
Glaube und Psychologie
Säkulare Psychologie ist ein Blockiersystem, um den Anspruch des Glaubens zurückweisen zu können. Glaube ist biologisch – also psychisch bedingt. Sicher. Gott kommuniziert mit uns nicht außerhalb unserer Psyche, unseres Wesens. Gott hat uns als psychisches Wesen geschaffen. Somit sind psychische Prozesse wie Angst, Trost, Freude Erfahrungen, an denen Gott uns erreichen kann. Wie sollte das auch gehen. Die Zurückweisung des Glaubens mit Gründen der Psychologie ist übrigens auch psychisch bedingt.
Glaube wird sichtbar
In einem Interview sagte der kranke Journalist J. L., er habe in seiner Krankheit nicht zu dem alten Mann mit Bart gebetet, sondern zu einer Kraft, die größer ist als ich, die stärker ist als alles.
Glaubt er, sich mit dieser Aussage von den glaubenden Christen unterscheiden zu können? Gibt es einen Christen, eine Christin, die zu einem alten Mann mit Bart betet? Ich denke, die kann man wie Stecknadeln suchen. Das ist doch traurig, dass es kluge Menschen gibt, die andeuten, dem wäre so. Zum anderen erkennt der Mann, dass Kranke in christlichen Häusern besser aufgehoben seien, weil die dort Arbeitenden ein anderes (menschlicheres) Menschenbild hätten. Schön, wenn das in konfessionellen Krankenhäusern noch so empfunden wird, denn da arbeiten inzwischen ja auch Nicht-Glaubende. Aber vielleicht ist Glaube ja auch ein bisschen ansteckend, fordert das Gute im Menschen heraus.
Wenn die Leute sich stark und stärker und noch stärker fühlen, dann fallen sie vielfach über das christliche Menschenbild her, überheben sich, belächeln es: Wir wissen mehr, sind fortschrittlicher usw. Manchmal scheinen sie froh zu sein, dass es dann doch noch Christen gibt.
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