Anna Achmatowa (Anna Gorenko; 1889-1966)

In Bearbeitung

Anna Achmatowa, geboren in Odessa, aufgewachsen in der Nähe von St. Petersburg. Lebte begütert, begann das Jurastudium, studierte Literaturgeschichte. Machte Reisen in den Westen. Eine junge Frau, die im Zarenreich unpolitisch Party und Kultur leben wollte, dann aber von der Politik überrollt wurde. Als junge Frau hat sie sich den Akmeisten angeschlossen, Dichter, die prägnant, klar, knapp, eindeutig, andeutend ihre Welt beschreiben wollten. Sie wurde durch ihre Gedichte berühmt und inspirierte auch viele Frauen. Sie heiratete, bekam einen Sohn. Nach der Oktoberrevolution war sie zunächst Bibliothekarin. Ab 1922 wurden von ihr geschriebene Gedichte nicht mehr gedruckt – sie passten nicht den sozialistischen Machthabern: Sie passten nicht in die sozialistische Zeit. Einer ihrer Männer soll auch Gedichte von ihr verbrannt haben. 1940 gab es eine kleine politische Lockerung, es erschien wieder ein Band von ihr. Kurze Zeit darauf fiel sie wieder in Ungnade und durfte bis 1950 nichts veröffentlichen. 1950 erschienen wieder Gedichte – auch zwei Hymnen auf Stalin (die ich leider nicht bekommen konnte), wohl um ihren verhafteten Sohn freizubekommen. Als Stalin dann gestorben war, bekam sie immer mehr offizielle Anerkennung. 1956 wurde sie rehabilitiert. In der Zeit Gorbatschows konnten alle Gedichte ohne Probleme erscheinen. Sie starb 1966 bei Moskau. Sie wird als die bedeutendste Dichterin Russlands gerühmt.

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Sie war angehende Dichterin, als der machtbewusste Lenin (1870-1924) im Jahr 1909 seinen Phantasien gegen die Religion Ausdruck gab. Diese gelte es, so Lenin, zu bekämpfen: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1909/05/parteireligion.html Und das wurde dann auch das sozialistische Programm für die nächsten ca. 80 Jahre, unter denen Millionen Menschen ab 1917 zu leiden hatten.

Achmatowa veröffentlichte ihren ersten Gedichtband 1912, im Jahr der Geburt des Sohnes (Abend), einen weiteren 1914 (Rosenkranz) und im Revolutionsjahr 1917 (Weißer Schwarm) – und hatte großen Erfolg mit der Liebes- und Trennungslyrik und war Vorbild für viele Dichterinnen. (1922 erschien noch ein Band von ihr: Anno Domini MCMXXI.) Das heißt: In der Zeit wachsender revolutionärer und auch zerstörerischer Stimmung im Land und des Einflusses Lenins auf das russische politische Geschehen, wuchs Achmatowa als Dichterin, bis Lenin und seine Genossen ihr blutiges Werk durch die Revolution direkt weiterführen konnten. Unter dessen wie auch Stalins (1878-1953) Wüten auch sie sehr litt: „Herauf zieht eine andre Zeit, Eiskalte Todeswinde wehen“ (Petrograd 1919 [Ahrndt] – und andere Gedichte, in denen sie die schwere Zeit beschreibt, zum Beispiel in: „Du bist ferne mein Gefährte“ – sie bejubelt die Zeit Lenins nicht, wie Clara Zetkin andere Zeitgenossen wiedergibt, angesichts des messianisch Erwarteten, Lenin: https://www.projekt-gutenberg.org/zetkin/lenin/chap002.html Und das machte sie verdächtig.

Lenin bekämpfte den christlichen Glauben, aber Achmatowa und andere hielten an Gott fest, trotz der massiven atheistischen Bedrohung und Diffamierung, dass Gott phantastisches Konstrukt sei. Fünf Jahre vor der Revolution 1917 veröffentlichte sie ein Gedicht, das wie ein Motto klingt: „Ich hab gelernt, einfach und klug zu leben, / Zum Himmel aufzuschauen und zu Gott zu beten.“ (Gebet spielt für sie eine große Rolle – s.u.) Und ein sehr schönes Gedicht beschreibt, wie sie im Frost leben muss, aber die Apostelbriefe und die Psalmen helfen ihr zu überstehen – und in der Bibel liegt beim Hohen Lied ein rotes Ahornblatt ( http://illeguan.de/achmat2.htm ) bzw. in Zeiten der Armut und des Verlustes wurden die Tage zu Tagen des Gedenkens und sie schrieb Lieder über Gottes Großzügigkeit (1915; ebd.) – ein ironischer Text. Gott gegenüber konnte man ironisch sein – in der Politik ihrer Zeit und später nicht mehr ungestraft. Religion war für sie keine Versklavung, von der die Menschen durch Sozialismus befreit werden mussten – Religion heißt, den unsäglichen kommunistischen Zuständen etwas entgegensetzen zu können. Wo Gott genannt wird – auch nur metaphorisch – dort wird er nicht vergessen. Dort wird er im Wort hineingesprochen in die jeweilige Zeit. Nicht immer ist das Festhalten an Gott freilich gelungen, oder nicht immer kamen die Dichterinnen und Dichter ohne Schaden davon. Wie es Die Muse verdeutlicht: Wenn die Dichterin sich auf das Kommen der Muse vorbereitet, „Dann hängt mein Leben… am seidnen Faden.“ Aber dennoch: „Ich – dir gehorchen? Das ist wohl ein Scherz! / Nur Gott gehorch ich, frei und in Bedrängnis“, schreibt sie in einem Gedicht, in dem zwar von einem Mann die Rede ist – aber das ist wohl verallgemeinerbar in dieser politisch wirren Zeit („Ich- dir gehorchen?“ 1921; Ahrndt 51).

