunden: http://www.focus.de/politik/deutschland/seit-wochen-verschwunden-terrorverdaechtiger-afghane-in-hannover-taucht-ab_id_5902921.html Ohne Kommentar meinerseits.
Auch hierzu sage ich nichts: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeburg/ermittlungen-mutmassliche-vergewaltigung-neinstedt-100.html
Und hier wieder das alte Lied: Mob – so heißt es in dem Artikel – will Polizisten einschüchtern: http://www.focus.de/panorama/welt/in-dortmund-beamte-sollen-unter-druck-geraten-mob-umzingelt-polizisten-bei-festnahme_id_5903767.html Man darf also inzwischen wieder Mob sagen.
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Ein Terrorverdächtiger wurde festgenommen, der ein Wagen mit Gasflaschen in der Nähe von Notre Dame geparkt haben soll: https://www.jihadwatch.org/2016/09/france-muslim-on-watchlist-arrested-after-his-car-is-found-packed-with-explosive-gas-cylinders-outside-notre-dame-cathedral
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Irgendwas muss die Bundeswehr falsch machen: Sie will syrischen Flüchtlingen Grundkenntnisse in Handwerksarbeiten beibringen. Aber: Nur sehr wenig Syrer kommen: http://www.focus.de/politik/videos/ursula-von-der-leyen-stellt-pilotprojekt-vor-bundeswehr-will-syrische-fluechtlinge-ausbilden-doch-findet-keine-interessenten_id_5898813.html Statt 120 kamen nur 45. Immerhin.
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Möglicher Mordanschlag auf AfDler: http://www.pfalz-express.de/mordanschlag-auf-afd-parlamentarier-lohr/
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Die Saudis und Iraner forcieren die Spirale der Aggression: Jetzt sagte ein Mufti der Saudis, die Iraner seien keine Muslime: https://www.jihadwatch.org/2016/09/saudi-arabias-grand-mufti-says-iranians-are-not-muslims Irgendwo las ich neulich, dass dieser Hass der Schiiten und Sunniten aufeinander eine moderne Erscheinung sei. Manchmal liest man viel dummes Zeug. Man sollte sich nur einmal die Genese dieser Spaltung anschauen, dann wird man eines besseren belehrt, wenn man nicht ganz ideologisch verblendet ist.
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Die Türkei in Syrien ist ein gefährlicher Mitspieler, da sie wohl nach eigenen Regeln spielt und alle aus dem Spiel wirft, die ihr nicht liegen. Man muss sie äußerst genau beobachten. Dass ihr irgendjemand aus dem Westen Widerstand entgegenbringt, ist leider nicht mehr zu vermuten. Erdogan weiß: Er darf sich alles erlauben – außer im Augenblick Assad vertreiben – aber je stärker die Türkei in Syrien wird, desto wahrscheinlicher wird auch das. Chamberlain-EU – sie verraten mit der USA nicht nur ihren treuesten Partner, die Kurden, sie verraten alles: http://www.welt.de/politik/ausland/article157948898/Kurden-Christen-Araber-die-Tuerkei-attackiert-sie-alle.html
Dass die Türkei in Syrien aus dem Ruder läuft, verärgert Russland: http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-in-syrien-russland-kritisiert-offensive-gegen-is-und-kurden-a-1111329.html Hat Erdogan auch Putin um den Finger gewickelt? Ich dachte immer, Putin sei gegenüber Erdogan gewappnet. Aber vielleicht wird es Zeit, dass Putin wieder ein Machtwort redet.
