Kleine Gebetshilfe 2

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Wie begegnete man höhergestellten Personen? Indem man sich vor ihnen auf den Boden wirft. So war das zumindest ganz früher – man nennt das Proskynese, was Muslime in einer bestimmten Art noch praktizieren. Viele Christen falten heute die Hände, nicht nur, damit sie nicht herum zappeln beim Beten und die Konzentration gestört wird, sondern: Mit angedeutet gefesselten Händen und gesenktem bzw. geschlossenem Blick begegnen Menschen Gott. Andere legen die Handflächen ineinander, halten die Hände vor das Herz, denn Hände und Herz sammeln sich vor Gott – und man legt sich, wie damals die Ritter dem Höhergestellten, in die Hände. Früher hat man zum Beten auch gekniet – heute machen es nicht mehr sehr viele, aber es ist schon etwas Besonderes, wenn man kniend betet.  Die frühen Christen haben wahrscheinlich stehend gebetet – den Blick zur Sonne gewendet, die Hände mit den Handflächen nach oben – den Segen Gottes empfangend. Auch diese Haltung finden wir gegenwärtig bei vielen Christen.

Gebetshaltungen haben eine Bedeutung – und sie sind inzwischen in der Christenheit sehr vielfältig, weil sie nicht nur Ausdruck der jeweiligen Konfession, sondern auch des jeweiligen glaubenden Menschen sind. Manchen Christen erkennt man gar nicht an, dass sie beten, weil sie gerade in dem Augenbick beten, in dem sie irgendwas Alltägliches verrichten.

Unsere Gebetshaltungen drücken aus, dass wir mit Gott, dem Schöpfer, dem Erhalter – unserem Vater durch Jesus Christus – reden oder auch nur ganz bewusst vor und in ihm sind, von ihm unser Leben empfangen.

Jeder kann einmal die unterschiedlichen Gebetshaltungen ausprobieren und in sich hineinhorchen: Welche finde ich im Augenblick besonders hilfreich? Stärkend? In Gottes Nähe führend? Welche hilft mir in besonderen Situationen, mich intensiv auf Gott einzulassen, auf ihn zu hören, mit ihm zu sprechen?

Das Kreuzzeichen, das auch ein Teil des Gebetes sein kann, bei dem man Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist nennt – könnten wir Evangelischen auch wieder stärker in den Blick rücken. Luther hat es noch praktiziert – irgendwann ist es einfach verloren gegangen. Es macht uns bewusst, wem wir gehören, an wen wir glauben.

Luthers Morgensegen

http://www.ekd.de/glauben/luthersmorgensegen.html 

Des Morgens, wenn du aufstehst, kannst
du dich segnen mit dem Zeichen
des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser.
Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an dein Werk gegangen
und etwa ein Lied gesungen
oder was dir deine Andacht eingibt.

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Kopftuchstreit

Darf eine Muslima in einem christlichen Krankenhaus Kopftuch tragen oder nicht? http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/evangelische-klinik-muslimin-darf-kein-kopftuch-tragen-a-993365.html

Das Problem liegt darin: Ist es islamisches Bekenntnis oder nicht? Man muss ja zum Beispiel auch bei Banken nicht erlauben, dass Mitarbeiter in deren Bankgebäuden für Konkurrenzbanken werben. Also weiß jeder: Wenn ich da arbeite, muss ich meinem Arbeitgeber gegenüber loyal sein oder halt wo anders arbeiten.

Beim Kopftuch liegt das Problem darin: Ist es Bekenntnis oder Tracht? Und das kann man von Außen nicht entscheiden, weil es eine ganze Menge Muslima gibt, die es als Bekenntnis stolz erhobenen Hauptes herumtragen. Es ist also für sehr viele Bekenntnis. Und nun einzelne Frauen herauszufiltern, die es wirklich nur tun, damit ihr Haar nicht von Männern gesehen wird (warum eigentlich nicht?) – wie diese Klägerin es sah – ist für Arbeitgeber nun wirklich kaum möglich.

Was nun jedoch auch möglich ist und vielfach praktiziert wird, ist, dass christliche Häuser sagen: Mögen sie es handhaben wie sie es wollen – solange sie nicht direkt gegen unseren Glauben agieren. Und ich vermute, dass das ein Weg ist, der viele zufrieden macht. Aber da müssen sich dann die christlichen Arbeitgeber stärker untereinander ehrlich austauschen, über Schwierigkeiten, Probleme, Erfolge, Möglichkeiten…

Wenn Muslime mit der christlichen Religion gar nicht klar kommen, dann sollten sie eben nicht in christlichen Häusern arbeiten. Wie es sonst im Berufsalltag insgesamt praktiziert wird: Wenn mir die Philosophie einer Firma nicht passt – dann arbeite ich in einer anderen.