Unterschwellig hielt sie an Jesus Christus fest, verwendete Texte der Bibel als Gleichnis für die Gegenwart, so in dem Gedichtzyklus Requiem (Das Wort Requiem kommt aus der Liturgie: „Requiem aeternam dona eis, Domine!“ – „Ewige Ruhe gib ihnen, Herr“ und es geht weiter: „und ewiges Licht leuchte ihnen“), der Gedichte aus ca. fünf Jahren (1935-1940/3) zusammengefügt hat. Diese Gedichte wurden wohl vielfach zunächst nicht aufgeschrieben, sondern nur von nahestehenden Menschen auswendig gelernt – und mündlich weitergegeben – , denn wenn diese gefunden worden wären, wäre Achmatowa wohl irgendwo verschwunden, wie so viele Menschen ihrer Zeit. Erst in der Zeit Gorbatschows durfte das Gedicht 1987 in Russland veröffentlicht werden. In diesem Gedicht-Zyklus „Requiem“ werden die Frauen beschrieben, deren Söhne und Männer verhaftet worden waren. Sie trafen sich vor den Gefängnistüren in langen verhärmten und traurigen Frauen-Schlangen, in der Erwartung, ihren Lieben noch Gutes tun zu können. In diesem Requiem werden immer wieder Bezüge zur Kreuzigung Jesu hergestellt – das Kreuz Jesu wird verbunden mit dem Leiden der Menschen in Stalins Zeit (dein Kreuz wird errichtet – von deinem Tod sprechen sie). Jesus schrie am Kreuz zum Vater (Gott), der ihn verlassen hatte und sagte zur Mutter, so Achmatowa: „Weine nicht um mich!“ (Ü: Etkind) Die Menschen, die Jesus folgten, klagen unter dem Kreuz – aber sie wagen nicht, Maria, die Mutter, anzusehen. Auch im Sowjet-Sozialismus gab es Sippenhaft. Nicht nur in der Konkurrenzanschauung, dem National-Sozialismus. Und so wagte niemand Maria anzusehen, um sich selbst nicht zu gefährden. Der Gedicht-Zyklus endet Epilog 1 damit, dass sie für sich und die Frauen in Zeiten des Frosts und der sengenden Hitze betet. Denn Frauen standen dort vor den Gefängnismauern, wartend, zu allen Jahreszeiten. Und das Gebet für sie und die Frauen dürfte – so deutet der Titel an – lauten: „Requiem aeternam dona eis, Domine, et lux perpetua luceat eis“. Schon 1921 spricht sie vom Kreuz, das sie sich vor Angst bebend an die Brust presst und betet: „Gott, schütze meine Seele, rette sie!“ („Angst“; Ü: Ahrndt 45)

Ihr Sohn wurde, so heißt es, verhaftet, weil man sich nicht an die berühmte Mutter selbst heranwagte. 1921 wurde ihr (geschiedener) Ehemann, der Dichter Nikolaj Gumiljow, hingerichtet. Ihr Freund Ossip Mandelstam kam wie viele andere im Gulag um, 1935 wurden ihr dritter Mann, Nikolai Punin, und ihr Sohn erneut verhaftet und zum russischen Konzentrationslager, dem Gulag, verurteilt. Sie beschreibt das in „Requiem“ so: In Ketten der Sohn, der Ehemann tot: „Betet für sie, betet“ – wobei sie um ein Gebet für sich selbst bittet – das aber sofort weitet: Sie leidet diese Grausamkeiten ja nicht allein. Ich weiß nicht, ob ich das überinterpretiere, aber das wird in manchen ihrer Gedichte deutlich, dass sie Angst hatte vor sozialen Kontakten, weil das tyrannische Regime sie überwachte und damit wurden auch Menschen, mit denen sie Kontakt hatte, gefährdet: „Daß stumm ich vorm Tod ihn bewahre, / erfahr´ meine Liebe er nicht.“ („Ich habe Verderben beschworen“ 1921; Ü: Etkind)

