Migrationsforscher Paul Collier + Flüchtlingspolitik + Kippt die EU?

Ein gutes Interview mit dem Migrationsforscher Paul Collier, der Merkel zu recht kritisiert hatte – aber nun eine veränderte Migrationspolitik der Merkelregierung erkennt und das – ebenfalls zu recht – gut findet und die Regierung dabei unterstützt. Ich hoffe nur immer noch, dass die Worte nicht Worte sind, sondern dass ihnen wirklich Taten folgen: https://www.welt.de/politik/ausland/article159819939/Merkel-hat-ihre-Politik-geaendert-Das-verdient-Respekt.html

Die Migranten sollen in ihrer Heimat bleiben, nicht durch Willkommensrufe dazu gebracht werden, sich auf Träume einzulassen und ihre Heimat zu verlassen, in den Händen von Schleppern und unter Gefahren auf dem Meer. Afrika braucht die jungen Männer – und Afrika benötigt eine Hoffnungsperspektive. Befriedung ihrer Heimat. Und darum müssen die reicheren Länder diese unterstützen.

Das ist alles äußerst gut – weil ich es auch ständig im Blog geschrieben habe 😉

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Dass die dänische Regierung verlangen möchte, dass Asylbewerber ihre Anträge in der Heimat stellen – das ist, was die Migranten betrifft, ja offizielle EU-Politik. Wo ist da das Problem? Darum sollen ja Visastellen eingerichtet werden. Und das wird sich auch nicht vermeiden lassen. Das Problem ist nur: Es muss Raum bleiben für wahre Flüchtlinge. Sie müssen die Möglichkeit bekommen, in die EU hineinzugelangen – was bislang leider durch die Migranten (noch immer angelockt durch hoffentlich ehemals falsche Politik) verhindert wird http://www.focus.de/politik/videos/aenderung-der-fluechtlingspolitik-drastischer-schritt-daenemark-will-antraege-nur-noch-aus-herkunftslaendern-akzeptieren_id_6275466.html

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Und was muss man hier lesen? Berlin wieder – wird aber vermutlich in vielen Ländern so gehen – wenn nicht: Kann man den Berlinern nicht unter die Arme greifen, wenn sie das nicht alleine packen?: http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/11/Fluechtlingsamt-Mitarbeiter-Brandbrief-LAF.html

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Ich finde den Beitrag weniger interessant als die Kommentare. Sie zeigen auch, dass sich etwas getan hat im Land: http://cicero.de/berliner-republik/wahlkampf-doktor-strobl-und-der-patellarreflex-der-spd-

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Kippt die EU? Kippt sie nicht? Kippt die EU? Kippt sie nicht? Werden es Papiere sein, die nach den Verhandlungen und deren Veröffentlichung in den Orkus geworfen werden, weil sich eh keiner daran hält, vor allem die türkische Regierung nicht? https://www.welt.de/politik/ausland/article159824753/Fuer-die-Tuerkei-draengt-jetzt-die-Zeit-beim-Fluechtlingsdeal.html

Was muss die türkische Regierung tun? Die Reset-Taste drücken: Entlassene wieder einstellen, Verhaftete wieder frei lassen (bis auf nachweislich am Terror Beteiligte – aber das wird schwer sein, weil es eine unabhängige Justiz ja nicht mehr gibt), Rechtsstaatlichkeit wieder herstellen, Pressefreiheit garantieren, Kurden in Ruhe lassen (außer Terroristen), Erdogan muss seinen Modus des Beleidigten ausschalten.

Kippt die EU? Kippt sie nicht? Kippt sie…

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Eliten schockieren + Politik kommt mit Globalisierung nicht klar + Studie zum Thema Vergewaltigung + Gütesiegel für Studien

Wähler schockieren Eliten – wobei ich nicht mehr „Elite“ sagen wollte, sondern elitäre Menschen: http://www.focus.de/finanzen/experten/weik_und_friedrich/populismus-wenn-die-eliten-nicht-umdenken-wird-das-volk-zurueckschlagen_id_6275795.html Und diese Eliten, so lesen wir hier, müssen schnellstens umdenken. Selbst die Bertelsmann-Stiftung mit einer ihrer – von mir bislang nicht sehr hochgeachteten Studien – sagen es. Auch diese hier strotzt nur so von eigenartigen Aussagen: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_79690746/wilders-le-pen-und-co-angst-vor-globalisierung-staerkt-rechtspopulisten-in-europa.html Aber immerhin scheint sie, wie ich HR-Info entnehme, für eine veränderte Politik einzutreten. Ein mulmiges Gefühl angesichts der Globalisierung dürfte kaum an einer so genannten Globalisierungsangst liegen, sondern an der Politik, die mit der Globalisierung nicht klar kommt.

