Zusammenfassende Anmerkungen zum: Preußischen Choral

In dem Buch von Kurt Ihlenfeld (Hg.): Preußischer Choral. Deutscher Soldatenglaube in drei Jahrhunderten, Eckart-Verlag, Berlin-Steglitz 1935 werden Texte zitiert, in denen wichtige militärische Persönlichkeiten ihren christlichen Glauben bekennen. Das Ziel des Büchleins wird zu Beginn genannt: Es wurde in der Zeit des Nationalsozialismus der Vorwurf laut, dass „der christliche Glaube den Menschen in seinem politischen Handeln schwäche und untauglich mache zum Einsatz für Volk und Staat.“ Diesem Vorwurf begegnet Ihlenfeld mit den Zitaten vieler berühmter Heerführer und Herrscher, die Preußen durch Siege zu einer großen Macht verholfen haben. Mit ein paar Aussagen aus dem 17. Jahrhundert beginnt er, aber so richtig geht es mit dem 18. Jahrhundert los – Friedrich Wilhelm I. – und endet mit dem 20. Jahrhundert – Hindenburg. Hindenburg wird auf vielen Seiten als großer frommer Mensch vorgestellt – und dann, ich habe den letzten, der zitiert wird, unterschlagen: Hitler. Ein kurzer Text von Hitler, in dem er von der Vorsehung spricht. Wenn man all die vorangegangenen Texte liest, die tiefen Reflexionen zum Glauben – und dann kommt da so ein dürrer „Vorsehungs-„Text daher, ahnt man schon, dass die Sympathien des Herausgebers nicht bei dem Gröfaz (spöttisch: Größter Feldherr aller Zeiten – nach dem Fall von Stalingrad 1943 möglicherweise in militärischen Kreisen entstanden) liegen. Wie auch bei den Gedichten (s. nächsten Link) erkennbar war, werden ideologisch agierende Dichter eingefügt, ich vermute aus taktischen Gründen, um die Zensur zu verwirren.

Das Buch kam mir in die Hand in der Beschäftigung mit Ihlenfeld, und ich wollte wissen, wie er in der Zeit des Nationalsozialismus dachte. Die anderen Bücher, die ich im Blog vorgestellt habe, s. auch: https://gedichte.wolfgangfenske.de/kurt-ihlenfeld-die-zuversicht-100-gedichte-aus-100-jahren/, haben das schon ahnen lassen. Ich wollte es aber noch einmal überprüfen. Nationalsozialistische Gesinnung ist bei ihm an keiner Stelle zu erkennen. Er versucht also der nationalsozialistischen Ideologie mit Hilfe der Zitate berühmter preußischer Generäle und Herrscher ein christliches Bild (dazu unten mehr) entgegenzustellen. Zudem wird signalisiert, dass Hitler massiv von diesen berühmten Vorfahren abweicht. (Nur für manche , die mit Geschichte so ihre Probleme haben, eine sarkastische Anmerkung: traditionelles und christliches Denken ist nicht identisch mit nationalsozialistischer Ideologie.)

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Ihlenfeld möchte mit den in dem Buch aufgeführten Zitaten zeigen, dass große Heerführer tief im Glauben standen bzw. ihn respektierten. Nicht nur das: Sie waren keine Speichellecker und gingen mit Bücklingen zu den Herrschern, sondern handelten verantwortungsbewusst. Als Beispiel sei genannt – was auch gegenwärtigen Spöttern entgegengehalten werden kann – : https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/26/spott-2/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/28/provokation-zum-tag-erbaermlich

Spannend fand ich im Zusammenhang der Lektüre, dass alte Texte in ihrer Intention heute noch gültig sind. Als Beispiel der Text von Schleiermacher. Heftig dürften unsere Zeitgenossen den Text ablehnen – aber wenn man Frankreich durch Russland ersetzt, dürfte es in manchen Hirnen „klick“ machen: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/26

Diese alten Texte regten zum Teil auch dazu an, über die Verbindung von Tradition und Gegenwart bzw. über den Bruch beider nachzudenken.

Zum Beispiel: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/28/der-herd/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/29/glaubensbekenntnis-ausblick-in-die-welt/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/30/provokation-zum-tag-rebecca-lolosoli-erbe und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/30/bismarck-rede-pflicht/ und um die UN geht es: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/31/provokation-zum-tag-helmuth-von-moltke-un

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Das Buch heißt: Preußischer Choral. Ich hatte ursprünglich gedacht, bevor ich es bestellt hatte, dass es auch in diesem Band um Gedichte / Lieder geht. Aber wie dargelegt, war die Intention eine andere. Doch was hat der Titel mit dem Band zu tun? Durch fast alle Jahrhunderte begegnet in manchen Zitaten aus Briefen und Tagebüchern der Hinweis auf das Te Deum wie auch auf andere protestantische/christliche Lieder. (Ich weiß nicht, ob ich alle erfasst habe!) Mal wird bei einer Feier „Ein feste Burg ist unser Gott“ (EG 362; ein Regiments-Tambour 71) gesungen, mal werden in den Schlachten diese oder jene Gesangbuchlieder genannt/gesungen: „O Gott, du frommer Gott“ (EG 495, die 2. Strophe; Choral von Leuthen 47), „Was Gott tut, das ist wohl getan“ (EG 372; Bismarck 153) oder „Ich bete an die Macht der Liebe“ (EG [Hessen/Nassau] 617) oder: „Nun danket alle Gott“ (EG 321; „Choral von Leuthen“ 50; v. Borke 106; Regiments-Tambour 71), „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ (EG 326 – aber die 3. Strophe -; v. Boyen 94). „Du heilige Dreifaltigkeit, Du hochgelobte Einigkeit“ (EG [Bayern/Thüringen 660. Dort allerdings: O heilige Dreifaltigkeit, o hochgelobte Einigkeit“; Link 61).

Aber ein Lied, das sich wie ein Roter Faden durchzieht ist das Te Deum. Zuerst geht es wohl um das Te Deum in der Version Luthers: „Herr Gott, dich loben wir“ (EG 191; mehrere Zeugen nach der Schlacht von Leuthen 46ff.; Liebler 56; Link 61; ein Unteroffizier 63; v. Rudolphi 105; ein Landwehrmann 107), später dann „Großer Gott, wir loben dich“ (EG 331; unbekannter Soldat 173).

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Der Titel des Büchleins leitet sich nicht daher, dass es Lieder von Soldaten aufgreift, sondern dass es christliche Lieder gab, die im Militär oder von Soldaten gerne gesungen wurden. Dazu gehört das Te Deum in der Version Luthers und später in der uns bekannteren Version: Großer Gott, wir loben dich.