Bis 1940 durfte sie nichts mehr veröffentlichen, sie sei gestrig, nicht zeitgemäß, konterrevolutionär („Jetzt wird niemand meine Lieder hören. / Die prophezeiten Tage sind gekommen… / Du bricht mir das Herz nicht / Noch lässt du es erklingen. Vor nicht langer Zeit, frei wie eine Schwalbe“ am Jahresende 1917 geschrieben). Es gab einen Augenblick, in dem sie nicht bereute, in dieser Zeit zu leben. So heißt es in der ersten Strophe des Gedichts – in Aufnahme der Vorwürfe gegen sie: „Ich wurde nicht zu früh oder zu spät geboren, / Ich wurde eindeutig gesegnet, / Nur der Herr ließ nicht zu / Meinem Herzen, ohne Illusion zu leben.“ Und ist das Gedicht: „An der Schwelle des Paradieses“ auch religiös zu verstehen? Ist es Jesus, der ihr zuruft: Ich warte? Der ihr den Auftrag gibt, die Armut mitleidsvoll zu ertragen, so dass sie ihr Brot zu teilen beginnt, der sie dann beten hören und sie ihm die Liebe zeigen wird?: „Wenn einmal der Wolken Reigen / Schwimmt in Blut wie nach der Schlacht“ (1921; Ahrndt 47). 1936 geht sie noch einmal auf das Gedicht ein – ebenso religiös gefüllt ohne Eindeutigkeit: Während sie wartet „Spricht mit mir der Engel dieser Nacht“ („Schickt er mich zu holen, keinen Schwan“ [Ahrndt 67]). Wird hier die Metonymietechnik verwendet – das heißt: durch die Beschreibung wissen Wissende, wer oder was gemeint ist?

Dann gab es aufgrund des Verteidigungskrieges gegen das nationalsozialistisch beherrschte Deutsche Reich ein paar Jahre der Ruhe, denn die wenigen übrig gebliebenen Christen wurden von Stalin zur Verteidigung des Landes gebraucht. Und auch Achmatowa erlebte eine kurze entspanntere Zeit – allerdings musste sie aus Leningrad (ihr geliebtes Sankt Petersburg) wegen der Kriegsblockade, an Typhus erkrankt, evakuiert werden. Als dann der Krieg vorbei war, wurden Christen wieder brutal bekämpft – auch die christlichen Soldaten wurden mit den Familien aus dem eroberten Deutschland abgeholt und deportiert. Entsprechend wurde sie 1946 aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen und als schädlich, als „Nonne und Hure“, was auf religiöse Bezüge hinweist, als Unzeitgemäße, als Hindernis beim Aufbau des Sozialismus und mit anderen Aussagen aus dem Sozialistischen Diffamierungskatalog bezeichnet. Schon 1922 schrieb sie ein eindrucksvolles Gedicht zum Thema „Verleumdung“. Erst 1956 wurde sie rehabilitiert.

Aber in der Zeit Lenins und Stalins ging es ihr sehr schlecht. Dennoch hielt sie an der Religion fest. Im Poem ohne Heros finden wir zahlreiche Anspielungen und Aufnahmen biblischer Texte. Ein Wort – so das Tal Josafat – beinhaltet ausführliche Inhalte. Das Tal Josafat, das Tal, in dem Gott Gericht halten wird (Joel 4). Der Hinweis auf den Hahn – die Geschichte des Verrates Jesu durch Petrus.