Die Studien der Bertelsmann-Stiftung habe ich schon häufig kritisiert: Man weiß im Grunde schon vorher, was dabei heraus kommt. Nicht zuletzt wegen dieser Studien trete ich dafür ein, dass ein Gütesiegel für Studien entwickelt wird und – wie neulich schon gesagt – erst nach Überprüfung durch andere – auch durch konkurrierende Fachleute der Öffentlichkeit präsentiert werden. Vorbild sollte das sein, was wir auch von wissenschaftlichen Zeitschriften kennen: Die Beiträge werden vorher überprüft, damit die jeweilige Zeitschrift sich nicht der Lächerlichkeit oder der Oberflächlichkeit preisgibt. Und so sollte jeder Sender, jede Zeitung auch nur solche Studien veröffentlichen, von denen sie weiß: Das wurde von einem unabhängigen Gremium überprüft.

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Setzen wir dieser Studie mal eine andere Untersuchung entgegen: http://www.focus.de/politik/videos/deutschland-umfrage-zeigt-afd-ist-nicht-partei-der-abgehaengten-denn-die-waehlen-ganz-anders_id_6277346.html

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An einem solchen Gremium, das Studiengütesiegel vergibt, würde auch diese Studie scheitern:

Eine EU Studie will herausgefunden haben, dass jeder 4. Deutsche – 27% – Vergewaltigungen ok findet. Wie lautete die Frage?: „Es gibt Personen, die finden, dass Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung unter bestimmten Umständen gerechtfertigt ist. Glauben Sie, dass dies bei folgenden Situationen zutrifft?“ Und als Beispiel wurden unter anderem leichte Bekleidung der Frauen, Betrunkenheit, Zugekifftheit, mit in die Wohnung gehen… genannt. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sexuelle-gewalt-wir-sind-noch-ganz-am-anfang-kolumne-a-1123533.html

Mich wundert, dass angesichts dieser Fragestellung nicht mehr mit „Ja“ geantwortet haben. Denn das ist ja augenscheinlich, dass es Menschen gibt (vor allem wohl Männer), die das als Freifahrtschein ansehen können. Ich hätte z.B. „Ja“ gesagt – wäre ich also jemand, der Vergewaltigung unter bestimmten Umständen ok fände? Schwachsinn!

Wenn man Frauen warnt: Passt auf, betrinkt euch nicht dermaßen, dass ihr euch nicht mehr wehren könnt! Dann kann das natürlich die folgende Replik hervorrufen: Du machst die Frauen dafür verantwortlich – schränkst die Freiheit der Frau ein und sagst den Männern nicht: Lasst das! Nutzt andere Menschen in wehrlosen Lagen nicht aus!… Ich mache damit Frauen ein weiteres Mal zum Opfer…

Es wäre wunderschön, wenn wir in einer Welt leben würden, in  der man Menschen nicht warnen müsste, weil es andere Menschen gibt, die Notlagen ausnutzen. Aber diese Männer gibt es – man muss dagegen mit allen Mitteln angehen – aber das schließt nicht aus, dass Frauen gewarnt werden müssen. Das eine tun, das andere nicht lassen. Beides muss geschehen. Jede Einseitigkeit auch hier führt dazu, dass Menschen zum Opfer werden können.

Dass es an der eigenartigen Frage lag, ist auch anderen aufgefallen, wie der Beitrag sagt. Ein solches schlimmes Problem wie das der Vergewaltigung in einer Gesellschaft durch solche Fragen ad absurdum zu führen, wäre sicher nicht passiert, wenn irgendjemand diese Studie kontrolliert hätte. Wir benötigen Studien mit Gütesiegel – gerade zu so schlimmen Themen. (Nur am Rande: Sonderbar ist, wie diese Studie in dem genannten Beitrag genommen wird, um dann das Thema Vergewaltigung anzsuprechen.)