Als Zusammenfassung möchte ich das wiedergeben, was ich im Kontext der Darlegung des Liedes „Nun danket alle Gott“ https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/25/nun-danket-alle-gott/ schrieb:

Wie vor ein paar Wochen in einem anderen Zusammenhang geschrieben: Es ist ein Unterschied, ob einzelne Glaubende oder auch eine Gruppe Glaubender in solchen militärischen Lagen Gott danken, oder ob der Glaube bewusst von Höhergestellten eingesetzt wird, um Menschen zu motivieren, sie zu manipulieren und zu beeinflussen. Nicht immer ist freilich das eine vom anderen zu unterscheiden. Aber der Dank an Gott gerichtet für Bewahrung durch den Einzelnen sollte nicht abgelehnt werden, weil andere den Glauben dazu benutzen, Menschen zu manipulieren. In dem oben genannten Band sehen wir beides: persönlichen Glauben – und die Benutzung des Glaubens. Freilich ist davon wieder zu unterscheiden: Wird der Glaube nur instrumentalisiert, um einen Sieg zu erringen – oder wird er ausgesprochen, um Menschen persönlich zu stärken, zu ermutigen, zu trösten. Auch hier freilich: Beides ist nicht immer zu unterscheiden.

Letztlich: Glaube ist mächtig, um Menschen zu helfen. Aber auch: Glaube kann missbraucht werden. Und so sind wir wieder da, wo wir in allem stehen:

Liebe ist mächtig – kann missbraucht werden;
Wissenschaft ist mächtig – kann missbraucht werden;
Technik ist mächtig – kann missbraucht werden;
Medien werden mächtig – können missbraucht werden;
Ordnung im Staat ist mächtig – kann missbraucht werden;
einzelne Menschen werden mächtig – sie können Macht missbrauchen;
Philosophie ist mächtig – kann missbraucht werden;
Religion ist mächtig – kann missbraucht werden.

Liebe, Wissenschaft, Technik, Medien, Ordnung, mächtige Menschen, Philosophie, Religion abzulehnen, weil sie bzw. Macht missbraucht werden könnten, zeugt nicht gerade von Klugheit. Von Klugheit zeugt: Missbrauch aufzudecken, damit der wahre Kern leuchten kann.

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Über die Macht von Wörtern in Kombination mit Musik dachte ich in diesem Kontext nach https://blog.wolfgangfenske.de/2026/02/02/nachtwaechter-lied/ :

Texte / Lieder sind eine Macht, die Menschen aufrichten kann und natürlich auch zerstören kann (so versuchte Archilochos von Paros die Frau, die er nicht bekommen konnte, mit brutalen Texten zu erniedrigen. Angeblich sollen sich einige aus Scham wegen dieser Verse umgebracht haben: https://de.wikipedia.org/wiki/Archilochos). Aber Texte können auch aufrichten, ermutigen, die Seele in den Himmel heben, die von anderen getreten wurde. In unseren Gesangbüchern haben wir sehr viele solcher Texte. Sie stehen in der biblischen Tradition, sind vor allem auch Folge der guten Texte, die wir im Evangelium / der Frohen Botschaft von Jesus Christus finden.

Diese biblischen Texte haben so viele Samen gestreut, die in den Gesangbüchern – aber auch in vielen christlichen Liedern der Moderne – aufgegangen sind und wiederum neue Samen streuen. Gedichtsammlungen heißen „Anthologien“. Auf Deutsch heißt das weitergeführt: Blumen-Sammlung, Blütenstrauß. Die schönsten werden gesammelt und zusammengefügt. das passt freilich nicht zu meiner Aussage von den aussäenden Blumen, aber das Bild einer „Anthologie“ beeinflusste meine Worte.

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In einer ideologisch aufgeheizten Zeit, wie die Zeit des Nationalsozialismus eine war, dürfte diese Argumentation die Ideologen wohl kaum besonders imponiert haben. Aber sie dürfte Christen gestärkt haben. Die Frage ist: Gestärkt – aber wozu? Um dem oben genannten Zitat zu widersprechen: denn auch der christliche Glaube macht den Menschen in seinem politischen Handeln stark zum Einsatz für Volk und Staat. Warum er gerade das Militär als Thema ausgesucht hat, weiß ich nicht. (1) Diese Vorwürfe gibt es ja bis in die Gegenwart, natürlich nicht unter Verwendung der Wörter Volk und Staat. Heute wird eher allgemein gesprochen, dass der christliche Glaube nichts tauge, nichts zur Menschlichkeit beitrage, Wissenschaft ablehne, asozial sei usw. Heute würden wir – und tun es auch – eben nicht militärische Beispiele nennen, um der ideologischen Unwissenheit mit Gegenargumenten zu begegnen. Aber ich vermute auch hier: Ideologen dürften diese Gegenbeispiele aus Wissenschaft, Kunst, sozialem Engagements usw., die in großer Fülle vorliegen, nicht überzeugen. Im Gegenteil. Moderne hardcore Ideologen sagen zwar: gut, die haben sich christlich geäußert und geglaubt – aber sie haben es nicht als Christen getan, sondern als Menschen. Quid erat demonstrandum – und: Fidem credentis negare inhumanitas est. („Was zu beweisen wäre.“ – „Den Glauben der Glaubenden zu verneinen ist unmenschlich“ / in dem Sinne: Wer anderen den Glauben, den er als Motor und Halt im Leben ansieht, abspricht, nimmt ihn nicht ernst – und das ist unmenschlich.“)

Ich empfinde solche Argumente gegen den Glauben auch als Hilflosigkeit der aggressiven Gegner. Denn sie können nicht verneinen, dass die jeweiligen Christen etwas Großes, Bewundernswertes, Innovatives geschaffen haben – versuchen das aber einfach vom Glauben abzukoppeln. Ich denke da an Johann Sebastian Bach. Welche Verrenkungen gibt es, seine Kompositionen als wunderbar anzusehen – aber vom christlichen Glauben zu abstrahieren. Warum? Nur, damit man sich nicht vor anderen Nichtgläubigen schämen muss, wenn man gerne Bach hört? Bemitleidenswert.

Letztlich geht es jedoch nicht um diese Auseinandersetzungen, sondern darum, die Welt im Sinne Gottes besser zu machen, lebenswerter. Wir Christen sollen aber unser Licht auch nicht unter den Scheffel stellen und den Glauben auch nicht relativieren lassen. Es geht nicht um uns Christen: Es geht darum, die Negation Gottes um der Menschen Willen abzulehnen. Denn das ist meine feste Überzeugung: Wenn Menschen Gott verlassen, kommen sie in Teufels Küche. Oder auf Latein:

A Deo recessus, diaboli excessus.
Abkehr von Gott, Ausbruch des Teufels.

(1) In dem Band, den Ihlenfeld herausgegeben hat: Die Stunde des Christentums. Eine deutsche Besinnung, 1938, vierte Auflage, reagiert Ihlenfeld auf den Vorwurf von Nationalsozialisten, dass der christliche Glaube (als jüdische Religion) eine Fremdreligion sei und damit dem deutschen Volk geschadet habe. Er lässt verschiedenste Dichter seiner Zeit dieses Thema behandeln, da er meint, dass Dichter die Fähigkeit haben, in einem Gedicht das Wesen der Zeit, des Volkes zu erfassen. Der Titel greift die Vorwürfe der Ideologen (auch Hitlers; er sagte sinngemäß: lassen wir die alte Frau in der Kirche – die Jugend gehört uns) auf, die meinen, die letzte Stunde des Christentums habe geschlagen. Dem setzt er entgegen: Die Stunde des Christentums. Und damit ist verbunden die Stunde der Entscheidung: für oder gegen Christus. Ich weiß nicht, wer auf den Titel gekommen ist, denn das Buch wurde, wie Ihlenfeld schreibt, mit Werner Bergengruen, Reinhold Schneider und Rudolf Alexander Schröder konzipiert.