Von dieser großartigen Frau wurde in einer Anthologie russischer Gedichte (Russische Gedichte. Übersetzt und hg. von Kay Borowsky, Stuttgart, Reclam 2009, 91f.) eines übernommen, das 1922 einen sehr warmen, hellen unglaublich schönen September beschreibt. Aber dann: „rot glühende Abende, kaum zu ertragen, besessen, / das werden wir vor uns sehn, bis der Tod uns ruft.“ Und die Sonne – ein Aufrührer, an den sich alles zärtlich drängt. Es endet mit: Und da erschienst du gelassen an meiner Tür“. Ein Natur-Liebesgedicht – aufgenommen die politische Situation. Wer aber ist das „du“? Religion und Liebe treffen sich – auch hier? Was ist das Wunderbare, das von jedem Ersehnte, das durch die Häuserruinen zu ihr kommt? Der Frühling – im Juni? („Alles ausgeraubt, ausverkauft, ausgelaugt“) Wer ist der Vertriebene, der ihr immer nah ist: „Das bittere fremde Brot – der Pilger brichts, / Dunkel sein Weg, ohn Ende lang.“? („Nein, nicht mit denen“ 1922 [Rakusa 25]) Und ist das christlich zu deuten?: „Und steil vom Himmel kam ein Wind, von Glück / Und Fröhlichkeit erfüllt, auf mich herab“ – als sie ihr Gewissen prüfte? Wind – Pneuma/Ruach Geist Gottes? Wie haben es die Menschen verstanden, die damals das Gedicht lasen, hörten, in sich aufnahmen? Sicher konterrevolutionär – auf den toten/stillen Wassern zieh´n die Schwäne – die Weißen? Ihr Ex-Ehemann, der 1921 ermordet wurde, kämpfte für die Weißen. Wer ist es, der Ostern kommen soll, durch alle Posten, Sperren, Meute hindurch, zum Abendessen? („Beschwörung“; 1936 stehen die Emmausjünger im Hintergrund, die Ostern Jesus baten: „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden“? [Ahrndt 35]). Oder was ist in dem kurzen Text „Gold“ mit dem „königlichen Wort“ gemeint, das alles überlebt, Materie, Trauer und Tod? (Rakusa 99) Oder 1921 Jesus-Dichter – oder ein Dichter, der bewahrt wurde?: Welch Wunder, dass er sich uns offenbart, / Dem Schmähn und Zorn ganz fremd, dem Lob nichts nützte, / Und auch die heiligste der Jungfraun schützte / Ihren Dichter, der so herrlich war.“ http://illeguan.de/achmat3.htm Geht es um Jesus/Gott? Um Menschen, mit denen sie direkt Umgang hatte? Liebe Menschen, die fern in Lagern lebten? Verstorbene?

Immer wieder begegnet das Gebet – sie als Beterin. In dem Abschiedsgedicht „Ein gusseiserner Zaun“ heißt es: „Ein Bett ist für mich gemacht / Mit Schluchzen und Gebet; / Nun geh überall auf der Erde, / Wohin du willst, Gott segne dich!“  Von 1962 gibt es Gebets-Gedichte (s. Etkind 393) und in ihrem Tagebuch hatte sie geschrieben: „Und wer hätte geglaubt, dass ich für so lange gedacht war“. Von wem „gedacht“? Von Gott? Sie kann auch das Gebet im Kontext der Theodizee erwähnen, so im Gedicht „Kriegswind“: Es brüllt von der Erde hinauf in den Himmel nach Brot – doch der Himmel bleibt verschlossen, aus den Fenstern blickt der Tod – Todesflugzeuge (Ahrndt 123). 1934 spricht sie in einem „Letzten Toast“ unter anderem aus, dass sie darauf trinkt, dass Gott nicht half http://illeguan.de/achmat4.htm  Und der Frost, der die Knospen zerstörte, lässt sie sagen, dass der Anblick so schrecklich sei, dass sie Gottes Schöpfung nicht sehen mag und innerlich zerrissen ist („Mai-Schnee“). Andererseits: Im Sonett von 1941 spricht sie von ihrem Tod in fernen Jahren, indem sie alles fröhlich beschreibt, Grün, tanzende Kinder und dass ihr ungestümes Blut sie zwang, zu „dir“ zu gehen – den Weg, den jeder gehen muss. (Ahrndt 121) Zu wem geht sie? 1921 spricht sie in dem Nachtrag zum Gedichtzyklus „Nördliche Elegien“ ihren hingerichteten Ex-Mann an: „Nun lebst du dort, wo alles offenbar ist“. Und sie selbst bittet zu Gott für die Zeit nach dem Sterben: „doch diese purpurne Blüte / Lass mich in Frische von Neuem erleben“ 1962 http://illeguan.de/achmat10.htm

Es sind Gedichte aus einer extremen Zeit. Gedichte einer Frau, die in dieser extremen Zeit versuchte zu überleben, die lernte, zwischen den Zeilen zu schreiben – einerseits. Manches, was ich angedeutet habe, dürfte von Fachleuten nicht religiös gedeutet werden. Mag sein, das dem so ist – es kann aber auch sein, dass man sie heute auf andere Art als damals mit Blick auf den Glauben zum Schweigen bringen möchte. Andererseits formuliert sie aber auch trocken, klar, hart. Das, was ich an den mir zugänglichen Gedichten sehe, ist, dass das Gebet für sie wichtig war. Gebet öffnet die heftige, unerträgliche Welt nach außen, zu Gott, hilft, nicht zu versinken in dem, was Menschen einander an Schlimmem antun: Requiem aeternam dona eis, Domine, et lux perpetua luceat eis.