Manche Studien fallen auch durch ihr Thema auf – die brauchen meines Erachtens kein Gütesiegel: http://www.trendsderzukunft.de/wissen-10-interessante-und-witzige-studien/2010/09/24/

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Absichtlich arm gehalten? – Anreizkulisse und Armutszeugnis + Staatsanwaltschaft geht in Berufung?

Werden Menschen in unserem Land absichtlich arm gehalten, damit sie eine Drohkulisse bilden und Menschen stärkere Leistungen bringen, um nicht in die Armut abzurutschen? http://www.focus.de/politik/videos/institut-fuer-wirtschaftsforschung-politik-professor-wirft-merkel-vor-millionen-deutsche-absichtlich-arm-zu-halten_id_5314504.html

Ich denke, man muss inzwischen darauf achten, dass Herr Butterwegge für die Linke kandidiert – und darum auch bestimmte Aussagen provokativ ins Land hinausschicken muss, damit man ihn überhaupt wahrnimmt.

Man benötigt keine Drohkulisse, da die Anreizkulisse so groß ist, dass man unbedingt mehr Geld haben möchte, um sich mehr leisten zu können.

Aber man muss sich schon fragen, warum Menschen in unserem Land arm sein müssen – einem Land, in dem die Wirtschaft boomt. Dass wir aber nur 5,7% Arbeitslose haben (Tagesschau) ermutigt, das heißt, dass zumindest für viele ein wenig Geld regelmäßig kommt. Wobei mir bekannt ist, dass nicht alle, die Arbeit haben, auch von der Arbeit finanziell leben können. Zudem fallen viele einfach aus dieser Statistik raus. Von daher: Es ist ein Armutszeugnis für unser Land. Es gibt sicher noch viel zu verbessern. Gut ist es, dass die Linke immer wieder darauf hinweist – auch polemisch. Es ist ja Wahl.

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Die Staatsanwaltschaft geht tatsächlich in Berufung? Eine Flaschensammlerin hatte eine Opernkarte im Müll gefunden und auf ebay versteigert – und wurde angeklagt. Die Richterin war echt gut – die Staatsanwaltschaft findet das nicht: http://www.express.de/bonn/opernkarte-aus-dem-muell-bonner-flaschensammlerin-nach-gluecksfund-vor-gericht-25185700 Wie heißt es so schön: Kopfschüttel – heftigst.

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Freiheit und Leben

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Nur menschliches Leben kann wirklich frei sein, denn es ist bewusstes Leben.

Ohne dieses Leben gibt es keine Freiheit – es gibt nur Tod oder befreites Sein in Gott.

Der Tod kann nicht befreien, er zerstört nur Leben und damit Bewusstsein – er bringt eben: Tod.

Gott allein kann befreien, wenn er den sterbenden Lebenden in Gott hinein befreit.

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Kopftuchverbot aufgehoben + Heftige Kritik an Kirche + Harte Kritik an Kardinäle + Wie gehen wir miteinander um?

Eine muslimische Erzieherin darf in der Kita das Kopftuch tragen – „Menschen mit einem anderen Glauben hätten keinen Anspruch darauf, vom Anblick anderer religiöser oder weltanschaulicher Symbole verschont zu werden.“ http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/bundesverfassungsgericht-kopftuch-ist-gesellschaftlicher-alltag-98496/ Ich vermute einmal, dass das Urteil auch so manche Christen wieder ermutigt, sich mit Symbolen zu ihrem Glauben zu bekennen. Man sollte sich bekennen und sich nicht einschüchtern lassen – aber die christlichen Symbole nicht als Kampfmittel verwenden. Das haben wir Christen nicht nötig. Wo die Grenze liegt, muss jeder für sich selbst in Verantwortung vor Gott entscheiden.

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Dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes kontraproduktiv ist, wird hier begründet: http://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-justiz-schuetzt-nur-muslime/ Und man muss es kritisieren – da irgendwie nicht ersichtlich wird, dass es überhaupt die Brisanz erkennt und die Diskussion in der Gesellschaft mitbekommt. Natürlich bekommen sie alles mit – aber warum dann solche Entscheidungen? Wartet es darauf, dass der Gesetzgeber aktiv wird?

