Säbelrasseln: Saudis und Iraner + Macron und Frankreich + Mutige Menschen in Venezuela

Säbelrasseln dieser beiden Staaten: http://www.focus.de/politik/videos/zunehmende-spannungen-iran-und-saudi-arabien-drohen-sich-gegenseitig-mit-angriffen_id_7098991.html

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Auf Macron lasten jetzt viele Gewichte: http://www.focus.de/politik/videos/erste-rede-nach-wahlsieg-grabesstimme-und-kein-laecheln-ploetzlich-klingt-macron-ganz-anders_id_7095806.html

Ob es ihm gelingen wird, die extremen Linken oder Linksextremen ca. 19% der Franzosen einzubinden bzw. zu isolieren, die versuchen, Frankreich lahm zu legen? Er kann Le Pen Wähler nur von Le Pen abziehen, wenn er Reformen durchführt. Die Reformen werden durch die genannten Linken verhindert. Damit wird die FN gestärkt und die Linken können dann sagen: Schaut, hättet ihr uns Linksextreme gewählt, wäre die FN nicht stärker. Dass sie aber mit zur Stärkung der FN beitragen, ob sie das auch merken – zumindest die klugen in den linken Gewerkschaften?

Es wird sich in Frankreich der ideologische Kampf zwischen Kommunismus und Neoliberalismus (mit Zentrum Wirtschaft) entbrennen. Der Nutznießer wird, wenn nicht alle Beteiligten vernünftig bleiben, der Nationalismus werden. Von daher sehe ich das, was sich schon jetzt in Frankreich abzeichnet, nicht jubelnd, sondern eher sorgenvoll. Können die europäischen Sozialdemokraten/Links Parteien zur Mäßigung aufrufen? Zur Zusammenarbeit mit Macron, damit der neoliberale Wandel soziale Züge behält?

Auf die ca. 19% komme ich durch die Melenchon-Wähler.

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In Venezuela versuchen mutige Menschen endlich diesen Links-Diktator abzuschütteln. Diese Genossen (Chavez, Maduro und ihre Trittbrettfahrer) haben seit 1998 das Land zerstört – wann tritt er endlich ab, statt immer neue Finten auszudenken? https://www.hrw.org/blog-feed/venezuelas-crisis Mit einer vernünftigen guten Politik könnte es dem Land so gut gehen. Allerdings muss eine vernünftige Politik nach Maduro auch die Armen im Blick haben.

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Nichts Neues bei der Hamas, nur die Farbe + Schutzzonen in Syrien + Afghanistan

Die Hamas veröffentlichte ein Papier zum Nahostkonflikt. Michael Wolffsohn analysiert es und kommt zu dem Schluss, dass nichts Neues darin zu finden ist – nur ein wenig mehr verschönernde Farbe – um im Bild zu bleiben: http://cicero.de/weltbuehne/hamas-paper-neue-fassade-altes-haus

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Dass in den neu angelegten Schutzzonen Syriens nicht gekämpft werde, das hatte ich nicht so gedacht. Ich hatte das so verstanden, dass bisher befreite Zonen für Menschen, die geschützt werden wollen, offen stehen. Und wenn in ihnen Rebellen leben oder wenn Rebellen in sie eindringen, werden sie bekämpft, damit eine Schutzzone Schutzzone bleiben kann.

Ich hatte es wohl falsch verstanden – und so lese ich hier, dass Rebellen aus Damaskus herausgebracht werden: http://www.tagesschau.de/ausland/damaskus-evakuierung-101.html

Dass man kein großes Vertrauen in UN Friedenstruppen hat, kann man verstehen. Dann wäre der Gedanke der Schutzzonen zumindest in Syrien hinfällig. Die UN ist parteiisch. Aber das hat sie nun davon, dass sie sich parteiisch gemacht hat. Man vertraut ihr nicht mehr – und benötigt sie im Grunde auch nicht. Ich hoffe, dass der neue Chef der UN bald seine eigenen Akzente setzen kann – und hoffe, sie sind praktikabel.

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Kampf gegen Islamisten in Afghanistan: http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-is-101.html

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Nachsicht, mein Freund

Hat er sein Lächeln verloren,

weil sein Herz hartherzig geworden ist?

Hat er sein Lächeln verloren,

weil Zorn und Wut ihn bestimmen?

Hat er sein Lächeln verloren,

weil er krampfhaft sich selbst verwirklichen will?

Hat er sein Lächeln verloren,

weil er denkt, seine Weltsicht ist die einzig Wahre?