*

Spirale

Sich in die Spirale begeben:
Angst immer weiter ausdehnen,
einander anheizen in Trübnis,
sich im Nachtbett wälzen, die Sorgen blähen,
Melancholie, Depression fördern, steigern, höherschrauben,
Nebel erfasst Hirn und Herz und durchwabert den Alltag,
Dunkelheit und Irren um und um.
Sich aufgeilen – auf vielen Ebenen, hysterisch werden.

Hab acht vor den Spiralen,
ihren Fesseln,
ihren Leimfäden,
mit denen du gefangen wirst,
zur Besinnungslosigkeit gedreht wirst,
es gibt kaum ein Entrinnen.

Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel
dem Netze des Vogelfängers;
das Netz ist zerrissen, und wir sind frei
,
singt der Psalmist in seinem Gebet. (Psalm 124)

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Die Wissenschaft hat festgestellt

Wissenschaftler müssen aufpassen, dass sie nicht vor irgendwelche politischen Karren gespannt werden. Es gibt immer Wissenschaftler, die politische Narrative aus verschiedensten Gründen wiederholen, sich dadurch profilieren. Aber all die anderen, die wissen, dass das Narrativ falsch ist, das es nicht stimmen kann, das mit dem Narrativ vorsichtig umgegangen werden muss, weil es wissenschaftlich auf wackligen Beinen steht, sollten ihre Stimmen erheben, damit Medien sich nicht auf ein Narrativ festlegen können. Wissenschaft muss ihren guten Ruf behalten – darf ihn nicht verspielen, indem sie die unterschiedlichsten Stimmen und Forschungsergebnisse zugunsten einer Einheitsstimme unterdrücken.

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Wort zum Tag + Benedikt XVI. geistliches Testament / Jesus, ich liebe dich / Theologie der Befreiung + Beyza Aka – Robogirl + Gesichtserkennung + Mietpreise + Erwerbstätigkeit + Containern + Kostenlose Kondome + Rentenhöhe in Deutschland + Angriffe auf Menschen in unserem Land + Auf den Hund kommen

Wort zum Tag

Nie von der Politik unterkriegen lassen,
nie von der Politik die Stimmung vermasseln lassen
und das Beste für die Gesellschaft und sich selbst tun,
sei die Devise des freien Bürgers.

Benedikt XVI. – geistliches Testament

Das Testament von Benedikt XVI. ist hier zu finden: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/was-in-benedikts-geistlichem-testament-steht-18571260.html

Ich hoffe auch, dass manche Medien unseres Landes ihre Abneigung zu einem ganz Großen unseres Landes nur in unserem Land ausspritzen können – weltweit wird es keine Bedeutung haben. Er ist weltweit gesehen vermutlich der einflussreichste deutsche Zeitgenosse (gewesen). Politisch mag es von den öffentlich Bekannten Merkel gewesen sein, vielleicht ist auch noch Klaus Schwab zu nennen – aber langfristig gesehen war und ist es wohl Benedikt XVI., weil die weltweite Kirche ein ganz anderes Verhältnis zu ihren Großen hat, als der säkulare Zeitgenosse, der schneller vergisst. Von daher tut es manchen wohl gut, sich an ihm abzuarbeiten, damit wenigstens durch ihre Kritik ein wenig Benedikt XVI.-Bedeutung auf sie fällt. Nach dem Motto: Posthum erledigen wir den Helden und ich bin heldenhaft. Dazu: https://www.kath.net/news/80438

Auch ein verstorbener Papst kann kritisiert werden. Aber es kommt immer darauf an: Wie. Es muss gerecht zugehen – in dem Sinn, dass er aus der Zeit heraus verstanden wird – und nicht aus der Perspektive der Nachgeborenen oder aus ideologischer Perspektive.

Zum Thema Theologie der Befreiung: https://www.kath.ch/newsd/josef-sayer-ueber-die-befreiungstheologie-nicht-ratzinger-war-das-problem-sondern-das-opus-dei-und-die-usa/ Über dieses Interview hinaus: Es muss beachtet werden, dass der Marxismus manchem stärker als Roter Faden diente und nicht die Reich-Gottes-Lehre Jesu – zumindest war das nicht immer ganz deutlich. Dagegen muss die Kirche sein. Vor allem war damals ja auch bekannt, wie viel Leid die Sozialisten verbreitet, wie viel Blut die Kommunisten vergossen haben – auch unter Christen. Den Befreiungstheologen ging es nicht in erster Linie um korrekte Theologie, sondern um Theologie, die aus der jeweiligen sozialen Situation geboren wird, das heißt: es geht nicht um theologische Wahrheit, es geht um eine neue gesellschaftspolitische Methodik. Und das hatte dann unterschiedliche Folgen – bzw. wurde in der katholischen europäischen Theologie nur begrenzt nachvollzogen, da das auch ekklesiologische (u.v.a. hierarchische) und harmatiologische (Sündenverständnis) Dimensionen hatte – und Befreiungstheologen hingegen haben die alte europäische Theologie aus marxistischer Perspektive betrachtet und so vielfach nicht akzeptiert. (Was das Sündenverständnis betrifft: Inwieweit ist der Mensch als Mensch Sünder – wieweit ist Sünde im politischen System des Kapitalismus institutionalisiert? Damit hängt zusammen: Darf sich der Christ marxistischen Guerillabewegungen anschließen und Menschen, die kapitalistisch Systemkonform leben [auch Kirchenobere?], ausschalten?)