Provokation zum Tag + Münster – Beschäftigung mit Vergangenheit + Merz gegen CO2 Preis + AfD und Verwandte + SPD + Schule Sicherheit für Kinder + Migration: Großbritannien + PolitHooligans sind unterwegs + Merkel als Bundespräsidentin + Sicherheit im Land + Krankenkassen und Bürgergeld + Diversity in Filmen / EU Parlament + Epstein-Akten – Freude der Täter + Prepper – ÖRR + „Kritik wird zum Verbrechen“ + CDU-Günther

Provokation zum Tag

Münster – Beschäftigung mit Vergangenheit

Die Münsteraner waren pragmatisch und klug. Sie haben sich von Zeitgeist-Scharfrichtern nicht verwirren lassen. Es ist schön, wenn sich Menschen mit unserer Vergangenheit beschäftigen. Unschön ist es aber, wenn sie wie Bluthunde Menschen suchen, die nicht in ihr eigenes ideologisches Weltbild passen. Es gibt üble Menschen der Vergangenheit, die als Geber von Straßennamen wirklich abzulehnen sind. Aber jetzt alle, die nicht ins Raster irgendwelcher Zeitgenossen passen, auszumerzen, ist zu recht abgelehnt worden.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/buergerentscheid-muenster-strassenumbenennung-100.html

Merz gegen CO2 Preis

Endlich! Manche verstehen spät, aber sie verstehen! Nun, sehr geehrter Herr Merz, möchte man ihm zurufen: Worte zu Taten werden lassen! Nicht wieder vor Ideologen einknicken! Aber auch in der eigenen Partei scheint eine gewisse Unsicherheit zu herrschen: Was meinen die da oben jetzt eigentlich? Sollen wir nun die CO2 Preise in den Himmel preisen, oder sollen wir sie in die Hölle stoßen? Leute, habt Mut, den CO2 lern die Stirn zu bieten!

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/merz-wendet-sich-gegen-den-co2-preis-klimaschutz-der-industrie-und-arbeitsplaetze-kostet-ist-inakzeptabel und: https://nius.de/politik/news/klima-kehrtwende-des-kanzlers-ausgerechnet-cdu-wahlkaempfer-besorgt

AfD und Verwandte / Waffenverbot

Klar, dass es jetzt einen Aufschrei gibt. Stärker als der Aufschrei in Medien war, als herauskam, dass Habeck… – egal. AfD regiert nicht, das ist der große Unterschied. Zudem ist bei der AfD zu beachten: Sie hat Schwierigkeiten gehabt (?) Menschen zu finden, die ihren Kopf für die Partei hinhalten. Und so liegt es nahe, dass Verwandte, die die gleiche Gesinnung und den gleichen Mut haben, Posten besetzten.

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Mit Blick auf das Waffenverbot: Es gilt immer noch gleiches Recht für alle. Das zeigt das Gerichtsurteil. Man kann, das sagt der demokratische Menschenverstand, doch nicht einfach irgendwelche Menschen, deren Meinung einem nicht passt, besonders behandeln. Das sind solche MachtAllüren, die man sich vor ein paar Jahren nicht hätte ausdenken können. Aber wie die Militarisierungsbegeisterung so wundert mich auch das: Wie schnell sich ein Land ändern kann. Es hätte ein Aufschrei stattfinden müssen – aber der kam nicht.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/gericht-kippt-waffenverbot-fuer-afd-mitglieder-klatsche-fuer-verfassungsschutzchef-kramer/

Nachtrag Patzelt: https://www.youtube.com/watch?v=bWL7Ohkgo7o

SPD

Sehr gut, dass auch SPDler aufwachen und gegen das aufmucken, was die obere Ebene so verzapft. Aber sie sollen laut aufmucken, bevor der andere Flügel der Partei, der die falsche Politik hochjubelt, lauter wird. Lasst euch nicht einschüchtern, vernünftige Genossen! Aber letztlich: Das kann doch Machtmenschen nicht erschüttern, was Vernünftige in ihrer Partei so denken. Oder doch? Ich muss gestehen: Mein Glaube an diese Herrschaften und ihren Verstand ist nicht besonders ausgeprägt.

Sie sagen dies, sie sagen das, ob es dem Grundgesetz oder sonstigen Gesetzen widerspricht oder nicht. Man kann es ja sagen – und dann durchsetzen. Wo kein Kläger, da kein Richter.

Wir leben in so absurden Zeiten. Die Politik der Ampelmänner hat die Wirtschaft ruiniert und diese jetzt Hochwohlgewählten ändern nichts daran. Sie reden – ja, natürlich – aber ändert sich etwas? Das ist nicht zu erkennen. Und weil diese Herrschaften das Land finanziell ruiniert haben, suchen sie verzweifelt, wie sie irgendwelche Bürger Geld aus der Tasche zerren können. Und dabei kommen sie auf die abstrusesten und zum Teil gefährliche Ideen. Leute, Hochwohlgewählte, ändert rasch die falsche, die in den Untergang führende Politik, anstatt mit täglich neuen Absonderheiten die Bürger zu belästigen und aufzuregen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/sogar-spd-waehler-gegen-bas-plaene-fast-70-prozent-der-deutschen-sind-nicht-bereit-noch-mehr-fuer-den-sozialstaat-zu-zahlen und: https://apollo-news.net/staatsrechtler-kritisiert-spd-forderung-nach-deckelung-von-moeblierten-vermietungen-scharf/

Hier werden die SPDler in Frankfurt mal munter – es geht um Wahlen. Leider FAZ+ https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/wegen-israelfeindlichkeit-spd-frankfurt-laesst-plakate-ihres-kandidaten-entfernen-200528684.html

Schule – Sicherheit für Kinder

Schulen sollen Orte sein, an denen Kinder nicht um ihre Sicherheit fürchten müssen. Orte, an denen Eltern ihre Kinder beruhigt hingehen lassen. Wenn das nicht mehr gewährleistet werden kann, darf keine Schulpflicht mehr propagiert werden. Von daher muss es Priorität in der Politik haben, Schulen sicher zu halten bzw. zu machen. Sicher heißt nicht, dass Probleme kleingeredet werden, sondern alle gemeinsam gegen schlimme Auswüchse angehen müssen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/ausland/news/tumbler-ridge-trans-killer-ermordete-mutter-stiefbruder-sechs-schueler-lehrkraft