 

Nachsicht, mein Freund,

Nachsicht, mit anderen, mit Dir.

Gelassener sich selbst und die anderen sehen.

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Europäische Leitkultur + Streitbare Leitkultur

Wir brauchen eine europäische Leitkultur – so der Titel – wir haben eine europäische Leitkultur – so der Text: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/neonationaler-zeitgeist-plaedoyer-fuer-eine-europaeische-leitkultur-a-1146470.html

Wir haben eine europäische Leitkultur – sagen wir lieber: So in etwa. Das ist auch klar, denn die Basis Europas ist das jüdische Christentum, das griechische und römische Traditionen aufgegriffen und verarbeitet hat. Und auf dieser Basis hat sich die moderne Wissenschaft, Philosophie, Kunst weiter entwickelt. Das kann man jedoch gegen eine nationale Leitkulturdebatte nicht ausspielen. Wie soll man sich auf europäischer Ebene die Diskussion um Leitkultur vorstellen? Das ist unrealistisch. Ich denke, dass die einzelnen Nationen, die darüber diskutieren, eben entdecken: Klasse, wir haben vieles gemeinsam! Auch mit den Briten.

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Ein sehr guter Beitrag zum Thema Leitkultur von Jörg Bong: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/leitkultur-wir-sind-viel-zu-zurueckhaltend-gastbeitrag-a-1145962.html

So lebensnotwendig der Diskurs und der ernste Streit der Demokraten untereinander ist, so bereit müssen alle zur rabiaten Einigkeit der genuinen Demokraten sein. Die anti-demokratischen Kräfte, außen wie innen, – welcher Provenienz auch immer – lachen sich ins Fäustchen, wenn wir es nicht sind. Die freie, starke Demokratie ist, es wird erstaunlich gerne vergessen, de facto ebenso die Prämisse einer freien, starken Wirtschaft und eines freien wie sozial verantwortlichen Marktes. Freiheit und Demokratie sind unsere konkreten Geschäftsgrundlagen.

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Wie können sich Idioten wieder vertragen? + Linke, Rechte…

Darf man den Beitrag von Sibylle Berg so zusammenfassen: Wie können sich Idioten wieder vertragen? http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/neustart-gescheitert-was-idioten-aus-der-welt-gemacht-haben-kolumne-a-1146110.html Ich meine zu erkennen, dass der Beitrag nicht nur sagt: Die anderen sind die Idioten, die die Gesellschaft und die Welt kaputt machen.

Wie können wir uns wieder vertragen? Das ist äußerst schwer. Denn selbst die Verträglichsten, die neuzeitlichen Ireniker – sie werden von anderen angegriffen, weil die Angreifer meinen, die Ireniker seien im Grunde das größte Übel, weil sie nicht den Hass-Kübel auf die anderen ausgießen.

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Verzeiht mir, wenn ich vergaß, irgendjemanden aufzuzählen – und manches auch veraltet bzw. erfunden ist:

Es gibt Linke unterschiedlichster Couleur: Marxisten, Trotzkisten, Leninisten, Stalinisten, Maoisten, Castro- und Che-isten, französische, italienische, deutsche Linke, Sozialisten, Kommunisten, christlich geprägte Sozialisten-Kommunisten, muslimische geprägte Sozialisten, kapitalistische Kommunisten, Privatlinke, – verkrampfte Linke und freie Linke…

Es gibt Rechte unterschiedlichster Couleur: Tradionalisten, Konservative, jeweils unterschiedlich gemischt: Nationalkonservative, christliche, naturbegeisterte, muslimische, hinduistische, atheistische Konservative, Rechte, Nationalisten, Faschisten, Nationalsozialisten, Rassisten, Privatrechte, – verkrampfte Rechte und freie Rechte…

Es gibt Liberale unterschiedlichster Couleur: Linksliberale, Rechtsliberale, Neoliberale, freie Liberale, christliche Liberale, atheistische Liberale, muslimische Liberale, kommunistische Liberale, Staatsliberale, Gesellschaftsliberale, Kapitalisten, kommunistische Kapitalisten, Privatliberale, – verkrampfte Liberale und freie Liberale …

Es gibt Ordnung liebende Menschen, Chaos liebende Menschen, Berufsrevolutionäre, die gegen alles sind, es gibt Anarchisten, Menschen, die Gemeinschaft suchen…

Es gibt Rationalisten, Emotionalisten, Intuitionisten, Idealisten, Utopisten, Materialisten, Empiristen, Szientisten …

Es gibt freundliche Menschen, niederträchtige, neidische, arrogante, liebevolle, Frieden suchende, Hände reichende, stille, krakeelende, gleichgültige, egoistische, hedonistische, utilitaristische… Menschen.