Von dem unter den Nationalsozialisten aufgewachsenen Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation und dem unter Kommunisten aufgewachsenen Polen Papst Johannes Paul II. wurde nicht die gesamte Befreiungstheologie abgelehnt. Es ging im Wesentlichen um die Vermischung von Sozialismus / Marxismus und Christentum dann, wenn der christliche Glaube unter die Räder des marxistischen Weltbildes zu geraten drohte. Der Fall Boff hatte entsprechend Ekklesiologische Dimensionen – es ging nicht in erster Linie um die Befreiungstheologie in der Hinwendung zu den Armen; Oscar Romero, der 1980 ermordet worden war, wurde 2018 heilig gesprochen. Ernesto Cardenal, der auch von mir als Dichter viel Bewunderte, hatte andere auch vollkommen schräge politische Ansichten [Nicaraguas FSNL, die bei Linken hoch in Mode stand – und heute ist für alle enttäuschend erkennbar, welch üblen Weg der von Cardenal bewunderte Ortega gegangen ist, ebenso hat er mit Chomeini Verbindungen, die ich jedoch nicht einordnen kann]. Schon früh bin ich von Worten von Dom Helder Camara beeinflusst worden – er wurde soweit ich sehe nicht durch den Vatikan reglementiert, aber als er seinen Bischofsposten aus Altersgründen aufgab, wurde ein konservativer Bischof als Nachfolger auf diesen gesetzt. Dom Helder Camara wurde Patron der Menschenrechte und die Seligsprechung ist im Gang. Juan Luis Segundo – er hat 1985 vor Ratzinger, dem späteren Papst, gewarnt, er wolle die Zeit vor das Zweite Vatikanische Konzil zurückdrehen. Gibt es eine Reaktion darauf? Sicher, aber die ist mir nicht bekannt.) Das heißt: Undifferenziert und einlinig haben Ratzinger/Vatikan die Befreiungstheologie nicht abgelehnt. Allerdings fühlten sich die Marxisten, Maoisten, Stalinisten, Leninisten in Europa durch den Vatikan angegriffen, weil er den christlichen Ansatz stärker betonte als die marxistische Weltanschauung. Und das nehmen sie ihm übel. (1984 habe ich über die Theologie der Befreiung eine wissenschaftliche Hausarbeit geschrieben. Muss sie mal wieder suchen.)

Jesus, ich liebe dich“ sollen die letzten Worte Benedikts XVI. gewesen sein. Auf deutsch gesprochen. Mögen diese Worte in unserem Land noch häufig gesprochen werden: https://www.kath.net/news/80428

Nachtrag: In einer anderen Version heißt es, dass er gesagt habe: Signore ti amo. https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2023-01/vatikan-benedikt-xvi-georg-gaenswein-letzte-tage-interview.html

Mietpreise

Alle Kosten steigen Dank der Politik – auch Mietpreise machen da keine Ausnahme: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/immobilienpreise-sinken-mieten-steigen-101.html

Beyza Aka – Robogirl

Über eine junge Frau, die durch eine Krankheit Arme und Beine verloren hat und nun Prothesen trägt: https://cmk.sueddeutsche.de/cms/microsite/14820/beyza-aka-robogirl

Gesichtserkennung

Weil ihr Gesicht beim Betreten eines Musicals durch einen Gesichtsscanner erkannt wurde und sie Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei verriet, wurde sie des Musicals verwiesen. Detaillierte Infos: https://www.heise.de/news/Aus-Musical-geworfen-Gesichtserkennung-entdeckt-Anwaeltin-gegnerischer-Kanzlei-7444612.html

Erwerbstätigkeit

Auch mal eine gute Nachricht: Es sollen noch nie so viele Menschen in unserem Land erwerbstätig gewesen sein wie zurzeit: https://www.faz.net/aktuell/politik/rekord-45-600-000-menschen-beschaeftigt-18572965.html Eine spannende Aussage: überall fehlen Menschen – und es werden auch immer weniger, die arbeiten, wegen des Alters – sind die Menschen aus der Ukraine mitgerechnet? Die wahrscheinlich wieder zurückkehren in die Heimat, wenn Putin mit seinen bestialischen Angriffen aufgehört haben wird.