Anabel Schunke schreibt:

Was wir uns jedoch vor allem fragen müssen, ist, wie lange wir uns all das noch gefallen lassen wollen. Wie lange wir noch hinnehmen, dass die Minderheit der Muslime in diesem Land nicht nur geschützt, sondern proaktiv in ihrer Ausbreitung in der Öffentlichkeit unterstützt wird, während die letzten Abwehrmechanismen des restlichen Teils der Bevölkerung gegenüber religiösem Wahn mehr und mehr abgebaut werden.

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Ich gebe hier einen Link weiter, der heftige Kritik an charismatischen Richtungen der Christen und der institutionalisierten Kirche übt. Ich gebe den Beitrag von Marco Wild nicht weiter, weil ich mit ihm übereinstimmen würde – im Gegenteil. Mit manchem bin ich einverstanden – nur in seiner radikalen Einordnung an keinem Punkt. Ich gebe ihn auch nicht weiter, indem ich mich mit ihm Satz für Satz auseinandersetze und widerlege. Ich gebe ihn einfach pur weiter, weil ich denke: Christen müssen die kritische Stimme eines Bruders in Christus ertragen – vielleicht erkennen sie in dem einen oder anderen Punkt die Notwendigkeit, Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, vielleicht erkennen sie auch die Notwendigkeit, für Kirche, für den Kritiker und für sich selbst zu beten. https://philosophia-perennis.com/2016/11/29/evangelisch-linke-gruene/

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Kardinäle haben dem Papst eine Frage gestellt – und werden nun scharf angegriffen und ihnen wird gedroht: Man könne ihnen auch die Kardinalswürde wieder nehmen: http://www.kath.net/news/57654

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Man sieht auch an anderen Stellen: Wie in der Gesellschaft die Auseinandersetzung zwischen Konservativen, die nicht mehr den Mund halten, und den Modernistischen, die versuchen, ihre Sicht durchzusetzen, heftiger wird. Dem ist auch in der Evangelischen Kirche so. Dazu ein Kommentar, den ich bekommen habe, den ich nicht als Kommentar hineinsetze, sondern hier bringe:

Wow! Ich frage mich ob die EKD nicht ein gutes Beispiel ist für die falschen Lehrer, die Petrus in 2. Petrus 2,1-6 beschreibt? Sie predigt nicht, was die Bibel ganz klipp und klar sagt, sondern predigt etwas total gegensätzliches.
Die Bibel, Gottes Wort(!), sagt, es ist sündhaft, also abstoßend für Gott, wenn Mann mit Mann und Frau mit Frau Sex haben. Und: Gott erschuf Mann und Frau. Nicht wie die EKD und viele andere Stimmen in unserer heutigen schlimmen Gesellschaft sagt: ” Ist ok, wenn Du Sex mit egal wem hast und überhaupt: wer ist schon Mann oder Frau! Sei was Du willst! Gott ist ein Gott der Liebe! Er schickt niemanden in die Hölle! Die gibt es eh nicht!” Nein? Wie soll ich dann 2. Petrus 2:7-10 verstehen?

Ich nannte sie modernistisch in Ermangelung an einem geeigneten Wort: Linke sind es nicht, Liberale sind es auch nicht – es handelt sich um eine Mischung von allem möglichen. Aber auch die Konservativen sind ja nicht eine feste Gruppe, sondern gibt es in den verschiedensten Schattierungen wie die Modernistischen auch. Die Auseinandersetzungen werden härter. Die Frage ist nur: Wie gehen wir in der Kirche miteinander um? Sind wir darin ein Beispiel für die Gesellschaft oder spiegeln wir sie nur wieder?

  • Grenzen wir einander aus?
  • Können wir auch mit Menschen der Kirchen reden, die gänzlich anderer Meinung sind?
  • Ohne zu drohen?
  • Ohne durch Gesetze in Abstimmungen mit Gleichgesinnten andere vor vollendete Tatsachen zu stellen?
  • Ohne öffentliche Gelder einzusetzen, um Andersdenkende finanziell propagandistisch zu übertönen?
  • Ohne zu verachten?
  • Aber auch ohne Auseinandersetzungen zu meiden und vor Dominanten zu kuschen.
  • Passen wir uns an oder versuchen wir aus dem Glauben heraus – in Verbindung zu Gott in Jesus Christus – verantwortlich zu handeln, zu reden, zu leben?
  • Trauen wir Jesus Christus zu, seine Kirche zu leiten – so dass wir nicht wie die (linken und rechten) Ideologen meinen, das Heil der Kirche hängt von uns oder irgendeiner politischen Strömung in der Kirche ab?
  • Kann jeder, der in der Kirche mit diskutiert, von sich sagen – aber das muss man sich prüfend selbst fragen -, dass er mit dem Weinstock Jesus Christus vereint ist? Wenn nicht, haben die Personen dann ein Recht, in wichtigen Fragen der Christenheit mitzureden?

