Spinnennetz der Zeitgenossen – Glaubende sind frei

Ideologen aller Couleur müssen Glaubende bekämpfen.
Glaubende sind frei.
Sie sind allein dem liebenden Gott zugeordnet.
Von Menschen sind sie frei.

Glaubende mit dieser Haltung können massiv irren.
Sie legitimieren das dann mit Gott.
Von daher: Sie sind dem liebenden Gott untergeordnet.
Wer liebt, kann sich nicht irren zum Schaden anderer?
Doch, furchtbar.

Glaubende sind frei.
Gebunden an Gott.
Gebunden an die Liebe Gottes in Jesus Christus.
Gebunden an Gottes Wort – Bibelkanon = Maßstab, Richtschnur.
Gebunden an ihren vom Geist Gottes durchdrungenen Verstand.
Gebunden an die Gemeinschaft der Glaubenden durch alle Zeiten hindurch.

Glaubende sind frei, und zappeln nicht im Spinnennetz der Zeitgenossen.

Aber diese Freiheit in Gott ist einzuüben.

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Depression + Suizid

Das, was Depression und überhaupt psychische Erkrankungen sind, muss sich auch hundert Jahre nach Freud noch langsam herumsprechen. Ihnen begegnet man in unserer Gesellschaft vielfach nicht richtig, da hat Stokowski Recht. Nur: Gerade dann, wenn solche öffentlichen Personen, die viele Fans haben, Suizid begehen, dann haben viele Angst, dass Nachfolgetaten geschehen. Und diese Angst fördert so harte Aussagen. Das hat nichts mit dem Menschen zu tun, der Suizid begangen hat, sondern das soll andere retten. Und diejenigen, die am Heftigsten reagieren, haben vermutlich auch solche Erfahrungen machen müssen, in denen sie am liebsten auch dieses Leben verlassen wollten. Es ist so eine Art Selbstsicherung: Diffamierung als Selbstschutz bzw. Schutz anderer. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/depression-ist-gesellschaftlich-noch-nicht-als-krankheit-akzeptiert-kolumne-a-1159624.html.

Die Psyche des Menschen ist komplizierter als der Beitrag es suggeriert.

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Konservative Schüler + Mädchen bevorzugt + Bedrohte Meinungsfreiheit + Angst der Denunzianten + Atheist Dawkins ausgeladen + Ideologischer Kikifax

Der Trend zum Konservativismus hält an. Das sieht man an den Berufswünschen der Schüler: https://www.trendence.com/presse/pressemitteilungen/2017/top-arbeitgeber-deutscher-schueler.html

In dem Beitrag steht auch, dass Schüler den Eindruck haben, dass Mädchen bevorzugt werden. Dieser Eindruck wird sicher stimmen – aber nicht, weil die Lehrer hier versagen, sondern das Schulsystem. Es ist stärker an Mädchen ausgerichtet.

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Wie sehr die Meinungsfreiheit bedroht ist, zeigt neben gestrigen Hinweisen auch dieses Beispiel: Man vermutet, dass David Berger – ein Schwuler – sich gegen die Ehe für alle ausspricht und wird dafür massivst angegangen: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/21/david-berger/

Ich hatte das Thema schon vor ein paar Wochen im Blog. Manche Menschen sind nicht mehr in der Lage, Meinungen von anderen zu tolerieren. Ich habe den Eindruck, diese Intoleranten, die meinen, im Namen der Toleranz aufzutreten, nehmen zu.

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Eine treffende Formulierung: „Die nackte Angst der Denunzianten vor der Freiheit“: http://kath.net/news/60414

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Ein amerikanischer Radiosender hat den Atheisten Dawkins ausgeladen. Nicht wegen seiner Kritik an Religion allgemein. Auch nicht wegen seiner heftigen Kritik am Christentum. Nein, der Sender hat mitbekommen, dass Dawkins auch den Islam kritisiert. http://kath.net/news/60420

Dazu Dawkins unter anderem:

Er habe den Islam nie angegriffen, sondern vielmehr den Islamismus, was einen bedeutenden Unterschied ausmache. „Ich habe in der Tat die Frauenfeindlichkeit, die Homophobie und die Gewalt von Islamisten scharf verurteilt, unter denen die Muslime selbst – vor allem die Frauen – am ehesten die Opfer sind. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich diese schlimmen Grausamkeiten anprangere, ich werde damit weitermachen.“

Auch Dawkins muss erfahren: Wenn es um den Islam/ismus geht, sind Menschenrechte für manche nicht mehr relevant.