In der Tagesschau vom 1.1.23 wurde gesagt, dass nur 3% der Bürgergeldberechtigten ihren Pflichten nicht nachkämen.

Also wir sehen: Alles in Butter.

Containern

Auch hier eine gute Nachricht: Containern soll erlaubt werden. Allerdings frage ich mich: Wie kann abgesichert werden, dass das nicht schon wider durch irgendwelche Menschen ausgenutzt wird? Wie sieht es aus bei Lebensmittelvergiftungen – wer ist dann haftbar? https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/cem-oezdemir-will-containern-straffrei-stellen-18573029.html

Kostenlose Kondome

Diese Nachricht sei ein Aufruf zur Vorsicht und zur verantwortlich gelebten Sexualität. Steigen nur in Frankreich die Krankheiten, die durch sexuelle Kontakte hervorgerufen werden?: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/kondome-kostenlos-frankreich-101.html

Rentenhöhe in Deutschland

Rentendurchschnitt Frauen/Männer west: 808/1200€ und 1070/1141 Frauen/Männer ost. Ob unsere Herrschaften das wissen? https://www.hna.de/wirtschaft/rente-durchschnitt-altersvorsorge-geld-rv-finanzen-west-ost-rentner-deutschland-91885132.html Dann Inflation, steigende Mieten, steigende Energiekosten…

Angriffe auf Menschen in unserem Staat

Triggerwarnung: https://www.youtube.com/watch?v=VGvPvOk-jGk – und was macht die Tagesschau vom 2.1.? Sie sagt mal wieder nur die halbe Wahrheit. Und Frau Faeser – will mit aller Härte des Gesetzes usw. usw. usw. Wenn in diesem Jahr nicht alle Videos ausgewertet, die Aggressiven haftbar gemacht werden, werden wir das nächste Jahr dasselbe erleben. Es sei denn, die Böller-Verbieter setzen sich durch – wodurch dann all die braven Menschen bestraft werden, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Auch aus dem Ausland kommende Mitbürger sind entsetzt über manche Zustände in unserem Land.

Auf den Hund kommen

Mit einem leichten Augenzwinkern zum Thema böllern und Hunde: https://www.stern.de/panorama/boellerverbot–mein-kollege-kaempft-dafuer–dabei-sind-hunde-die-wahre-pest-der-staedte-33060538.html

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Gott, der mich sieht

Klimaerwärmungen – Sensibilität für Katastrophen –
der Mensch ist nur ein Teil der Schöpfung.
Corona – wie leicht sind Menschen zu verängstigen –
die keine Hoffnung auf Leben haben.
Krieg – wie schnell gerät weltweit alles ins Schwanken –
Menschen versuchen wirr, dies und das und jenes.

Sicherheiten werden aus der Hand geschlagen.
Es macht sich wieder das alte Wissen breit:
Sicher ist nur, dass nichts sicher ist.
Geld nimmt ab, es wird dunkel, es wird kalt,
zurückgeworfen vom Luxus hinunter auf Elementares.
Kampf um Alltägliches nimmt vergangenen Hochmut.

Oberflächlichkeiten verlieren ihren Glorienschein.
Tuch für Tuch wird weggezerrt
von dem verborgenen Wahren.
Und wir erkennen wieder:
Gott, Du bist! Du bist ein Gott, der mich sieht.
Wie kann ich in Deinem Sinne leben?

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Wort zum Tag + Lenins Macht + Angriff gegen Feuerwehr und Polizei + Industrie-Fall + Habecks Kohleausstieg + Neujahrsansprache an den Bundeskanzler

Frage zum Tag

Wenn einer den Zusammenhalt der Bevölkerung beschwört,
aber ständig feindbildartig Unliebsame ausschließt,
wie kann man das nennen?

Lenins Macht

Lenin sagte einmal, dass die Elektrizität Gott ersetzen werde und der Bauer die Macht der Behörde mehr spüren würde als die des Himmels https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/josef-stalin-vom-unglaeubigen-seminaristen-zum-glaeubigen-leninisten-art-229556

Das ist das Ziel tyrannischer Staaten – Behörden dienen nicht dem Zusammenleben, die Menschen dienen den Behörden, sonst gibt es Druck. Ich bin dankbar dafür, dass der überwiegende Teil der Behörden auch Pro-Bevölkerung handelt. Zumindest hoffe ich es. Aber das sollte Politik auch immer verdeutlichen, damit es nicht anders wird: Wir (Politik und Behörden) sind für euch da – nicht ihr für uns.

Angriff gegen Feuerwehr und Polizei

Es geht nicht darum, die Feiern zu verbieten – es geht darum zu analysieren, in welchen Bereichen, welchen Stadtteilen, von welchen Bevölkerungsgruppen werden Polizei und Feuerwehr angegriffen – und was kann dagegen gemacht werden. Es hat einen üblen Geschmack, das schon lang Gewünschte durchzusetzen, nur weil ein paar Idioten meine Ziele unterstützen.