Jesus sagt laut Johannesevangelium 15: „Bleibt mit mir vereint, dann werde ich auch mit euch vereint bleiben. Nur wenn ihr mit mir vereint bleibt, könnt ihr Frucht bringen, genauso wie eine Rebe nur Frucht bringen kann, wenn sie am Weinstock bleibt. Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

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Indien als Muster für Finanzdiktatur? + FDP + Kauder vermisst Anti-Putin-Demonstrationen

Ist Indien ein Testballon um Finanzdiktatur des Staates weltweit durchzusetzen? http://www.focus.de/finanzen/experten/thorsten_schulte/indien-krieg-gegen-das-bargeld-warum-uns-die-lage-in-indien-angst-machen-sollte_id_6270981.html Ich habe meine Bedenken, dass die Angaben in dem Beitrag alle stimmen. Einmal kann ich mir nicht vorstellen, dass 98% aller Erwachsenen Inder wirklich erfasst worden sind. Zudem vermute ich, dass die Inder sehr wohl in der Lage sind, die Vorgaben des Staates zu unterlaufen. Denn sie haben ja in Wahrheit das Kastensystem noch nicht abgeschafft, obgleich es vom Gesetz schon lange abgeschafft wurde. Sie unterlaufen es einfach. Aber dass das, was in Indien geschieht, von Staaten mit besonders wachen Augen beobachtet wird, um vielleicht selbst irgendwann so etwas durchzuführen, kann ich mir gut vorstellen. Und dass wir in Europa insbesondere in Deutschland auch sehr ruhig halten, was sämtliche Zumutungen betrifft, wird sicher auch mit wachen Augen beobachtet. Da macht sich dann das Fehlen einer wahren FDP schmerzhaft bemerkbar. Einer FDP, der es darum ging, den Bürger vor den Fesseln eines übermächtigen Staates zu bewahren. Es läuft alles sehr still und schleichend – und alles zum Wohle der Bürger, zum Wohle Europas… – wie es heißt. Und die Bürger lassen sich einlullen, weil ja alles zu ihrem Wohl passiert. Und irgendwann wachen sie auf, freuen sich, dass die Banken gefesselt und zerschlagen sind – sie aber gleich mit.

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Kauder hat wie andere in der Union nicht begriffen, dass die Bevölkerung vielleicht weiter denkt als die Politik: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/volker-kauder-vermisst-anti-putin-demonstrationen-in-deutschland-a-1123682.html : Ohne Assad geht es nicht und: Je schneller Aleppo von allen Rebellen und somit auch den Islamisten befreit ist, desto schneller geht es der Zivilbevölkerung wieder gut. Es ist ein Drama, dass der Westen seine Rebellen nicht aus Aleppo zurückpfeift und sagt: Geht, damit die Zivilbevölkerung geschützt wird! Das macht der Westen nicht – damit macht er sich an der Aleppo-Katastrophe mitschuldig. Vielleicht verstehen es manche in der Bevölkerung besser – als eben Kauder und co. Mich wundert das übrigens auch, dass nicht mehr im Sinne der Regierung demonstrieren, denn es gibt immer welche, die das alles nicht durchschauen und den jeweiligen Regierungen zu Diensten sind. Aber hier scheint es anders zu sein. Das war auch wunderschön sichtbar, als Obama Assad wegbomben wollte und wirklich ein Krieg dicht bevor stand – und dann viele gegen den Krieg votierten – auch der Papst. Trotz so mancher Medienhetze für den Krieg. Ich hatte das damals alles im Blog. Kauder sollte sich freuen, dass sich Menschen nicht leicht aufputschen lassen. Das kommt übrigens schneller als Kauder denkt gegen die USA, wenn Trump was machen wird. Dann haben wir sicher wieder Massendemonstrationen zu erwarten. Eigenartigerweise gibt es inzwischen sogar von der OECD positive Aussagen zu Trump. Ist aber ein anderes Thema.

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