
Heute fragen sich kluge Menschen, wie es kommt, dass Menschen Jahrtausende lebten ohne große Entwicklungen und in dem letzten Jahrhundert so ein großer Sprung gemacht wurde. Warum dem so ist, möchte ich jetzt nicht nachgehen, das hat viele Gründe. Aber wichtig ist mir:
Der Mensch ist ein Wesen, das seine Ruhe benötigt, auch um Entwicklungen verarbeiten zu können. Er hat sich über Jahrtausende kontinuierlich weiterentwickelt, im Rhythmus der Natur und in überschaubaren sozialen Gemeinschaften. Das Gehirn ist entsprechend geprägt. Was die gegenwärtige Ruhelosigkeit, die Reizüberflutungen, die Optimierungszwänge für Auswirkungen auf den Menschen, der anderes gewohnt ist, hat, wird sich erst zeigen.
Der früher in Gott geborgene Mensch wird heutzutage in künstliche Hektik versetzt. Er hat verlernt zu ruhen, verlernt, Langeweile auszuhalten, verlernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen, verlernt, es sich genügen zu lassen.
Was kann der Mensch also tun, um dagegen anzugehen? Mit Gott in Beziehung treten, sich vor Gott als Kind Gottes wahrzunehmen (ich bin also nicht abhängig von einer Bestätigung von Außen), sich von Gott leiten lassen, das bedeutet auch, sich Ruhepunkte zu suchen: beten / mit Gott reden, wo auch immer man sich befindet, auf Gott hören, ein Bibelwort oder das Wort eines mir wichtigen Glaubenden im Kopf und Herzen bewegen, sich von Gott mahnen lassen da, wo man zu sehr ins Hamsterrad getrieben wird, sich hineintreiben lässt oder selbst unnötigerweise hineintreibt. Sich hinsetzen, ohne etwas zu tun, Stille genießen. Den ständigen Reizstrom unterbrechen.
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Unter den Menschen, die in psychischen Ausnahmezuständen andere angreifen, sind viele Menschen aus anderen Ländern. Kann es sein, dass dieser Bruch zwischen der alten Welt mit ihrer Langsamkeit und den sozialen Bindungen und nun die Hektik mit vielen unbekannten Menschen, Sprache, Verhaltensweisen, unüberschaubaren und undurchschaubaren Situationen, der Leistungsgesellschaft zu solchen psychischen Ausnahmezuständen führen kann? Vor allem: diese neue Welt verlangt auch eine gewisse intellektuelle Flexibilität. Kurz: Menschen verkraften die kulturelle Dislokation / Entwurzelung nicht. Von daher stellt sich mir auch die Frage: Wäre eine Ausweisung nicht für manche Menschen selbst hilfreich?
Diese Reizüberflutungen können nicht nur für Bürger des Landes ein Problem sein, sondern sie verschärfen sich für Migranten potenziert.
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