Migration: Großbritannien

Manche wagen zu sagen, was sie denken – gegen den politisch gewollten Mainstream denken. Solche Aussagen sind Folgen einer falschen Migrationspolitik. Durch falsche Migrationspolitik wird undifferenziert über Zuwanderer gesprochen. Das liegt nicht an den Anklägern dieser Politik, das liegt an dem vorangehenden Versagen der verantwortlichen Politiker. Starmer fordert, dass der Mensch seine Aussage zurücknehmen solle. Keine Ahnung, ob er den politischen Druck aushält oder die Aussage zurücknimmt. Aber das ändert ja nichts daran, dass er mit vielen das denkt, was er denkt. Da können die Hunde noch so sehr bellen: an der Realität ändert das nichts.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/grobritannien-sei-von-migranten-kolonialisiert-klagt-manchester-united-mitbesitzer-jim-radcliffe-und-erntet-emprung/

PolitHooligans sind unterwegs

Dieses mal randalieren sie in Freiburg: https://apollo-news.net/buttersure-ngel-und-100-mit-schlagwerkzeugen-bewaffnete-personen-demo-gegen-afd-eskaliert/

Merkel als Bundespräsidentin

Merkel oder Baerbock? Vielleicht suchen Habeck und von der Leyen auch bald einen neuen Posten? Oder Faeser? Das würde in unsere Zeit passen. Immer noch eins drauf, auf die Köppe der Bürger.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/knnte-angela-merkel-bundesprsidentin-werden-cdu-spitze-befrchtet-das/

Sicherheit im Land

Ich schrieb es schon häufiger: Der Bürger muss sich um seine Sicherheit kümmern. Da das aber Mord und Totschlag mit sich bringen kann, überträgt er die Sicherheitsvorsorge auf den Staat. Der Staat muss also für die Sicherheit der Bürger einstehen, darum bekommt er ja auch Steuergelder. Wenn ein Staat das nicht mehr kann, dann korrodiert das Vertrauen in den Staat und die Bürger übernehmen wieder selbst die Sorge für die eigene Sicherheit. Wenn wir also das, was unter dem folgenden Link lesen, der Fall ist, bedeutet das: der Staat ist nicht mehr in der Lage, umfassend für die Sicherheit zu sorgen. Es ist einfach irre, was die politisch Verantwortlichen da einreißen lassen. Wenn das Vertrauen in den Rechtsstaat zerstört wird, dann zerfällt alles – vor allem die Kriminellen haben Hochkonjunktur. Wenn geklagt wird, dass kein Geld da ist, dann sollten sich die Hochwohlgewählten einmal fragen, für welchen Unsinn sie Gelder ausgeben. Ich sage da nur: Polit-NGOs, ich sage da nur: Übertreibungen in Militärausgaben, ich sage da nur Klimatisten, ich sage nur Majestätsbeleidigung…

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/mehr-als-eine-million-offene-strafverfahren-mutmaliche-vergewaltiger-werden-laufen-gelassen/

Schlimmer Fall in Berlin: Afghane – Täter kommt wegen Fehler frei, obwohl er seiner Ex-Frau Rache geschworen hatte: https://www.youtube.com/watch?v=QqkcKRGxttY

Krankenkassen und Bürgergeld

Gut, dass die Krankenkassen gegen die Plünderung der Krankenkassen durch den Staat klagen, weil dieser nicht für die Bürgergeldempfänger vollkommen aufkommt. An der Menge der Bürgergeldempfänger ist die falsche Politik seit 10 Jahren nicht unschuldig. Und wenn sie die falsche Politik nicht einstellt, dann muss eben dagegen geklagt werden. Letztlich bleibt freilich alles am Steuerzahler hängen. Aber es geht nicht an, dass die Krankenversicherungsbeiträge steigen, nur weil die Regierenden ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/krankenkassen-klagewelle-versicherte-sollen-nicht-fuer-buergergeldbezieher-zahlen/100198814.html

Diversity und Filme / EU-Parlament

Staatseingriffe in die Filmförderung – wie absurd das ist. Dazu Mads Mikkelsen: https://www.youtube.com/watch?v=7H2xej3hahI

Das EU-Parlament scheint in einem übergriffigen Machtrausch zu schweben. Wir kennen sowas ja schon. Während in den Ländern so langsam wieder Normalität erkennbar wird, wollen diese Leute die Uhr zurückdrehen und die EU mächtig eingreifen lassen: https://apollo-news.net/eu-parlament-fordert-eine-transgender-feministische-auenpolitik/

Epstein

Zu dem Thema Tobias Huch: https://www.youtube.com/watch?v=dFuCs7AgDy4

Ein interessanter Gedanke: Dadurch, dass die EpsteinAkten einfach so veröffentlicht wurden, können sich alle möglichen Leute über alle möglichen Leute irgendwas zusammenphantasieren. Je nachdem, wie Sensationsgeil, was für Hater sie sind. Und wer geht dabei unter? Die wirklichen Täter. Vor lauter abstruse mediale Beschuldigungen stehen die kriminellen Täter im Schatten der zu Unrecht Beschuldigten.

Prepper – ÖRR

Sehr gut, dass Apollo News dieses Interview mit Vanessa Blank (ich hatte das Thema) führt, denn Menschen müssen gegen die Polit-Medial-Mächtigen zusammenhalten und sich vernetzen, die Absurditäten, denen die Angegriffenen ausgesetzt sind, öffentlich machen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=GUgi5x7kTmM

„Kritik wird zum Verbrechen“

Kritik an eine Gesetzesvorlage wird in Afghanistan zum Verbrechen – wie in Honkong Kritik an das Regime. Das erfahren wir hier: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/afghanistan-taliban-strafrecht-100.html

CDU-Günther / CDU-Prien

Zu dem Thema Interview mit Steinhöfel: https://www.youtube.com/watch?v=RMWCzOF95z8

Und die sonderbaren Ansichten der Chef-CDUler zur Medienfreiheit. Solche Herrscher mögen sowas wie diese demokratische Form der Medienfreiheit nicht. Übergriffige Eingriffe mancher Regierender in die Aufgaben der Eltern. Zudem: Klarnamenpflicht würde die Meinungsfreiheit einschränken – was diese Hochwohlgewählten und andere wohl letztlich im Blick haben. Was mir neu war: Die Günther CDU fordert Digitalabgaben, damit die – ich sage es mit eigenen Worten – die politisch folgsamen Medien unterstützt werden kann. Das dürfte die etablierte mediale Welt ja sehr freuen – es ist so ein Appetithappen: Seid bloß still angesichts unserer Vorhaben, dann bekommt ihr auch mehr Geld. Da waren aber CDU-Strategen am Werk!

Nicht nur der CDU-Günther und seine Leute haben sonderbare Vorstellungen in die Freiheit der Bürger, sondern auch seine CDU-Kollegin Prien. Sie will Geschlechterparität auf Wahllisten prüfen lassen. Da dürften manche Parteien krampfhaft Männer suchen, die sich aufstellen lassen und manche Parteien krampfhaft Frauen. Aber diejenigen, die krampfhaft Frauen suchen, haben es einfacher: Da dürfte sich so mancher gefühlsmäßig als Frau fühlen, um einen Listenplatz zu ergattern. Spaß beiseite: Was sollen solche Bevormundungen und Übergriffe? Ich hatte sowas immer den Linken bis Linksextremen zugeordnet. Und jetzt fangen CDUler auch damit an. Die linken Parteien scheinen massiv abzufärben – natürlich auch die Grünen. Und wenn man Rot und Grün mischt, was kommt dabei heraus? CDU?