Das heißt: Ein grundlegendes Bekenntnis zum Geist des christlichen Krankenhauses müssen Muslime akzeptieren, wenn sie dort arbeiten wollen – und tun sie ja in der Regel auch.

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Bettina Röhl und Yasmin Fahimi

Yasmin Fahimi ist noch eine Neue im Amt. Sie muss erst noch lernen – und nachdem man ihr vorgeworfen hat, zu unauffällig zu sein, muss sie sich eben auffällig machen. Und wie macht man das? Eben mit Aussagen, die – nun denn – unqualifiziert sind. Aber so weiß dann jeder: Es gibt eine Yasmin Fahimi in der SPD. Und dann beginnt man zu fragen: In der SPD? Und was macht sie so? Sie ist Generalsekräterin. Und dann freut man sich, dass man die Generalsekretärin wahrgenommen hat und sie freut sich auch. Darum würde ich nicht so hart ins Gericht mit ihr gehen: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-politik-mit-brauner-suppe-seite-all/10740366-all.html

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Polizei erschießt Hunde

Polizisten in Rüsselsheim haben zwei Hunde, die Menschen angegriffen haben, erschossen. Nun heißt es: Die Polizei habe überreagiert… – hätten sich wahrscheinlich lieber selbst beißen lassen sollen als die lieben Tierchen zu erschießen. Mein Vorschlag: Hätten sie doch schnell die Kritiker geholt, die hätten natürlich alles besser gemacht.

Warum waren die Kritiker eigentlich nicht schon längst vor Ort? Absurde Frage? Genauso absurd wie die Aussage, die Polizisten hätten überreagiert. Lest einmal das folgende und zweifelt an dem Verstand von Menschen, bei denen allein die Emotion regiert: https://www.openpetition.de/petition/online/ermittlung-gegen-schiesswuetigen-polizeibeamten-in-ruesselsheim

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Terror gegen Kirche

Terror wurde gegen eine Kirche verübt – nicht von Islamisten, sondern von Abtreibungsgegnern: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/berlin-schweigt-zum-anschlag-auf-eine-kirche# Und alle schweigen. Und nicht nur die Kirche wird aggressiv angegangen, sondern Menschen, die gegen die Kultur des Todes eintreten, also auch diejenigen, die gegen die Abtreibung protestieren, werden von Aggressoren angegriffen. Ärgern die sich Aggressoren, dass sie selbst nicht abgetrieben wurden, so sehr, dass sie sich so massiv gegen Abtreibungsgegner wenden? Auch von Abtreibungsgegnern der Straße verlangt man ein gewisses Maß an Argumentationsfähigkeit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden.

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Ukraine und Propaganda

Die Ukraine versucht sich auch kräftig in Propaganda, das haben wir ja schon zur Genüge erfahren. Aber hier wird es extrem: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-minister-erntet-spott-fuer-bericht-ueber-atomschlag-a-993149.html Aber was macht die ukrainische Regierung damit? Sie entlarvt damit unfreiwillig auch anderes als Propaganda. Pech gehabt. Aber Schwamm drüber, schnell vergessen, damit wieder wirksamere Propaganda in den Hirnen verankert werden kann.

welt-online spricht von Putins langem Arm in den ARD-Gremien und fühlt sich gar an stalinistische Geheimprozesse erinnert: http://www.welt.de/kultur/medien/article132588734/Putins-langer-Arm-reicht-bis-in-Gremien-der-ARD.html  Ist das, verbunden mit dem Bild, eine Satire? Unter Atombomben und stalinistischen Geheimprozessen geht es also nicht mehr.

Gemach, gemach, Leute von der Propagandafront aller Seiten. Weniger dick auftragen, an sachlichen Informationen orientiert – das dürfte manchem besser gefallen. So zum Beispiel mir.

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Netzwerk des Todes+Moscheegemeinden

Obama spricht von der ISIS als Netzwerk des Todes. Und dieses Netzwerk des Todes hat wieder weltweit zugeschlagen: In Algerien wurde der französische Bergsteiger getötet, auf den Süd-Philippinen hat die Abu Sayyaf Deutsche in der Gewalt und die anderen Teile des Todesnetzwerkes sind weiterhin am Rumoren: Nigeria, Somalia, Kenia, Zentralafrikanische Republik, Sudan, Afghanistan… –  es ist ein weltweites Netzwerk des Todes, und es genügt nicht, die Gewalttäter im Irak und in Syrien zu bombardieren. Das Netz muss gekappt werden. Wie, das werden die Sicherheitskräfte jetzt wohl austüfteln.

