Christentum als Chor

Jesus Christus ist nicht nur historische Person. Er ist weiterhin als reale Kraft in Menschen aktiv, wird von Menschen als eine solche erfahren. Neben diesen Lebenserfahrungen wird auch versucht, alles rational zu erfassen. Das Christentum ist kein einstimmiger Gesang, sondern ein Chor mit ganz vielen Stimmen. Manchmal mit Dissonanzen, manchmal mit Harmonien. Manche Menschen stehen außen vor und sind kein Teil des Chores. Sie hören nur zu, missmutig oder wohlwollend. Manche summen nur für sich mit. Manche treten aus der einen Chorstimme aus, singen in einer anderen Stimme mit, manche mögen gar nicht mehr im Chor mitsingen – oder nur eine Zeitlang nicht mitsingen. Manche entwickeln auf einmal neue Stimmen.

Weil Menschen Sünder sind und sich auch verhören können, wenn Christus etwas sagt, muss es einen Maßstab geben, an dem das Alte und Neue gemessen wird?