Das ist auf jeden Fall nicht die CDU, wie ich sie von früher her kennen. Tja, der alte Nostalgiker macht sich wieder in mir bemerkbar.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/karin-prien-will-50-prozent-frauenquote-im-bundestag-bei-wahlrechtsreform-soll-geschlechterparitt-geprft-werden/

Nachtrag: Auch für die CDU sind jetzt Männer, die sich als Frauen ansehen, Frauen: https://nius.de/politik/news/brisante-abstimmung-im-eu-parlament-auch-fuer-cdu-csu-sind-maenner-jetzt-frauen

Glauben

Glauben
bedeutet nicht:
Alles ist einfach.

Glauben
bedeutet:
Gott ist mit Dir.

Weil Gott mit mir ist:
macht alles Sinn,
auch wenn ich ihn nicht erkenne,
auch wenn ich keinen Sinn darin sehen möchte.

Weil Gott mit mir ist:
gehe ich so aktiv ich kann,
folgend seinen Spuren,
festhaltend an ihm – ganz fest.

Gott gebe es.

Provokation zum Tag + Ida B. Wells (1862-1931) + Selbstständig denken + Lehrer-Beamte + Führerschein + Amok in Kanada + Sehen – aber nicht sehen + ÖRR-Manipulationen + Grüne Hochzeit + Normalisierungen Ideologen zum Trotz + BSW – weiter so! + SPD + MigrationsKriminelle + CDU Probleme mit Meinungsfreiheit + Interview / Epstein Akten + Grüne und Wirtschaft + Merz und EU + Islamisten

Provokation zum Tag

(*) Ich denke, dass viele Politiker bemüht sind. Mein Problem mit diesen Parteien ist allerdings, dass sie immer mehr an sich reißen, weil sie meinen, sie könnten alles besser. Und sie überfordern sich damit, sie tun sich keinen Gefallen. Wer Bürgern Verantwortung nimmt, muss selbst diese Lücken füllen. Und das klappt nicht. Hochmut kommt vor dem Fall – auch gutmeinender Hochmut, der sich überfordert.

Ida B. Wells (1862-1931)

In meiner Reihe „Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen beschreibe ich heute wieder eine Frau, die 1000 Leben zu haben scheint: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/

Ida B. Wells wurde in die Sklaverei hinein geboren. Ihr Vater war der Sohn einer Sklavin und eines weißen Sklavenhalters. Ihre Eltern und sie wurden befreit. Sie wuchs in einem christlichen Umfeld auf, die Mutter spielte dabei eine große Rolle und lehrte sie auch lesen und schreiben. Der christliche Glaube wurde zu ihrem moralischen Kompass, an dem sie den christlichen Glauben auch der Kirchen gemessen hat. Sie lässt erkennen, dass ihr das Gebet wichtig war, Gott war somit ihre Kraft zum Einsatz für Gerechtigkeit.

Der Vater wurde Kuratoriumsmitglied einer neu gegründeten Universität und Ida wurde Studentin. Als sie 14 Jahre alt war, starben ihre Eltern und der jüngere Bruder an Gelbfieber. Seit dem hat sie mit der Großmutter und anderen ihre fünf Geschwister versorgt, nachdem Ida es durchgesetzt hatte, dass die Geschwister nach dem Tod der Eltern nicht getrennt wurden. Mit 16 wurde sie Lehrerin, um Geld zu verdienen. Als die Großmutter einen Schlaganfall bekommen hatte und ein Geschwister gestorben war, zogen sie nach Memphis zu einer Tante. Sie studierte und setzte sich für Frauenrechte ein. 1884 saß sie in einem Zugabteil für Frauen, wurde wegen ihrer Hautfarbe von Schaffnern in einen überfüllten Raucherwagen gezerrt. Sie veröffentlichte diese üble Erfahrung in der Zeitung und wurde bekannt. Sie zeigte die Bahngesellschaft an, bekam zunächst Recht, die Bahngesellschaft ging in Berufung und sie wurde dann verurteilt, die Gerichtskosten zu bezahlen. Daraufhin schrieb sie unter anderem: „Ich war so enttäuscht, weil ich mir so viel von meiner Klage für mein Volk erhofft hatte. … O Gott, gibt es denn keine Gerechtigkeit für uns in diesem Land? (https://en.wikipedia.org/wiki/Ida_B._Wells)

Sie unterrichtete weiter und arbeitete parallel auch journalistisch. Einige Jahre später wurde sie Miteigentümerin einer afroamerikanischen Zeitung, die von einem Pfarrer gegründet worden war und ihren Sitz in der Nähe (?) ihrer Baptistischen Gemeinde hatte. Sie setzte sich gegen die Rassentrennung ein: Ein Glaube, der Rassismus duldet, ist hohl, entsprechend verleugnet ein rassistisches Amerika seinen christlichen Glauben. Vor allem wandte sie sich auch gegen Lynchmorde, recherchierte intensiv. Es ist eine christliche und moralische Pflicht, ein Gebot des christlichen Gewissens, sich gegen dieses Unrecht einzusetzen. Ihre Artikel wurden vielfach übernommen: Lynchen und Christentum passen nicht zusammen – Christen, die das verschweigen, verraten das Evangelium. Für sie galt, das Unrecht aufzudecken, indem sie das Licht der Wahrheit auf das Unrecht lenkte. Sie wurde bedroht und ein Mob zerstörte ihre Druckmaschinen und Redaktionsräume. Sie zog von Memphis nach New York. 1893 und 1894 reiste sie nach Großbritannien, um dort Mitstreiter gegen die Lynchmorde in den USA zu gewinnen. Es wurde das „British Anti-Lynching Commitee“ gegründet. Zu diesem gehörten namhafte Menschen, Politiker, Geistliche, Journalisten, Sozialreformerinnen. Zurück in den USA wurde sie nicht unbedingt freudig begrüßt, sondern auch als „verleumderische und bösartige Mulattin“ angefeindet. 1895 heiratete sie den Anwalt und Aktivisten Ferdinand Lee Barnett und beide engagierten sich vor allem in Chicago gemeinsam für die Bürgerrechte. Sie schrieb Artikel für die Frauenrechte und die Bürgerrechtsbewegung, hielt Vorträge, bekam Kinder. Zudem gründete sie in Chicago in einer Kirche einen Kindergarten. Als Aktivistin wurde sie aber auch vielfach von den Bewegungen abgelehnt, die sie engagiert unterstützte. Während des ersten Weltkrieges wurde sie von der Regierung überwacht, weil sie eine gefährliche Rassenhetzerin sei. Immer wieder gab es Zurückweisungen, Rückschläge. Aber unermüdlich arbeitete sie weiter.

Es ist nicht möglich, hier alles aufzuzählen, was sie geleistet hat. Darum sei auf den oben genannten Link verwiesen. Sie zeigte, dass der christliche Glaube unbequem sein muss, konfrontativ, entlarvend, es geht um Menschenrechte, um Gerechtigkeit, um Aufdeckung von Schuld, um die Gottebenbildlichkeit aller. Sie und ihr Mann gründeten 1908 eine Bibelstudiengruppe, die allerdings auch viele andere Aufgaben beinhaltete: So war das Gemeindezentrum in Chicago im Grunde eine Anlaufstelle, in der schwarze Männer aus dem Süden auf allen möglichen Ebenen Hilfestellungen erfahren haben. In diesen Räumen hatte sie auch ihr Büro, in dem sie sich für Frauenrechte – auch das Frauenwahlrecht – engagierte.