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Unter diese Kategorien fällt auch diese Anpranger-Seite: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/07/26/die-schwarze-liste-der-gruenen-stiftung/ 

Ach nein, sie stellen nicht an den Pranger – sondern die Angeprangerten stellen sich selbst öffentlich dar. Aber: Stellen sich die Personen selbst so dar wie es diese Seite suggeriert? Die Seite setzt alle in einen neuen Kontext – und somit prangert sie an. Es soll Naive geben, denen so etwas nicht auffällt – vielleicht den Schreibern dieser Seite, die sich mit dem Text reinwaschen wollen auch nicht. Oder doch? Sie setzt nicht nur Personen in einen Kontext, sondern Personen unterschiedlichster Ansätze werden einander zugeordnet. Kurz: Ideologischer Kikifax. Wer finanziert das? Selbst nachsehen – verwundert nicht. Die AAS ist es nicht – oder zieht sie auch hier irgendwie die Fäden? Ich habe nicht alles gelesen. Die Zeit ist mir zu Schade.

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Kirche ist nicht am Ende… + Zwei Romane aus Afrika + „Glaube ist keine Beruhigungspille“ + Angriffe auf Kirchen

Die Kirche ist noch lange nicht am Ende – auch die katholische Kirche nicht. Beweise?: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/28/zahlen/

Der Beitrag deutet etwas an, was ich im Blog schon häufig erwähnt habe: Die Menschen in Deutschland sehen sich im Zentrum der Welt. Was vor allem die katholische Kirche betrifft, stehen sie im Augenblick unter ferner liefen. Das weltweite Christentum ist nicht mehr das Christentum Europas. Es wird von anderen Erdteilen bestimmt – und das nimmt zu – während Europa sein Erbe leichtfertig verspielt. Von daher: Ein wenig mehr Demut stünde uns Christen gut zu Gesicht. Und ein wenig mehr über den Tellerrand hinausschauen, stünde auch den Kirchengegnern gut zu Gesicht.

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Hier werden zwei Romane aus Afrika vorgestellt. Der eine Roman vom Kenianer Meja Mwangi: https://www.nzz.ch/feuilleton/schelmenroman-von-meja-mwangi-was-braucht-afrika-ld.1308157 (Volker Seitz kennt den Roman und empfiehlt ihn). Der andere wurde – es ist ein Jahr her – vom Kongolesen Mwanza Mujila, der in Graz lebt, geschrieben: https://www.nzz.ch/feuilleton/schelmenroman-von-meja-mwangi-was-braucht-afrika-ld.1308157

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„Glaube ist keine Beruhigungspille“ – ein Gespräch über den Glauben im Alltag: Klaus von Stosch und Klaus Köster: http://www.katholisch.de/aktuelles/dossiers/glaubensgesprache/glaube-ist-keine-beruhigungspille

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In Dresden wurden Molotowcocktails auf eine Kirche geworfen. Dort finden wir auch Zahlen von Angriffen auf Kirchen zwischen 2014-2016, Moscheen und Synagogen: http://kath.net/news/60432

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Menschenrecht: Im Alter betütert werden + SPD-Thema: Alte, tut noch, was Ihr könnt! + AfD zugelassen + Gerüchteküchen brodeln

Folgende Ausführung ist Folge von Beobachtungen – nicht Folge eigenen Frusts oder Ähnlichem:

Ist das ein Menschenrecht, dass man im Alter betütert werden muss? Ich hörte neulich eine junge Frau zu einer alten Frau sagen: Sie sind jetzt so alt, sie haben das Recht, dass man sich um sie kümmert. Sie haben in ihrem Leben viel getan, nun dürfen sie sich Gutes tun lassen. Das kann eine gute Aussage sein dann, wenn Menschen meinen, dass sie immer tun und ackern müssen, dass sie sich nichts „schenken“ lassen dürften, wenn sie Angst haben, anderen zur „Last“ zu fallen. Aber wenn das allgemeine Sicht wird, ist diese Aussage kontraproduktiv.