Man will die Silvesterknallerei loswerden – und benutzt dann als Argument das Verhalten von ein paar Kriminellen, um den Bürgern das Knallen zu verbieten. Das ist schlechtester politischer Stil. Wie wäre es, schon mal in einem ersten Schritt in den Krawall-Bereichen die Schreckschuss- und Signalwaffen-Erlaubnis zu überprüfen und einzuschränken?

Nachtrag: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nancy-faeser-angriffe-auf-einsatzkraefte-haerter-bestrafen-18573110.html Nicht erst nachträglich bestrafen sondern schon prophylaktisch agieren.

Industrie-Fall

Sie haben es begriffen, dass die Industrie unter der jetzigen Politik leidet. Aber es wurde ein Feind ausgemacht, der für alles Schuld ist, und die Beruhigungspillchen sind schon in der Tasche: https://www.tagesspiegel.de/politik/wirtschaftliche-entwicklung-in-deutschland-kretschmann-sieht-wohlstand-in-gefahr-weil-sorgt-sich-um-die-industrie-9111214.html (Tagesspiegel+)

Habecks Kohleausstieg

Es ist, was Energie und damit Arbeitsplätze und Lebenssicherung betrifft, nichts sicher – und dann fängt Politik schon wieder an, irgendwelche Zukunftsplanungen in die Medien zu werfen, die verunsichern und erschrecken. Und die Grünen-Klientel macht alles ohne Rücksicht auf Verluste mit: https://www.tagesschau.de/inland/kohleausstieg-habeck-ostdeutschland-101.html

Haseloff nennt das „verheerende Aussagen“. Verheerend bedeutet: Ein Heer von Menschen zieht plündernd, schändend, mordend, zerstörend durchs Land. Vielleicht sollte das Wort „verheerend“ wieder verstärkt für die gegenwärtige Politik verwendet werden. Freilich schändend und mordend wird auszuschließen sein. Und die modernen Verheerungen sind nicht so deutlich sichtbar.

Neujahrsansprache an den Bundeskanzler

Triggerwarnung – nur anschauen, wenn man sich ärgern will: https://www.youtube.com/watch?v=bJdxqQQeyfo&t=2s

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Mache dich auf!

Wenn Menschen verrückt spielen,
mache dich auf!
Wenn der Politik die Hände gebunden sind,
mache dich auf!
Wenn das Gewohnte zerbricht,
mache dich auf!
Wenn die Pläne zerstieben,
mache dich auf!
Wenn sich lähmende Kälte in dir aus breiten will,
mache dich auf!
Wenn sich Dunkelheit in Herz und Hirn verbreitet,
mache dich auf und werde Licht,
denn dein Licht kommt!
Sagt der Prophet Gottes (Jesaja 60).
Wenn du zu schwach bist,
dich nicht aufmachen kannst,
dann wärme dich in Gottes Licht. (November 2022)

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Silvesterknallerei + Brasilien / Venezuela

Silvesterknallerei

Viele knallerten – vermutlich in der Befürchtung, dass es das letzte Silvesterfeuerwerk in Freiheit ist. Oder nur, weil es so warm war?

Es waren in unserem Umfeld sehr schöne Feuerwerke dabei. Was zum Glück nicht gehört wurde: Diese idiotischen Böller, die einfach nur Lärm machen.

Spannend fand ich in diesem Jahr, den Mond im Hintergrund.

Brasilien

Bolsonaro: Eine sonderbare Art, Auseinandersetzungen zu fliehen. Warum? Werden wir die Antwort in naher Zukunft bekommen? https://www.tagesschau.de/ausland/bolsonaro-261.html

Nicht nur Lula hat ein gespaltenes Land geerbt – es war schon vorher gespalten. Lula – die Lichtgestalt, die keine ist, wird freilich medial und politisch gehypt. Man darf nicht vergessen, er war schon mal an der Regierung – und dann schreibt die Journalistin von „Zeitenwende“? Allerdings mit „?“: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/brasilien-lula-amtsantritt-101.html

Venezuela

Was passiert nun, ohne eine Pressure-Figure in Venezuela? Wird ein Komitee die Menschen mobilisieren können? Ich habe da so meine Zweifel. Vielleicht wollen sie einen anderen aufbauen. Das Problem der Opposition in Venezuela waren wohl Biden-Demokraten. Die haben eher Ambitionen für Maduro – es lockt das Öl: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/guaido-venezuela-opposition-abgesetzt-101.html Zudem hat der gewählte linke brasilianische Präsident ein positiveres Verhältnis zu dem linksextremen Maduro. Hoffentlich kein Vorbild in Sachen runterwirtschaften des Landes.