Sie starb 1931 an einer Nierenkrankheit. Sie hatte eine Biographie (Crusade for Justice; ihre Tagebücher: Memphis Diary) begonnen, die von ihrer Tochter nach dem Tod der Mutter herausgegeben wurde (auf deutsch ist sie vermutlich nicht erhältlich). Auf das weitere Wirken der Bürgerrechtsbewegung hatte sie großen Einfluss (auch wenn sie und Martin Luther King unterschiedliche Ansätze hatten). Das zeigt auch der oben genannte Link.

Selbständig denken

Dazu Karoliya Tal: https://www.tiktok.com/@karoliya.tal/video/7603088891289046294 Ich vermute, sie bekommt irgendwann einiges an Gegenwind – vielleicht bekommt sie ihn schon, bleibt allerdings gelassen und standhaft.

Lehrer-Beamte

Manche fordern ja in ihrer unermesslichen kuriosen Klugheit bzw. irrlichternder Intelligenz, Lehrer nicht mehr zu Beamten zu machen.

Das zeigt im Grunde nur, welchen Stellenwert diese Leute unserer Bildung im Land geben, die sowieso schon schlechte Karten hat.

Aus dem Land der Dichter und Denker… egal. Weg mit Platituden. Aber hin zur Realität: Wenn der Lehrberuf entwertet wird, was meinen diese Herrschaften, will noch Lehrer werden – vor allem dann, wenn der jugendliche Idealismus gewichen ist, Lehrer bleiben? Es ist ein sehr schwerer Beruf, vor allem, weil Politik nicht merkt, was sie jetzt schon vielen Lehrkräften an Lasten aufbürden. Wollen die, dass diese Leute sich aus dem Lehrberuf abmelden und in die Verwaltung gehen, die bekanntlich immer mehr aufgebläht wird?

Aus dem Land der Dichter und Denker… egal. Weg mit Platituden. Hin zur Realität: Wenn Lehrer keine Beamten mehr wären, hätte das auch was Gutes: Sie dürften streiken.

Führerschein

Das ist ja gut, dass dies und das entschlackt wird, damit es billiger wird. Nicht gut ist mal wieder die Forderung, dass Fahrschulen ihre Preise ans Ministerium melden sollen. Das sind wieder üble übergriffe. Die Politik hat in solchen Fragen die Pfoten rauszulassen – das gehört zu dem, was ich immer schrieb: Die ziehen alles an sich – und sind dadurch überfordert und bekommen wenig hin. Zudem wird das wieder irgendwelche BeamtenApparate aufblähen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/fuehrerschein-reform-verkehrsminister-schnieder-fahrschulen-preise-melden

Amok in Kanada

Ein Beispiel dafür, dass sie sehen, und doch nicht sehen. Sie merken, dass Frauen nicht Amok laufen, sondern Männer. Da zieht sich einer Frauenkleider an, sieht sich als Frau, läuft Amok – und die Medien schreiben, dass das eine Frau gewesen sei, obgleich Frauen sowas in der Regel nicht machen. Ich finde so etwas spannend: Selbstbetrug – von oben befohlen zeigt doch sonderbare Blüten.

Wie auch immer: Schlimm ist es, dass wieder neun Menschen an einer Schule ihr Leben lassen mussten, zahlreiche Menschen verletzt wurden, weil ein Mensch psychisch ausrastete. https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/kanada-schusswaffenangriff-tote-100.html

Nachtrag: https://nius.de/ausland/news/tumbler-ridge-trans-killer-ermordete-mutter-stiefbruder-sechs-schueler-lehrkraft

Sehen – aber nicht sehen

Und dieses Sehen aber nicht sehen, das ist in bestimmten politischen Kreisen ein beliebtes Spiel. Was man als Realität wahrnimmt, darf ideologisch nicht sein, also ist es auch nicht – und hinzugefügt: jeder, der die Realität sieht und sie als solche ausspricht, ist rechts. Ich denke, dass das so langsam auch vielen Linken auf den Keks gehen wird. Denn ich kenne Linke, die auch sehen und es aussprechen, was sie sehen. Das Sehen und Probleme beim Namen zu nennen als rechts zu bezeichnen, ist nicht unbedingt ein rechtes Plus, sondern auch Linken, die nicht ideologisch agieren und agitieren auch ein Linkes. Von daher sollten Linke ihre Linken Leute, die sich der Realität verweigern, mal zur Seite nehmen und Realität verklickern.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/die-es-in-deutschland-nicht-gibt-spd-europaabgeordnete-leugnet-tausende-gruppenvergewaltigungen/

ÖRR-Manipulationen

Gewalttaten von links scheinen von den ÖRR nicht so wichtig genommen zu werden wie Gewalttaten von rechts. Interessant finde ich, dass die nicht von Linksextremen und Rechtsextremen schreiben, sondern von linkem und rechtem Spektrum. Auch eine Nachlässigkeit – von wem auch immer.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/medien/news/irrefuehrende-berichte-ard-zdf-linke-verueben-mehr-gewalt-gegen-journalisten

Grüne Hochzeit

Aber bloß kein Gedöns darum machen, aber kurz vor der Wahl heiraten – das zwingt zu Gedöns. Und das in dem einstmals frommen Baden Württemberg. Keine Grün-Taktik? Möge das paar glücklich werden, Taktik hin oder her.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/nachrichten/news/tuebingens-oberbuergermeister-palmer-wird-das-paar-trauen-cem-oezdemir-heirat-samstag

Normalisierungen Ideologen zum Trotz

Es sieht ganz so aus, als würde das Pendel wieder in Richtung normal ausschlagen. Es wird wieder mehr Fleisch gefuttert. Ich selbst bin für normal essen, mal Fleisch, mal nicht Fleisch, wie es gerade so kommt. Und es sieht so aus, als würde sich das so langsam wieder durchsetzen. https://nius.de/gesellschaft/news/neue-fleischeslust-junge-generation-essgewohnheiten

BSW – weiter so!