Manche machen es sich sehr einfach und stecken jeweils ihre Gegner in eines dieser ihrer selbst gebastelten Schublädchen. Damit tun sie dem Gegner nicht Unrecht – sondern nur sich selbst. Sie zeigen damit allen, dass sie keine Ahnung haben. Oder aber auch umgekehrt: Sie vereinnahmen den anderen für ihre Zwecke, obgleich sich die Vereinnahmten dieser Vereinahmenden nie zuordnen würden.

Und ich? Ich weigere mich in irgendein Schublädchen gesteckt zu werden. Ich krabble immer wieder heraus. Also steckt mich in ein Schublädchen, in das ihr wollt, aber damit zeigt ihr nur, wer ihr seid, nicht, wer ich bin.

Ein Schublädchen passt allerdings: Ich versuche mein Leben aus dem Geist Jesu Christi heraus zu gestalten und ihm zu folgen.

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Lokalposse

Lokalposse – da wollten sie vielleicht was Gutes – das aber nicht gut angekommen ist, weil dahinter die Bevorzugung einer Gruppe vermutet wird: https://philosophia-perennis.com/2017/05/07/refugees-first-tafelladen-nidda/

Kommunikation und Transparenz ist alles. Erspart allen Beteiligten Ärger.

Und falls hier wirklich eine Gruppe bevorzugt werden sollte: Das wird hoffentlich abgestellt werden. Diejenigen, die nichts haben, die auf alles angewiesen sind, vertragen Zurückstellungen auch nicht besonders gut.

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Wahlen in Frankreich und SchleswigHolstein

Le Pen hat Erwartungsgemäß nicht die Mehrheit errungen – und nun ist Europa gespannt: a) auf Macron, was will der eigentlich und b) auf Macron: was kann der eigentlich, ohne Partei im Rücken und die Wahlen vor sich. Aber Erleichterung ist schon mal gut – nun muss er in den nächsten Jahren liefern, damit nicht das geschieht, was einige befürchten, dass Frankreich weiter Richtung Le Pen abdriftet. Und Le Pen? Sie hat 1/3 der wählenden Franzosen hinter sich und wird Macron vor sich hertreiben. Das wird ganz in ihrem Sinne sein. Es ist nicht leicht in Frankreich, vor allem, weil die Linken den Reformen des Macron so manchen Widerstand entgegensetzen werden. Aussagekräftig fand ich in der Tagesschau die Anmerkung, dass 2/3 der Macronwähler ihn nur gewählt haben, um Le Pen nicht an die Macht zu lassen. Da hat er letztendlich kaum mehr Zustimmung als Le Pen. Aber er hat jetzt die Chance, zu beweisen, dass er was kann, zum Wohl Frankreichs.

Wahlen in Schleswig Holstein – das war so nicht Erwartungsgemäß. Ich kenne kaum einen Menschen in Schleswig Holstein näher, war also voll und ganz auf die Medien angewiesen. Wer wird mit wem? Wer kann mit wem? Die SHler sind immer wieder für Überraschungen gut – ich erinnere nur an Simonis (2005). Wie kalauerte man in der ARD: An der Küste ist nur eines sicher: Ebbe und Flut.

Wird Stegner das Wahlergebnis auch auf sich beziehen? Zumindest ein ganz klein wenig?

Was NRW betrifft: Ich denke, Laschet wird als etablierter Vertreter von Mittelinks der CDU nicht unbedingt Kraft überflügeln. Wenn er es tut, liegt es nicht an Laschet, sondern daran, dass in der Bundes-CDU so manche falsche Politik korrigiert wird. Zumindest scheint es so.

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Steinmeier in Israel + Demokratie

Steinmeier ist in Israel. Darf man hoffen, dass er kein Porzellan zerschlägt? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundespraesident-in-israel-steinmeier-stellt-sich-hinter-gabriel-a-1146484.html Denn hoffentlich spielt er nicht den Oberlehrer, der den Israelis beibringen will, was Demokratie ist. Jedes Land muss sehen, wie es mit diesem großen Thema aufgrund der ganz konkreten gesellschaftspolitischen Verhältnisse umgehen kann – und kein Land ist sicher, nicht in undemokratische Strukturen hinabzusinken – auch wenn es gut gemeint ist.

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