Es gibt kein Menschenrecht, das lautet: Der alte Mensch hat das Recht, sich im Alter betütern zu lassen.  Natürlich sollte man alte Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können, die krank sind, die an Altersdepressionen leiden usw. wie jüngere Menschen auch, helfen. Aber der Egoismus mancher Alter, der von jungen Menschen unterstützt wird, der sollte genauso wenig gefördert werden wie die Egoismus von Menschen anderer Altersgruppen.

Es ist auch im Alter eine Art Konsumhaltung eingedrungen: Ich habe gearbeitet, nun darf ich genießen. Nein, das ist einmal menschheitsgeschichtlich nie so gewesen, dass man sich im Alter genüsslich zurückgezogen hat. Man hat weiter gearbeitet, damit es den Nachkommen gut geht. Man hat gerackert, bis man nicht mehr konnte. Hat dann aber auch einen zufriedenen Alltag: Man ist zu etwas Nütze, man hat was zu denken und so viel man kann auch die Hände und die Füße zu bewegen. Dass sich Alte an dieser Stelle zurückziehen müssen, dass sie nichts zu tun haben und nichts zu tun bekommen, das ist mit von der wohnlichen Situation abhängig. Wie soll ich die Familie unterstützen, wenn sie 200km entfernt wohnt? Aber man muss ja nicht allein die Familie unterstützen, man kann sich ehrenamtlich für das gelingen der Gesellschaft sehr vielfältig einsetzen. Dankbar sehe ich, dass viele alte Menschen das auch tun. Ohne sie wären Teile unserer Gesellschaft einfach unmenschlich und kalt.

Die Konsumhaltung mancher Alter jedoch wird auch von manchen jungen Menschen und der Gesellschaft gefördert, weil dann die Alten mehr oder weniger aus dem Weg sind. Sie sind langsamer – ich werde nicht aufgehalten. Sie denken langsamer – ich muss nicht lange zuhören usw. Und dann werden sie abgeschoben. Sie hocken sich vor den Fernseher und bleiben so lange da sitzen, bis das heiß ersehnte Essen kommt. Sie werden immer unbeweglicher an Körper und Geist. Das ist bequem, das kommt ihnen zustatten – das ist auch für die Jungen bequem. Und auch vielfach medial propagiert: Alte, die denken und mitreden und handeln, versauen den Jungen die Zukunft. All das nimmt Menschen nicht ernst, ist Menschen verachtend.

Andere lassen es sich gut gehen: Sie wollen sich nicht um die Kinder und Enkel kümmern und leben ihr eigenes Leben. Das eigene Leben leben ist gut – aber sich von der Familie abkapseln ist übel. Ich denke, diese Haltung hat auch damit zu tun, dass in der Gesellschaft immer stärker das Leben nach dem Sterben aus dem Blick gerät: Ich lebe nur dieses Leben – also muss ich es mir gut gehen lassen, so lange ich es mir gut gehen lassen kann. Das ist Indiz für eine Säkularisierung der Gesellschaft, in dem das Individuum die Zukunftsperspektive über das Sterben hinaus verliert. Aber: Man gehört als Familie zusammen. Und erst dann, wenn man als alter Mensch nicht mehr kann, dann kann man von der Familie nicht erwarten, dass sie sich um einen kümmert – siehe oben – das zu erwarten ist egoistisch.

Übrigens: Manche Menschen lassen sich scheiden, kümmern sich nicht um Ex-Partner und Kinder – und dann vereinsamen sie im Alter, Familie anklagend, dass sie sich zu wenig um einen kümmern. Oder: Manche wollen keine Kinder – und haben dann natürlich im Alter auch keine und müssen zusehen, wie sie mit der sich verändernden Welt und dem sich verändernden Ich alleine klar kommen – ohne andere dafür verantwortlich zu machen. Ein wenig Vorausschau sollte man schon haben: Wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus. Gilt nicht immer, aber das wird als Faustregel immer wieder bestätigt. (Manche wollen sehnlichst Kinder und können keine bekommen. Um diese Menschen geht es hier in dem Beitrag nicht.)