BSW will vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, weil dieser Bundestagsbereich sich wirklich als „Bananenrepublik“ erwiesen hat. Ich bin gespannt, wie das Bundesverfassungsgericht entscheiden wird: Werden irgendwelche formalen Fehler dazu führen, dass die Klage abgewiesen wird? Wird der BSW recht bekommen – aber mit Zusätzen, dass jetzt eine Regierung nicht mehr geändert werden könne? Denn das wäre ja echt ein Ding, wenn diese Regierung nichtig ist – und alles irgendwie neu sortiert werden muss. Von daher, um Klarheit zu bekommen, ist die Klage wichtig. Zudem: Die demokratischen Wahlen werden durch solche Weigerungen, noch mal auszuzählen, dermaßen verächtlich behandelt, dass man schwer glauben kann, dass diese für für die Ablehnung verantwortlichen Bundestagsleute wirklich Ehrfurcht vor demokratischen Wahlen haben.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/wahlpruefungsverfahren-einer-bananenrepublik-bsw-kuendigt-klage-vor-dem-bundesverfassungsgericht-an/

SPD

Nicht nur die Grünen und die CDU – auch die SPD sollte sich solche Kritik zu Herzen nehmen, damit aus ihr wieder – aus der ideologischen „Selbstverzwergung“ herauskommt – eine Volkspartei werden kann. Im Augenblick sieht es düster, duster, was auch immer: finster aus. Und wie sie sich verhalten auf den höheren Ebenen, ist nicht erkennbar, dass es anders werden wird. Darum, liebe Genossen, nehmt Kritik ernst!

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=H2Skytxurdc und https://www.youtube.com/watch?v=9MFGWq9Albs

Ich würde es auch so sehen und weiterführen: Leistung soll sich lohnen – aber eben nicht für die Politiker und ihre ideologischen Programme, sondern Leistung soll sich für die Bürger lohnen, für diejenigen, die Arbeiten, diejenigen, die sich um ihre Zukunft Gedanken machen. Aber wenn diese PolitGeneration von Leistung spricht, dann geht es darum, den Bürgern mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, um ihre ideologischen Lieblingsprojekte zu finanzieren. Ich sage nur: falsche Migrationspolitik, in die Irre führende Klimapolitik, zerstörerische Wirtschaftspolitik, unkontrollierte Sozialpolitik, aufblähende Bürokratie, kommende Generationen verstörende Politik usw. Die Sozialdemokraten sollen Sozialdemokraten bleiben und keine weitere linke extremistische Partei.

MigrationsKriminelle

Interessant, was es nicht alles in unserem Lande gibt – und auch als Behörden-Argumentation: https://www.youtube.com/watch?v=O2HWQdbFRBo

CDU Probleme mit Meinungsfreiheit

Ich hatte das unappetitliche Thema: https://www.youtube.com/watch?v=howAjNxmdIM

Interview mit Reichelt / Epstein-Akten

Jasmin Kosubek spricht mit Reichelt: https://www.youtube.com/watch?v=_OcwF6mOdl0

Mit Blick auf Epstein: Ja, das ist schon interessant und erschreckend zugleich zu sehen, dass sich die oberen Eliten (politisch, kulturell usw.) dermaßen sicher fühlen in ihrem amoralischen Handeln, in ihrem Handeln nach eigenen amoralischen Maßstäben. Was ich freilich auch vermute: Es gibt ein Gefühl der Größe, dazuzugehören. Man wird wert geachtet, in so einem Zirkel der Elite hineingeführt zu werden. Es muss ja noch geklärt werden, wer von den Benamten wirklich Bescheid wusste und in dem inneren Zirkel mit agierte oder einfach nur im Außenbereich dieses Zirkels als dumme Zuträger eines Schneeballsystems missbraucht wurden. Dieses Gefühl der Größe, dazuzugehören: Ich frage mich das manchmal auch vorsichtig mit Blick auf die missbrauchten Jugendlichen/jungen Frauen. Das soll nicht die Brutalität der Erwachsenen relativieren – im Gegenteil: Sie haben die Sehnsüchte der jungen Frauen für ihre eigenen sexuellen Wünsche missbraucht. Die Frauen wurden verführt durch Reichtum und Glanz, denen verruchte Erwachsene ihnen vorspielten. Auch ihr gehört zu uns. Und so gerieten sie in das Netz der Spinne. (Es kursieren viele Gräueltaten im Netz, die Epstein und seinem Netzwerk zugeschrieben werden. Da möchte ich erst abwarten, denn manches dürfte auch mit voyeuristischen Absichten und aufgrund von Sensationsmacherei und eigenen Phantasien in die Welt gesetzt worden sein. Es ist aus meiner Sicht abzuwarten, was wirklich zu belegen sein wird und was auf Gerüchten basiert.)

*

Was angesprochen wurde mit Blick auf Geheimdienste: Das wunderte mich schon seit langer Zeit. Die amerikanischen Geheimdienste (IC) müssten doch Bescheid gewusst haben. Waren sie involviert? Hatten sie einen Maulkorb? Wenn die das nicht mitbekommen haben sollten, muss ich mich fragen: Was taugen sie überhaupt. Oder andere Geheimdienste – der Epstein muss doch ein gefundenes Fressen für sie gewesen sein, weil er Informationen hatte, die alle zu Fall bringen konnten. War er ein Künstler in der Koordination von GeheimdienstInteressen unterschiedlichster Länder? War er Handlanger der US-Geheimdienste, um Menschen unter Kontrolle halten zu können? Ich habe keine Ahnung, aber es kommt mir alles äußerst sonderbar vor.

Moral und Geheimdienste – sind womöglich auch zwei ganz unterschiedliche Welten.

*

Ich denke da an Johannes dem Täufer. Er hielt dem Herrscher vor, sich unzüchtig zu verhalten, was ihm dann letztlich den Kopf kostete. Diese biblische Geschichte wird auch so interpretiert, dass Johannes der Täufer als Vertreter der kleinen intoleranten Menschen agierte – aber die große weite Welt der oberen hellenisierten Elite nicht verstand, sondern aus der eigenen religiösen-moralischen Enge heraus negativ beurteilte. Das sah man ja – in einem etwas anders gelagerten Fall – auch in der Corona-Zeit bei der Party einer Partei: Die kleinen Leute wurden eng gehalten, der Freiheit beraubt, unter Masken gezwungen – während die politische Elite maskenlos Party feierte. Wir haben hier eine uralte Diskrepanz zwischen Moral und der abgehobenen Elite bzw. derer, die sich der Elite dazugehörig fühlen.

Was die Epstein-Akten betrifft: Im Augenblick scheint es der Elite nicht mehr möglich zu sein, den Johannes den Täufern den Kopf abzuschlagen.

*

Reichelt spricht davon, dass man als Journalist Menschen nahe stehen kann, aber gleichzeitig – wenn es gegen die Oberen geht – auch bereit sein, sich gegen sie zu stellen. Ja, diese Erfahrung habe ich auch gemacht, dass man dann was auf den Deckel bekommen kann von den Oberen bzw. denen, die sich als die Oberen fühlen, denen man sich nicht zu Füßen wirft. Es ist auch meine Pflicht als Christ um der Wahrheit willen meinen Mund aufzumachen. Unrecht Unrecht nennen. Ungerechtigkeit Ungerechtigkeit. Da bin ich sehr auf seiner Seite, auch wenn sich meine „journalistische“ Tätigkeit darauf beschränkt, so wach es mir möglich ist, Politik wie Gesellschaft zu beobachten.

Sich nicht einfangen und korrumpieren lassen – das sollte nicht nur Pflicht eines Journalisten sein, sondern auch Pflicht eines Christen. Nun denn, manchmal regiert mich doch Menschenfurcht – wovor Jesus warnte (Lukas 12,4f): Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können.