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Ja, kurdische Flüchtlinge aus Syrien fragen, warum der Westen erst jetzt reagiert. http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-syrische-kurden-fliehen-in-die-tuerkei-a-993172.html Die Antwort können wir geben: Die Terrorgruppen, Rebellen genannt, waren den westlichen Staaten im Gefolge von Saudi Arabien, Katar und Türkei gute Handlanger gegen Assad. Und von daher hat man gerne die Gräueltaten verschwiegen oder klein geredet. Nun aber haben sie sich verselbständigt und werden ihren Geldgebern gefährlich – und da muss dann der Westen im Gefolge dieser Staaten angreifen. Und die USA sie muss wieder für die arabischen Staaten die Kohlen aus dem Feuer ziehen. Sie wollten die USA schon einmal einspannen, indem sie Assad wegbomben sollte. Aber da wurden manche im Westen doch wach, so dass das verhindert wurde, zum Ärger der genannten islamischen Staaten. Aber jetzt müssen die USA doch ran, gegen die Islamisten. Stellen eigentlich Katar und Saudi Arabien auch Flugzeuge und Waffen zur Verfügung oder kommt wieder alles nur aus dem Westen? Dass die türkische Regierung sich noch ziert, ist allgemein bekannt, aus welchen Gründen auch immer. Ich ziehe das zum Thema Saudi Arabien zurück und behaupte nun das Gegenteil: http://www.welt.de/politik/ausland/article132585703/Saudischer-Prinz-greift-Islamisten-mit-seinem-Jet-an.html

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Aber auch hier: Angesichts dieser Bedrohung sollte man nicht die Staaten wie Nordkorea vergessen oder Kuba, Eritrea…

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Die Boko Haram wird ein paar Mädels, die sie entführt haben, wohl freilassen, im Austausch gegen hochrangige Führer ihrer Terrorgruppe: http://www.persecution.org/2014/09/22/boko-haram-to-release-219-schoolgirls-from-captivity-in-reported-prisoner-swap/

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Hoffentlich ist das in Deutschland anders als in Dänemark: Nur zwei der Moscheegemeinden lehnen ISIS ab: http://www.jihadwatch.org/2014/09/denmark-poll-shows-that-only-14-percent-of-mosques-denounce-islamic-state Gibt es bei uns entsprechende Umfragen? ISIS nur ablehnen, weil man denkt, sie würde dem Islam schaden, ist auch nicht so gut, denn das zeigt im Grunde eine Nähe zur ISIS und verurteilt nicht deren Grundlage.

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Klug muss man mit den kleinen ISIS-Trittbrettfahrern umgehen, die aufgeheizt und aufgestachelt nun Helden werden wollen: http://www.jihadwatch.org/2014/09/australia-teen-muslim-who-screamed-slaughter-the-christians-outside-christian-college-charged-with-intimidation Klein – aber nicht minder gefährlich, weil unberechenbar. Aber dennoch muss man klug mit ihnen umgehen, weil vielleicht noch die Hoffnung besteht, ihnen Menschlichkeit nahezubringen.

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Kleine Gebetshilfe 1

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In den folgenden Tagen möchte ich (unregelmäßig) ein wenig über das Gebet aus christlichem Verständnis schreiben.

Christen haben keinen festen Gebetsort, keine feste Gebetshaltung, keine Gebetsrituale. Alles gilt gleichermaßen für Frauen, Männer, Kinder. Warum? Gott möchte von ihnen angeredet werden wie Kinder ihren Vater anreden: Immer und überall können sie zu ihm kommen. Laut und still. Aufrecht, liegend, hüpfend, wie auch immer.

Angesichts dieser Freiheiten fällt es vielen schwer, überhaupt beten zu können. Denn wir wollen als Menschen ja auch formulieren können, was uns an Freude und Schmerz auf den Herzen liegt.

Dazu haben wir die Psalmen in der Bibel geschenkt bekommen. Die Beter klagen, bitten, loben, preisen – und wir können von ihnen diese Worte übernehmen, wenn uns selbst die Worte fehlen.

Dann ist freilich das Vater Unser, das unser Herr Jesus uns gelehrt hat, ganz wichtig. Es ist wie ein Samenkorn, das alles Wesentliche in sich enthält, um wachsen zu können.

Es lehrt uns auch im Geist Jesu zu beten. Denn Christen beten nicht aus Unglauben heraus, sondern aus dem Geist Jesu Christi – und das tun sie, wie das Johannesevangelium schreibt: das tun sie, indem sie “durch Jesus Christus” beten.