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Manche türkische Minister versuchen eine goodwill Aktion zu starten. Diese wird massiv zu beobachten sein. Andere Minister versuchen das nicht. Die Regierung tritt für die Deutsche Welle ein: http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-bundesregierung-stellt-sich-hinter-deutsche-welle-a-1111287.html
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Der slowenische Premier meint, wenn die Flüchtlingszahl wieder steigen sollte, würde in Südosteuropa ein Konflikt ausbrechen und fordert eine Überwachung der Außengrenzen: http://www.focus.de/politik/videos/miro-cerar-sloweniens-premier-warnt-beim-naechsten-fluechtlingsstrom-bricht-ein-konflikt-aus_id_5904208.html
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Sind diese muslimischen Jugendlichen nun Islamisten – oder nicht? Wahrscheinlich einfach nur leicht reizbare Burschen – aber andere, in diesem Fall Christen – müssen um ihr Leben bangen: https://www.jihadwatch.org/2016/09/nigeria-muslims-attack-nearly-lynch-christian-chemist-for-alleged-blasphemy
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Wille Gottes
Wenn ein Mensch den Willen Gottes tut,
macht ihn nicht erst der Erfolg herrlich und groß.
Der Mensch ist herrlich und groß,
indem er den Willen Gottes tut.
Impressum http://www.wolfgangfenske.de/ und www.blumenwieserich.tumblr.com
Kunst und Glaube
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Homo-Ehe und Ehe + Traditionen diskutieren/Angst vor Diskussionen + Bodyshaming – Selfshaming
In dem Artikel in: https://www.novo-argumente.com/artikel/wollen_wir_wirklich_staatlich_anerkannte_homosexuelle (schon aus dem Juni 2015) finden wir folgende Aussage:
„Der Hype um die Homo-Ehe zeigt vor allem eins: dass die Institution der Ehe an Bedeutung verloren hat. Die Eheurkunde wird vielfach nur noch als Zertifikat zur Erlangung des Anrechts auf Ehegattensplitting betrachtet. Die Ehe hat an Kraft verloren. Sie ist weniger eine Lebensform als ein beim Staat zu beantragender Status. Das mag man beklagen oder gut heißen. Es heißt aber, dass das, was viele als Kampf um Gleichberechtigung interpretieren, nur ein Statusgerangel ist.“
Ich vermute jedoch, dass gerade der Wunsch mancher Homosexuellen nach einer Ehe zeigt, wie sehr sie aufgewertet wird. Mit Ehen sind Hoffnungen verbunden – und wenn sie noch so lächerlich gemacht werden – die Hoffnung, dass das Vertrauen, das man in den Partner setzt, ewig nicht enttäuscht wird. An dieser Sicherheit möchte man teilhaben, auch wenn man weiß, dass es vielen Ehen nicht gelingt. Diese Sehnsucht nach der festen Verbindung zu einem Menschen, mit dem ich durch Dick und Dünn, durch Höhen und Tiefen gehen kann, ist da und bleibt.
Die Ehe – die Konzentration auf einen Partner – ist in christlicher Tradition eng mit dem Glauben an Gott verbunden, der Mann und Frau zusammenführt, der Frau und Mann zusammenführt, die einander achten und zueinander stehen. Und beide gemeinsam sorgen sich um die Nachkommen – und bieten diesen durch die Zusage der Treue ebenfalls ein sicheres Aufwachsen und damit eine Grundlage, damit sie ihr Leben gut leben können. Im Glauben kann eine solche Ehe gelingen – ist aber auch anfällig, denn der Mensch ist Sünder und kann der Sünde Raum geben.
An diesem Menschenbild, das mit der christlichen Ehe verbunden ist, wollen Menschen teilhaben, die selbst nicht fest im christlichen Glauben stehen. Und so versuchen zumindest Heteros, die Hochzeit aufzubauschen – zu einem Hochzeitshype, zum schönsten Tag des Lebens usw. – weil eben die Basis fehlt, versucht man einen Ersatz zu finden: Je mehr Geld man bezahlt, je schöner es wird, je bombastischer, desto besser für die Ehe. Und wenn etwas schief geht, sei es, weil es am Tag regnet oder das Essen nicht rechtzeitig oder in Überfülle auf dem Tisch steht, ist es ein schlechtes Omen für die Ehe.
Nicht zuletzt, weil diese säkulare Ehe so überhöht wird, wollen auch Menschen einen so schönen Tag haben, wenn sie Partnerschaften eingehen, die nicht aus Mann und Frau bestehen, sondern aus Mann und Mann bzw. Frau und Frau. Das eben auch verbunden mit der Sehnsucht, die oben beschrieben wurde.