Grüne und Wirtschaft

Da jubeln die Grünen – die Wirtschaft geht kaputt. Aber mit dazu beigetragen haben auch die SPD – sogar die FDP – und natürlich Die Linke. Es geht um ein Rechenzentrum, das in Groß-Gerau gebaut werden sollte. Einfach – wie sagt der Mann von der Straße freundlich aber verärgert – einfach Hirni. ProvinzMatadore:innen beherrschen die Wirtschaft nach dem Motto: Wasch mich – aber mach mich nicht nass! Wer´s auf Latein haben möchte: Lava me, sine aqua.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.welt.de/politik/deutschland/article698c2fd410c65e72bdaa4721/gross-gerau-hessen-stadt-stoppt-bau-von-2-5-milliarden-komplex-bye-bye-rechenzentrum-jubeln-die-gruenen.html

Merz und EU

Merz sagte laut Tagesschau vom 11.02. sinngemäß, wenn man keine Einigkeit erreicht unter den Ländern, dann wird es eben gemacht. Ich hoffe, das war verkürzt wiedergegeben, denn das könnte ihm irgendwann um die Ohren geschlagen werden. Wenn alle die Schulden außer Deutschland vergemeinschaften wollen – dann machen sie es eben. Oder wie, oder was…?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://de.euronews.com/my-europe/2026/02/11/eu-wirtschaft-frankreich-gegen-deutschland-italien

Islamisten

Mutmaßliche Islamisten wollten mutmaßlich einen Anschlag ausführen, mutmaßlich in Dingolfing. Sie wurden mutmaßlich verhaftet – einer war mutmaßlich schon wegen mutmaßlicher radikaler Aussagen aufgefallen – und wurde wieder freigelassen. Vermutlich nicht mutmaßlich. Denn er hat mutmaßlich strenge Auflagen bekommen, die er mutmaßlich als mutmaßlicher Islamist auch sicher einhalten wird. Mancher mutmaßliche Islamist würde mutmaßlich Allah dafür danken, dass mutmaßliche Ungläubige so mutmaßlich gut zu ihnen sind, dass sie mutmaßlich ruhig weiter gegen die Ungläubigen agieren und agitieren können.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.sueddeutsche.de/bayern/dingolfing-anschlag-weihnachtsmarkt-details-herrmann-li.3385709

„Billige Gnade“ – Ideologischer Glaube

Jesus sagte – wir können es im Matthäusevangelium 7,21 lesen – :

„Es werden nicht alle, die zu mir sagen:
Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen,
sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“

Wenn man sieht, wie Christen vor allem in der Geschichte der letzten 1500 Jahre andere drangsalierten, einschüchterten, ermordeten, dann ist das ein guter Satz, weil er Gottes Gerechtigkeit betont.

Bonhoeffer spricht von „billiger Gnade“ – das heißt:
Glaubende meinen, Buße, Umkehr, ein neues Leben seien nicht notwendig,
man könne als Glaubender leben, wie man will, ohne den Willen Gottes zu beachten,
man könne Christus nachfolgen, ohne das Kreuz (also Leiden) auf sich zu nehmen.

Ein Leben in „billiger Gnade“ ist ein Leben in Allerweltsreligion, emotionale / rationale Selbsttäuschung. Ein Leben in „billiger Gnade“ wird zu einer ideologischen Religion, einer Religion, die sich Menschen ausdenken, entsprechend agitieren, ohne den Willen Gottes zu beachten, bzw. dem formalisierten Willen Gottes zur Macht verhelfen. (*)

Wenn einer meint, Gnade Gottes, Liebe Gottes, Gerechtigkeit Gottes seien Ramschware, billig zu haben, hat auch nicht verstanden, dass Gott Gott ist, dass das Leben mit Jesus Christus geführt werden will. Ohne dieses neue Leben gibt es keine Freiheit, keinen Frieden, keine Wegweisung. Teure Gnade ist: Leben in der Nachfolge Jesu Christi, ist Berufung.

Und all das gilt nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus. Da musste Bonhoeffer es scharf formulieren, weil viele Christen sich als Christen ansahen und sich gleichzeitig der menschenverachtenden Ideologie angeschlossen haben. Aber das gilt nicht nur für die Zeit des Nationalsozialismus. Immer wieder ist in der Geschichte zu sehen, was für schlimme Folgen das hatte, wenn Menschen sich Christen nannten, aber nicht den Willen Gottes getan haben, in Unmenschlichkeit versunken sind.

Dieser Satz aus Matthäus 7,21 ist heftig nicht nur mit Blick auf die Weltgeschichte, sondern auch auf das eigene Leben.

Ich denke, dass jeder, der über diesen Satz erschrocken ist, auf bestem Wege ist, den Ruf in die Nachfolge zu hören.

(*) (Ich denke da an Marie Dunant, die gestern Thema in meinem Blog war. Die Verfolger beriefen sich auf einen Satz Jesu: „nötigt sie hereinzukommen“ – und so wollte man Protestanten zwingen, katholisch zu werden. Aber das widerspricht voll und ganz der Intention Jesu. Es geht mit dem Satz aus dem Gleichnis vom Gastmahl aus Lukas 14,23 darum, dass ein reicher Mensch ein Mahl gibt. Die reichen Geladenen kommen nicht, haben trotz Zusage Entschuldigungen, nicht zu kommen. Und so fordert der Reiche seine Diener auf, die Armen, Ausgestoßenen zu nötigen. Warum zu nötigen / drängend bitten / ermutigen? Weil sie sich schämen, in das Haus des Reichen einzutreten, weil sie sich unwürdig fühlen und sagen: Nein, nein, ich komme nicht, ich bin es doch nicht Wert, so dreckig in das feine Haus zu dem feinen Essen zu kommen! Diesen Leuten soll die Scheu, die Unterwürfigkeit genommen werden. Wird der christliche Glaube formalisiert, werden einzelne Sätze zur Waffe, wird der Wille Gottes missachtet, dann kommen solche Gewalttaten gegen andere dabei heraus.

Leider hat den große Kirchenvater Augustinus an dieser Stelle auch eine üble Sichtweise gehabt. Die christlichen Gegner (Donatisten) sollten mit Druck in die Kirche zurückgeholt werden. Es ging, soweit ich weiß, man möge mich korrigieren, nicht um Folter, Todesstrafe usw., sondern um finanziellen, sozialen Druck. Dieser Druck wurde als bittere Medizin zur Heilung angesehen.

Natürlich ist das menschlich allzumenschlich, wie wir auch an unserer Gegenwart sehen: Da gibt es Leute, die meinen, Demokratie mit Löffeln gefressen zu haben und andere durch sozialen Druck, durch Parteienverbot usw. wieder zurückzuholen zu den wahren, guten Demokraten. Wer sich mit christlicher Geschichte auskennt, kennt sich auch ganz gut mit Verhaltensweisen in der jeweiligen Gegenwart aus, weil Christen auch immer wieder in Gefahr gerieten, den christlichen Glauben zu ideologisieren. Alles, was Christen an Fehlern im Laufe der Geschichte machten, macht man in nachchristlicher Zeit auch. Christen wie Nichtchristen bekämpfen Gott. Das ist aber wieder ein anderes Thema.

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