Dass alte Eltern von den Kindern auch im Stich gelassen werden, obgleich sie sich viel um sie gekümmert haben, kommt leider auch vielfach vor – eben als Ausdruck unserer egoistischen und kapitalistisch orientierten Gesellschaft. Aber das war in diesem Beitrag nicht das Thema. Zudem haben Kinder ihr eigenes Leben – und Alte sollten so wenig wie möglich hineinfunken und ihnen egoistisch Knüppel zwischen die Beine werfen. Sie unterstützen: Ja. Genauso wie man erwarten darf, unterstützt zu werden, wenn es wirklich nötig ist.

Das Verhalten mancher Alten korreliert mit den gesellschaftlichen Zuständen. Beides muss als Gesamtpaket angegangen werden. Ein Thema für den SPD-Endspurt? Weder Egoismus fördern und Alte aufs Altenteil schieben, noch die Vernachlässigung alter Menschen akzeptieren.

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Die AfD wurde in NRW zur Wahl zugelassen – in dem Beitrag ist davon die Rede, dass ein vierseitiges anonymes Schreiben dem Landeswahlleiter zugesandt worden sei. Anonyme ernst nehmen?: http://www.tagesspiegel.de/politik/trotz-maengeln-bei-der-landesliste-afd-in-nrw-zur-bundestagswahl-zugelassen/20119810.html

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Wenn Gerüchteküchen brodeln – aber es gibt auch andere interessante Infos in diesem Beitrag: https://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/prostituierte-im-fluechtlingsheim-buergermeister-in-kropp-kaempft-gegen-geruechte-id12589506.html

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SPD Schulz + CDU-Urlaub

Wie heißt es so schön: Das Spiel ist erst nach dem Abpfiff gewonnen/verloren. Das gilt auch für Wahlen, man sah es an Clinton/Trump oder an Corbyn/May. Und so besteht auch für Schulz Hoffnung, der sich alle Mühe gibt, irgendeine Nische zu finden, in der der Igel Merkel/CDU nicht schon ist (ich denke an das Märchen: der Hase und der Igel). Er macht das zum Teil recht ungeschickt – Belege muss ich ja nicht wiederholen. Diese Fußballweisheit ist die letzte Hoffnung der SPD. Diese Fußballweisheit sollte auch die CDU nicht vergessen. Von Schulz hört man zurzeit wenigstens etwas. Von den CDU-oberen sehr wenig. Sie machen verdienten Urlaub – ist klar, er ist verdient. Aber so ganz wenig innovativ sollte man kurz vor der Wahl nicht daherkommen.

Nachtrag 30.7.: Ups, Merkel hat im Urlaub mit Gentiloni telefoniert: http://www.tagesspiegel.de/politik/casdorffs-agenda-merkel-auf-reisen/20113284.html

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Bundeswehr + Fürsorgepflicht des Arbeitgebers + Bildungs-/Kultusminister-Tricksereien

Wenn man das liest, dann kann man nur mit den Kopf schütteln. Aber das ist Ausdruck dessen, was an vielen Stellen zu beobachten ist: Die Politik verteilt Aufgaben – ohne die Bedingungen dafür zu optimieren. Die Politik hat eine Fürsorgepflicht für diejenigen, für die sie verantwortlich ist. Kommt sie dieser Fürsorgepflicht nach? Sie bürdet auf, bürdet auf, bürdet auf – und die Menschen gehen dabei zugrunde. Ich denke dabei zum Beispiel an die Polizei, an BAMF – und eben die Bundeswehr. http://www.deutschlandfunk.de/ex-generalinspekteur-kujat-was-wir-aufwenden-fuer-die.694.de.html?dram:article_id=392183

Zur Fürsorgepflicht: https://www.verdi-bub.de/service/praxistipps/archiv/fuersorgepflicht_im_arbeitsverhaeltnis/

In diesem Zusammenhang sind auch die Tricksereien der Kultusministerien zu nennen, die Josef Kraus anführt: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/personalplanung-der-deutschen-kultusminister-voellig-ungenuegend/

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