Zudem ist die Hochzeit eine der wenigen Momente im Leben, in denen ein Mensch gefeiert wird. Und wer will sich nicht gerne einmal im Mittelpunkt stehend, gefeiert werden? Bei der Beerdigung ist es zu spät bzw. da bekommt man es nicht mehr mit.
Ich sehe somit die Ehe nicht als etwas an, das keine Bedeutung mehr hat, weil auch Homosexuelle eine Ehe führen wollen. Im Gegenteil. Darum besteht heute das Bedürfnis danach, das Wort „Ehe“ umzuprägen. Das Wort Ehe betraf immer die Vereinigung von Mann und Frau. Weil aber Mann/Mann bzw. Frau/Frau auch so etwas haben wollen wie Ehe, es der Begriff Ehe aber nicht hergibt, weil er eben für Frau/Mann reserviert war, prägt man ihn in manchen Bereichen kurzerhand um und verlangt mehr oder weniger heftig und aggressiv von allen, diese Umprägung zu akzeptieren. Warum findet man nicht ein anderes, besseres Wort für die Vereinigung von Mann/Mann bzw. Frau/Frau, sondern versucht den alten Begriff umzudefinieren? Weil eben mit dem Wort Ehe so viel Positives verbunden ist.
Eine solche Umprägung geht dann leichter, wenn man den Begriff vorher ausgehöhlt hat. Ehe ist im Grunde – so gesehen – nur etwas, das der Staat schließt, damit die so verbundenen finanzielle Erleichterungen und auch andere Privilegien bekommen. Wenn Ehe so ausgehöhlt wurde, gleichzeitig mit dem Spott, dass diese eh nicht mehr halten, sondern die Sehnsucht nur Lug und Trug sei, Liebe ist sowieso nur Hormonschub, dann ist es einfacher, diesen Begriff auf alles zu übertragen, was sich irgendwie in Paarung zusammenführen möchte. Diese Tendenzen gibt es auch und spielen manchmal auch Hand in Hand. Aber, wie oben gesehen: Ich denke, der alte Begriff „Ehe“ weckt eine Sehnsucht, an deren Erfüllung auch andere teilhaben wollen.
Interessant finde ich persönlich, dass man nach einer Zeit, in der man sich von der Hetero-Ehe lösen wollte (lieben kann man sich auch ohne Ehe – zusammenbleiben sowieso), ins Gegenteil umschlägt und nicht mehr nur heiratet, sondern die Ehe auch auf andere Gruppen übertragen möchte.
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Hiermit habe ich noch ein Thema angeschnitten, das in unserer Gesellschaft kaum mehr diskutiert werden darf, ohne dass der Vorwurf laut wird, Menschen mit anderer Meinung als der durchgesetzte mediale und intellektuelle Mainstream, sei homophob. Und das ist ein Armutszeugnis. Eine Gesellschaft muss über alle Fragen diskutieren dürfen. Vor allem dann, wenn manche versuchen, Traditionen, die ja auch die Basis einer Gesellschaft bilden, einfach zu untergraben. Wenn Basissteine verändert werden sollen, dann müssen alle mit diskutieren dürfen. Ohne Angst vor Isolation, Denunziation, Berufsverbote. Warum diese Angst vor Diskussionen? Vielleicht führt gerade die Diskussion zu besseren Ergebnissen?
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Ich habe dieses Wort „Bodyshaming“ noch nie gehört. In diesem Fall gab es ein Bodyshaming-Opfer, das heißt, ein Model hatte ein Bild von einer unbekleideten Frau in einer Umkleide gemacht, es ins Netz gestellt und sich über den Körper amüsiert: http://www.spiegel.de/panorama/leute/dani-mathers-polizei-findet-bodyshaming-opfer-a-1111100.html So manche Reaktion denkt wohl eher an Selbstbeschämung derjenigen, die das gemacht hat (kann man das Self-Shaming nennen?).
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